Eine Terrakotta-Skulptur - Bankoni - Bamana - Mali (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Terracotta Bankoni Piroge-Pirogue mit figuralem Ensemble, Region Segou, Mali.
Im Zentrum der Pirogue steht ein auf dem Pferd sitzender Reiter auf einem vergleichsweise kleinen Pferd. Wie Jentsch für den gesamten Korpus feststellte, ist der Reiter deutlich größer als das Pferd, wodurch Hierarchie statt naturalistischer Proportion betont wird. Die kräftigen, säulenartigen Beine des Pferdes sind in den Rumpf des Bootes integriert und erfüllen sowohl tragende als auch kompositorische Funktionen. Der Reiter blickt in Reisrichtung und zeichnet sich durch einen langen Hals aus, der von einem auffälligen Ring umgeben ist, den Jentsch als Halsornament beschreibt. Der verlängerte Kopf und die stark vereinfachten Gesichtszüge – mit nur minimal modellierten Augen, Nase und Mund – entsprechen ebenfalls den stilistischen Konventionen, die im Artikel identifiziert wurden.
Die Vorder- und Rückansicht zeigen vier Begleitfiguren, die symmetrisch am Bug und Heck angeordnet sind. Sprechende entlang der Bordwände kniend, sind sie im Vergleich zum Reiter deutlich kleiner und verstärken damit die hierarchische Ordnung der Gruppe. Obwohl Jentsch darauf hinweist, dass Begleiter häufig kurze Paddel halten, lassen sich bei diesem Exemplar solche Merkmale weder sicher identifizieren – wegen Oberflächenerosion – noch weil sie jemals modelliert wurden. Dennoch entspricht die räumliche Anordnung eng dem im Artikel beschriebenen kompositorischen Muster.
Aus der Rückansicht zeigt die Skulptur auch, wie vollständig das Pferd, der Reiter, die Begleiter und das Boot in eine einzige skulpturale Einheit integriert sind. Die Pirogue ist nicht einfach eine Stütze für die Figuren, sondern ein geteiltes räumliches Gefüge, in dem alle Beteiligten materiell miteinander verbunden sind. Aus diesem Grund erscheint Jentschs Begriff des "figuralen Schmucks" problematisch. Die Figuren schmücken das Boot nicht, sie bilden vielmehr sein primäres ikonografisches Programm. Ohne das Pferd, den Reiter und die Begleiter würde dem Gefäß seine Bedeutung verloren gehen. Die Skulptur repräsentiert daher eine kohärente Erzählung oder eine rituelle Szene statt eines Miniaturmodells eines gewöhnlichen Kanus.
Aus der Perspektive der Objektbiografie kann die Skulptur als mehr verstanden werden als ein archäologisches Artefakt. Oberflächenabnutzung, Verluste und Witterung bezeugen eine lange Nutzungsgeschichte und Absetzung. In Verbindung mit Jentschs Beobachtung, dass viele Pirogues bereits vor der Bestattung gebrochen waren, deuten diese Spuren darauf hin, dass eine Fragmentierung Teil der ursprünglichen Lebensgeschichte des Objekts gewesen sein könnte, statt nur durch zufällige Beschädigungen verursacht zu sein. Die Biografie der Skulptur umfasst Herstellung, rituelle Nutzung, mögliche absichtliche Fragmentierung, Ablage, Ausgrabung, Restaurierung, Zirkulation über den Kunstmarkt, Erwerb durch Sammler und schließlich eine Neudeutung als Werk afrikanischer Kunst. Besonders bedeutsam ist Jentschs Feststellung, dass die Bruchflächen vor der Bestattung bereits eine Patina aufgezeigt hatten, was darauf hindeutet, dass die Objekte vor der Absetzung gebrochen waren. Zwar kann dies nicht als Beweis für rituelle Fragmentierung gelten, es wirft jedoch die Möglichkeit auf, dass Bruch Teil der ursprünglichen Lebensgeschichte der Objekte war, statt nur das Ergebnis späterer Beschädigungen.
