YOSHITOSHI • Eine Sammlung von Wünschen • Ich will eine Zigarette • Japanische Holzblockdrucke - Japan - Meiji Periode (1868-1912)






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Meiji-Periode japanischer Holzschnitt von Tsukioka Yoshitoshi, mit dem Titel Ippuku Nomitai aus Mitate Tai Zukushi, Erstauflage Ōban Tate-e, 36 × 24 cm, originale Meiji-Drucke auf Washi in ausgezeichnetem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Künstler: Tsukioka Yoshitoshi (月岡芳年, 1839–1892) — signiert Ōju Taiso Yoshitoshi (応需大蘇芳年)
Ippuku Nomitai (いつふくのみたい) — "Ich will eine Zigarette" / "Ich möchte eine Rauch"
Serie: Mitate Tai Zukushi (見立多以尽) — Darstellungen von Sehnsüchten / Eine Sammlung von Begierden
Technik: Holzschnitt (nishiki-e)
Datum: Meiji 11, 1. Monat (Januar 1878)
Auflage: Erste Auflage (siehe untenstehende Anmerkung)
Verleger: Inoue Shigehei (井上茂兵衛, auch gelesen Inoue Mohei)
Format: Ōban tate-e, ca. 36 × 24 cm (14½ × 9¾ in.)
Signatur: Ōju Taiso Yoshitoshi (応需大蘇芳年) mit roter Künstlersiegel Yoshitoshi
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1. Eindruck und Farben
Ein starker, frischer Eindruck mit scharfen schwarzen Konturen der Hauptblocklinie und präziser Registrierung. Die Farben sind reich und gut abgestimmt — das tiefrote Kanoko-Gewand, das grün- und violettfarbene Bettzeug, die warme Tönung des Kissens und der leuchtend grüne-und-creme Bokashi-Hintergrund. Feine Arbeiten sind durchgehend gut erhalten, einschließlich der Sujibori-Haarlinie der Hochsteckfrisur und des dreifarbigen Bokashi-Titellbuchstabens.
2. Papier & Zustand
Ursprünglicher Meiji-Zeit Eindruck auf Washi, insgesamt in gutem Zustand. Am unteren Rand gibt es eine geringe Abnutzungspur und am oberen Rand leichte Oberflächenreibung am Papier, mit etwas leichter, natürlicher Alterung, die dem Alter des Drucks entspricht. Das Papier wurde nach Entfernung der Rückseite etwas weicher. Bitte studieren Sie alle Fotografien sorgfältig, um ein vollständiges Bild des Papiers zu erhalten — Tönung, Ränder und die Rückseite. Bitte prüfen Sie die Bilder!
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3. I Want a Smoke — Der Morgenpfeifchen
Eine junge Frau lehnt sich gegen ein rundes Kissen in dem sanften Morgenlicht zurück, sich lässig mit einem Ellenbogen abgestützt, während eine langstielige Kiseru-Pfeife locker in ihrer Hand ruht. Ihre Robe ist an der Schulter aufgeknöpft, ihr Blick ist schwerliddig und unbeeilt, und ihre ganze Haltung verrät behagliche Trägheit eines gerade Erwachten, der sich nicht beeilt aufzustehen. Der Titel gibt ihr ersten Gedanken des Tages: ippuku nomitai, "Ich möchte eine Zigarette" — der erste wohltuende Zug an der Pfeife. Es gehört zu den intimsten und ehrlich sinnlichen Bildern der Serie, eine Studie von privater, unbewachter Trägheit.
Die Komposition ergibt sich aus dem langen roten Pfeifenstiel der Kiseru, der diagonal über das untere Blatt läuft, und dem reichen Fall des Bettzeugs um sie herum. Sie trägt ein tiefrotes Kanoko (Tie-dye)-Gewand über grüne und violette Unterlagen, das gestreifte Bettzeug und das runde Kissen um sie herum geschichtet, alles gesetzt vor einen grün-weißlich bokashi-Hintergrund; ein Blütenstrauss von Chrysanthemen steht in der Nische dahinter. Wie bei jedem Blatt der Serie dreht sich der Titel um das Wort tai („Ich will…“), und der lange begleitende Text von Takabatake Ransen — der Morgendämmerung, dem morgendlichen Abschied der Liebenden (kinuginu) und dem "Kraut der Sehnsucht" (sōshigusa, ein altes poetisches Wort für Tabak) — spielt gegen das Bild mit dem Witz und der Zweideutigkeit, die die Serie durchziehen.
