Eine Skulptur aus Holz - Fon - Togo (Ohne mindestpreis)

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Dimitri André
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Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Unter den Fon-Gemeinschaften des heutigen Benin und Togo nehmen phallische Skulpturen eine bedeutende Stellung im rituellen Landschaftsbild des Vodun (Voodoo) ein, wo sie als materielle Ausdrucksformen generativer Kraft, Fruchtbarkeit und spiritueller Wirksamkeit fungieren. Das vorliegende Exemplar, in Form eines aufrechten Phallus geschnitzt und von erheblichen Schichten aus weißem Kaolin und Ockerpigmenten bedeckt, veranschaulicht das komplexe Wechselspiel zwischen Form, Farbe und ritualer Bedeutung, das typischerweise in Fon-Religionskunst anzutreffen ist. Inklusive Stand.

Dieses Objekt, dem Fon-Volk zugeschrieben, nimmt die Form eines sehr elongated vertikalen Körpers mit annähernd zylindrischem Querschnitt an; sein oberes Ende ist abgerundet, während die Basis sich in zwei asymmetrische ovale Massen weitet. Seine absichtlich schmucklose Silhouette weist keine klar geschnitzten anatomischen Details auf, doch seine Gesamtform könnte eine symbolische Darstellung des Körpers oder der Fruchtbarkeit nahelegen. Die Oberfläche, die von beige bis hell ockergelb variiert, ist vollständig mit einer dicken, krustigen und unregelmäßigen Materie bedeckt, die wahrscheinlich aus aufeinanderfolgenden Schichten von Ton, Pulver oder anderen während ritualer Zeremonien aufgetragenen Substanzen besteht. Dunkle Flecken, Abrieb, kleine Höhlen und ein langer longitudinaler Riss zeugen von seinem Alter und seiner Exposition. In den fonischen Religionspraktiken kann dieser Objekttyp—häufig als „Fetisch“ oder präziser als ein Objekt der Macht bezeichnet—mit Materialien angereichert sein, die dazu dienen, seine symbolische Wirksamkeit zu aktivieren oder aufrechtzuerhalten; jedoch kann seine genaue Funktion und die mit ihr assoziierte Entität ohne Dokumentation zum Erwerbszusammenhang nicht sicher bestimmt werden.

Die Anwendung von weißem Kaolin ist innerhalb der Vodun-Kosmologie besonders bedeutsam. Weiß wird mit Reinheit, Ahnenweisheit, geistiger Klarheit und der Gegenwart wohlwollender übernatürlicher Kräfte assoziiert. Mit Kaolin bedeckte rituelle Objekte signalisieren häufig den Kontakt mit dem unsichtbaren Reich und können auf eine wiederholte rituelle Aktivierung durch Opfer, Segnungen und Opferzeremonien hinweisen. Die unter oder neben der weißen Oberfläche sichtbaren Ockerpigmente führen zu ergänzenden Assoziationen mit Vitalität, Fruchtbarkeit, Blut, Erde und den regenerativen Kräften der Natur.

Anstatt als naturalistische Darstellung männlicher Anatomie zu fungieren, dient der Phallus als verdichtetes Symbol kreativer Energie und reproduktiver Potenz. Im Fon-Gedanken erstreckt sich Fruchtbarkeit über die menschliche Empfängnis hinaus auf landwirtschaftliche Fülle, Kontinuität der Abstammung, gesellschaftlichen Wohlstand und gemeinschaftliches Wohlbefinden. Phallische Schreinfiguren fungieren daher als visuelle und rituelle Instrumente, durch die diese Kräfte heraufbeschworen, gestärkt und aufrechterhalten werden können.

Solche Skulpturen wurden üblicherweise in Schreinen, in Wohnkomplexen, heiligen Hecken oder Ritualumhüllungen installiert, die bestimmten Vodun-Gottheiten und -Geistern gewidmet waren. Durch Libationen, Opfergaben, Gebete und zeremonielle Darbietungen wurde das Objekt als Ort spiritueller Gegenwart aktiviert. Die angehäuften Farbschichten zeugen oft von intensiver ritueller Nutzung und wandelten die Skulptur in ein sichtbares Zeugnis nützender Praxis und religiöser Bindung über Generationen hinweg.

Der schwarz verfugte Ständer, der die Skulptur trägt, betont ihren rituellen Charakter zusätzlich. Dunkle Oberflächen resultieren häufig aus wiederholter Exposition gegenüber Opfermaterials, Palmöl, Rauch, Blutopfern und anderen in Vodun-Zeremonien verwendeten Substanzen. Der Kontrast zwischen dem leuchtend weißen Kaolin und dem dunklen Ständer erzeugt eine visuelle Gegenüberstellung von sichtbaren und unsichtbaren Sphären, irdischem Dasein und spiritueller Macht, eine Dualität, die im Kern vieler fonischer religiöser Gedanken liegt.

