AKIYAMA Iwao • Düsteres Gesicht • 1983 • auth. Sōsaku-hanga japanischer Holzschnitt - Japan - 20. Jahrhundert
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Künstler: Akiyama Iwao (秋山巌, 1921–2014)
Technik: Holzschnitt (mokuhanga) — Sōsaku-hanga, auf schwerem, geflammtem japanischen Volkshashi
Datum: 1983
Auflage: 19/200
Format: Ca. 61 × 45,5 cm (24 × 17¾ Zoll) — ein ungewöhnlich großes Blatt für den Künstler
Gedicht: Blockgeschnitztes Haiku von Kobayashi Issa (小林一茶, 1763–1828), signiert „Issa“ (一茶) im Block
Unterschrift: Handsigniert in Bleistift „Akiyama Iwao“ (秋山巌), nummeriert 19/200 und datiert 1983, mit rotem Künstlerstempel
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Druck- & Farbenqualität: Ausgezeichnet. Ein kräftiger Abdruck mit dem dichtgeschwärzten Sumi-Tintenfilm, der sich über die gesamte Masse der Eule erstreckt.
Papier: Schweres, langfaseriges Volkshashi, durchzogen von eingebetteten dunklen Maulbeerborken-Flecken, charakteristisch für den von Akiyama gewählten Träger. Es gibt sanftes Knautsch- bzw. Welligkeitsmuster über dem Blatt — eine natürliche Folge davon, so viel nasse Tinte auf schweres handgemachtes Papier zu drucken, und ein Merkmal des Mediums statt eines Defekts. Bitte prüfen Sie die Fotografien sorgfältig und beurteilen Sie die Oberfläche selbst.
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"Fix That Face" — Die Eule Issas, geschnitzt von Akiyama
Eine runde, finstere Eulenfigur mit Hörnern füllt das Blatt nahezu randvoll — eine einzige, gewaltige Masse schwarzer Sumi-Tinte, deren Brust von blassen grauen Tränenspunkten gesprenkelt ist, deren Ohrbüschel aufgerichtet sind und deren krallenbewehrte Füße am unteren Rand gerade sichtbar sind. Zwei breite Augen starren geradeaus, jede Iris von einem einzelnen Tropfen Kadmiumrot gefüllt — dem „ roten Punkt“, der in fast jedem Akiyama-Druck erscheint, hier verdoppelt zu einem Paar leuchtender Pupillen. Der Vogel wird in der unverwechselbaren Volks-Idioms des Künstlers wiedergegeben: einige dicke, gerissene, geschnitzte Linien, absichtlich ungelehrt, die brechen und wackeln mit dem Holzblock.
Über der Eule ist direkt in das Holzblockwerk gehauen ein Haiku von Kobayashi Issa (1763–1828) in kräftigem Hiragana und Kanji eingraviert, signiert mit dem ihm bekannten Namen „One Tea“ (一茶):
fukurō yo / tsurakuse naose / haru no ame
— "Eule! Richten Sie dieses mürrische Gesicht auf — der Frühlingsregen fällt nieder."
Der Witz und die Zärtlichkeit stammen ganz von Issa: Er tadelt die Eule für ihren permanenten Stirnrunzler, als ob der sanfte Frühlingsregen schon Grund genug wäre, sich zu freuen. Und Akiyama gibt ihm exakt die Eule, die das Gedicht beschreibt — einen prächtig grimmigen, starrenden Vogel, dessen tsurakuse (habitual mies gelauntes Gesicht) ihm förmlich ins Gesicht geschrieben steht. Wie bei seinen besten Werken sind das geschnitzte Versmaß und das geschnitzte Tier untrennbar verbunden: Der Betrachter liest nicht das Haiku und schaut dann auf die Eule, denn die Eule ist das Haiku.
Akiyama Iwao — Munakatas Erbe und der Dichter leiser Tiere
Akiyama Iwao (1921–2014) wurde in der ländlichen Stadt Takeda in der Präfektur Ōita auf der Südinsel Kyushu geboren. Seine früheste künstlerische Ausbildung erhielt er ungewöhnlich von einem buddhistischen Mönch, der ihn ab dem Alter von acht Jahren zeichnen lehrte — eine prägende Begegnung, die einen bleibenden Eindruck in seinem Werk hinterließ, sowohl in seinem stillen spirituellen Register als auch in seiner bleibenden Zuneigung zur literarischen Kultur der Zen-Poesie. 1956 schloss er das Taiheiyō Bijutsu Gakkō in Tokio ab, nachdem er zunächst als Maler in Öl und als Praktizierender von suiboku-ga (Tintenwaschmalerei) ausgebildet worden war.
