Alessandro Piccolomini - La Sfera del Mondo - 1579





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
RARDE ILLUSTRIERTE AUSGABE DES ERSTEN MODERNEN STERNENKARTENBANDS
Eine seltene und außerordentlich bedeutsame illustrierte Ausgabe von Alessandro Piccolominis *La Sfera del Mondo*, eines der Meilensteine der Geschichte der Astronomie und der ersten gedruckten Sternenkarte, die die Positionen einzelner Sterne darstellt statt lediglich mythologische Sternbilder zu veranschaulichen.
Piccolomini (1508–1579), der herausragende italienische Humanist, Philosoph, Dichter und Astronom, hat die visuelle Darstellung des Himmels grundlegend verwandelt. Weg von den traditionellen anthropomorphen Holzschnittillustrationen früherer Ausgaben von Hyginus, führte er akkurate himmlische Karten ein, in denen die Sterne selbst zum Hauptgegenstand wurden. Diese Neuerung veränderte dauerhaft die Art, wie astronomische Erkenntnisse aufgezeichnet und weitergegeben wurden.
Das Werk ist besonders bekannt dafür, eine systematische Methode einzuführen, Sterne innerhalb jeder Konstellation durch Kleinbuchstaben zu identifizieren – eine Pionier-Nomenklatur, die später von Johann Bayer in seinem berühmten *Uranometria* (1603) verfeinert und erweitert wurde. Bays System bleibt die Grundlage der Sternbezeichnung, die heute von Astronomen verwendet wird.
Der Band ist mit zahlreichen astronomischen Abbildungen, Himmelsdiagrammen und einer beeindruckenden Serie vollseitiger Holzschnitte-Konstellationskarten ausgestattet, die die ptolemäischen Konstellationen darstellen, begleitet von detaillierten Himmelskalendern und zodiakalen Tabellen. Er zählt zu den einflussreichsten astronomischen Publikationen der Renaissance und erfreute sich außergewöhnlicher Beliebtheit, wobei er im gesamten 16. Jahrhundert in zahlreichen italienischen und lateinischen Ausgaben erschien.
### Inhalt
Das Werk beginnt mit Piccolominis kosmologischem Traktat, in dem er seine astronomischen Prinzipien erläutert und eine gelehrte Verteidigung des ptolemäischen Systems vorlegt. Der Atlas umfasst detaillierte Konstellationskarten, von jeder Konstellation getrennt, gefolgt von umfangreichen Tabellen, die Positionen und scheinbaren Helligkeiten der einzelnen Sterne festhalten.
Piccolominis innovatives Sternenkatalogsystem führte eine praktische Methode ein, Sterne innerhalb jeder Konstellation nach Buchstaben zu identifizieren, während begleitende Tabellen Magnituden von eins bis vier klassifizieren. Diese Methode stellte einen entscheidenden Schritt in Richtung der später von Bayer verfeinerten standardisierten Sternennomenklatur dar und sicherte Piccolominis bleibende Stellung in der Geschichte der beobachtenden Astronomie.
### Zustand
Zeitgenössische Bindung aus schlapper Pergamenthaut mit späterer Wiederherstellung des Pergamentrückens; ursprüngliche rohe Schnüre erhalten.
Eine vollständige Ausgabe mit dem gesamten Satz Konstellationsplatten und den begleitenden Himmelskalendern, am Ende des Bandes gebunden. Die letzte freie Endpappe und der hintere Klebebalden sind vollständig mit zeitgenössischen Manuskriptanmerkungen bedeckt.
Zusammenstellung: S. [12], 252, 48, mit 47 nummerierten vollseitigen Holzschnitt-Konstellationsplatten (I–XLVIII), zusammen mit Seiten 25–93, die die entsprechenden Himmelskalender enthalten. Durchgehend illustriert mit zahlreichen Holzschnittdiagrammen der himmlischen und irdischen Sphären, astronomischen Schemen und zusätzlichen wissenschaftlichen Abbildungen.
Holzschnitte-Druckersignet auf der Titelseite zeigt eine Doppel-Taillie Meerjungfrau, die eine Medaille hält, flankiert von allegorischen weiblichen Figuren. Große historiierte Initialen führen jedes Buch ein. Mehrere attraktive Holzschnittillustrationen erscheinen im Text. Erwartete Flecken, Vergilbung und Wasserzeichen, die dem Alter des Bandes entsprechen.
### Bibliographische Referenzen
Houzeau & Lancaster, *Bibliographie Générale de l'Astronomie*, I, 249.
D. Cozzoli, «L'œuvre astronomique d'Alessandro Piccolomini», in *Alessandro Piccolomini (1508–1579): Un Siennois à la croisée des genres et des savoirs*, CIRRI, Université Sorbonne Nouvelle, Paris, 2012, S. 235–244.
### Vollständiger Titel
La Sfera del Mondo di M. Alessandro Piccolomini. Di nuovo da lui ripolita, accresciuta, & fino à sei libri, di quattro che erano ampliata, & quasi per ogni parte rinovata, & riformata.
Venedig: Giovanni Varisco & Compagni, 1579.
### Autor
**Alessandro Piccolomini (1508–1579)**
Italienischer Humanist, Philosoph, Mathematiker und Astronom, dessen Pionierarbeit in der himmlischen Kartografie die Grundlagen für den modernen gedruckten Sternenkartenband legte.