Wie bei vielen Vodun-Ritualobjekten liegt die Bedeutung der Skulptur nicht nur in ihrer Form, sondern in ihrer Fähigkeit, spirituelle Kräfte zu verkörpern und zu kanalisieren. Der Phallus wird zu einer materiellen Manifestation energiespendender Lebenskraft, die ein anatomisches Symbol in ein kraftvolles rituelles Instrument verwandelt, das sich mit Fruchtbarkeit, Schutz, Wohlstand und der Fortführung sowohl menschlicher als auch kosmischer Ordnung befasst.

Referenzen

Blier, Suzanne Preston. African Vodun: Art, Psychology, and Power. University of Chicago Press, 1995.
Blier, Suzanne Preston. The Anatomy of Architecture: Ontology and Metaphor in Batammaliba Architectural Expression. Cambridge University Press, 1987.
Herskovits, Melville J. Herskovits. Dahomey: An Ancient West African Kingdom. Northwestern University Press, 1967.
Maupoil, Bernard. La Géomancie à l'Ancienne Côte des Esclaves. Institut d'Ethnologie, Paris, 1943.
Mercier, Paul. Tradition, Changement, Histoire: Les Somba du Dahomey Septentrional. Anthropos, 1968.

Einige der Informationen stammen von künstlicher Intelligenz und basieren auf veröffentlichen Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.

Inv. Nr. MA//Z1//8/9/0/4/

Der Verkäufer garantiert und kann nachweisen, dass das Objekt rechtmäßig erworben wurde. Dem Verkäufer wurde von Catawiki mitgeteilt, dass er die in seinem Wohnsitzland geltenden Gesetze und Vorschriften erforderlichen Dokumentationen vorlegen muss. Der Verkäufer garantiert und ist berechtigt, dieses Objekt zu verkaufen/exportieren. Der Verkäufer wird dem Käufer alle bekannten Provenienzangaben zum Objekt mitteilen. Der Verkäufer sorgt dafür, dass alle notwendigen Genehmigungen ergriffen/organisiert werden. Der Verkäufer wird den Käufer umgehend über etwaige Verzögerungen bei der Beschaffung solcher Genehmigungen informieren.

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
Übersetzt mit Google Übersetzer

Unter den Fon-Gemeinschaften des heutigen Benin und Togo nehmen phallische Skulpturen eine bedeutende Stellung im rituellen Landschaftsbild des Vodun (Voodoo) ein, wo sie als materielle Ausdrucksformen generativer Kraft, Fruchtbarkeit und spiritueller Wirksamkeit fungieren. Das vorliegende Exemplar, in Form eines aufrechten Phallus geschnitzt und von erheblichen Schichten aus weißem Kaolin und Ockerpigmenten bedeckt, veranschaulicht das komplexe Wechselspiel zwischen Form, Farbe und ritualer Bedeutung, das typischerweise in Fon-Religionskunst anzutreffen ist. Inklusive Stand.

Dieses Objekt, dem Fon-Volk zugeschrieben, nimmt die Form eines sehr elongated vertikalen Körpers mit annähernd zylindrischem Querschnitt an; sein oberes Ende ist abgerundet, während die Basis sich in zwei asymmetrische ovale Massen weitet. Seine absichtlich schmucklose Silhouette weist keine klar geschnitzten anatomischen Details auf, doch seine Gesamtform könnte eine symbolische Darstellung des Körpers oder der Fruchtbarkeit nahelegen. Die Oberfläche, die von beige bis hell ockergelb variiert, ist vollständig mit einer dicken, krustigen und unregelmäßigen Materie bedeckt, die wahrscheinlich aus aufeinanderfolgenden Schichten von Ton, Pulver oder anderen während ritualer Zeremonien aufgetragenen Substanzen besteht. Dunkle Flecken, Abrieb, kleine Höhlen und ein langer longitudinaler Riss zeugen von seinem Alter und seiner Exposition. In den fonischen Religionspraktiken kann dieser Objekttyp—häufig als „Fetisch“ oder präziser als ein Objekt der Macht bezeichnet—mit Materialien angereichert sein, die dazu dienen, seine symbolische Wirksamkeit zu aktivieren oder aufrechtzuerhalten; jedoch kann seine genaue Funktion und die mit ihr assoziierte Entität ohne Dokumentation zum Erwerbszusammenhang nicht sicher bestimmt werden.

Die Anwendung von weißem Kaolin ist innerhalb der Vodun-Kosmologie besonders bedeutsam. Weiß wird mit Reinheit, Ahnenweisheit, geistiger Klarheit und der Gegenwart wohlwollender übernatürlicher Kräfte assoziiert. Mit Kaolin bedeckte rituelle Objekte signalisieren häufig den Kontakt mit dem unsichtbaren Reich und können auf eine wiederholte rituelle Aktivierung durch Opfer, Segnungen und Opferzeremonien hinweisen. Die unter oder neben der weißen Oberfläche sichtbaren Ockerpigmente führen zu ergänzenden Assoziationen mit Vitalität, Fruchtbarkeit, Blut, Erde und den regenerativen Kräften der Natur.