Der entscheidende Wende-Punkt kam 1959, als er Munakata Shikō (1903–1975) traf — die herausragende Gestalt der japanischen Druckkunst des zwanzigsten Jahrhunderts und der international am meisten gefeierte Sōsaku-hanga-Künstler überhaupt. Akiyama studierte bis 1965 bei Munakata, und der Einfluss ist unverkennbar: die kühne Holzschnitt-Strukturlinie, die Bereitschaft, die geschnitzte Markierung sichtbar und rau zu lassen, die Verschmelzung von Bild und Kalligrafie, die Verwurzelung in volks- und buddhistischen Motiven. Aber Akiyama war kein Imitator. Wo Munakatas Drucke vor kinetischer, ekstatischer Energie brüllen, flüstert Akiyama. Er reduzierte seine Sujets radikal — vor allem Eulen, neben Katzen, Tigern, buddhistischen Mönchen und semiabstrakten weiblichen Figuren — und fand innerhalb dieses engen Kreises eine unerschöpfliche Quelle leiser Humor, Zärtlichkeit und beobachteter Wahrheit.
Seine Drucke sind auf einen Blick erkennbar: grobes Volkspapier, das seine eingebetteten Borkenfasern zeigt, dichtes schwarzes Sumi gegen das Elfenbein des Washi und winzige Farbakzente — am bekanntesten die roten Augen seiner Eulen — oft gepaart mit einem geschnitzten Vers eines der wandernden Dichter, die er liebte (Taneda Santōka, Ryōkan, und hier Kobayashi Issa). Seine Werke befinden sich im Besitz des National Museum of Scotland, der National Gallery of Victoria (Melbourne), dem Tikotin Museum of Japanese Art (Haifa) und dem Cincinnati Art Museum, unter anderem. Er arbeitete weiter bis in seine späten Achtzigerjahre und starb 2014 im Alter von neundreizehn Jahren.
Der Verkäufer stellt sich vor
Künstler: Akiyama Iwao (秋山巌, 1921–2014)
Technik: Holzschnitt (mokuhanga) — Sōsaku-hanga, auf schwerem, geflammtem japanischen Volkshashi
Datum: 1983
Auflage: 19/200
Format: Ca. 61 × 45,5 cm (24 × 17¾ Zoll) — ein ungewöhnlich großes Blatt für den Künstler
Gedicht: Blockgeschnitztes Haiku von Kobayashi Issa (小林一茶, 1763–1828), signiert „Issa“ (一茶) im Block
Unterschrift: Handsigniert in Bleistift „Akiyama Iwao“ (秋山巌), nummeriert 19/200 und datiert 1983, mit rotem Künstlerstempel
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Druck- & Farbenqualität: Ausgezeichnet. Ein kräftiger Abdruck mit dem dichtgeschwärzten Sumi-Tintenfilm, der sich über die gesamte Masse der Eule erstreckt.
Papier: Schweres, langfaseriges Volkshashi, durchzogen von eingebetteten dunklen Maulbeerborken-Flecken, charakteristisch für den von Akiyama gewählten Träger. Es gibt sanftes Knautsch- bzw. Welligkeitsmuster über dem Blatt — eine natürliche Folge davon, so viel nasse Tinte auf schweres handgemachtes Papier zu drucken, und ein Merkmal des Mediums statt eines Defekts. Bitte prüfen Sie die Fotografien sorgfältig und beurteilen Sie die Oberfläche selbst.
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"Fix That Face" — Die Eule Issas, geschnitzt von Akiyama
Eine runde, finstere Eulenfigur mit Hörnern füllt das Blatt nahezu randvoll — eine einzige, gewaltige Masse schwarzer Sumi-Tinte, deren Brust von blassen grauen Tränenspunkten gesprenkelt ist, deren Ohrbüschel aufgerichtet sind und deren krallenbewehrte Füße am unteren Rand gerade sichtbar sind. Zwei breite Augen starren geradeaus, jede Iris von einem einzelnen Tropfen Kadmiumrot gefüllt — dem „ roten Punkt“, der in fast jedem Akiyama-Druck erscheint, hier verdoppelt zu einem Paar leuchtender Pupillen. Der Vogel wird in der unverwechselbaren Volks-Idioms des Künstlers wiedergegeben: einige dicke, gerissene, geschnitzte Linien, absichtlich ungelehrt, die brechen und wackeln mit dem Holzblock.
