Onoe Baikō - 47 Rōnin - Japanischer Holzschnitt - Ukiyo-e - Utagawa Kunisada (1786-1865) - Japan - Späte Edo-Zeit






Verfügt über einen Master in japanischer Kunstgeschichte und mehr als 10 Jahre Erfahrung.
30 € |
|---|
Käuferschutz auf Catawiki
Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen
Trustpilot 4.4 | 136422 Bewertungen
Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.
Originale Holzschnittdrucke aus der späten Edo-Periode von Utagawa Kunisada, mit dem Titel Onoe Baikō - 47 Rōnin, ein Ōban-Tate-e von ca. 36 × 24,5 cm, in ausgezeichnetem Zustand, Verlag Daikokuya Kinzaburō.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Künstler: Utagawa Kunisada / Toyokuni III (歌川国貞 / 三代豊国, 1786–1865)
Titel: Hayami Tōzaemon Mitsutaka (早水藤左衛門満尭; auf diesem Blatt 速見藤左衛門満堯), Schauspieler: Onoe Baikō
Serie: Seichū Gishi Den (誠忠義士傳) — Geschichten der treuen Samurai (die Forty-Seven Rōnin)
Technik: Holzschnitt (ukiyo-e), Farbe (nishiki-e)
Datum: Japan, 1864 (Genji 1, späte Edo-Periode)
Verleger: Daikokuya Kinzaburō (zur Bestätigung gegen das Siegel — siehe Anmerkungen)
Formato: Ōban tate-e, ca. 36 × 24,5 cm
Signatur: nanajūkyū-sai Toyokuni hitsu (七十九歳豊国筆) — „aus der Pinsel von Toyokuni, im Alter von 79 Jahren,“ mit Toshidama-Siegel; außerdem ein Stempel eines Holzschneiders vorhanden
1. Eindruck & Farben:
Ein kräftiger, gesättigter Eindruck vor dem tiefgrau-indigofarbenen Nachthimmel, der sich durch die feinsten Blätter dieser Serie zieht. Anstatt des gerahmten Brustbildes, das in den meisten Teilen der Serie verwendet wird, gibt Kunisada hier eine energiegeladene Halbfigur, die in einen kämpfenden Mie-Schrei hineingezogen wird: Das Gesicht des Vasallen ist scharf nach oben links geneigt, die Augenbrauen betont, der Mund festgesetzt, beide Arme über dem Kopf erhoben. Er hält einen langen Waffenstiel, der in rotem Brokatmuster (kanoko) gewebt ist und quer über das obere Blatt in einer kühnen Diagonale verläuft, sein dunkler Aufsatz reicht bis in die obere rechte Ecke — eine einzige, treibende Bewegung, die dem Motiv echte Dynamik verleiht.
2. Papier:
Auf das Bild zugeschnitten mit minimalen Randzonen, entsprechend der Albummontage. Das Papier zeigt den typischen Charakter von mehr als 160 Jahren Alterung. Leichte Tönung insgesamt; ansonsten sauber und stabil. Keine signifikanten Schäden, Reparaturen oder Verluste.
3. Hayami Tōzaemon Mitsutaka — Der Express-Rittler von Akō
Hayami Tōzaemon Mitsutaka war ein Umamawari (berittener Wächter) des Akō-Hauses auf einer Rente von 150 Koku — Zahlen, die am Kopf des gedruckten Cartouches erscheinen (馬廻り・知行百五十石). Seine Stellung in der Legende beruht auf einer einzigen gefeierten Leistung. Er brachte Akō den ersten Bericht über den Schwertkampfvorfall aus Edo: Als Lord Asano zum Tode verurteilt wurde, wurden Hayami Tōzaemon und Kayano Sanpei als Boten zum Schlossort geschickt, um dem Akō-Domänenviertel mitzuteilen, dass sein Schicksal entschieden war. Die erste Nachricht, die Akō erreichte, kam von Tōzaemon Hayami und Sanpei Kayano; das Paar legte in einem zähen Relais die lange Strecke von Edo in nur vier bis fünf Tagen zurück — die datierten Zeilen im Cartouche (三月十四日 … 同十八日) bewahren genau dieses Wettrennen gegen die Zeit.
Zwei Jahre später hielt er seinem Rest treu die Treue: Unter jenen, die in der Nacht der Vendetta in Kiras Herrenhaus eindrangen, starb er mit seinen Kameraden durch Seppuku am 4. Tag des 2. Monats von Genroku 16 (1703), in seinen frühen Vierzigern. Der erfahrene Bote, der zum Rächer geworden war, ist ein passendes Motiv für ein so kinetisches Porträt — Kunisada spielt ihn für die Dramatik des Überfalls selbst, nicht für stille Ruhe.
4. Die Seichū Gishi Den-Serie: Loyalität, Theater und die Forty-Seven Rōnin
Kunikdas Seichū Gishi Den ist eine der ambitioniertesten Serien des Künstlers in späteren Jahren und zeigt alle siebenundvierzig treuen Vasallen plus zentrale Begleitfiguren, wie sie von den führenden Kabuki-Schauspielern der Zeit dargestellt wurden. Es ist eine meisterhafte Fusion zweier großer kultureller Obsessionen des Edo-Japans — die Vendetta-Geschichte der Chūshingura und das Kabuki-Theater.
