Schutzfetisch - Songye - DR Kongo






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Congo (ex-Zaïre)
Songyé
Holz, Glöckchen, Perlen, Schnur, Horn, Metallkette
Höhe: 385 mm + Sockel 45 mm
Breite: 105 mm
Tiefe: 105 mm
Gewicht: 1570 g
Riss an der linken Seite, siehe Fotos.
Diese Holzskulptur von 38,5 cm Höhe ist eine schützende Efigie des Songye-Volkes (oder Songe), einer Ethnie im südlich-zentralen Gebiet der Demokratischen Republik Kongo (DRK), am Lomami-Fluss.
Hier die detaillierten Punkte zu ihrer stilistischen Herkunft und rituellen Nutzung:
1. Stilistische Merkmale (Der Songye-Ästhetik)
Die kopfständige Hornstatue: Die Kopfspitze wird von einer echten Tierhorn aufgedeutet (häufig ein Antilopen- oder Ziegenhorn). Dies ist der Inbegriff der spirituellen Macht bei den Songye und fungiert als Antenne zur unsichtbaren Welt.
Die Behandlung des Gesichts: Das Gesicht zeigt mandelförmige große Augen oder "Kaffee-Körner"-Augen, eine starke dreieckige Nase und einen reliefschnitzten Mund, oft leicht geöffnet oder hervortretend. Der Kopf trägt eine geschnitzte Geometrie-Haube oder Kalotte, die aus dem Material herausgearbeitet ist.
Exogene Elemente und rituelle Accessoires: Die Statue behält ihre ursprünglichen Attribute rund um Hals und Taille bei: eine Metallglöckchen (Grelot), Lederfäden oder -schnüre, und ein Gürtel aus Perlen oder Metallringen. Diese Elemente sind nicht dekorativ, sie dienen dazu, die Kraft des Objekts zu aktivieren und zu verstärken.
Die Haltung: Die Hände sind schematisch geschnitzt und umschlingen einen besonders runden Oberbauch. An dieser Stelle (dem Nabel) oder manchmal am Scheitel der Kopfkrone unter dem Horn wird traditionell eine Höhlung ausgehöhlt, um die magische Ladung zu beherbergen.
2. Nutzung und Bedeutung: Der Nkishi
In der Songye-Kultur wird diese Statuette Nkishi (Plural Mankishi) genannt. Es handelt sich um ein magisch-religiöses Hauptobjekt, konzipiert als dynamischer Schutz:
Der Träger der magischen Ladung (Bishimba): Die Holzstatue ist nur die Außenhülle. Der Nganga (Wahrsager-Heiler) verleiht ihr ihre Macht, indem er Bishimba hineinlegt, eine geheime Mischung ritueller Substanzen (heilige Erden, Pflanzen, Haut-/Federn von mächtigen Tieren wie Löwe oder Leopard).
Schutz für Gemeinschaft oder Familie: Angesichts ihrer Größe (38,5 cm) kann sie ein großes familiäres Nkishi sein oder ein mittleres Modell für eine Gemeinschaft. Sie wird geschnitzt, um das Heim oder das Dorf vor Hexenkräften, Epidemien, bösen Geistern zu schützen oder den Jagderfolg und die Fruchtbarkeit der Frauen zu sichern.
Beziehung zur Gerechtigkeit und Autorität: Die Mankishi fungieren als Wächter sozialer und moralischer Ordnung. Man konsultiert sie durch Opfergaben und Gebete, um Wiedergutmachung zu erhalten oder eine imminente unsichtbare Bedrohung abzuwehren.
Zusammenfassend handelt es sich bei diesem Werk um eine klassische, vollständige Nkishi-Statue der Songye, in der der kubistische Ausdruck der Skulptur mit rituellen Elementen zu einem mächtigen spirituellen Schild verschmilzt.
Die Objekte werden mit Sendungsverfolgung versendet.