Der Titel selbst, „Piroge-Modelle mit figuralem Schmuck“, verdient eine erneute Prüfung. Der Begriff „Schmuck“ impliziert Dekoration, während die wiederholte Anordnung von Pferd, Reiter, Begleitern, Paddeln und Waffen auf ein kohärentes ikonografisches Programm hindeutet. Anstatt die Boote zu schmücken, mögen diese Figuren ein integriertes rituelles Ensemble dargestellt haben. Analogien zu geschnitzten Bamana-Pirogue-Modellen deuten darauf hin, dass die Boote als symbolische Räume fungierten, in denen Autorität, Ahnenpräsenz, Prozession oder ritueller Übergang vollzogen wurden. Ein objektbiografischer Ansatz verschiebt daher die Aufmerksamkeit von stilistischer Beschreibung hin zu den veränderten sozialen und rituellen Lebenswegen dieser Artefakte – verstanden nicht nur als archäologische Funde, sondern auch als Objekte, die durch Nutzung, Absetzung, Restaurierung, Sammlung und wissenschaftliche Interpretation transformiert wurden.
Thomas Jentsch, „Pirogenmodelle mit Figurenschmuck aus Mali“, Kunst & Kontext, Nr. 28, Juni 2026, S. 17–20.
Einige Informationen stammen teilweise aus künstlicher Intelligenz und basieren auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inventar-Nr. MAZ//18/9///39
Der Verkäufer garantiert und kann nachweisen, dass das Objekt rechtmäßig erworben wurde. Dem Verkäufer wurde von Catawiki mitgeteilt, dass die Dokumentation, die gemäß den Gesetzen und Vorschriften des Heimatlandes erforderlich ist, vorzulegen ist. Der Verkäufer garantiert und ist berechtigt, dieses Objekt zu verkaufen/exportieren. Der Verkäufer wird dem Käufer alle vorhandenen Herkunftsinformationen über das Objekt zur Verfügung stellen. Der Verkäufer sorgt dafür, dass alle notwendigen Genehmigungen ordnungsgemäß beantragt bzw. beschafft werden. Der Verkäufer informiert den Käufer umgehend über etwaige Verzögerungen bei der Erlangung solcher Genehmigungen.
Der Verkäufer stellt sich vor
Terracotta Bankoni Piroge-Pirogue mit figuralem Ensemble, Region Segou, Mali.
Im Zentrum der Pirogue steht ein auf dem Pferd sitzender Reiter auf einem vergleichsweise kleinen Pferd. Wie Jentsch für den gesamten Korpus feststellte, ist der Reiter deutlich größer als das Pferd, wodurch Hierarchie statt naturalistischer Proportion betont wird. Die kräftigen, säulenartigen Beine des Pferdes sind in den Rumpf des Bootes integriert und erfüllen sowohl tragende als auch kompositorische Funktionen. Der Reiter blickt in Reisrichtung und zeichnet sich durch einen langen Hals aus, der von einem auffälligen Ring umgeben ist, den Jentsch als Halsornament beschreibt. Der verlängerte Kopf und die stark vereinfachten Gesichtszüge – mit nur minimal modellierten Augen, Nase und Mund – entsprechen ebenfalls den stilistischen Konventionen, die im Artikel identifiziert wurden.
Die Vorder- und Rückansicht zeigen vier Begleitfiguren, die symmetrisch am Bug und Heck angeordnet sind. Sprechende entlang der Bordwände kniend, sind sie im Vergleich zum Reiter deutlich kleiner und verstärken damit die hierarchische Ordnung der Gruppe. Obwohl Jentsch darauf hinweist, dass Begleiter häufig kurze Paddel halten, lassen sich bei diesem Exemplar solche Merkmale weder sicher identifizieren – wegen Oberflächenerosion – noch weil sie jemals modelliert wurden. Dennoch entspricht die räumliche Anordnung eng dem im Artikel beschriebenen kompositorischen Muster.
