Kunisada • KAMEYAMA VENDETTA • japanischer Holzschnitt • Ukiyo-e - Japan - Edo-Zeit (1600-1868)






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Originales Ukiyo-e Holzschnitt von Utagawa Kunisada aus der Edo-Periode, mit dem Titel Kunisada • KAMEYAMA VENDETTA • Japanese Woodblock Print • Ukiyo-e, Ōban-Diptych (zwei Blätter, jeweils ca. 35 × 24 cm), Privatbesitz, originale/offizielle Attribution, 36 cm hoch und 48 cm breit, Zustand: fair.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Künstler: Utagawa Kunisada (歌川国貞, 1786–1865), signiert Toyokuni ga (豊国画) innerhalb eines toshidama-Kartuschen-Frames auf jeder Blattseite — die reife Signatur seiner Jahre als Toyokuni III, Oberhaupt der Utagawa-Schule.
Stück: Soga moyō Kameyama-zome (蝶鵆亀山染) — „Soga-Muster, gefärbt in Kameyama“, ein Kameyama-Rache-Drama, das im Kawarazaki-za, Edo, im 7. Mondmonat des Ansei 2. Jahres aufgeführt wurde.
Rollen: Akabori Mizuemon (赤堀水右衛門, rechte Blatseite), die Schurkin des Stücks, und Ishii Heisuke (石井兵助, linke Blatseite), einer der Ishii-Rächer. Die Blätter nennen nur die Rollen; die Darsteller sind anhand ihrer Nigao (Gesichtsähnlichkeit) als Arashi Kichisaburō III als Mizuemon und Kataoka Gadō II als Heisuke identifiziert — dieselbe Besetzung, die für diese Produktion vom Ritsumeikan ARC / MFA Boston-Projekt festgehalten wird.
Datum: Ansei 2 (1855). Zensoren-Marken: Aratame-Siegel + Datums-Siegel „Hare 7“
Format: Ōban-Diptychon, Tate-e — zwei Blätter, je ca. 35 × 24 cm.
Technik: Nishiki-e (Vollfarb-Holzschnitt)
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Zustand: Ein ordentlich gedrucktes Paar. Der ganze Untergrund — Himmel, der in den rauschenden Fluss hineinläuft — ist in bero-ai (Berliner/ preußisches Blau) gearbeitet mit langer Bokashi-Gliederung, der Strom wird als unruhiges Netz aus hellen Wirbeln gegen tiefes Blau gezeichnet. Mizuoemons schwarzes hochgekräuseltes Haori und der gekrümmte Perückenstil erscheinen als Doppel-Druck und poliert für jene lakieren-tiefen Sättigung, die Kunisada seinen Schurken vorbehalten hatte, gesetzt gegen das helle, gezogene Gesicht eines Mannes, der die Szene vollständig beherrscht. Leichte Bodenverfärbungen, Randabnutzung/Verlust, Bereiche des Absetzens (Tintenübertragung); kleine Löcher. Insgesamt ordentlicher Zustand. Bitte die Bilder sorgfältig prüfen!
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Über den Druck
Kunisada inszeniert die Konfrontation als mie — die eingefrorene Tableau-Ansicht am Höhepunkt einer Szene — und lässt den Fluss die Spannung übernehmen. Mizuemon lehnt sich mit frech-lässiger Gelassenheit auf einer schwarzen Korbschachtel zurück, eine Hand hebt eine schlanke Kiseru-Pfeife, die andere schiebt bereits sein Messer frei; sein tätowiertes Bein ist ausgestreckt, sein Blick verächtlich. Gegenüber liegt Heisuke am Boden zwischen den Flusssteinen, das Schwert noch fest umklammert, sein Körper nach vorn geknickt und aus dem Gleichgewicht, eine zweite Truhe hinter ihm beiseite geschoben. Das Design liest links nach rechts als Niederlage gegen Dominanz — der Rächer unten und anspannen, der Schurke hoch und unbeeindruckt —, wobei das wirbelnde Wasser die beiden Hälften zu einem einzigen geladenen Bild verbindet. Es ist Kunisada in seinem theatralsichen Höhepunkt, der einen Bühnenhöhepunkt in reine grafische Kraft übersetzt.
Der Kameyama-Rachefall
Das Stück gehört zum Sekai ('Welt') der Kameyama-Rache, eines der großen Edo-Rache-Zyklen, neben den Soga-Brüdern und den Vierundvierzig Rōnin. Sein historischer Kern ist ein Vorfall von 1701, bei dem Akabori Mizunosuke Ishii Uemon, einen Vasallen von Lord Inaba, ermordete; Uemon's Söhne erlangten offizielle Genehmigung und verfolgten ihren Vatermörder über rund 28 Jahre, wobei die Bühnenfassung die endgültige Abrechnung nach Kameyama Castle verlegte. Um die Zensoren zu befriedigen, verschoben die Dramatiker Namen und Orte und hegten die Handlung in das ältere Soga-Gerüst — eine Verdoppelung, die schon der Titel Soga moyō Kameyama-zome ankündigt. Hier isoliert Kunisada die wesentliche Gegenposition jener langen Geschichte: der unantastbare Schurke und der Rächer, der noch nicht aufgestanden ist.
