Statue Bateba - Lobi - Mali






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Burkina-Faso
Lobi
Holz
Höhe: 385mm
Breite: 285mm
Tiefe: 90mm
Gewicht: 960g
Diese anthropomorphe Holzstatue stammt aus Westafrika. Durch ihre formale, lineare Bearbeitung, ihre geometrischen Volumen und die einzigartige Struktur ihrer Standfläche lässt sie sich in die Kunst der Lobi einordnen (Volk an der Grenze von Burkina Faso, Ghana und dem Norden der Elfenbeinküste).
Als Bateba bezeichnet, ist diese Skulptur nicht einfach eine dekorative Darstellung oder ein direkter Ahnengeist, sondern ein intermediäres Wesen, das geschaffen wurde, um einen Buschgeist, den Thil (Plural Thila), zu verkörpern und zu materialisieren.
1. Morphologische und stilistische Entschlüsselung, die die Merkmale der Lobi-Streitkunst hervorhebt:
Gesichtsbehandlung: Der Kopf ist voluminös, oval und glatt, an einem robusten zylindrischen Hals aufgehängt. Die Augen sind mandelförmig, auffällig in Relief (Kaffeebohne), überragt von markierten Augenbrauen, hier durch Spuren dunkler Pigmente. Die Nase ist breit und gerade, während der Mund klein und fleischig ist und Reste dunkler Substanz ( Opfermaterial oder Nutzpatina) behält.
Eine herrschaftliche und kondensierte Anatomie: Die weibliche Figur besitzt konische, feste Brüste, die nach vorne ragen. Die Arme sind parallel zum Torso geschnitzt, rigid und gerade; sie enden in vereinfachten Händen, die sich den Flanken anpassen. Der Bauch ist leicht gewölbt und verweist auf Linie und Fruchtbarkeit.
Der Standfuß auf integriertem Sockel: Das typischste Element liegt im unteren Teil. Die kurzen, massiven Beine sind gebeugt und scheinen in eine runde monoholzbasierte Basis verankert zu sein. Eine Form eines Tuchs oder eines festen Gesäßblocks strukturieren die Verbindung zwischen dem unteren Rücken und den Oberschenkeln.
Der Zustand des Holzes und der Patina: Das Holz zeigt eine helle Patina, matt und ausgetrocknet, durchzogen von natürlichen Austrocknungsschlitzen (insbesondere am Schädel und am Rücken). Das ist das Ergebnis einer längeren Exposition an freier Luft oder in Innenaltären, die den kontrastierenden Klimaten der savannenartigen Sub-Sahara ausgesetzt sind.
2. Rituelle Nutzung: Der Bateba und der Familienaltar
Bei den Lobi ist die Gesellschaft nicht zentral geleitet; soziale Ordnung und Schutz werden durch die Thila-Geister gemäß den Anordnungen eines Sehers (Thildar) geregelt.
Die Verkörperung auf Befehl: Der Bateba wird niemals zufällig geschnitzt. Wenn eine Person oder eine Familie eine Krise durchlebt (Krankheit, Unfruchtbarkeit, schlechte Ernten), identifiziert der Seher, welcher Geist verlangt, dass ihm eine Statue errichtet wird. Der Bildhauer formt dann den Gegenstand so, dass er als „Körper“ oder Behälter für dieses Wesen dient.
Der Wächter des Altars (Thilduu): Einmal sakralisiert, wurde die Statue von 38 cm Größe auf dem häuslichen Altar platziert, der sich im dunkelsten Raum des Hauses aus Lehm (Soukhala) befindet. Dort erhielt sie rituelle Opfergaben (Hirsebier, Tierblut, Breie), die direkt auf ihren Kopf oder an ihre Basis gelegt wurden, um ihre Schutzkraft zu aktivieren.
3. Spirituelle Bedeutung: Ein aktiver Schild
Das Wort Bateba lässt sich wörtlich mit „die dem Bösen Widerstand leistenden“ oder „die Stellvertreter“ übersetzen. Für die Lobi besitzen diese Statuen eine Form spirituellen Lebens:
Eine Wächterrolle: Die Statue fungiert als metaphysischer Blitzableiter. Sie fängt Zaubersprüche ab, vertreibt nächtliche schlechte Geister und schützt die Bewohner des Hauses vor unsichtbaren Angriffen.
Eine Kommunikationsbrücke: Sie dient als direktes Medium, um die Gebete und Opfer der Familie an den Geist des Thil zu übermitteln und so das Gleichgewicht, die Gesundheit und das Überleben der menschlichen Gemeinschaft gegenüber den unvorhersehbaren Kräften der Buschlandschaft zu gewährleisten.
Die Pakete werden von Montag bis Samstag versendet mit Versicherung und Nachverfolgungsnummer. `
Lieferung in Frankreich innerhalb von 1 bis 3 Tagen mit Chronopost, 2 bis 5 Tagen in der gesamten Europäischen Union.
