[Post Incunable] - Boccaccio - Ameto - 1521
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
DAS AMETO VON GIOVANNI BOCCACCIO IN DER SCHARF SELTENEN ERSTEN GIUNTA-DRUCKAUFLAGE VON 1521: EIN MEILENSTEIN DER RENAISSANCE-PROSA
ABSTRACT
AMETO – ALLEGORIE, LIEBE UND TIRTÙ – ERSTE AUFLAGE MIT „BOCCACIO“ IM FRONTISPIZ
Seltene erste GIUNTA-Edition des Ameto von Giovanni Boccaccio, in Florenz 1521 von den Erben Filippo Giunta gedruckt. Auch bekannt als Comedia delle ninfe fiorentine, gehört das Werk zur Jugendproduktion Boccaccios und stellt einen der signifikantesten Momente seiner narrativen Entwicklung dar, schwebend zwischen mittelalterlicher Allegorie, klassischer Kultur und neuer humanistischer Sensibilität. Besonders interessant sind die Merkmale der ersten Tiratura: Im Frontispiz erscheint die Form „Boccacio“, während auf Blatt 2, Zeile 21, „ceneri accese il disio“ gelesen wird, Lektionen, die später korrigiert wurden. Diese typografischen Besonderheiten ermöglichen eine präzise Identifikation der ersten Ausgabe und verleihen dem Exemplar ein spezifisches bibliografisches und sammlerisches Interesse. Die Ausgabe gehört außerdem zur prestigeträchtigen Produktion der Familie Giunta, der maßgeblichen Figur der florentinischen Typographie der Renaissance und grundlegend für die Verbreitung der großen Autoren der italienischen Literatur.
WARUM ZU KAUFEN
ERSTE GIUNTA-EDITION – FLORENZ 1521! Eine der wichtigsten drucktechnischen Boccaccio-Cinquecentine.
ERSTE, IDENTIFIZIERBARE TIRATURA! Die bekannten Fehler „BOCCACIO“ und „CENERI ACCESE IL DISIO“ vorhanden.
EINER DER VÄTER DER ITALIENISCHEN LITERATUR! Ein fundamentales Werk des jungen Boccaccio vor dem Decamerone.
GIUNTA! Eine prestigeträchtige Ausgabe der großen florentinischen Typographie der Renaissance.
MARKTWERT
Die Cinquecento-Ausgaben von Boccaccio, gedruckt von der Giunta-Familie, behalten ein solides sammlerisches Interesse, insbesondere wenn sie zu den ersten Tirature gehört und durch erkennbare bibliografische Varianten charakterisiert ist. Für ein vollständiges und gut erhaltenes Exemplar erscheint realistischerweise ein Einzelhandelwert von ca. €1.500-2.500, mit der Möglichkeit höherer Preise für Kopien in besonders frischem Zustand, großzügigen Rändern, in zeitgenössischer Bindung oder mit bedeutendem provenance.
PHYSISCHE ANGABEN / ZUSTAND
Pp. (4), 188, (2), 2 nn., (4). Typografische Marke der Erben Filippo Giuntas am Ende des Bandes. Nachgebundene braune Kalbsleder-Rückenband-Bindung mit Goldprägung des Titels. Die Blätter weisen einige Vorlichtungen, Braunfärbungen und normale Gebrauchsspuren auf, die dem Alter entsprechen. Insgesamt interessantes Exemplar der seltenen ersten giunt gespe Sitz. Wie bei allen alten Bänden sind geringfügige Mängel oder Restaurierungen möglich, die nicht ausdrücklich erwähnt werden.
VOLLSTÄNDIGE TITELBESCHREIBUNG & AUTOREN
Giovanni Boccaccio (1313-1375).
Ameto des Boccacio.
Firenze: per gli Heredi di Filippo de Giunta, 1521.
ERSTE GIUNTA-EDITION.
Erste Tiratura erkennbar an der Form „Boccacio“ im Frontispiz und an der Lesart „ceneri accese il disio“ auf Blatt 2, Zeile 21.
Pp. (4), 188, (2), 2 nn., (4).
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Giovanni Boccaccio (1313-1375) war einer der drei großen Pioniere der italienischen Literatur neben Dante Alighieri und Francesco Petrarca und eine der entscheidenden Gestalten bei der Geburt der modernen europäischen Erzählkunst. Geboren in der Toskana und ausgebildet im kosmopolitischen Umfeld des anglonischen Königshofes von Neapel, entwickelte er schon früh ein tiefes Verständnis der klassischen Kultur, der höfischen Dichtung und der neuen narrativen Formen der Volkssprache. Sein junges Werk umfasst Werke wie das Filocolo, das Filostrato, die Teseida und das Ameto, in denen er narrative, allegorische und poetische Formen erprobte, die im Decamerone ihren vollen Reifeprozess fanden. Mit letzterem schuf Boccaccio eines der absoluten Meisterwerke der Weltliteratur und übte enormen Einfluss auf die Novelle und die Erzählkunst Europas aus. Er war außerdem Humanist, Dante-Bewunderer und Förderer der Wiederentdeckung klassischer Autoren. Das Ameto nimmt innerhalb seines Werdegangs eine besonders interessante Stellung ein, weil es den jungen Boccaccio in der Verschmelzung von Prosa und Poesie, mythologischer Klassik, moralischer Allegorie und amoröser Erfahrung zeigt.
