Kroatien - Dubrovnik, Ragusa; Henri de Beauvau - Raguse - 1615

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Raguse, 1615er kupferstichbasierte Karte von Henri de Beauvau, Ragusa (Dubrovnik) in Kroatien abbildend, Blattgröße ca. 23 × 18 cm.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Technische Spezifikation

Betreff / Titel: Raguse – Perspektivische Ansicht von Ragusa, dem heutigen Dubrovnik
Typologie: Aussicht auf Stadt und Hafen aus der Vogelperspektive
Autor: Henri de Beauvau (1575–1635)
Engraver: traditionell Jean Appier der Ältere zugeschrieben
Zeichner: nicht angegeben
Verleger / Drucker: Jacob Garnich
Ort: Nancy, Herzogtum Lothringen
Epoche / Datum: 1615
Technik: kupferstichkupferstiche auf Kupfer, ausgeführt in Nitrat- und feinem Meißelstich, mit ursprünglichem typografischen Text
Unterlage: altes handgeschöpftes Vergeltäßerpapier
Abmessungen: geätzter Abdruck ca. 15,5 × 11 cm; Druckbogen ca. 23 × 18 cm
Inscriptions: Titel in die obere Bildzone graviert; ursprünglicher französischer Text im Recto und verso
Werkzustand / Provenienz: Henri de Beauvau, Relation journalière du voyage du Levant fai ct & descrit…, Nancy, Jacob Garnich, 1615
Zusammenstellung: kupferstichgrafik in Seite 6 des Bandes eingefügt, mit ursprünglichem Text über und unter dem Bild sowie Fortsetzung des Textes verso.

Beschreibung

Seltene perspektivische Sicht eines Seicento-Ragus (heute Dubrovnik), veröffentlicht in Nancy 1615 innerhalb der ersten illustrirten Ausgabe der Relation journalière du voyage du Levant von Henri de Beauvau.

Die Stadt wird aus der Vogelperspektive als komplex befestigter Siedlungsraum am Adriatischen Meer dargestellt. Die expansive Stadtmauer, verstärkt durch Rundtürme und Ecktürme, umschließt zivile und religiöse Bauten, während der Innenhafen von starken Verteidigungsstrukturen geschützt wird und durch eine gespannte Kette zum Eingang gesichert ist. In der Wasserfläche erscheinen einige Boote, darunter eine größere Brigg; weitere Figuren, Soldaten und Reiter beleben die städtischen Räume und das umliegende Land.

Das Hintergrundgebirge mit vereinzelten Gebäuden und kleinen Siedlungen vergrößert die Tiefenwirkung der Komposition. Die Wiedergabe ist nicht als streng topografische Vermessung zu verstehen, sondern als figürliche Synthese, die dem europäisch lesenden Publikum das Aussehen, die maritime Lage und die Verteidigungsstärke der Republik Ragusa veranschaulichen soll. Das Bild wird von dem ursprünglichen französischen Text begleitet, in dem Beauvau den Reichtum der Stadt, ihre republikanische Ordnung, die Beziehungen zum Osmanischen Reich und den Handel im Mittelmeerraum beschreibt.

Historisch-künstlerische Anmerkung

Henri de Beauvau, Soldat, Diplomat und Reisender aus dem Herzogtum Lothringen, nahm zwischen 1604 und 1605 an einer diplomatischen Mission nach Konstantinopel teil, im Gefolge von Jean de Gontaut-Biron, Barone de Salignac und französischem Botschafter am Suliemen-Thor. Die Reise berührte zahlreiche Orte am Adriatischen Meer und im östlichen Mittelmeerraum, fortsetzend in das Heilige Land und nach Ägypten.

Der Bericht erschien erstmals 1608 ohne Illustrationen; die von Jacob Garnich 1615 veröffentlichte Ausgabe war die erste, die Karten, Pläne und kupferstichgrafische Ansichten enthielt. Die Ragusanische Ansicht zeigt kompositorische Ähnlichkeiten mit der venezianischen Isolari-Tradition des 16. Jahrhunderts, insbesondere mit Darstellungen in den Werken von Giovanni Francesco Camocio und Giuseppe Rosaccio. Diese Vorbilder wurden für die begleitende Erzählung der Reise überarbeitet und boten eine visuelle Darstellung der wichtigsten Städte entlang der Reiseroute.

Im frühen 17. Jahrhundert stellte Ragusa eine autonome Seerepublik und einen bedeutenden Handels- und Diplomatenmittler zwischen dem christlichen Mittelmeerraum und der osmanischen Welt dar. Das Werk besitzt daher einen bedeutenden dokumentarischen Wert für die Geschichte der urbanen Ikonografie Dubrovniks und der westlichen Darstellung der Adria.

Condition Report

Insgesamt gut lesbares Exemplar, mit klarer kupferstichlicher Drucklegung und guter Detaildefinition. Alten vergellten Untergrund mit allgemeiner Oxidation, leichten Flecken, Gebrauchsspuren sowie einigen Faltungen und Welligkeiten.

Das Blatt weist Restaurierungen und papierne Verstärkungen an den Rändern auf, mit umfassenderen Ergänzungen am oberen Rand und in den Ecken, insbesondere in der oberen linken Ecke. Zudem gibt es Reparaturen kleiner Risse, minimale Randschwundstellen und leichte Abnutzungen. Die Eingriffe betreffen vor allem die äußeren Zonen und den typografischen Text, beeinträchtigen die geätzte Veduta jedoch nicht wesentlich; sie bleibt vollständig. Originaltext auf der Rückseite, mit physiologischer Durchlässigkeit der Drucke der Vorderseite.

