Altägyptisch Kalkstein Männliche Skulptur. 15 cm lang. Dritte Zwischenzeit – Spätzeit, 1070–332 v. Chr.






Leitete das Ifergan Collection Museum, spezialisiert auf phönizische Archäologie.
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Altägyptische limestone Männerfigur, 15 cm lang, Datierung Third Intermediate Period–Late Period (1070–332 v. Chr.), guter Zustand, 2025 aus einer Privatkollektion in Frankreich erworben, Provenienz Roger de Montégudet (1880–1925) und im Nachlass weitergegeben; Authentizität original/offiziell.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Männliche Funenraru-Skulptur
Altes Ägypten, Dritte Zwischenzeit – Spätzeit, 1070–332 v. Chr.
Kalkstein, schöne Patina.
15 cm Höhe
Provenienz: Private Sammlung, Roger de Montégudet (1880–1925), Frankreich. Thence by descent.
Zustand: Sehr gut, Originalzustand, siehe Fotos.
Ägyptische Stein-Skulpturen menschlicher Figuren spielten sowohl in Gräbern als auch in Tempeln eine zentrale Rolle. Sie spiegeln religiöse Überzeugungen, soziale Hierarchien und das Verlangen nach ewiger Leben wider. Diese Skulpturen wurden typischerweise aus haltbaren Materialien wie Kalkstein, Granit oder Basalt geschnitzt, die wegen ihrer Beständigkeit über die Zeit gewählt wurden. Ihr Hauptzweck war nicht rein dekorativ, sondern tief spirituell: Man glaubte, sie dienten als Gefäße für den Ka, die Lebensenergie des Verstorbenen.
In Gräbern wurden Statuen des Verstorbenen oft in versteckten Kammern oder Nischen platziert. Diese Figuren boten eine permanente physische Form, falls die Mumie beschädigt oder zerstört worden war, wodurch der Geist weiterhin einen Aufenthaltsort haben würde. Die Skulpturen waren gewöhnlich idealisiert und zeigten Personen in jugendlicher, ruhiger Weise, Symbol der ewigen Vitalität. Beliebte Posen umfassten sitzende Figuren, Stehende mit einem Fuß voran oder Schreiber, der kreuzbein sitzt; jede Pose vermittelte Status und Rolle in der Gesellschaft.
In Tempeln stellten Stein-Skulpturen Götter, Pharaonen und wichtige Beamte dar. Diese Werke verstärkten göttliche Autorität und die Verbindung zwischen Herrschern und den Göttern. Pharaonen wurden oft in einer starren, frontal ausgerichteten Haltung gezeigt, was Ordnung, Stabilität und Macht betonte. Auch die Größe war bedeutsam: Größere Statuen wiesen auf höheren Status hin, colossale Darstellungen von Herrschern wurden an Tempel-Eingängen platziert, um Stärke und göttlichen Schutz auszustrahlen.
Stilistisch folgten ägyptische Skulpturen strengen Konventionen, die über Jahrhunderte hinweg konstant blieben. Proportion, Symmetrie und Klarheit wurden gegenüber Realismus geschätzt. Künstler hielten sich an festgelegte Richtlinien, um sicherzustellen, dass Figuren sofort erkennbar und symbolisch korrekt waren.
Insgesamt waren diese Stein-Skulpturen nicht nur künstlerische Ausdrucksformen, sondern auch funktionale und symbolische Objekte, wesentlich für die altägyptischen Glaubensvorstellungen über Leben, Tod und die göttliche Ordnung.
Unvollendete altägyptische Stein-Skulpturen geben wertvolle Einblicke in künstlerische Techniken und Werkstattpraktiken. Viele dieser Stücke wurden in Steinbrüchen, Gräbern und Tempelanlagen gefunden und zeigen Zwischenphasen der Schnitzarbeit, von grober Blockbearbeitung bis zu detaillierter Verfeinerung. Schnitzspuren, Gitterschnitte und teilweise gearbeitete Merkmale zeigen, wie Handwerker Proportionen planten und schrittweise arbeiteten. Einige Statuen wurden aufgrund von Fehlstellen im Stein, politischen Veränderungen oder Änderungen in der Patronage aufgegeben. Diese unvollendeten Arbeiten heben den arbeitsintensiven Prozess hinter der ägyptischen Skulptur hervor und bieten einen seltenen Einblick in Methoden, Organisation und Herausforderungen, denen antike Handwerker gegenüberstanden.
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Männliche Funenraru-Skulptur
Altes Ägypten, Dritte Zwischenzeit – Spätzeit, 1070–332 v. Chr.
Kalkstein, schöne Patina.
15 cm Höhe
Provenienz: Private Sammlung, Roger de Montégudet (1880–1925), Frankreich. Thence by descent.
Zustand: Sehr gut, Originalzustand, siehe Fotos.
Ägyptische Stein-Skulpturen menschlicher Figuren spielten sowohl in Gräbern als auch in Tempeln eine zentrale Rolle. Sie spiegeln religiöse Überzeugungen, soziale Hierarchien und das Verlangen nach ewiger Leben wider. Diese Skulpturen wurden typischerweise aus haltbaren Materialien wie Kalkstein, Granit oder Basalt geschnitzt, die wegen ihrer Beständigkeit über die Zeit gewählt wurden. Ihr Hauptzweck war nicht rein dekorativ, sondern tief spirituell: Man glaubte, sie dienten als Gefäße für den Ka, die Lebensenergie des Verstorbenen.
In Gräbern wurden Statuen des Verstorbenen oft in versteckten Kammern oder Nischen platziert. Diese Figuren boten eine permanente physische Form, falls die Mumie beschädigt oder zerstört worden war, wodurch der Geist weiterhin einen Aufenthaltsort haben würde. Die Skulpturen waren gewöhnlich idealisiert und zeigten Personen in jugendlicher, ruhiger Weise, Symbol der ewigen Vitalität. Beliebte Posen umfassten sitzende Figuren, Stehende mit einem Fuß voran oder Schreiber, der kreuzbein sitzt; jede Pose vermittelte Status und Rolle in der Gesellschaft.
In Tempeln stellten Stein-Skulpturen Götter, Pharaonen und wichtige Beamte dar. Diese Werke verstärkten göttliche Autorität und die Verbindung zwischen Herrschern und den Göttern. Pharaonen wurden oft in einer starren, frontal ausgerichteten Haltung gezeigt, was Ordnung, Stabilität und Macht betonte. Auch die Größe war bedeutsam: Größere Statuen wiesen auf höheren Status hin, colossale Darstellungen von Herrschern wurden an Tempel-Eingängen platziert, um Stärke und göttlichen Schutz auszustrahlen.
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Insgesamt waren diese Stein-Skulpturen nicht nur künstlerische Ausdrucksformen, sondern auch funktionale und symbolische Objekte, wesentlich für die altägyptischen Glaubensvorstellungen über Leben, Tod und die göttliche Ordnung.
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