Lieferung in den Rest Europas und weltweit mit Colissimo International.
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Afrikanische Maskenkunst
Máscara de estatua de galería de arte africano
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Holz
Höhe: 385mm
Breite: 285mm
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Diese anthropomorphe Holzstatue stammt aus Westafrika. Durch ihre formale, lineare Bearbeitung, ihre geometrischen Volumen und die einzigartige Struktur ihrer Standfläche lässt sie sich in die Kunst der Lobi einordnen (Volk an der Grenze von Burkina Faso, Ghana und dem Norden der Elfenbeinküste).
Als Bateba bezeichnet, ist diese Skulptur nicht einfach eine dekorative Darstellung oder ein direkter Ahnengeist, sondern ein intermediäres Wesen, das geschaffen wurde, um einen Buschgeist, den Thil (Plural Thila), zu verkörpern und zu materialisieren.
1. Morphologische und stilistische Entschlüsselung, die die Merkmale der Lobi-Streitkunst hervorhebt:
Gesichtsbehandlung: Der Kopf ist voluminös, oval und glatt, an einem robusten zylindrischen Hals aufgehängt. Die Augen sind mandelförmig, auffällig in Relief (Kaffeebohne), überragt von markierten Augenbrauen, hier durch Spuren dunkler Pigmente. Die Nase ist breit und gerade, während der Mund klein und fleischig ist und Reste dunkler Substanz ( Opfermaterial oder Nutzpatina) behält.
Eine herrschaftliche und kondensierte Anatomie: Die weibliche Figur besitzt konische, feste Brüste, die nach vorne ragen. Die Arme sind parallel zum Torso geschnitzt, rigid und gerade; sie enden in vereinfachten Händen, die sich den Flanken anpassen. Der Bauch ist leicht gewölbt und verweist auf Linie und Fruchtbarkeit.
Der Standfuß auf integriertem Sockel: Das typischste Element liegt im unteren Teil. Die kurzen, massiven Beine sind gebeugt und scheinen in eine runde monoholzbasierte Basis verankert zu sein. Eine Form eines Tuchs oder eines festen Gesäßblocks strukturieren die Verbindung zwischen dem unteren Rücken und den Oberschenkeln.
Der Zustand des Holzes und der Patina: Das Holz zeigt eine helle Patina, matt und ausgetrocknet, durchzogen von natürlichen Austrocknungsschlitzen (insbesondere am Schädel und am Rücken). Das ist das Ergebnis einer längeren Exposition an freier Luft oder in Innenaltären, die den kontrastierenden Klimaten der savannenartigen Sub-Sahara ausgesetzt sind.
2. Rituelle Nutzung: Der Bateba und der Familienaltar
Bei den Lobi ist die Gesellschaft nicht zentral geleitet; soziale Ordnung und Schutz werden durch die Thila-Geister gemäß den Anordnungen eines Sehers (Thildar) geregelt.
Die Verkörperung auf Befehl: Der Bateba wird niemals zufällig geschnitzt. Wenn eine Person oder eine Familie eine Krise durchlebt (Krankheit, Unfruchtbarkeit, schlechte Ernten), identifiziert der Seher, welcher Geist verlangt, dass ihm eine Statue errichtet wird. Der Bildhauer formt dann den Gegenstand so, dass er als „Körper“ oder Behälter für dieses Wesen dient.
Der Wächter des Altars (Thilduu): Einmal sakralisiert, wurde die Statue von 38 cm Größe auf dem häuslichen Altar platziert, der sich im dunkelsten Raum des Hauses aus Lehm (Soukhala) befindet. Dort erhielt sie rituelle Opfergaben (Hirsebier, Tierblut, Breie), die direkt auf ihren Kopf oder an ihre Basis gelegt wurden, um ihre Schutzkraft zu aktivieren.
3. Spirituelle Bedeutung: Ein aktiver Schild
Das Wort Bateba lässt sich wörtlich mit „die dem Bösen Widerstand leistenden“ oder „die Stellvertreter“ übersetzen. Für die Lobi besitzen diese Statuen eine Form spirituellen Lebens:
Eine Wächterrolle: Die Statue fungiert als metaphysischer Blitzableiter. Sie fängt Zaubersprüche ab, vertreibt nächtliche schlechte Geister und schützt die Bewohner des Hauses vor unsichtbaren Angriffen.
Eine Kommunikationsbrücke: Sie dient als direktes Medium, um die Gebete und Opfer der Familie an den Geist des Thil zu übermitteln und so das Gleichgewicht, die Gesundheit und das Überleben der menschlichen Gemeinschaft gegenüber den unvorhersehbaren Kräften der Buschlandschaft zu gewährleisten.
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