Eine Bronzeskulptur - Ram - Benin - Nigeria






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Eine Bronzeskulptur aus Nigeria, dem kulturellen Bereich Benin zugeordnet, einen Widder in der Owo-Metallguß-Tradition darstellend; Original/official, 54 cm hoch, 46 cm tief, ca. 10,9 kg, in fairer Verfassung, ohne Standfuß.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Diese starke skulpturale Darstellung eines Widrs gehört zur Tradition der Metallgusskunst in der Region Owo, einem bedeutenden kulturellen Zentrum, das sich zwischen den Einflussbereichen des Königreichs Benin und der Yoruba-Völker befindet. Owo entwickelte eine eigenständige künstlerische Tradition, die formale Elemente des Benin-Hofkunst mit lokalen stilistischen Merkmalen verbindet.
Der Widerr ist kompakt und stilisiert dargestellt, mit einem runden Körper, kurzen Beinen und einem leicht verlängerten Kopf. Besonderes Gewicht liegt auf den geschwungenen Hörnern, die sich in einer rhythmischen Spirale nach hinten winden und visuell den Kopf des Tieres rahmen. Die Modellierung ist vereinfacht, jedoch ausdrucksstark und konzentriert sich auf wesentliche anatomische Merkmale statt auf naturgetreue Detailgenauigkeit. Eine solche Stilisierung ist charakteristisch für Metallskulpturen, die im südlichen Nigeria zwischen dem sechzehnten und dem neunzehnten Jahrhundert hergestellt wurden.
Das Objekt wurde mit der Lost-Wax-Guss-Technik hergestellt, auch bekannt als das Cire-perdue-Verfahren. In diesem Verfahren modelliert der Künstler zunächst die Form aus Bienenwachs, bedeckt sie mit Tonschichten, um eine Form zu erzeugen. Beim Erhitzen schmilzt das Wachs und läuft ab, sodass eine Cavität entsteht, in die das geschmolzene Metall – gewöhnlich Messing oder Bronze – gegossen wird. Nachdem das Metall abgekühlt ist und die Tonschale zerbrochen wird, entsteht die fertige Skulptur als unverwechselbarer Guss, da die Form nicht wiederverwendet werden kann. Diese Technik wurde weit verbreitet in den Regionen Benin und Owo praktiziert und ermöglichte die Produktion fein detaillierter ritueller und hofischer Objekte.
Tierfiguren wie Widder waren nicht nur dekorativ, sondern trugen symbolische Bedeutungen. In vielen westafrikanischen Traditionen ist der Widder mit Stärke, Vitalität und sakraler Kraft assoziiert – Qualitäten, die das Tier mit rituellen Opfern und königlicher Autorität verbinden. Im künstlerischen Kontext von Owo und Benin konnten Tierstatuen auf Altären erscheinen, als zeremonielle Objekte dienen oder als symbolische Darstellungen in rituellen Gefügen fungieren.
Der bronzene Widder veranschaulicht daher sowohl die technische Meisterschaft regionaler Metallgießer als auch das komplexe Netzwerk künstlerischen Austauschs, das Owo mit dem weiteren kulturellen Raum des Benin-Hofs verbindet. Durch seine Form und seine Herstellungsweise spiegelt die Skulptur den Prestigewert der Bronzegusskunst als Medium wider, das eng mit politischer Macht, ritueller Praxis und sakraler Autorität in den historischen Gesellschaften des Südens verbunden ist.
Philip Dark, die Kunst Benins, Prag 1960, S. 58/ 59, 87;
Barbara Plankensteiner, Benin. Könige und Rituale. Hofkunst aus Nigeria, Wien 2007, S. 433.; British Museum, London William Fagg, Bildwerke aus Nigeria, München 1963, S. 75.
British Museum, Benin. Könige und Rituale. Hofkunst aus Nigeria, Wien 2007, S. 433 (letzte Fotosfolge).
