Eine Skulptur aus Holz - Senufo - Elfenbeinküste (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Diese Senufo-Mutterfigur aus der Korhogo-Region im Norden der Elfenbeinküste zählt zu den bedeutenden Skulpturen der Senufo-Kunst; ihre Funktion war eng mit den religiösen Überzeugungen der Poro-Gesellschaft und mit den Kulten der Ahnen und der Fruchtbarkeit verbunden. Darstellungen einer Mutter und eines Kindes verkörpern nicht nur Mutterschaft, sondern auch die Kontinuität der Gemeinschaft, die Weitergabe spirituellen Wissens und die Erneuerung des Lebens. Als Kultfiguren dienten sie als Mittlerinnen zwischen den Lebenden, den Ahnen und den schützenden Kräften des Geisterreichs.
Auf einem einfachen Hocker sitzend, hält die Frau ein Kind auf ihrem Schoß; ihre ruhige Haltung vermittelt Würde und fürsorgliche Wärme. Ihre außergewöhnlich aufwendige Frisur besteht aus vier Elementen: Ponyfrisur, die über der Stirn zu einem Punkt geführt wird, zwei Seitentrechs und einem nach hinten gerichteten Haarschwanz – wobei die Seitentrechs und der hintere Zopf eine weitere Unterteilung aufweisen. Diese akribische Styling-Perfektion betont den hohen Wert, der in der senufo-ästhetik auf aufwändige Frisuren gelegt wird.
Das Gesicht zeichnet sich durch einen ruhigen, nach vorne gerichteten Blick aus. Rituelle Narbenschnitte im Gesicht, an Brust und Schultern articulieren die Oberfläche, signalisieren kulturelle Identität, soziale Reife und spirituelle Zugehörigkeit. Armreifen an den Oberarmen und Handgelenken unterstreichen die zeremonielle Bedeutung der Figur. Auch das Kind weist ein sorgfältig ausgearbeitetes Gesicht und fein modellierte Hände auf; das Kind erscheint nicht nur als Attribut, sondern ist ein integraler Bestandteil der Komposition. Die glänzende Patina, Abnutzungsspuren und geringe Risse bezeugen eine lange Geschichte ritueller Nutzung und verleihen der Skulptur ihren authentisch historischen Charakter.
Ausgewählte Bibliografie
Glaze, Anita J.: Art and Death in a Senufo Village. Bloomington: Indiana University Press, 1981.
Boone, Sylvia Ardyn (Hrsg.): West African Art: The Senufo. Munich: Prestel, 1986.
Fischer, Eberhard / Homberger, Lorenz: Die Kunst der Elfenbeinküste. Zürich 1979.
Himmelheber, Hans: Negerkunst und Negerkünstler. Braunschweig 1960.
Cole, Herbert M.: Icons: Ideals and Power in the Art of Africa. Washington, D.C. 1989.
Informant: Bakari
MAZ17004
Der Verkäufer stellt sich vor
Diese Senufo-Mutterfigur aus der Korhogo-Region im Norden der Elfenbeinküste zählt zu den bedeutenden Skulpturen der Senufo-Kunst; ihre Funktion war eng mit den religiösen Überzeugungen der Poro-Gesellschaft und mit den Kulten der Ahnen und der Fruchtbarkeit verbunden. Darstellungen einer Mutter und eines Kindes verkörpern nicht nur Mutterschaft, sondern auch die Kontinuität der Gemeinschaft, die Weitergabe spirituellen Wissens und die Erneuerung des Lebens. Als Kultfiguren dienten sie als Mittlerinnen zwischen den Lebenden, den Ahnen und den schützenden Kräften des Geisterreichs.
Auf einem einfachen Hocker sitzend, hält die Frau ein Kind auf ihrem Schoß; ihre ruhige Haltung vermittelt Würde und fürsorgliche Wärme. Ihre außergewöhnlich aufwendige Frisur besteht aus vier Elementen: Ponyfrisur, die über der Stirn zu einem Punkt geführt wird, zwei Seitentrechs und einem nach hinten gerichteten Haarschwanz – wobei die Seitentrechs und der hintere Zopf eine weitere Unterteilung aufweisen. Diese akribische Styling-Perfektion betont den hohen Wert, der in der senufo-ästhetik auf aufwändige Frisuren gelegt wird.
Das Gesicht zeichnet sich durch einen ruhigen, nach vorne gerichteten Blick aus. Rituelle Narbenschnitte im Gesicht, an Brust und Schultern articulieren die Oberfläche, signalisieren kulturelle Identität, soziale Reife und spirituelle Zugehörigkeit. Armreifen an den Oberarmen und Handgelenken unterstreichen die zeremonielle Bedeutung der Figur. Auch das Kind weist ein sorgfältig ausgearbeitetes Gesicht und fein modellierte Hände auf; das Kind erscheint nicht nur als Attribut, sondern ist ein integraler Bestandteil der Komposition. Die glänzende Patina, Abnutzungsspuren und geringe Risse bezeugen eine lange Geschichte ritueller Nutzung und verleihen der Skulptur ihren authentisch historischen Charakter.
Ausgewählte Bibliografie
Glaze, Anita J.: Art and Death in a Senufo Village. Bloomington: Indiana University Press, 1981.
Boone, Sylvia Ardyn (Hrsg.): West African Art: The Senufo. Munich: Prestel, 1986.
Fischer, Eberhard / Homberger, Lorenz: Die Kunst der Elfenbeinküste. Zürich 1979.
Himmelheber, Hans: Negerkunst und Negerkünstler. Braunschweig 1960.
Cole, Herbert M.: Icons: Ideals and Power in the Art of Africa. Washington, D.C. 1989.
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- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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