Paar Statuen - Lobi - Mali






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Burkina-Faso
Lobi
Holz
Dimensionen:
Die kleine Figur: links Höhe: 315 mm Breite: 60 mm - Tiefe: 45 mm
Die große Figur: Höhe: 445 mm Breite: 85 mm - Tiefe: 95 mm
Kleine Figur: Fehlen Füße
Große Figur: Fehlt ein Bein
1. Herkunft und stilistische Analyse: Zwei separate Stücke
Die visuelle Untersuchung zeigt, dass es sich nicht um ein Paar Ahnen handelt, die von derselben Hand geschnitzt wurden, sondern um zwei Objekte mit unterschiedlichen Funktionen und Stilen.
Die Statue links (31 cm): Ein klassischer Bateba der Lobi
Morphologie: Es handelt sich um eine aufrecht stehende männliche Figur mit vollständig freigelegter Anatomie. Typische Merkmale der Lobi-Schnitzkunst finden sich hier: ein ovaler Kopf, eine lange gerade Nase, abstehende Ohren und ein ernster Gesichtsausdruck. Die Arme rahmen den Brustkorb feierlich ein und die Hände ruhen unauffällig auf der Oberseite der Oberschenkel.
Die Patina: Sie zeigt eine helle, matte und ausgetrocknete Oberfläche, charakteristisch für Holz, das der trockenen Luft der Savanne oder einem inneren Altar ausgesetzt ist.
Die Skulptur rechts (44 cm): Ein Opferstab/ Pfostenfigur eines Heiligtums
Morphologie: Dieses Stück bricht radikal mit dem ersten. Der Körper der Statue ist nicht differenziert: Er reduziert sich auf einen langen rohen Holzstammschaft, der in vertikale Facettierung mit einer Hobelung gearbeitet ist und mit einer rohen Basis endet (scheinbar gebrochen oder dafür bestimmt, in die Erde gesteckt zu werden). Nur der Kopf ist oben künstlerisch gestaltet und trägt ein stilisiertes Gesicht mit eingefassten Augen durch einen doppelten Rand und breiten rechteckigen Ohren.
Kulturelle Affinität: Diese Art anthropomorpher Statuette auf Pfosten oder „Pfosten-Fetisch“ kommt bei den Lobi vor, aber auch sehr häufig bei ihren Nachbarn, den Moba (Togo/Burkina Faso, unter dem Namen Chidigo) oder Oron/Ekoi in Pfostenritualen. Es handelt sich um eine Form radikal sakraler Abstraktion.
2. Ritualgebrauch: Fürbitte und Verankerung im Heiligtum
Diese beiden Objekte wurden konzipiert, um das spirituelle Herz des traditionellen Hauses (die Soukhala) oder eines offenen Schreins zu besetzen:
Die Rolle des Bateba (links): Bei den Lobi wird dieses Stück von einem Schnitzer auf Auftrag eines Wahrsagers geschaffen, um einen Geist der Wildnis (Thil) zu materialisieren. Auf dem Familienaltar platziert, dient es als unsichtender Wächter, der Krankheiten absorbiert, Zauber abwenden und Angriffe von Zauberern abfangen soll.
Die Rolle des stäbchenartigen Anthropomorphen (rechts): Die Pfostenstruktur des großen Stücks deutet auf eine Fundament- oder Verankerungsfunktion hin. Diese Stücke wurden entweder direkt in den Boden des heiligen Hofes gepflanzt oder in die Mitte einer Erd- und Lehm-Sacrificial-Mauer eingefügt, die den Hauptaltar des Clans bildet. Es wurden regelmäßig Libationen von Hirsebier oder blutige Opfer dargebracht, um die Entität, die dort residierte, zu ehren.
3. Bedeutung: Der Schutz des Familienterritoriums
Obwohl morphologisch sehr verschieden, verfolgen beide Skulpturen im vulaitischen Gesellschaftskontext dieselbe metaphysische Zielsetzung:
Ein Schild gegen das Chaos: Für diese Völker ist die Welt der Savanne von unsichtbaren, potenziell gefährlichen Kräften bevölkert. Die Einführung dieser Figuren in den häuslichen Raum zähmt diese Kräfte, macht sie zu Verbündeten.
Der Dialog mit dem Unsichtbaren: Vereint oder auf demselben Altarbereich platziert, bilden die figürliche Statuette und der Pfosten eine Kommunikationsachse. Sie erinnern an die absolute Abhängigkeit der Lebenden von den Dekreten der Schutzgeister und an die Erinnerung der Gründer des Ortes, was Gesundheit, Nachkommenschaft und Frieden des Heims garantiert.
Die Pakete werden von Montag bis Samstag mit Sendungsverfolgungsnummer versendet.
Chronopost-Lieferung innerhalb Frankreichs in 1 bis 3 Tagen und innerhalb der Europäischen Union in 2 bis 5 Tagen. Lieferung in den Rest Europas und weltweit per Colissimo International.