Dies ist eine Eindruck der ersten Auflage, identifizierbar durch zwei diagnostische Merkmale. Erstens wird das Titellbuchstabe im Dreifarbenschema gedruckt — Rot, Creme und Grün mit glattem Bokashi-Gradienten —, das die erste Ausgabe von der späteren unterscheidet, in der die Cartouches in flachem Grau gedruckt wurden. Zweitens trägt das runde Verlagsstempel das Datum vollständig ausgeschrieben (Meiji 11, 1. Monat, 1878); in der späteren Ausgabe wurden die Ziffern aus diesem Stempel entfernt und lediglich der leere Rahmen belassen.
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4. Mitate Tai Zukushi — Yoshitoshis schelmische Porträts der Begierde
Der Mitate Tai Zukushi (Darstellungen von Sehnsüchten, auch übersetzt als Eine Sammlung von Begierden) ist eine Serie von rund zwanzig Bijin-ga, die in bemerkenswert schneller Folge über kaum zwei Monate in den Jahren 1877–78 von Inoue Shigehei veröffentlicht wurde. Jedes Blatt zeigt eine unbekannte Frau in einem häuslichen Moment, deren Pose und Umgebung eine bestimmte Sehnsucht illustrieren — von "Ich möchte einschlafen" und "Ich möchte noch etwas trinken" bis "Ich möchte ins Ausland gehen." Jeder Titel hängt von einem Spiel mit dem Wort tai ab, und die begleitenden Texte — von dem populären Schriftsteller Takabatake Ransen, der das vorliegende Blatt schelmisch als Ransen Sanshi signiert, "in seinen Bechern beschriftet" — fügen eine Schicht Humor und Andeutung hinzu, wenn man sie gegen das Bild liest.
Die Serie wird am besten verstanden als wichtiger Vorläufer zu Yoshitoshis gefeiertem späten Bijin-Meisterwerk Fūzoku Sanjūnisō (Dreiundzwanzig Aspekte von Sitte und Manieren, 1888), das sie um volle ein Jahrzehnt vorwegnimmt. Der intime halblängene Rahmen, die genaue Beachtung der sich verändernden Stimmung einer Frau und der Witz des Konzepts sind hier bereits vorhanden, mitten in des Künstlers Karriere, vor der großen übernatürlichen und historischen Serie, für die er heute am besten bekannt ist.
Der Verkäufer stellt sich vor
Künstler: Tsukioka Yoshitoshi (月岡芳年, 1839–1892) — signiert Ōju Taiso Yoshitoshi (応需大蘇芳年)
Ippuku Nomitai (いつふくのみたい) — "Ich will eine Zigarette" / "Ich möchte eine Rauch"
Serie: Mitate Tai Zukushi (見立多以尽) — Darstellungen von Sehnsüchten / Eine Sammlung von Begierden
Technik: Holzschnitt (nishiki-e)
Datum: Meiji 11, 1. Monat (Januar 1878)
Auflage: Erste Auflage (siehe untenstehende Anmerkung)
Verleger: Inoue Shigehei (井上茂兵衛, auch gelesen Inoue Mohei)
Format: Ōban tate-e, ca. 36 × 24 cm (14½ × 9¾ in.)
Signatur: Ōju Taiso Yoshitoshi (応需大蘇芳年) mit roter Künstlersiegel Yoshitoshi
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1. Eindruck und Farben
Ein starker, frischer Eindruck mit scharfen schwarzen Konturen der Hauptblocklinie und präziser Registrierung. Die Farben sind reich und gut abgestimmt — das tiefrote Kanoko-Gewand, das grün- und violettfarbene Bettzeug, die warme Tönung des Kissens und der leuchtend grüne-und-creme Bokashi-Hintergrund. Feine Arbeiten sind durchgehend gut erhalten, einschließlich der Sujibori-Haarlinie der Hochsteckfrisur und des dreifarbigen Bokashi-Titellbuchstabens.
2. Papier & Zustand
Ursprünglicher Meiji-Zeit Eindruck auf Washi, insgesamt in gutem Zustand. Am unteren Rand gibt es eine geringe Abnutzungspur und am oberen Rand leichte Oberflächenreibung am Papier, mit etwas leichter, natürlicher Alterung, die dem Alter des Drucks entspricht. Das Papier wurde nach Entfernung der Rückseite etwas weicher. Bitte studieren Sie alle Fotografien sorgfältig, um ein vollständiges Bild des Papiers zu erhalten — Tönung, Ränder und die Rückseite. Bitte prüfen Sie die Bilder!