RARITÄT
Die florentinische Ausgabe von 1521 besitzt ein besonderes bibliografisches Interesse, weil sie zur prestigeträchtigen Produktion der Erben Filippo Giunta gehört und eine der frühesten drucktechnischen Ausgaben des Werks darstellt. Noch bedeutungsvoller ist die Identifikation der ersten Tiratura durch zwei später korrigierte typografische Merkmale: die Form „Boccacio“ im Frontispiz und die Lesart „ceneri accese il disio“. Das gleichzeitige Vorhandensein dieser Elemente ermöglicht es, die ursprüngliche Emission von späteren Korrekturen zu unterscheiden und erhöht so das Interesse für eine spezialisierte Sammlung. Die ersten giunt-Editionen der großen volkssprachigen italienischen Autoren werden besonders geschätzt, weil sie den Prozess belegen, durch den Dante, Petrarca und Boccaccio dauerhaft in den renais-sance-Editorenkanon aufgenommen wurden.
HISTORISCHE BEDEUTUNG
Das Ameto, auch bekannt als Comedia delle ninfe fiorentine, wurde vermutlich um 1341-1342 verfasst und gehört zu den originellsten narrativa Experimenten des jungen Boccaccio. Der Protagonist Ameto, ein grober Hirte, trifft sieben Nymphen, die verschiedene Tugenden verkörpern, und durch ihre Erzählungen und die Erfahrung der Liebe durchläuft er einen Weg moralischer und spiritueller Erhebung. Die Struktur mischt Prosa und Poesie und verbindet pastorale Tradition, mittelalterliche Allegorie, mythologische Klassik und höfische Liebeskultur. In diesem komplexen narrativen Gefüge sind bereits einige Elemente erkennbar, die sich im Decamerone vollständig entfalten werden: Die Zentralität des Erzählens, die Vielfalt menschlicher Erfahrungen, die psychologische Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, gelehrte Kultur und Erzähllust zu verbinden. Die giuntische Ausgabe von 1521 bezeugt außerdem das starke Interesse des florentinischen Renaissance-Humans an der Wiederentdeckung und editorialen Stabilisierung der großen Texte der italienischen volkssprachigen Tradition.
Der Verkäufer stellt sich vor
DAS AMETO VON GIOVANNI BOCCACCIO IN DER SCHARF SELTENEN ERSTEN GIUNTA-DRUCKAUFLAGE VON 1521: EIN MEILENSTEIN DER RENAISSANCE-PROSA
ABSTRACT
AMETO – ALLEGORIE, LIEBE UND TIRTÙ – ERSTE AUFLAGE MIT „BOCCACIO“ IM FRONTISPIZ
Seltene erste GIUNTA-Edition des Ameto von Giovanni Boccaccio, in Florenz 1521 von den Erben Filippo Giunta gedruckt. Auch bekannt als Comedia delle ninfe fiorentine, gehört das Werk zur Jugendproduktion Boccaccios und stellt einen der signifikantesten Momente seiner narrativen Entwicklung dar, schwebend zwischen mittelalterlicher Allegorie, klassischer Kultur und neuer humanistischer Sensibilität. Besonders interessant sind die Merkmale der ersten Tiratura: Im Frontispiz erscheint die Form „Boccacio“, während auf Blatt 2, Zeile 21, „ceneri accese il disio“ gelesen wird, Lektionen, die später korrigiert wurden. Diese typografischen Besonderheiten ermöglichen eine präzise Identifikation der ersten Ausgabe und verleihen dem Exemplar ein spezifisches bibliografisches und sammlerisches Interesse. Die Ausgabe gehört außerdem zur prestigeträchtigen Produktion der Familie Giunta, der maßgeblichen Figur der florentinischen Typographie der Renaissance und grundlegend für die Verbreitung der großen Autoren der italienischen Literatur.
WARUM ZU KAUFEN
ERSTE GIUNTA-EDITION – FLORENZ 1521! Eine der wichtigsten drucktechnischen Boccaccio-Cinquecentine.
ERSTE, IDENTIFIZIERBARE TIRATURA! Die bekannten Fehler „BOCCACIO“ und „CENERI ACCESE IL DISIO“ vorhanden.
EINER DER VÄTER DER ITALIENISCHEN LITERATUR! Ein fundamentales Werk des jungen Boccaccio vor dem Decamerone.
GIUNTA! Eine prestigeträchtige Ausgabe der großen florentinischen Typographie der Renaissance.