RARDE ILLUSTRIERTE AUSGABE DES ERSTEN MODERNEN STERNENKARTENBANDS
Eine seltene und außerordentlich bedeutsame illustrierte Ausgabe von Alessandro Piccolominis *La Sfera del Mondo*, eines der Meilensteine der Geschichte der Astronomie und der ersten gedruckten Sternenkarte, die die Positionen einzelner Sterne darstellt statt lediglich mythologische Sternbilder zu veranschaulichen.
Piccolomini (1508–1579), der herausragende italienische Humanist, Philosoph, Dichter und Astronom, hat die visuelle Darstellung des Himmels grundlegend verwandelt. Weg von den traditionellen anthropomorphen Holzschnittillustrationen früherer Ausgaben von Hyginus, führte er akkurate himmlische Karten ein, in denen die Sterne selbst zum Hauptgegenstand wurden. Diese Neuerung veränderte dauerhaft die Art, wie astronomische Erkenntnisse aufgezeichnet und weitergegeben wurden.
Das Werk ist besonders bekannt dafür, eine systematische Methode einzuführen, Sterne innerhalb jeder Konstellation durch Kleinbuchstaben zu identifizieren – eine Pionier-Nomenklatur, die später von Johann Bayer in seinem berühmten *Uranometria* (1603) verfeinert und erweitert wurde. Bays System bleibt die Grundlage der Sternbezeichnung, die heute von Astronomen verwendet wird.
Der Band ist mit zahlreichen astronomischen Abbildungen, Himmelsdiagrammen und einer beeindruckenden Serie vollseitiger Holzschnitte-Konstellationskarten ausgestattet, die die ptolemäischen Konstellationen darstellen, begleitet von detaillierten Himmelskalendern und zodiakalen Tabellen. Er zählt zu den einflussreichsten astronomischen Publikationen der Renaissance und erfreute sich außergewöhnlicher Beliebtheit, wobei er im gesamten 16. Jahrhundert in zahlreichen italienischen und lateinischen Ausgaben erschien.
### Inhalt
Das Werk beginnt mit Piccolominis kosmologischem Traktat, in dem er seine astronomischen Prinzipien erläutert und eine gelehrte Verteidigung des ptolemäischen Systems vorlegt. Der Atlas umfasst detaillierte Konstellationskarten, von jeder Konstellation getrennt, gefolgt von umfangreichen Tabellen, die Positionen und scheinbaren Helligkeiten der einzelnen Sterne festhalten.
Piccolominis innovatives Sternenkatalogsystem führte eine praktische Methode ein, Sterne innerhalb jeder Konstellation nach Buchstaben zu identifizieren, während begleitende Tabellen Magnituden von eins bis vier klassifizieren. Diese Methode stellte einen entscheidenden Schritt in Richtung der später von Bayer verfeinerten standardisierten Sternennomenklatur dar und sicherte Piccolominis bleibende Stellung in der Geschichte der beobachtenden Astronomie.
### Zustand
Zeitgenössische Bindung aus schlapper Pergamenthaut mit späterer Wiederherstellung des Pergamentrückens; ursprüngliche rohe Schnüre erhalten.
Eine vollständige Ausgabe mit dem gesamten Satz Konstellationsplatten und den begleitenden Himmelskalendern, am Ende des Bandes gebunden. Die letzte freie Endpappe und der hintere Klebebalden sind vollständig mit zeitgenössischen Manuskriptanmerkungen bedeckt.
Zusammenstellung: S. [12], 252, 48, mit 47 nummerierten vollseitigen Holzschnitt-Konstellationsplatten (I–XLVIII), zusammen mit Seiten 25–93, die die entsprechenden Himmelskalender enthalten. Durchgehend illustriert mit zahlreichen Holzschnittdiagrammen der himmlischen und irdischen Sphären, astronomischen Schemen und zusätzlichen wissenschaftlichen Abbildungen.
Holzschnitte-Druckersignet auf der Titelseite zeigt eine Doppel-Taillie Meerjungfrau, die eine Medaille hält, flankiert von allegorischen weiblichen Figuren. Große historiierte Initialen führen jedes Buch ein. Mehrere attraktive Holzschnittillustrationen erscheinen im Text. Erwartete Flecken, Vergilbung und Wasserzeichen, die dem Alter des Bandes entsprechen.
### Bibliographische Referenzen
Houzeau & Lancaster, *Bibliographie Générale de l'Astronomie*, I, 249.
D. Cozzoli, «L'œuvre astronomique d'Alessandro Piccolomini», in *Alessandro Piccolomini (1508–1579): Un Siennois à la croisée des genres et des savoirs*, CIRRI, Université Sorbonne Nouvelle, Paris, 2012, S. 235–244.
### Vollständiger Titel
La Sfera del Mondo di M. Alessandro Piccolomini. Di nuovo da lui ripolita, accresciuta, & fino à sei libri, di quattro che erano ampliata, & quasi per ogni parte rinovata, & riformata.
Venedig: Giovanni Varisco & Compagni, 1579.
### Autor
**Alessandro Piccolomini (1508–1579)**
Italienischer Humanist, Philosoph, Mathematiker und Astronom, dessen Pionierarbeit in der himmlischen Kartografie die Grundlagen für den modernen gedruckten Sternenkartenband legte.