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3. I Want a Smoke — Der Morgenpfeifchen
Eine junge Frau lehnt sich gegen ein rundes Kissen in dem sanften Morgenlicht zurück, sich lässig mit einem Ellenbogen abgestützt, während eine langstielige Kiseru-Pfeife locker in ihrer Hand ruht. Ihre Robe ist an der Schulter aufgeknöpft, ihr Blick ist schwerliddig und unbeeilt, und ihre ganze Haltung verrät behagliche Trägheit eines gerade Erwachten, der sich nicht beeilt aufzustehen. Der Titel gibt ihr ersten Gedanken des Tages: ippuku nomitai, "Ich möchte eine Zigarette" — der erste wohltuende Zug an der Pfeife. Es gehört zu den intimsten und ehrlich sinnlichen Bildern der Serie, eine Studie von privater, unbewachter Trägheit.
Die Komposition ergibt sich aus dem langen roten Pfeifenstiel der Kiseru, der diagonal über das untere Blatt läuft, und dem reichen Fall des Bettzeugs um sie herum. Sie trägt ein tiefrotes Kanoko (Tie-dye)-Gewand über grüne und violette Unterlagen, das gestreifte Bettzeug und das runde Kissen um sie herum geschichtet, alles gesetzt vor einen grün-weißlich bokashi-Hintergrund; ein Blütenstrauss von Chrysanthemen steht in der Nische dahinter. Wie bei jedem Blatt der Serie dreht sich der Titel um das Wort tai („Ich will…“), und der lange begleitende Text von Takabatake Ransen — der Morgendämmerung, dem morgendlichen Abschied der Liebenden (kinuginu) und dem "Kraut der Sehnsucht" (sōshigusa, ein altes poetisches Wort für Tabak) — spielt gegen das Bild mit dem Witz und der Zweideutigkeit, die die Serie durchziehen.
Dies ist eine Eindruck der ersten Auflage, identifizierbar durch zwei diagnostische Merkmale. Erstens wird das Titellbuchstabe im Dreifarbenschema gedruckt — Rot, Creme und Grün mit glattem Bokashi-Gradienten —, das die erste Ausgabe von der späteren unterscheidet, in der die Cartouches in flachem Grau gedruckt wurden. Zweitens trägt das runde Verlagsstempel das Datum vollständig ausgeschrieben (Meiji 11, 1. Monat, 1878); in der späteren Ausgabe wurden die Ziffern aus diesem Stempel entfernt und lediglich der leere Rahmen belassen.
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4. Mitate Tai Zukushi — Yoshitoshis schelmische Porträts der Begierde
Der Mitate Tai Zukushi (Darstellungen von Sehnsüchten, auch übersetzt als Eine Sammlung von Begierden) ist eine Serie von rund zwanzig Bijin-ga, die in bemerkenswert schneller Folge über kaum zwei Monate in den Jahren 1877–78 von Inoue Shigehei veröffentlicht wurde. Jedes Blatt zeigt eine unbekannte Frau in einem häuslichen Moment, deren Pose und Umgebung eine bestimmte Sehnsucht illustrieren — von "Ich möchte einschlafen" und "Ich möchte noch etwas trinken" bis "Ich möchte ins Ausland gehen." Jeder Titel hängt von einem Spiel mit dem Wort tai ab, und die begleitenden Texte — von dem populären Schriftsteller Takabatake Ransen, der das vorliegende Blatt schelmisch als Ransen Sanshi signiert, "in seinen Bechern beschriftet" — fügen eine Schicht Humor und Andeutung hinzu, wenn man sie gegen das Bild liest.
Die Serie wird am besten verstanden als wichtiger Vorläufer zu Yoshitoshis gefeiertem späten Bijin-Meisterwerk Fūzoku Sanjūnisō (Dreiundzwanzig Aspekte von Sitte und Manieren, 1888), das sie um volle ein Jahrzehnt vorwegnimmt. Der intime halblängene Rahmen, die genaue Beachtung der sich verändernden Stimmung einer Frau und der Witz des Konzepts sind hier bereits vorhanden, mitten in des Künstlers Karriere, vor der großen übernatürlichen und historischen Serie, für die er heute am besten bekannt ist.