Technische Spezifikation

Betreff / Titel: Raguse – Perspektivische Ansicht von Ragusa, dem heutigen Dubrovnik
Typologie: Aussicht auf Stadt und Hafen aus der Vogelperspektive
Autor: Henri de Beauvau (1575–1635)
Engraver: traditionell Jean Appier der Ältere zugeschrieben
Zeichner: nicht angegeben
Verleger / Drucker: Jacob Garnich
Ort: Nancy, Herzogtum Lothringen
Epoche / Datum: 1615
Technik: kupferstichkupferstiche auf Kupfer, ausgeführt in Nitrat- und feinem Meißelstich, mit ursprünglichem typografischen Text
Unterlage: altes handgeschöpftes Vergeltäßerpapier
Abmessungen: geätzter Abdruck ca. 15,5 × 11 cm; Druckbogen ca. 23 × 18 cm
Inscriptions: Titel in die obere Bildzone graviert; ursprünglicher französischer Text im Recto und verso
Werkzustand / Provenienz: Henri de Beauvau, Relation journalière du voyage du Levant fai ct & descrit…, Nancy, Jacob Garnich, 1615
Zusammenstellung: kupferstichgrafik in Seite 6 des Bandes eingefügt, mit ursprünglichem Text über und unter dem Bild sowie Fortsetzung des Textes verso.

Beschreibung

Seltene perspektivische Sicht eines Seicento-Ragus (heute Dubrovnik), veröffentlicht in Nancy 1615 innerhalb der ersten illustrirten Ausgabe der Relation journalière du voyage du Levant von Henri de Beauvau.

Die Stadt wird aus der Vogelperspektive als komplex befestigter Siedlungsraum am Adriatischen Meer dargestellt. Die expansive Stadtmauer, verstärkt durch Rundtürme und Ecktürme, umschließt zivile und religiöse Bauten, während der Innenhafen von starken Verteidigungsstrukturen geschützt wird und durch eine gespannte Kette zum Eingang gesichert ist. In der Wasserfläche erscheinen einige Boote, darunter eine größere Brigg; weitere Figuren, Soldaten und Reiter beleben die städtischen Räume und das umliegende Land.

Das Hintergrundgebirge mit vereinzelten Gebäuden und kleinen Siedlungen vergrößert die Tiefenwirkung der Komposition. Die Wiedergabe ist nicht als streng topografische Vermessung zu verstehen, sondern als figürliche Synthese, die dem europäisch lesenden Publikum das Aussehen, die maritime Lage und die Verteidigungsstärke der Republik Ragusa veranschaulichen soll. Das Bild wird von dem ursprünglichen französischen Text begleitet, in dem Beauvau den Reichtum der Stadt, ihre republikanische Ordnung, die Beziehungen zum Osmanischen Reich und den Handel im Mittelmeerraum beschreibt.

Historisch-künstlerische Anmerkung

Henri de Beauvau, Soldat, Diplomat und Reisender aus dem Herzogtum Lothringen, nahm zwischen 1604 und 1605 an einer diplomatischen Mission nach Konstantinopel teil, im Gefolge von Jean de Gontaut-Biron, Barone de Salignac und französischem Botschafter am Suliemen-Thor. Die Reise berührte zahlreiche Orte am Adriatischen Meer und im östlichen Mittelmeerraum, fortsetzend in das Heilige Land und nach Ägypten.

Der Bericht erschien erstmals 1608 ohne Illustrationen; die von Jacob Garnich 1615 veröffentlichte Ausgabe war die erste, die Karten, Pläne und kupferstichgrafische Ansichten enthielt. Die Ragusanische Ansicht zeigt kompositorische Ähnlichkeiten mit der venezianischen Isolari-Tradition des 16. Jahrhunderts, insbesondere mit Darstellungen in den Werken von Giovanni Francesco Camocio und Giuseppe Rosaccio. Diese Vorbilder wurden für die begleitende Erzählung der Reise überarbeitet und boten eine visuelle Darstellung der wichtigsten Städte entlang der Reiseroute.

Im frühen 17. Jahrhundert stellte Ragusa eine autonome Seerepublik und einen bedeutenden Handels- und Diplomatenmittler zwischen dem christlichen Mittelmeerraum und der osmanischen Welt dar. Das Werk besitzt daher einen bedeutenden dokumentarischen Wert für die Geschichte der urbanen Ikonografie Dubrovniks und der westlichen Darstellung der Adria.

Condition Report

Insgesamt gut lesbares Exemplar, mit klarer kupferstichlicher Drucklegung und guter Detaildefinition. Alten vergellten Untergrund mit allgemeiner Oxidation, leichten Flecken, Gebrauchsspuren sowie einigen Faltungen und Welligkeiten.

Das Blatt weist Restaurierungen und papierne Verstärkungen an den Rändern auf, mit umfassenderen Ergänzungen am oberen Rand und in den Ecken, insbesondere in der oberen linken Ecke. Zudem gibt es Reparaturen kleiner Risse, minimale Randschwundstellen und leichte Abnutzungen. Die Eingriffe betreffen vor allem die äußeren Zonen und den typografischen Text, beeinträchtigen die geätzte Veduta jedoch nicht wesentlich; sie bleibt vollständig. Originaltext auf der Rückseite, mit physiologischer Durchlässigkeit der Drucke der Vorderseite.

Details

Epoche
1400-1900
Over 200 years old
Ja
Stückzahl
1
Geografische Herkunft
Kroatien
Geografische Angabe
Dubrovnik, Ragusa
Kartograf/ Verlag
Henri de Beauvau
Titel der Karte/ des Buchs
Raguse
Periode
1615
Zustand
Gut
Technik
Kupferstich
Zusätzliche Info
Rare plant from Ragusa, Croatia
Kartenfarbe
Unkolorierte Karte
Höhe
23 cm
Breite
18 cm
Verkauft von
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