Aus der Rückansicht zeigt die Skulptur auch, wie vollständig das Pferd, der Reiter, die Begleiter und das Boot in eine einzige skulpturale Einheit integriert sind. Die Pirogue ist nicht einfach eine Stütze für die Figuren, sondern ein geteiltes räumliches Gefüge, in dem alle Beteiligten materiell miteinander verbunden sind. Aus diesem Grund erscheint Jentschs Begriff des "figuralen Schmucks" problematisch. Die Figuren schmücken das Boot nicht, sie bilden vielmehr sein primäres ikonografisches Programm. Ohne das Pferd, den Reiter und die Begleiter würde dem Gefäß seine Bedeutung verloren gehen. Die Skulptur repräsentiert daher eine kohärente Erzählung oder eine rituelle Szene statt eines Miniaturmodells eines gewöhnlichen Kanus.
Aus der Perspektive der Objektbiografie kann die Skulptur als mehr verstanden werden als ein archäologisches Artefakt. Oberflächenabnutzung, Verluste und Witterung bezeugen eine lange Nutzungsgeschichte und Absetzung. In Verbindung mit Jentschs Beobachtung, dass viele Pirogues bereits vor der Bestattung gebrochen waren, deuten diese Spuren darauf hin, dass eine Fragmentierung Teil der ursprünglichen Lebensgeschichte des Objekts gewesen sein könnte, statt nur durch zufällige Beschädigungen verursacht zu sein. Die Biografie der Skulptur umfasst Herstellung, rituelle Nutzung, mögliche absichtliche Fragmentierung, Ablage, Ausgrabung, Restaurierung, Zirkulation über den Kunstmarkt, Erwerb durch Sammler und schließlich eine Neudeutung als Werk afrikanischer Kunst. Besonders bedeutsam ist Jentschs Feststellung, dass die Bruchflächen vor der Bestattung bereits eine Patina aufgezeigt hatten, was darauf hindeutet, dass die Objekte vor der Absetzung gebrochen waren. Zwar kann dies nicht als Beweis für rituelle Fragmentierung gelten, es wirft jedoch die Möglichkeit auf, dass Bruch Teil der ursprünglichen Lebensgeschichte der Objekte war, statt nur das Ergebnis späterer Beschädigungen.
Der Titel selbst, „Piroge-Modelle mit figuralem Schmuck“, verdient eine erneute Prüfung. Der Begriff „Schmuck“ impliziert Dekoration, während die wiederholte Anordnung von Pferd, Reiter, Begleitern, Paddeln und Waffen auf ein kohärentes ikonografisches Programm hindeutet. Anstatt die Boote zu schmücken, mögen diese Figuren ein integriertes rituelles Ensemble dargestellt haben. Analogien zu geschnitzten Bamana-Pirogue-Modellen deuten darauf hin, dass die Boote als symbolische Räume fungierten, in denen Autorität, Ahnenpräsenz, Prozession oder ritueller Übergang vollzogen wurden. Ein objektbiografischer Ansatz verschiebt daher die Aufmerksamkeit von stilistischer Beschreibung hin zu den veränderten sozialen und rituellen Lebenswegen dieser Artefakte – verstanden nicht nur als archäologische Funde, sondern auch als Objekte, die durch Nutzung, Absetzung, Restaurierung, Sammlung und wissenschaftliche Interpretation transformiert wurden.
Thomas Jentsch, „Pirogenmodelle mit Figurenschmuck aus Mali“, Kunst & Kontext, Nr. 28, Juni 2026, S. 17–20.
Einige Informationen stammen teilweise aus künstlicher Intelligenz und basieren auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inventar-Nr. MAZ//18/9///39
Der Verkäufer garantiert und kann nachweisen, dass das Objekt rechtmäßig erworben wurde. Dem Verkäufer wurde von Catawiki mitgeteilt, dass die Dokumentation, die gemäß den Gesetzen und Vorschriften des Heimatlandes erforderlich ist, vorzulegen ist. Der Verkäufer garantiert und ist berechtigt, dieses Objekt zu verkaufen/exportieren. Der Verkäufer wird dem Käufer alle vorhandenen Herkunftsinformationen über das Objekt zur Verfügung stellen. Der Verkäufer sorgt dafür, dass alle notwendigen Genehmigungen ordnungsgemäß beantragt bzw. beschafft werden. Der Verkäufer informiert den Käufer umgehend über etwaige Verzögerungen bei der Erlangung solcher Genehmigungen.
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- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
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- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
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