Lieferung nach Frankreich per Chronopost in 1 bis 2 Tagen. Lieferung in die Europäische Union per Chronopost International in 3 bis 5 Tagen. Lieferung per Colissimo International in den Rest von Europa und weltweit.
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Der Verkäufer stellt sich vor
Congo (ex-Zaïre)
Songyé
Holz, Glöckchen, Perlen, Schnur, Horn, Metallkette
Höhe: 385 mm + Sockel 45 mm
Breite: 105 mm
Tiefe: 105 mm
Gewicht: 1570 g
Riss an der linken Seite, siehe Fotos.
Diese Holzskulptur von 38,5 cm Höhe ist eine schützende Efigie des Songye-Volkes (oder Songe), einer Ethnie im südlich-zentralen Gebiet der Demokratischen Republik Kongo (DRK), am Lomami-Fluss.
Hier die detaillierten Punkte zu ihrer stilistischen Herkunft und rituellen Nutzung:
1. Stilistische Merkmale (Der Songye-Ästhetik)
Die kopfständige Hornstatue: Die Kopfspitze wird von einer echten Tierhorn aufgedeutet (häufig ein Antilopen- oder Ziegenhorn). Dies ist der Inbegriff der spirituellen Macht bei den Songye und fungiert als Antenne zur unsichtbaren Welt.
Die Behandlung des Gesichts: Das Gesicht zeigt mandelförmige große Augen oder "Kaffee-Körner"-Augen, eine starke dreieckige Nase und einen reliefschnitzten Mund, oft leicht geöffnet oder hervortretend. Der Kopf trägt eine geschnitzte Geometrie-Haube oder Kalotte, die aus dem Material herausgearbeitet ist.
Exogene Elemente und rituelle Accessoires: Die Statue behält ihre ursprünglichen Attribute rund um Hals und Taille bei: eine Metallglöckchen (Grelot), Lederfäden oder -schnüre, und ein Gürtel aus Perlen oder Metallringen. Diese Elemente sind nicht dekorativ, sie dienen dazu, die Kraft des Objekts zu aktivieren und zu verstärken.
Die Haltung: Die Hände sind schematisch geschnitzt und umschlingen einen besonders runden Oberbauch. An dieser Stelle (dem Nabel) oder manchmal am Scheitel der Kopfkrone unter dem Horn wird traditionell eine Höhlung ausgehöhlt, um die magische Ladung zu beherbergen.
2. Nutzung und Bedeutung: Der Nkishi
In der Songye-Kultur wird diese Statuette Nkishi (Plural Mankishi) genannt. Es handelt sich um ein magisch-religiöses Hauptobjekt, konzipiert als dynamischer Schutz:
Der Träger der magischen Ladung (Bishimba): Die Holzstatue ist nur die Außenhülle. Der Nganga (Wahrsager-Heiler) verleiht ihr ihre Macht, indem er Bishimba hineinlegt, eine geheime Mischung ritueller Substanzen (heilige Erden, Pflanzen, Haut-/Federn von mächtigen Tieren wie Löwe oder Leopard).
Schutz für Gemeinschaft oder Familie: Angesichts ihrer Größe (38,5 cm) kann sie ein großes familiäres Nkishi sein oder ein mittleres Modell für eine Gemeinschaft. Sie wird geschnitzt, um das Heim oder das Dorf vor Hexenkräften, Epidemien, bösen Geistern zu schützen oder den Jagderfolg und die Fruchtbarkeit der Frauen zu sichern.
Beziehung zur Gerechtigkeit und Autorität: Die Mankishi fungieren als Wächter sozialer und moralischer Ordnung. Man konsultiert sie durch Opfergaben und Gebete, um Wiedergutmachung zu erhalten oder eine imminente unsichtbare Bedrohung abzuwehren.
Zusammenfassend handelt es sich bei diesem Werk um eine klassische, vollständige Nkishi-Statue der Songye, in der der kubistische Ausdruck der Skulptur mit rituellen Elementen zu einem mächtigen spirituellen Schild verschmilzt.
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