Jean Duret - Traicté des peines et amendes - 1583






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Jean Duret: Traicté des peines et amendes, eine zweite Ausgabe von 1583 aus Lyon, veröffentlicht von Abel L’Angelier, Pergamenteinband, französische Originalausgabe mit 190 Seiten und handschriftlichen alten Anmerkungen.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
JEAN DURET — TRAICTÉ DES PEINES ET AMENDES
Lyon, Pour Abel L’Angelier, 1583 — Seconde édition — Avec Privilège du Roy
Vollvellinleder, weicher Einband der Epoche — Alte handschriftliche Anmerkungen
Hier ist einer der Gründungstexte des französischen Strafrechts — ein Werk, das Frankreichs Auffassung von Strafjustiz im 16. Jahrhundert verändert hat.
Jean Duret (Moulins, um 1540 — Paris, 1620), I. Consult. de Molins, Advocat du Roy, Advocat de Monseigneur le Duc d’Anjou et de Bourbonnois, enquêteur in der Sénéchaussée — ist eine der großen Figuren des französischen humanistischen Rechts. Aus einer Linie von Magistraten stammend, deren Vater Anwalt und Vizeleutnant des Gebiets Bourbonnais für sechzig Jahre war, verkörpert Jean Duret die französische Rechtsordnung in ihrer blühenden Renaissance.
Sein Traicté des peines et amendes — erstmals 1573 veröffentlicht und bis 1610 siebenmal neu aufgelegt — wird von Fachbibliographen als „das erste in Frankreich veröffentlichte Buch anerkannt, in dem das Strafrecht als eigenständige Wissenschaft behandelt wird, getrennt von der Strafverfolgung“ (Nypels, Bibliographie choisie du droit criminel, Nr. 571). Mit anderen Worten: Es ist die Geburtsstunde des modernen Strafrechts in Frankreich.
Das Werk extrahiert methodisch die Grundlagen der Strafe aus den antiken Gesetzen — den Zwölf Tafeln, Solon, Drakon — bis hin zu kanonischen Verfassungen, zivil- und imperialen Gesetzen, um sie mit der französischen Rechtsprechung seiner Zeit zu konfrontieren. Duret unterscheidet Strafen körperlicher, geldwerter und entwürdigender Art mit Klarheit und Strenge, wie sie in der französischen Rechtsliteratur bislang unerreicht war.
Wie der Bibliograph Quirielle betont, seien alle Ausgaben dieses Werks „selten und begehrt“. Diese zweite Ausgabe von 1583, überarbeitet und erweitert, gedruckt in Lyon bei Abel L’Angelier mit dem Privileg des Königs, sei eineVariante, die weniger verbreitet ist als die Rigaud-Ausgabe desselben Jahres — und daher auf dem Markt umso seltener.
Die Titelblattseite ist mit einer schönen holzschnittartigen Königs-Vignette geschmückt, die eine triumphale>>Karre mit den Waffen Frankreichs zeigt — eine typografische Eigenart der lyoner Druckerei des XVI. Jahrhunderts.
Das Exemplar ist in seiner Vollvellinleder-Reliure der Epoche erhalten, authentisch und kohärent mit seinem Alter. Es weist alte handschriftliche Anmerkungen am oberen Rand der Titelseite auf — ein Zeugnis einer zeitgenössischen, gelehrten Lektüre der Publikation.
Ein ähnliches Exemplar derselben Ausgabe — bei Benoist Rigaud, Lyon, 1583 — wurde für 1 300 € versteigert (Pierre Bergé & Associés, 16. Mai 2014), mit einem Anfangsschätzwert von 600-800 €.
Literaturverweise: Baudrier III, 413 — Quirielle S. 70 — Brunet II, 915 — Dupin Nr. 1198 — Cujas Nr. 25358
Ein Objekt von großer historischer und juristischer Bedeutung, materielles Zeugnis der Geburt des französischen Strafrechts.
Schneller und sorgfältiger Versand.
JEAN DURET — TRAICTÉ DES PEINES ET AMENDES
Lyon, Pour Abel L’Angelier, 1583 — Seconde édition — Avec Privilège du Roy
Vollvellinleder, weicher Einband der Epoche — Alte handschriftliche Anmerkungen
Hier ist einer der Gründungstexte des französischen Strafrechts — ein Werk, das Frankreichs Auffassung von Strafjustiz im 16. Jahrhundert verändert hat.
Jean Duret (Moulins, um 1540 — Paris, 1620), I. Consult. de Molins, Advocat du Roy, Advocat de Monseigneur le Duc d’Anjou et de Bourbonnois, enquêteur in der Sénéchaussée — ist eine der großen Figuren des französischen humanistischen Rechts. Aus einer Linie von Magistraten stammend, deren Vater Anwalt und Vizeleutnant des Gebiets Bourbonnais für sechzig Jahre war, verkörpert Jean Duret die französische Rechtsordnung in ihrer blühenden Renaissance.
Sein Traicté des peines et amendes — erstmals 1573 veröffentlicht und bis 1610 siebenmal neu aufgelegt — wird von Fachbibliographen als „das erste in Frankreich veröffentlichte Buch anerkannt, in dem das Strafrecht als eigenständige Wissenschaft behandelt wird, getrennt von der Strafverfolgung“ (Nypels, Bibliographie choisie du droit criminel, Nr. 571). Mit anderen Worten: Es ist die Geburtsstunde des modernen Strafrechts in Frankreich.
Das Werk extrahiert methodisch die Grundlagen der Strafe aus den antiken Gesetzen — den Zwölf Tafeln, Solon, Drakon — bis hin zu kanonischen Verfassungen, zivil- und imperialen Gesetzen, um sie mit der französischen Rechtsprechung seiner Zeit zu konfrontieren. Duret unterscheidet Strafen körperlicher, geldwerter und entwürdigender Art mit Klarheit und Strenge, wie sie in der französischen Rechtsliteratur bislang unerreicht war.
Wie der Bibliograph Quirielle betont, seien alle Ausgaben dieses Werks „selten und begehrt“. Diese zweite Ausgabe von 1583, überarbeitet und erweitert, gedruckt in Lyon bei Abel L’Angelier mit dem Privileg des Königs, sei eineVariante, die weniger verbreitet ist als die Rigaud-Ausgabe desselben Jahres — und daher auf dem Markt umso seltener.
Die Titelblattseite ist mit einer schönen holzschnittartigen Königs-Vignette geschmückt, die eine triumphale>>Karre mit den Waffen Frankreichs zeigt — eine typografische Eigenart der lyoner Druckerei des XVI. Jahrhunderts.
Das Exemplar ist in seiner Vollvellinleder-Reliure der Epoche erhalten, authentisch und kohärent mit seinem Alter. Es weist alte handschriftliche Anmerkungen am oberen Rand der Titelseite auf — ein Zeugnis einer zeitgenössischen, gelehrten Lektüre der Publikation.
Ein ähnliches Exemplar derselben Ausgabe — bei Benoist Rigaud, Lyon, 1583 — wurde für 1 300 € versteigert (Pierre Bergé & Associés, 16. Mai 2014), mit einem Anfangsschätzwert von 600-800 €.
Literaturverweise: Baudrier III, 413 — Quirielle S. 70 — Brunet II, 915 — Dupin Nr. 1198 — Cujas Nr. 25358
Ein Objekt von großer historischer und juristischer Bedeutung, materielles Zeugnis der Geburt des französischen Strafrechts.
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