Über der Eule ist direkt in das Holzblockwerk gehauen ein Haiku von Kobayashi Issa (1763–1828) in kräftigem Hiragana und Kanji eingraviert, signiert mit dem ihm bekannten Namen „One Tea“ (一茶):
fukurō yo / tsurakuse naose / haru no ame
— "Eule! Richten Sie dieses mürrische Gesicht auf — der Frühlingsregen fällt nieder."
Der Witz und die Zärtlichkeit stammen ganz von Issa: Er tadelt die Eule für ihren permanenten Stirnrunzler, als ob der sanfte Frühlingsregen schon Grund genug wäre, sich zu freuen. Und Akiyama gibt ihm exakt die Eule, die das Gedicht beschreibt — einen prächtig grimmigen, starrenden Vogel, dessen tsurakuse (habitual mies gelauntes Gesicht) ihm förmlich ins Gesicht geschrieben steht. Wie bei seinen besten Werken sind das geschnitzte Versmaß und das geschnitzte Tier untrennbar verbunden: Der Betrachter liest nicht das Haiku und schaut dann auf die Eule, denn die Eule ist das Haiku.
Akiyama Iwao — Munakatas Erbe und der Dichter leiser Tiere
Akiyama Iwao (1921–2014) wurde in der ländlichen Stadt Takeda in der Präfektur Ōita auf der Südinsel Kyushu geboren. Seine früheste künstlerische Ausbildung erhielt er ungewöhnlich von einem buddhistischen Mönch, der ihn ab dem Alter von acht Jahren zeichnen lehrte — eine prägende Begegnung, die einen bleibenden Eindruck in seinem Werk hinterließ, sowohl in seinem stillen spirituellen Register als auch in seiner bleibenden Zuneigung zur literarischen Kultur der Zen-Poesie. 1956 schloss er das Taiheiyō Bijutsu Gakkō in Tokio ab, nachdem er zunächst als Maler in Öl und als Praktizierender von suiboku-ga (Tintenwaschmalerei) ausgebildet worden war.
Der entscheidende Wende-Punkt kam 1959, als er Munakata Shikō (1903–1975) traf — die herausragende Gestalt der japanischen Druckkunst des zwanzigsten Jahrhunderts und der international am meisten gefeierte Sōsaku-hanga-Künstler überhaupt. Akiyama studierte bis 1965 bei Munakata, und der Einfluss ist unverkennbar: die kühne Holzschnitt-Strukturlinie, die Bereitschaft, die geschnitzte Markierung sichtbar und rau zu lassen, die Verschmelzung von Bild und Kalligrafie, die Verwurzelung in volks- und buddhistischen Motiven. Aber Akiyama war kein Imitator. Wo Munakatas Drucke vor kinetischer, ekstatischer Energie brüllen, flüstert Akiyama. Er reduzierte seine Sujets radikal — vor allem Eulen, neben Katzen, Tigern, buddhistischen Mönchen und semiabstrakten weiblichen Figuren — und fand innerhalb dieses engen Kreises eine unerschöpfliche Quelle leiser Humor, Zärtlichkeit und beobachteter Wahrheit.
Seine Drucke sind auf einen Blick erkennbar: grobes Volkspapier, das seine eingebetteten Borkenfasern zeigt, dichtes schwarzes Sumi gegen das Elfenbein des Washi und winzige Farbakzente — am bekanntesten die roten Augen seiner Eulen — oft gepaart mit einem geschnitzten Vers eines der wandernden Dichter, die er liebte (Taneda Santōka, Ryōkan, und hier Kobayashi Issa). Seine Werke befinden sich im Besitz des National Museum of Scotland, der National Gallery of Victoria (Melbourne), dem Tikotin Museum of Japanese Art (Haifa) und dem Cincinnati Art Museum, unter anderem. Er arbeitete weiter bis in seine späten Achtzigerjahre und starb 2014 im Alter von neundreizehn Jahren.

