Eine Skulptur aus Holz - Baule - Elfenbeinküste (Ohne mindestpreis)






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Eine Holzfigur aus Côte d’Ivoire von den Baoulé, betitelt 'A wooden sculpture', 31 cm hoch und wiegt 0,23 kg, in fairem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Diese koloniale Figur aus der Baule-Region von Bouaké gehört zu einer besonderen Gruppe westafrikanischer Skulpturen, die während der Kolonialzeit und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts geschaffen wurden. Solche Darstellungen spiegeln das Zusammentreffen lokaler künstlerischer Traditionen mit neuen sozialen Realitäten wider und dokumentieren die Einbindung fremder Kleidung, Lebensstile und Statussymbole in die Baule-Bildkultur. Sie sind nicht bloß Darstellungen kolonialer Präsenz, sondern vielmehr eigenständige künstlerische Interpretationen gesellschaftlicher Transformationsprozesse.
Die Skulptur zeigt eine aufrechte, von bemerkenswerter Gelassenheit geprägte Frau. Ihr Kopf ist leicht zum Himmel erhoben, ihre geschlossenen Augen und der Hauch eines Lächelns verleihen der Figur eine kontemplative, fast ätherische Ausstrahlung. Die sorgfältig gestaltete, dreigliedrige geflochtene Frisur verweist auf traditionelle Baule-Schönheitsideale, während die Perlen- und Muschel-Halskette deren dekorativen und symbolischen Charakter unterstreicht.
Besonders bemerkenswert ist die Kleidung: Das gelbe Kleid mit Taschen und einem schwarzen Gürtel spiegelt Einflüsse kolonialer Modetrends wider und kennzeichnet die Figur als Angehörige einer neuen sozialen Realität. Die in die Taschen gesteckten Hände verleihen der Figur eine ungewöhnliche Natürlichkeit und Individualität und unterscheiden sie von den stärker idealisierten religiösen Skulpturen der Baule-Schule. Die rote Hautfarbe und das schwarz bemalte Haar verbinden traditionelle Farbwahrnehmungen mit der Darstellung moderner Kleidung. Abrieb und feine Risse dokumentieren Alter und Nutzung und machen die Figur zu einem eindrucksvollen Zeugnis kultureller Anpassung und künstlerischer Innovation im kolonialen Westafrika.
Literatur (Auswahl)
Susan M. Vogel, Baule: African Art, Western Eyes, New Haven 1997.
Philip Ravenhill, Africa and the Renaissance of Modern Art, New York 1988.
Herbert M. Cole, Icons: Ideals and Power in the Art of Africa, Washington D.C. 1989.
Monica Blackmun Visonà et al., A History of Art in Africa, New York 2008.
Eberhard Fischer / Hans Himmelheber, The Art of the Ivory Coast, Zurich 1984.
Jacques Kerchache, Jean-Louis Paudrat und Lucien Stéphan, African Art, Paris 1988.
MAZ13950
Der Verkäufer stellt sich vor
Diese koloniale Figur aus der Baule-Region von Bouaké gehört zu einer besonderen Gruppe westafrikanischer Skulpturen, die während der Kolonialzeit und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts geschaffen wurden. Solche Darstellungen spiegeln das Zusammentreffen lokaler künstlerischer Traditionen mit neuen sozialen Realitäten wider und dokumentieren die Einbindung fremder Kleidung, Lebensstile und Statussymbole in die Baule-Bildkultur. Sie sind nicht bloß Darstellungen kolonialer Präsenz, sondern vielmehr eigenständige künstlerische Interpretationen gesellschaftlicher Transformationsprozesse.
Die Skulptur zeigt eine aufrechte, von bemerkenswerter Gelassenheit geprägte Frau. Ihr Kopf ist leicht zum Himmel erhoben, ihre geschlossenen Augen und der Hauch eines Lächelns verleihen der Figur eine kontemplative, fast ätherische Ausstrahlung. Die sorgfältig gestaltete, dreigliedrige geflochtene Frisur verweist auf traditionelle Baule-Schönheitsideale, während die Perlen- und Muschel-Halskette deren dekorativen und symbolischen Charakter unterstreicht.
Besonders bemerkenswert ist die Kleidung: Das gelbe Kleid mit Taschen und einem schwarzen Gürtel spiegelt Einflüsse kolonialer Modetrends wider und kennzeichnet die Figur als Angehörige einer neuen sozialen Realität. Die in die Taschen gesteckten Hände verleihen der Figur eine ungewöhnliche Natürlichkeit und Individualität und unterscheiden sie von den stärker idealisierten religiösen Skulpturen der Baule-Schule. Die rote Hautfarbe und das schwarz bemalte Haar verbinden traditionelle Farbwahrnehmungen mit der Darstellung moderner Kleidung. Abrieb und feine Risse dokumentieren Alter und Nutzung und machen die Figur zu einem eindrucksvollen Zeugnis kultureller Anpassung und künstlerischer Innovation im kolonialen Westafrika.
Literatur (Auswahl)
Susan M. Vogel, Baule: African Art, Western Eyes, New Haven 1997.
Philip Ravenhill, Africa and the Renaissance of Modern Art, New York 1988.
Herbert M. Cole, Icons: Ideals and Power in the Art of Africa, Washington D.C. 1989.
Monica Blackmun Visonà et al., A History of Art in Africa, New York 2008.
Eberhard Fischer / Hans Himmelheber, The Art of the Ivory Coast, Zurich 1984.
Jacques Kerchache, Jean-Louis Paudrat und Lucien Stéphan, African Art, Paris 1988.
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- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
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- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
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