Sigmund Freud - Die Zukunft einer Illusion - 1927





Käuferschutz auf Catawiki
Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen
Trustpilot 4.4 | 137584 Bewertungen
Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.
Sigmund Freuds Die Zukunft einer Illusion, 1927, 91 Seiten, 20 × 14 cm, Broschur, Originalausgabe in deutscher Sprache (Erstausgabe), Verlag Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Psychologie, limitierte Auflage von 5.000 Exemplaren, Zustand gut.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
FREUD (Sigm.). Die Zukunft einer Illusion. Leipzig, Wien, Zürich, Internationaler Psychoanalytischer Verlag, 1927. In-8, 91 S., [2] S. (Katalog), broschiert, Einband beige mit Zweitprägung, Rücken durchgebrochen und vorne mit kleinem Mangel am Kopf. Originalausgabe gedruckt auf vergé-Papier.
Freud (1856–1939) legt hier seine radikalste Abhandlung über die Religion vor: Eine kollektive Illusion, entstanden aus dem Sicherheitsbedürfnis des verängstigten Kindes gegenüber den Kräften der Natur, die von der erwachsenen Menschheit durch den Wunsch nach einem schützenden Vater fortgeführt wird.
Die Auflage ist auf fünftausend Exemplare beschränkt (Vermerk „Erstes bis fünftes Tausend“ auf der Rückseite des Titels); das Werk erschien zu einer Zeit, da die Pariser Psychoanalytische Gesellschaft gerade gegründet worden war (1926) und das freudianische Werk, das in Frankreich noch wenig verbreitet war, seine ersten Kontroversen innerhalb der psychoanalytischen Bewegung auslöste.
Der Exemplars trägt auf dem ersten Blatt und auf der Titelseite die eigenhändig wiederholte Unterschrift seines ersten Besitzers, „Victor Walter“, datiert „Paris, Mai 1928“: Das Buch wurde in Paris wenige Monate nach seiner Wiener Veröffentlichung erworben. Das Guardenblatt trägt, aus demselben Munde, drei handschriftliche bibliographische Verweise auf den Band XIV (1928) der von Freud selbst gegründeten Zeitschrift Imago: Pfisters Artikel „Die Illusion einer Zukunft“, direkte Antwort auf Freuds Text, Reiks „Bemerkungen zu Freuds Zukunft einer Illusion“ und eine dritte, teils vom Einband abgeschnittene Referenz.
Der Textkörper ist anschließend durchgehend annotiert: Unterstreichungen mit Tinte und violettem Bleistift, und vor allem am Rand jeder Seite eine Übersetzung oder Glossar in russischer Sprache der freudianischen These (Wissenschaft und Technik, Selbstgefühl, Gut und Böse, Leben und Tod), versehen mit persönlichen Verweisen, darunter ein Zitat aus der „Ver“ von Puschkin, in der Randnotiz transkribiert.
Der Exemplargehalt stellt so ein außerordentliches Dokument erster Hand zur Rezeption Freuds außerhalb des germanophonen Sprachraums in den späten 1920er Jahren dar: Victor Walter, in Paris ansässig, der seine Glossen auf Russisch verfasst, übersetzt den deutschen Text Satz für Satz, zitiert am Rand die beiden im Imago-Bericht veröffentlichten Rezensionen und füllt die Randspalten mit gelehrten Anmerkungen, führt die Analyse bis zu einer Annäherung an Puschkin, ein Zeichen einer doppelten Kultur, die einer lesenden und wissenschaftlich fundierten Auslegung dient. Diese Übersetzungs- und Kommentartätigkeit, die bereits 1928 nahe am Text geführt wird, bietet ein seltenes Zeugnis über die unmittelbare Verbreitung freudianischer Ideen im russischen Pariser Exil. Ein einzigartiges und bemerkenswertes Stück der Geschichte der Psychoanalyse, dem eine genauere Studie gebührt.
Der Rücken leicht abgegriffen und gebrochen, kleine Abnutzungen und leichte Flecken auf dem Einband, weitere geringe Mängel.
Der Verkäufer stellt sich vor
FREUD (Sigm.). Die Zukunft einer Illusion. Leipzig, Wien, Zürich, Internationaler Psychoanalytischer Verlag, 1927. In-8, 91 S., [2] S. (Katalog), broschiert, Einband beige mit Zweitprägung, Rücken durchgebrochen und vorne mit kleinem Mangel am Kopf. Originalausgabe gedruckt auf vergé-Papier.
Freud (1856–1939) legt hier seine radikalste Abhandlung über die Religion vor: Eine kollektive Illusion, entstanden aus dem Sicherheitsbedürfnis des verängstigten Kindes gegenüber den Kräften der Natur, die von der erwachsenen Menschheit durch den Wunsch nach einem schützenden Vater fortgeführt wird.
Die Auflage ist auf fünftausend Exemplare beschränkt (Vermerk „Erstes bis fünftes Tausend“ auf der Rückseite des Titels); das Werk erschien zu einer Zeit, da die Pariser Psychoanalytische Gesellschaft gerade gegründet worden war (1926) und das freudianische Werk, das in Frankreich noch wenig verbreitet war, seine ersten Kontroversen innerhalb der psychoanalytischen Bewegung auslöste.
Der Exemplars trägt auf dem ersten Blatt und auf der Titelseite die eigenhändig wiederholte Unterschrift seines ersten Besitzers, „Victor Walter“, datiert „Paris, Mai 1928“: Das Buch wurde in Paris wenige Monate nach seiner Wiener Veröffentlichung erworben. Das Guardenblatt trägt, aus demselben Munde, drei handschriftliche bibliographische Verweise auf den Band XIV (1928) der von Freud selbst gegründeten Zeitschrift Imago: Pfisters Artikel „Die Illusion einer Zukunft“, direkte Antwort auf Freuds Text, Reiks „Bemerkungen zu Freuds Zukunft einer Illusion“ und eine dritte, teils vom Einband abgeschnittene Referenz.
Der Textkörper ist anschließend durchgehend annotiert: Unterstreichungen mit Tinte und violettem Bleistift, und vor allem am Rand jeder Seite eine Übersetzung oder Glossar in russischer Sprache der freudianischen These (Wissenschaft und Technik, Selbstgefühl, Gut und Böse, Leben und Tod), versehen mit persönlichen Verweisen, darunter ein Zitat aus der „Ver“ von Puschkin, in der Randnotiz transkribiert.
Der Exemplargehalt stellt so ein außerordentliches Dokument erster Hand zur Rezeption Freuds außerhalb des germanophonen Sprachraums in den späten 1920er Jahren dar: Victor Walter, in Paris ansässig, der seine Glossen auf Russisch verfasst, übersetzt den deutschen Text Satz für Satz, zitiert am Rand die beiden im Imago-Bericht veröffentlichten Rezensionen und füllt die Randspalten mit gelehrten Anmerkungen, führt die Analyse bis zu einer Annäherung an Puschkin, ein Zeichen einer doppelten Kultur, die einer lesenden und wissenschaftlich fundierten Auslegung dient. Diese Übersetzungs- und Kommentartätigkeit, die bereits 1928 nahe am Text geführt wird, bietet ein seltenes Zeugnis über die unmittelbare Verbreitung freudianischer Ideen im russischen Pariser Exil. Ein einzigartiges und bemerkenswertes Stück der Geschichte der Psychoanalyse, dem eine genauere Studie gebührt.
Der Rücken leicht abgegriffen und gebrochen, kleine Abnutzungen und leichte Flecken auf dem Einband, weitere geringe Mängel.