Jedes Druckblatt pairt einen historischen Krieger mit einem zeitgenössischen Schauspieler, wodurch sich eine Galerie von Helden und ein Schnappschuss der Edo-Theaterwelt auf ihrem Höhepunkt ergeben. Mit seinem konsistenten Design, kühnen Kompositionen und reichhaltigen biografischen Texten ist die Serie ein Schatz für Sammler — jedes Blatt fügt der Liebeserzählung Japans von Loyalität und Opfer eine weitere Episode hinzu.
Der Verkäufer stellt sich vor
Künstler: Utagawa Kunisada / Toyokuni III (歌川国貞 / 三代豊国, 1786–1865)
Titel: Hayami Tōzaemon Mitsutaka (早水藤左衛門満尭; auf diesem Blatt 速見藤左衛門満堯), Schauspieler: Onoe Baikō
Serie: Seichū Gishi Den (誠忠義士傳) — Geschichten der treuen Samurai (die Forty-Seven Rōnin)
Technik: Holzschnitt (ukiyo-e), Farbe (nishiki-e)
Datum: Japan, 1864 (Genji 1, späte Edo-Periode)
Verleger: Daikokuya Kinzaburō (zur Bestätigung gegen das Siegel — siehe Anmerkungen)
Formato: Ōban tate-e, ca. 36 × 24,5 cm
Signatur: nanajūkyū-sai Toyokuni hitsu (七十九歳豊国筆) — „aus der Pinsel von Toyokuni, im Alter von 79 Jahren,“ mit Toshidama-Siegel; außerdem ein Stempel eines Holzschneiders vorhanden
1. Eindruck & Farben:
Ein kräftiger, gesättigter Eindruck vor dem tiefgrau-indigofarbenen Nachthimmel, der sich durch die feinsten Blätter dieser Serie zieht. Anstatt des gerahmten Brustbildes, das in den meisten Teilen der Serie verwendet wird, gibt Kunisada hier eine energiegeladene Halbfigur, die in einen kämpfenden Mie-Schrei hineingezogen wird: Das Gesicht des Vasallen ist scharf nach oben links geneigt, die Augenbrauen betont, der Mund festgesetzt, beide Arme über dem Kopf erhoben. Er hält einen langen Waffenstiel, der in rotem Brokatmuster (kanoko) gewebt ist und quer über das obere Blatt in einer kühnen Diagonale verläuft, sein dunkler Aufsatz reicht bis in die obere rechte Ecke — eine einzige, treibende Bewegung, die dem Motiv echte Dynamik verleiht.
2. Papier:
Auf das Bild zugeschnitten mit minimalen Randzonen, entsprechend der Albummontage. Das Papier zeigt den typischen Charakter von mehr als 160 Jahren Alterung. Leichte Tönung insgesamt; ansonsten sauber und stabil. Keine signifikanten Schäden, Reparaturen oder Verluste.
3. Hayami Tōzaemon Mitsutaka — Der Express-Rittler von Akō
Hayami Tōzaemon Mitsutaka war ein Umamawari (berittener Wächter) des Akō-Hauses auf einer Rente von 150 Koku — Zahlen, die am Kopf des gedruckten Cartouches erscheinen (馬廻り・知行百五十石). Seine Stellung in der Legende beruht auf einer einzigen gefeierten Leistung. Er brachte Akō den ersten Bericht über den Schwertkampfvorfall aus Edo: Als Lord Asano zum Tode verurteilt wurde, wurden Hayami Tōzaemon und Kayano Sanpei als Boten zum Schlossort geschickt, um dem Akō-Domänenviertel mitzuteilen, dass sein Schicksal entschieden war. Die erste Nachricht, die Akō erreichte, kam von Tōzaemon Hayami und Sanpei Kayano; das Paar legte in einem zähen Relais die lange Strecke von Edo in nur vier bis fünf Tagen zurück — die datierten Zeilen im Cartouche (三月十四日 … 同十八日) bewahren genau dieses Wettrennen gegen die Zeit.
Zwei Jahre später hielt er seinem Rest treu die Treue: Unter jenen, die in der Nacht der Vendetta in Kiras Herrenhaus eindrangen, starb er mit seinen Kameraden durch Seppuku am 4. Tag des 2. Monats von Genroku 16 (1703), in seinen frühen Vierzigern. Der erfahrene Bote, der zum Rächer geworden war, ist ein passendes Motiv für ein so kinetisches Porträt — Kunisada spielt ihn für die Dramatik des Überfalls selbst, nicht für stille Ruhe.
4. Die Seichū Gishi Den-Serie: Loyalität, Theater und die Forty-Seven Rōnin
Kunikdas Seichū Gishi Den ist eine der ambitioniertesten Serien des Künstlers in späteren Jahren und zeigt alle siebenundvierzig treuen Vasallen plus zentrale Begleitfiguren, wie sie von den führenden Kabuki-Schauspielern der Zeit dargestellt wurden. Es ist eine meisterhafte Fusion zweier großer kultureller Obsessionen des Edo-Japans — die Vendetta-Geschichte der Chūshingura und das Kabuki-Theater.
Jedes Druckblatt pairt einen historischen Krieger mit einem zeitgenössischen Schauspieler, wodurch sich eine Galerie von Helden und ein Schnappschuss der Edo-Theaterwelt auf ihrem Höhepunkt ergeben. Mit seinem konsistenten Design, kühnen Kompositionen und reichhaltigen biografischen Texten ist die Serie ein Schatz für Sammler — jedes Blatt fügt der Liebeserzählung Japans von Loyalität und Opfer eine weitere Episode hinzu.