TL-Analyse, Kotalla, 290 Jahre +/- 19,9 %
C/A/B//06926
Der Verkäufer garantiert und kann nachweisen, dass das Objekt rechtmäßig erworben wurde. Dem Verkäufer wurde von Catawiki mitgeteilt, dass er die in seinem Wohnsitzland geltenden Gesetze und Vorschriften erforderlichen Dokumentationen vorlegen muss. Der Verkäufer garantiert und ist berechtigt, dieses Objekt zu verkaufen/exportieren. Der Verkäufer wird dem Käufer alle vorhandenen Herkunftsangaben zum Objekt übermitteln. Der Verkäufer sorgt dafür, dass alle notwendigen Genehmigungen vorhanden sind bzw. arrangiert werden. Der Verkäufer wird den Käufer umgehend über Verzögerungen bei der Beschaffung solcher Genehmigungen informieren.
Der Verkäufer stellt sich vor
Diese starke skulpturale Darstellung eines Widrs gehört zur Tradition der Metallgusskunst in der Region Owo, einem bedeutenden kulturellen Zentrum, das sich zwischen den Einflussbereichen des Königreichs Benin und der Yoruba-Völker befindet. Owo entwickelte eine eigenständige künstlerische Tradition, die formale Elemente des Benin-Hofkunst mit lokalen stilistischen Merkmalen verbindet.
Der Widerr ist kompakt und stilisiert dargestellt, mit einem runden Körper, kurzen Beinen und einem leicht verlängerten Kopf. Besonderes Gewicht liegt auf den geschwungenen Hörnern, die sich in einer rhythmischen Spirale nach hinten winden und visuell den Kopf des Tieres rahmen. Die Modellierung ist vereinfacht, jedoch ausdrucksstark und konzentriert sich auf wesentliche anatomische Merkmale statt auf naturgetreue Detailgenauigkeit. Eine solche Stilisierung ist charakteristisch für Metallskulpturen, die im südlichen Nigeria zwischen dem sechzehnten und dem neunzehnten Jahrhundert hergestellt wurden.
Das Objekt wurde mit der Lost-Wax-Guss-Technik hergestellt, auch bekannt als das Cire-perdue-Verfahren. In diesem Verfahren modelliert der Künstler zunächst die Form aus Bienenwachs, bedeckt sie mit Tonschichten, um eine Form zu erzeugen. Beim Erhitzen schmilzt das Wachs und läuft ab, sodass eine Cavität entsteht, in die das geschmolzene Metall – gewöhnlich Messing oder Bronze – gegossen wird. Nachdem das Metall abgekühlt ist und die Tonschale zerbrochen wird, entsteht die fertige Skulptur als unverwechselbarer Guss, da die Form nicht wiederverwendet werden kann. Diese Technik wurde weit verbreitet in den Regionen Benin und Owo praktiziert und ermöglichte die Produktion fein detaillierter ritueller und hofischer Objekte.
Tierfiguren wie Widder waren nicht nur dekorativ, sondern trugen symbolische Bedeutungen. In vielen westafrikanischen Traditionen ist der Widder mit Stärke, Vitalität und sakraler Kraft assoziiert – Qualitäten, die das Tier mit rituellen Opfern und königlicher Autorität verbinden. Im künstlerischen Kontext von Owo und Benin konnten Tierstatuen auf Altären erscheinen, als zeremonielle Objekte dienen oder als symbolische Darstellungen in rituellen Gefügen fungieren.
Der bronzene Widder veranschaulicht daher sowohl die technische Meisterschaft regionaler Metallgießer als auch das komplexe Netzwerk künstlerischen Austauschs, das Owo mit dem weiteren kulturellen Raum des Benin-Hofs verbindet. Durch seine Form und seine Herstellungsweise spiegelt die Skulptur den Prestigewert der Bronzegusskunst als Medium wider, das eng mit politischer Macht, ritueller Praxis und sakraler Autorität in den historischen Gesellschaften des Südens verbunden ist.
Philip Dark, die Kunst Benins, Prag 1960, S. 58/ 59, 87;
Barbara Plankensteiner, Benin. Könige und Rituale. Hofkunst aus Nigeria, Wien 2007, S. 433.; British Museum, London William Fagg, Bildwerke aus Nigeria, München 1963, S. 75.
British Museum, Benin. Könige und Rituale. Hofkunst aus Nigeria, Wien 2007, S. 433 (letzte Fotosfolge).
TL-Analyse, Kotalla, 290 Jahre +/- 19,9 %
C/A/B//06926
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Details
Rechtliche Informationen des Verkäufers
- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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