Der Verkäufer stellt sich vor
Künstler: Utagawa Kunisada (歌川国貞, 1786–1865), signiert Toyokuni ga (豊国画) innerhalb eines toshidama-Kartuschen-Frames auf jeder Blattseite — die reife Signatur seiner Jahre als Toyokuni III, Oberhaupt der Utagawa-Schule.
Stück: Soga moyō Kameyama-zome (蝶鵆亀山染) — „Soga-Muster, gefärbt in Kameyama“, ein Kameyama-Rache-Drama, das im Kawarazaki-za, Edo, im 7. Mondmonat des Ansei 2. Jahres aufgeführt wurde.
Rollen: Akabori Mizuemon (赤堀水右衛門, rechte Blatseite), die Schurkin des Stücks, und Ishii Heisuke (石井兵助, linke Blatseite), einer der Ishii-Rächer. Die Blätter nennen nur die Rollen; die Darsteller sind anhand ihrer Nigao (Gesichtsähnlichkeit) als Arashi Kichisaburō III als Mizuemon und Kataoka Gadō II als Heisuke identifiziert — dieselbe Besetzung, die für diese Produktion vom Ritsumeikan ARC / MFA Boston-Projekt festgehalten wird.
Datum: Ansei 2 (1855). Zensoren-Marken: Aratame-Siegel + Datums-Siegel „Hare 7“
Format: Ōban-Diptychon, Tate-e — zwei Blätter, je ca. 35 × 24 cm.
Technik: Nishiki-e (Vollfarb-Holzschnitt)
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Zustand: Ein ordentlich gedrucktes Paar. Der ganze Untergrund — Himmel, der in den rauschenden Fluss hineinläuft — ist in bero-ai (Berliner/ preußisches Blau) gearbeitet mit langer Bokashi-Gliederung, der Strom wird als unruhiges Netz aus hellen Wirbeln gegen tiefes Blau gezeichnet. Mizuoemons schwarzes hochgekräuseltes Haori und der gekrümmte Perückenstil erscheinen als Doppel-Druck und poliert für jene lakieren-tiefen Sättigung, die Kunisada seinen Schurken vorbehalten hatte, gesetzt gegen das helle, gezogene Gesicht eines Mannes, der die Szene vollständig beherrscht. Leichte Bodenverfärbungen, Randabnutzung/Verlust, Bereiche des Absetzens (Tintenübertragung); kleine Löcher. Insgesamt ordentlicher Zustand. Bitte die Bilder sorgfältig prüfen!
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Über den Druck
Kunisada inszeniert die Konfrontation als mie — die eingefrorene Tableau-Ansicht am Höhepunkt einer Szene — und lässt den Fluss die Spannung übernehmen. Mizuemon lehnt sich mit frech-lässiger Gelassenheit auf einer schwarzen Korbschachtel zurück, eine Hand hebt eine schlanke Kiseru-Pfeife, die andere schiebt bereits sein Messer frei; sein tätowiertes Bein ist ausgestreckt, sein Blick verächtlich. Gegenüber liegt Heisuke am Boden zwischen den Flusssteinen, das Schwert noch fest umklammert, sein Körper nach vorn geknickt und aus dem Gleichgewicht, eine zweite Truhe hinter ihm beiseite geschoben. Das Design liest links nach rechts als Niederlage gegen Dominanz — der Rächer unten und anspannen, der Schurke hoch und unbeeindruckt —, wobei das wirbelnde Wasser die beiden Hälften zu einem einzigen geladenen Bild verbindet. Es ist Kunisada in seinem theatralsichen Höhepunkt, der einen Bühnenhöhepunkt in reine grafische Kraft übersetzt.
Der Kameyama-Rachefall
Das Stück gehört zum Sekai ('Welt') der Kameyama-Rache, eines der großen Edo-Rache-Zyklen, neben den Soga-Brüdern und den Vierundvierzig Rōnin. Sein historischer Kern ist ein Vorfall von 1701, bei dem Akabori Mizunosuke Ishii Uemon, einen Vasallen von Lord Inaba, ermordete; Uemon's Söhne erlangten offizielle Genehmigung und verfolgten ihren Vatermörder über rund 28 Jahre, wobei die Bühnenfassung die endgültige Abrechnung nach Kameyama Castle verlegte. Um die Zensoren zu befriedigen, verschoben die Dramatiker Namen und Orte und hegten die Handlung in das ältere Soga-Gerüst — eine Verdoppelung, die schon der Titel Soga moyō Kameyama-zome ankündigt. Hier isoliert Kunisada die wesentliche Gegenposition jener langen Geschichte: der unantastbare Schurke und der Rächer, der noch nicht aufgestanden ist.
