Tomioka Eisen • Das Herz einer Ehefrau • Kuchi-e • Meiji • Japanischer Holzblockdruck - Japan - Meiji Periode (1868-1912)






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Originale Meiji-Periode Kuchi-e Holzschnitt von Tomioka Eisen, Titel A Wife's Heart (Tsuma no Kokoro), Frontispiz-Format, 30 × 22 cm, aus Japan, in hervorragendem Zustand, Herkunft Privatsammlung.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Künstler: Tomioka Eisen 富岡永洗 (1864–1905)
Titel: Lady and Lantern (wie erworben); das Design illustriert den Roman 妻の心 Tsuma no Kokoro ("Das Herz einer Ehefrau")
Technik: Holzschnitt (mokuhanga) — kuchi-e, bijin-ga;
Periode: 1901
Format: Kuchi-e (Frontispiz), ca. 30 × 22 cm (11¾ × 8⅝ in.)
Zustand: Sehr gute Farbtreue. Leichte Gesamttonung, zwei Falten wie üblich für ein Frontispiz dieser Periode. Der Druck ist leicht kaschiert und weist auf der Rückseite einige Vergilbungen auf.
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Beschreibung:
Eine Frau kniet neben einer Lampe, ihr Kinn ruhend auf gefalteten Händen, sie blickt nach unten und abseits. Der Papierschirm der stehenden Lampe ist mit Herbstgräsern in Grau bestickt; dieselben Gräser treten wieder auf, in außergewöhnlicher Feinfühligkeit gedruckt, über den blassen Einfassungen ihres lavendelfarbenen Oberkimonos, der mit kleinen blauen, roten und braunen geometrischen Motiven übersät ist und am Kragen stark rotes Innenfutter hat. Links, auf einem kleinen roten Lackständer, steigt ein Räucherbehälter eine einzige Rauchfahne auf. Alles andere ist leeres Papier — die Komposition wird stark nach rechts gezogen, und die Leere trägt die Stimmung.
Gegenstand ist die Protagonistin von Tsuma no Kokoro. Ihr Ehemann, verliebt in eine andere Frau, hat ihr erzählt, dass ein mächtiger Herr sie zu scheiden befohlen hat. Sie weiß, dass es eine Lüge ist, und sie sieht keinen Weg, sich dagegen zu verweigern. Eisen zeigt keineswegs durch Gestik — keine Tränen, kein Theater. Er zeigt eine Frau, die nachdenkt, in einem Raum mit einer Lampe, und lässt den Leser den Rest ergänzen.
Kuchi-e waren die Holzschnitt-Frontispizes, die in Meiji-Romane und literarische Zeitschriften um die Jahrhundertwende eingefügt wurden. Da sie in den Einband gefaltet wurden, tragen sie fast immer eine oder zwei vertikale Falten — eine Charakteristik des Genres, kein Defekt. Eisen, ausgebildet als Zeichner und später unter dem Kanō-Malisten Kobayashi Eitaku, war der herausragende Designer der Form: Seine Figuren besitzen eine psychologische Innenwelt und ein westlich beeinflusstes Modellierungsgefühl, das sie scharf von Edo bijin-ga trennt, und der Druck der besten Beispiele verwendet Blindprägung und fein abgestufte Farben von einer Qualität, die selten in kommerzieller Arbeit zu sehen ist. Das Genre wurde lange vernachlässigt und wird seit der Studie von Merritt und Yamada im Jahr 2000 aktiv gesammelt.
Der Verkäufer stellt sich vor
Künstler: Tomioka Eisen 富岡永洗 (1864–1905)
Titel: Lady and Lantern (wie erworben); das Design illustriert den Roman 妻の心 Tsuma no Kokoro ("Das Herz einer Ehefrau")
Technik: Holzschnitt (mokuhanga) — kuchi-e, bijin-ga;
Periode: 1901
Format: Kuchi-e (Frontispiz), ca. 30 × 22 cm (11¾ × 8⅝ in.)
Zustand: Sehr gute Farbtreue. Leichte Gesamttonung, zwei Falten wie üblich für ein Frontispiz dieser Periode. Der Druck ist leicht kaschiert und weist auf der Rückseite einige Vergilbungen auf.
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Beschreibung:
Eine Frau kniet neben einer Lampe, ihr Kinn ruhend auf gefalteten Händen, sie blickt nach unten und abseits. Der Papierschirm der stehenden Lampe ist mit Herbstgräsern in Grau bestickt; dieselben Gräser treten wieder auf, in außergewöhnlicher Feinfühligkeit gedruckt, über den blassen Einfassungen ihres lavendelfarbenen Oberkimonos, der mit kleinen blauen, roten und braunen geometrischen Motiven übersät ist und am Kragen stark rotes Innenfutter hat. Links, auf einem kleinen roten Lackständer, steigt ein Räucherbehälter eine einzige Rauchfahne auf. Alles andere ist leeres Papier — die Komposition wird stark nach rechts gezogen, und die Leere trägt die Stimmung.
Gegenstand ist die Protagonistin von Tsuma no Kokoro. Ihr Ehemann, verliebt in eine andere Frau, hat ihr erzählt, dass ein mächtiger Herr sie zu scheiden befohlen hat. Sie weiß, dass es eine Lüge ist, und sie sieht keinen Weg, sich dagegen zu verweigern. Eisen zeigt keineswegs durch Gestik — keine Tränen, kein Theater. Er zeigt eine Frau, die nachdenkt, in einem Raum mit einer Lampe, und lässt den Leser den Rest ergänzen.
Kuchi-e waren die Holzschnitt-Frontispizes, die in Meiji-Romane und literarische Zeitschriften um die Jahrhundertwende eingefügt wurden. Da sie in den Einband gefaltet wurden, tragen sie fast immer eine oder zwei vertikale Falten — eine Charakteristik des Genres, kein Defekt. Eisen, ausgebildet als Zeichner und später unter dem Kanō-Malisten Kobayashi Eitaku, war der herausragende Designer der Form: Seine Figuren besitzen eine psychologische Innenwelt und ein westlich beeinflusstes Modellierungsgefühl, das sie scharf von Edo bijin-ga trennt, und der Druck der besten Beispiele verwendet Blindprägung und fein abgestufte Farben von einer Qualität, die selten in kommerzieller Arbeit zu sehen ist. Das Genre wurde lange vernachlässigt und wird seit der Studie von Merritt und Yamada im Jahr 2000 aktiv gesammelt.