We speak english.
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Der Verkäufer stellt sich vor
Burkina-Faso
Lobi
Holz
Dimensionen:
Die kleine Figur: links Höhe: 315 mm Breite: 60 mm - Tiefe: 45 mm
Die große Figur: Höhe: 445 mm Breite: 85 mm - Tiefe: 95 mm
Kleine Figur: Fehlen Füße
Große Figur: Fehlt ein Bein
1. Herkunft und stilistische Analyse: Zwei separate Stücke
Die visuelle Untersuchung zeigt, dass es sich nicht um ein Paar Ahnen handelt, die von derselben Hand geschnitzt wurden, sondern um zwei Objekte mit unterschiedlichen Funktionen und Stilen.
Die Statue links (31 cm): Ein klassischer Bateba der Lobi
Morphologie: Es handelt sich um eine aufrecht stehende männliche Figur mit vollständig freigelegter Anatomie. Typische Merkmale der Lobi-Schnitzkunst finden sich hier: ein ovaler Kopf, eine lange gerade Nase, abstehende Ohren und ein ernster Gesichtsausdruck. Die Arme rahmen den Brustkorb feierlich ein und die Hände ruhen unauffällig auf der Oberseite der Oberschenkel.
Die Patina: Sie zeigt eine helle, matte und ausgetrocknete Oberfläche, charakteristisch für Holz, das der trockenen Luft der Savanne oder einem inneren Altar ausgesetzt ist.
Die Skulptur rechts (44 cm): Ein Opferstab/ Pfostenfigur eines Heiligtums
Morphologie: Dieses Stück bricht radikal mit dem ersten. Der Körper der Statue ist nicht differenziert: Er reduziert sich auf einen langen rohen Holzstammschaft, der in vertikale Facettierung mit einer Hobelung gearbeitet ist und mit einer rohen Basis endet (scheinbar gebrochen oder dafür bestimmt, in die Erde gesteckt zu werden). Nur der Kopf ist oben künstlerisch gestaltet und trägt ein stilisiertes Gesicht mit eingefassten Augen durch einen doppelten Rand und breiten rechteckigen Ohren.
Kulturelle Affinität: Diese Art anthropomorpher Statuette auf Pfosten oder „Pfosten-Fetisch“ kommt bei den Lobi vor, aber auch sehr häufig bei ihren Nachbarn, den Moba (Togo/Burkina Faso, unter dem Namen Chidigo) oder Oron/Ekoi in Pfostenritualen. Es handelt sich um eine Form radikal sakraler Abstraktion.
2. Ritualgebrauch: Fürbitte und Verankerung im Heiligtum
Diese beiden Objekte wurden konzipiert, um das spirituelle Herz des traditionellen Hauses (die Soukhala) oder eines offenen Schreins zu besetzen:
Die Rolle des Bateba (links): Bei den Lobi wird dieses Stück von einem Schnitzer auf Auftrag eines Wahrsagers geschaffen, um einen Geist der Wildnis (Thil) zu materialisieren. Auf dem Familienaltar platziert, dient es als unsichtender Wächter, der Krankheiten absorbiert, Zauber abwenden und Angriffe von Zauberern abfangen soll.
Die Rolle des stäbchenartigen Anthropomorphen (rechts): Die Pfostenstruktur des großen Stücks deutet auf eine Fundament- oder Verankerungsfunktion hin. Diese Stücke wurden entweder direkt in den Boden des heiligen Hofes gepflanzt oder in die Mitte einer Erd- und Lehm-Sacrificial-Mauer eingefügt, die den Hauptaltar des Clans bildet. Es wurden regelmäßig Libationen von Hirsebier oder blutige Opfer dargebracht, um die Entität, die dort residierte, zu ehren.
3. Bedeutung: Der Schutz des Familienterritoriums
Obwohl morphologisch sehr verschieden, verfolgen beide Skulpturen im vulaitischen Gesellschaftskontext dieselbe metaphysische Zielsetzung:
Ein Schild gegen das Chaos: Für diese Völker ist die Welt der Savanne von unsichtbaren, potenziell gefährlichen Kräften bevölkert. Die Einführung dieser Figuren in den häuslichen Raum zähmt diese Kräfte, macht sie zu Verbündeten.
Der Dialog mit dem Unsichtbaren: Vereint oder auf demselben Altarbereich platziert, bilden die figürliche Statuette und der Pfosten eine Kommunikationsachse. Sie erinnern an die absolute Abhängigkeit der Lebenden von den Dekreten der Schutzgeister und an die Erinnerung der Gründer des Ortes, was Gesundheit, Nachkommenschaft und Frieden des Heims garantiert.
Die Pakete werden von Montag bis Samstag mit Sendungsverfolgungsnummer versendet.
Chronopost-Lieferung innerhalb Frankreichs in 1 bis 3 Tagen und innerhalb der Europäischen Union in 2 bis 5 Tagen. Lieferung in den Rest Europas und weltweit per Colissimo International.
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