MARKTWERT
Die Cinquecento-Ausgaben von Boccaccio, gedruckt von der Giunta-Familie, behalten ein solides sammlerisches Interesse, insbesondere wenn sie zu den ersten Tirature gehört und durch erkennbare bibliografische Varianten charakterisiert ist. Für ein vollständiges und gut erhaltenes Exemplar erscheint realistischerweise ein Einzelhandelwert von ca. €1.500-2.500, mit der Möglichkeit höherer Preise für Kopien in besonders frischem Zustand, großzügigen Rändern, in zeitgenössischer Bindung oder mit bedeutendem provenance.
PHYSISCHE ANGABEN / ZUSTAND
Pp. (4), 188, (2), 2 nn., (4). Typografische Marke der Erben Filippo Giuntas am Ende des Bandes. Nachgebundene braune Kalbsleder-Rückenband-Bindung mit Goldprägung des Titels. Die Blätter weisen einige Vorlichtungen, Braunfärbungen und normale Gebrauchsspuren auf, die dem Alter entsprechen. Insgesamt interessantes Exemplar der seltenen ersten giunt gespe Sitz. Wie bei allen alten Bänden sind geringfügige Mängel oder Restaurierungen möglich, die nicht ausdrücklich erwähnt werden.
VOLLSTÄNDIGE TITELBESCHREIBUNG & AUTOREN
Giovanni Boccaccio (1313-1375).
Ameto des Boccacio.
Firenze: per gli Heredi di Filippo de Giunta, 1521.
ERSTE GIUNTA-EDITION.
Erste Tiratura erkennbar an der Form „Boccacio“ im Frontispiz und an der Lesart „ceneri accese il disio“ auf Blatt 2, Zeile 21.
Pp. (4), 188, (2), 2 nn., (4).
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Giovanni Boccaccio (1313-1375) war einer der drei großen Pioniere der italienischen Literatur neben Dante Alighieri und Francesco Petrarca und eine der entscheidenden Gestalten bei der Geburt der modernen europäischen Erzählkunst. Geboren in der Toskana und ausgebildet im kosmopolitischen Umfeld des anglonischen Königshofes von Neapel, entwickelte er schon früh ein tiefes Verständnis der klassischen Kultur, der höfischen Dichtung und der neuen narrativen Formen der Volkssprache. Sein junges Werk umfasst Werke wie das Filocolo, das Filostrato, die Teseida und das Ameto, in denen er narrative, allegorische und poetische Formen erprobte, die im Decamerone ihren vollen Reifeprozess fanden. Mit letzterem schuf Boccaccio eines der absoluten Meisterwerke der Weltliteratur und übte enormen Einfluss auf die Novelle und die Erzählkunst Europas aus. Er war außerdem Humanist, Dante-Bewunderer und Förderer der Wiederentdeckung klassischer Autoren. Das Ameto nimmt innerhalb seines Werdegangs eine besonders interessante Stellung ein, weil es den jungen Boccaccio in der Verschmelzung von Prosa und Poesie, mythologischer Klassik, moralischer Allegorie und amoröser Erfahrung zeigt.
RARITÄT
Die florentinische Ausgabe von 1521 besitzt ein besonderes bibliografisches Interesse, weil sie zur prestigeträchtigen Produktion der Erben Filippo Giunta gehört und eine der frühesten drucktechnischen Ausgaben des Werks darstellt. Noch bedeutungsvoller ist die Identifikation der ersten Tiratura durch zwei später korrigierte typografische Merkmale: die Form „Boccacio“ im Frontispiz und die Lesart „ceneri accese il disio“. Das gleichzeitige Vorhandensein dieser Elemente ermöglicht es, die ursprüngliche Emission von späteren Korrekturen zu unterscheiden und erhöht so das Interesse für eine spezialisierte Sammlung. Die ersten giunt-Editionen der großen volkssprachigen italienischen Autoren werden besonders geschätzt, weil sie den Prozess belegen, durch den Dante, Petrarca und Boccaccio dauerhaft in den renais-sance-Editorenkanon aufgenommen wurden.
HISTORISCHE BEDEUTUNG
Das Ameto, auch bekannt als Comedia delle ninfe fiorentine, wurde vermutlich um 1341-1342 verfasst und gehört zu den originellsten narrativa Experimenten des jungen Boccaccio. Der Protagonist Ameto, ein grober Hirte, trifft sieben Nymphen, die verschiedene Tugenden verkörpern, und durch ihre Erzählungen und die Erfahrung der Liebe durchläuft er einen Weg moralischer und spiritueller Erhebung. Die Struktur mischt Prosa und Poesie und verbindet pastorale Tradition, mittelalterliche Allegorie, mythologische Klassik und höfische Liebeskultur. In diesem komplexen narrativen Gefüge sind bereits einige Elemente erkennbar, die sich im Decamerone vollständig entfalten werden: Die Zentralität des Erzählens, die Vielfalt menschlicher Erfahrungen, die psychologische Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, gelehrte Kultur und Erzähllust zu verbinden. Die giuntische Ausgabe von 1521 bezeugt außerdem das starke Interesse des florentinischen Renaissance-Humans an der Wiederentdeckung und editorialen Stabilisierung der großen Texte der italienischen volkssprachigen Tradition.
