Claude Bernard - Introduction à l'étude de la médecine expérimentale - 1865

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Zena Chiara Masud
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"Der größte Physiologe des modernen Frankreichs". (Garrison)

Claude BERNARD. Einführung in das Studium der experimentellen Medizin. Paris, London, Madrid, New York, J.-B. Baillière..., 1865.

Octavo: 400 Seiten + Verlagskatalog. In zeitgenössischem rotem Kalbsleder. Hervorragende Ausgabe mit wenigen Flecken durch Verfärbung, wie üblich bedingt durch die Papierqualität.

Erstauflage, erste Ausgabe: mit Druck in fünf Städten. In leuchtend rotem, goldgeprägt dekoriertem Halbbhagreen (Halbshagreen), zeitgenössischer Einband.

Dies ist ein zentrales Grundlagentext in der Geschichte der modernen Wissenschaft und Medizin. In dieser Erstauflage legte Bernard — ein französischer Physiologe — einen strengen Rahmen dar, der die Anwendung experimenteller Methoden auf das Studium der Lebensprozesse vorsieht. Indem er spekulativen oder rein beobachtenden Ansätzen widersprach, argumentierte er, dass die Medizin auf denselben empirischen und methodischen Prinzipien beruhen müsse wie die physikalischen Wissenschaften. Das Werk formuliert eine klare Philosophie wissenschaftlicher Erkenntnis, betont kontrollierte Experimente, Hypothesentests und Reproduzierbarkeit als wesentliche Instrumente, um die Gesetze zu erkennen, die physiologische Phänomene regieren.

Die Einleitung redefiniert nicht nur medizinische Forschung, sondern beeinflusste auch die breitere Wissenschaftsphilosophie zutiefst. Bernards Beharren auf dem Zusammenspiel von Theorie und Experiment antizipierte viele spätere Entwicklungen in der wissenschaftlichen Methodik. Seine Reflexionen über die Rolle des Forschenden — objektiv, skeptisch und von Beobachtung geleitet statt von vorgefassten Vorstellungen — wurden zum Maßstab wissenschaftlicher Integrität. Die Erstauflage von 1865 stellt somit einen entscheidenden Moment im Übergang der Medizin von einer in Tradition verwurzelten Kunst zu einer Disziplin dar, die auf experimenteller Strenge basiert, und prägte die Entwicklung der biomedizinischen Wissenschaften für kommende Generationen.

REFERENZEN
DSB II, S. 26. Garrison & Morton, 1766-501. En français dans le texte n° 288. Heirs of Hippocrates, n° 974. Norman n° 206. Printing and the Mind of Man, n° 353.

"Der größte Physiologe des modernen Frankreichs". (Garrison)

Claude BERNARD. Einführung in das Studium der experimentellen Medizin. Paris, London, Madrid, New York, J.-B. Baillière..., 1865.

Octavo: 400 Seiten + Verlagskatalog. In zeitgenössischem rotem Kalbsleder. Hervorragende Ausgabe mit wenigen Flecken durch Verfärbung, wie üblich bedingt durch die Papierqualität.

Erstauflage, erste Ausgabe: mit Druck in fünf Städten. In leuchtend rotem, goldgeprägt dekoriertem Halbbhagreen (Halbshagreen), zeitgenössischer Einband.

Dies ist ein zentrales Grundlagentext in der Geschichte der modernen Wissenschaft und Medizin. In dieser Erstauflage legte Bernard — ein französischer Physiologe — einen strengen Rahmen dar, der die Anwendung experimenteller Methoden auf das Studium der Lebensprozesse vorsieht. Indem er spekulativen oder rein beobachtenden Ansätzen widersprach, argumentierte er, dass die Medizin auf denselben empirischen und methodischen Prinzipien beruhen müsse wie die physikalischen Wissenschaften. Das Werk formuliert eine klare Philosophie wissenschaftlicher Erkenntnis, betont kontrollierte Experimente, Hypothesentests und Reproduzierbarkeit als wesentliche Instrumente, um die Gesetze zu erkennen, die physiologische Phänomene regieren.

Die Einleitung redefiniert nicht nur medizinische Forschung, sondern beeinflusste auch die breitere Wissenschaftsphilosophie zutiefst. Bernards Beharren auf dem Zusammenspiel von Theorie und Experiment antizipierte viele spätere Entwicklungen in der wissenschaftlichen Methodik. Seine Reflexionen über die Rolle des Forschenden — objektiv, skeptisch und von Beobachtung geleitet statt von vorgefassten Vorstellungen — wurden zum Maßstab wissenschaftlicher Integrität. Die Erstauflage von 1865 stellt somit einen entscheidenden Moment im Übergang der Medizin von einer in Tradition verwurzelten Kunst zu einer Disziplin dar, die auf experimenteller Strenge basiert, und prägte die Entwicklung der biomedizinischen Wissenschaften für kommende Generationen.

REFERENZEN
DSB II, S. 26. Garrison & Morton, 1766-501. En français dans le texte n° 288. Heirs of Hippocrates, n° 974. Norman n° 206. Printing and the Mind of Man, n° 353.

Details

Anzahl der Bücher
1
Thema
Heilkunde
Buchtitel
Introduction à l'étude de la médecine expérimentale
Autor/ Illustrator
Claude Bernard
Zustand
Sehr gut
Erscheinungsjahr (ältestes Objekt)
1865
Auflage
Erstauflage
Sprache
Französisch
Originalsprache
Ja
Verlag
Paris, London, Madrid, New York, J.-B. Baillière
Bindung
Leder
Anzahl der Seiten
400
FrankreichVerifiziert
1476
Verkaufte Objekte
92,45 %
Privat

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