Anstatt als naturalistische Darstellung männlicher Anatomie zu fungieren, dient der Phallus als verdichtetes Symbol kreativer Energie und reproduktiver Potenz. Im Fon-Gedanken erstreckt sich Fruchtbarkeit über die menschliche Empfängnis hinaus auf landwirtschaftliche Fülle, Kontinuität der Abstammung, gesellschaftlichen Wohlstand und gemeinschaftliches Wohlbefinden. Phallische Schreinfiguren fungieren daher als visuelle und rituelle Instrumente, durch die diese Kräfte heraufbeschworen, gestärkt und aufrechterhalten werden können.

Solche Skulpturen wurden üblicherweise in Schreinen, in Wohnkomplexen, heiligen Hecken oder Ritualumhüllungen installiert, die bestimmten Vodun-Gottheiten und -Geistern gewidmet waren. Durch Libationen, Opfergaben, Gebete und zeremonielle Darbietungen wurde das Objekt als Ort spiritueller Gegenwart aktiviert. Die angehäuften Farbschichten zeugen oft von intensiver ritueller Nutzung und wandelten die Skulptur in ein sichtbares Zeugnis nützender Praxis und religiöser Bindung über Generationen hinweg.

Der schwarz verfugte Ständer, der die Skulptur trägt, betont ihren rituellen Charakter zusätzlich. Dunkle Oberflächen resultieren häufig aus wiederholter Exposition gegenüber Opfermaterials, Palmöl, Rauch, Blutopfern und anderen in Vodun-Zeremonien verwendeten Substanzen. Der Kontrast zwischen dem leuchtend weißen Kaolin und dem dunklen Ständer erzeugt eine visuelle Gegenüberstellung von sichtbaren und unsichtbaren Sphären, irdischem Dasein und spiritueller Macht, eine Dualität, die im Kern vieler fonischer religiöser Gedanken liegt.

Wie bei vielen Vodun-Ritualobjekten liegt die Bedeutung der Skulptur nicht nur in ihrer Form, sondern in ihrer Fähigkeit, spirituelle Kräfte zu verkörpern und zu kanalisieren. Der Phallus wird zu einer materiellen Manifestation energiespendender Lebenskraft, die ein anatomisches Symbol in ein kraftvolles rituelles Instrument verwandelt, das sich mit Fruchtbarkeit, Schutz, Wohlstand und der Fortführung sowohl menschlicher als auch kosmischer Ordnung befasst.

Referenzen

Blier, Suzanne Preston. African Vodun: Art, Psychology, and Power. University of Chicago Press, 1995.
Blier, Suzanne Preston. The Anatomy of Architecture: Ontology and Metaphor in Batammaliba Architectural Expression. Cambridge University Press, 1987.
Herskovits, Melville J. Herskovits. Dahomey: An Ancient West African Kingdom. Northwestern University Press, 1967.
Maupoil, Bernard. La Géomancie à l'Ancienne Côte des Esclaves. Institut d'Ethnologie, Paris, 1943.
Mercier, Paul. Tradition, Changement, Histoire: Les Somba du Dahomey Septentrional. Anthropos, 1968.

Einige der Informationen stammen von künstlicher Intelligenz und basieren auf veröffentlichen Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.

Inv. Nr. MA//Z1//8/9/0/4/

Der Verkäufer garantiert und kann nachweisen, dass das Objekt rechtmäßig erworben wurde. Dem Verkäufer wurde von Catawiki mitgeteilt, dass er die in seinem Wohnsitzland geltenden Gesetze und Vorschriften erforderlichen Dokumentationen vorlegen muss. Der Verkäufer garantiert und ist berechtigt, dieses Objekt zu verkaufen/exportieren. Der Verkäufer wird dem Käufer alle bekannten Provenienzangaben zum Objekt mitteilen. Der Verkäufer sorgt dafür, dass alle notwendigen Genehmigungen ergriffen/organisiert werden. Der Verkäufer wird den Käufer umgehend über etwaige Verzögerungen bei der Beschaffung solcher Genehmigungen informieren.

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
Übersetzt mit Google Übersetzer

Details

Ethnie/ Kultur
Fon
Herkunftsland
Togo
Material
Holz
Sold with stand
Ja
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A wooden sculpture
Höhe
27 cm
Gewicht
330 g
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
6533
Verkaufte Objekte
99,44 %
protop

Rechtliche Informationen des Verkäufers

Unternehmen:
Jaenicke Njoya GmbH
Repräsentant:
Wolfgang Jaenicke
Adresse:
Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY
Telefonnummer:
+493033951033
Email:
w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
USt-IdNr.:
DE241193499

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