Cimier Tywara / Chi wara - Bambara - Mali






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Holz-Cimier Tywara der Bamana aus Mali, mit Ständer, guter Zustand; Maße 490 × 100 × 210 mm.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Mali
Bambara
Holz
Länge: 490 mm
Breite: 100 mm
Höhe: 210 mm
Maske / Wappenanteilbezeichnung "Tywara" afrikanisch aus dem Holz der Bambara‑Heimat Mali -
Dieses Wappenstück ist ein emblematisches rituelles Kunstwerk des Bambara‑Volkes (auch Bamana genannt), das überwiegend im Mali in der Sahelregion Westafrikas beheimatet ist. Dieses horizontal geschnitzte Stück ist ein Tanz‑Wappen des zoomorphen Werts namens Tyi Wara (oder Chiwara).
Es handelt sich exakt um eine seltene und faszinierende stilistische Variante: einen composite Tyi Wara, der Eigenschaften von Giraffennagern (Pangolin), einem Pangolin und einem Krokodil vereint.
1. Stilistische Merkmale und Zusammensetzung der Morphologie
Während die Regionen Bougouni oder Ségou berühmt sind für ihre vertikalen, schlanken Tyi Wara‑Antilopen, bevorzugen westliche und nördliche Bambara‑Regionen (insbesondere Kaarta oder Bélédougou) einen horizontaleren, massiveren und composite Ansatz. Die Fotografien heben dieses Genie der Hybridisierung hervor:
Der Körper des Pangolin / Oryctérope: Die Basis der Skulptur zeigt einen gedrungenen Vierbeiner, der auf gebeugten Beinen ruht und von einem kleinen erhobenen Schwanz gekrönt wird. Sein Körper ist vollständig von rhythmischen geometrischen Mustern (Dreiecke und Linienkreuze) graviert, die zugleich die schützenden Schuppen des Pangolins und die Grafik der bestellten Anbauflächen simulieren.
Der Kopf und das Maul des Krokodils: Der lange vertikale Hals trägt einen monumentalen Kopf, der nach vorn projiziert. Das Maul ist riesig, linear geöffnet, und erinnert an ein Wasserechse oder einen Flussräuber, Symbol für Macht und Herrschaft über die Flusselemente.
Die horizontalen Geweihe der Antilope: Die Oberseite des Kopfes trägt spitze Ohren und kleine verdrehte Hörner. Von diesen Hörnern ziehen sich zwei immense fächerartige Fortsätze nach hinten, horizontal geschnitzt und nach oben an den Enden gebogen. Diese Doppelstruktur ist tief mit sich wiederholenden Chevron‑Mustern graviert, die die Mähne oder die Textur der Hörner des Oryctérope imitieren.
Die Patina und die Basis: Das Stück trägt eine gebrauchte, dunkle und matte Patina, die auf seine Handhabung hinweist. Die holzene rechteckige Basis integriert kleine diskrete Öffnungen, die es ursprünglich ermöglichten, es fest an einem Korbgeflecht‑Bonneten zu befestigen, das auf dem Kopf des Tänzers getragen wurde.
2. Rituelle Nutzung: Der agrarische Kult des Tyi Wara
Bei den Bambara bezeichnet der Tyi Wara sowohl eine mythische Entität, eine männliche Geheimgesellschaft und das Wappen selbst. Seine Funktion ist ausschließlich mit Erde, dem Überleben der Gemeinschaft und der Heiligung der landwirtschaftlichen Arbeit verbunden.
Der Mythos des "Raubtiers der Erde": Nach der Bamana‑Kosmologie war Tyi Wara ein Wesen, halb Mensch, halb Tier, geboren aus der Muttererde. Dank seiner mächtigen Krallen (inspiriert vom Oryctérope) und seinen Hörnern lehrte er die Menschen, die Erde zu wenden, Getreide zu säen und Millet zu kultivieren, wodurch das unfruchtbare Buschland in nährende Felder verwandelt wurde. Als die Menschen träge wurden und seine Wohltaten vergaßen, verschwand er unter der Erde. Die Initierten haben diese Wappen geschnitzt, um seine Erinnerung zu bewahren und seinen Geist heraufzubeschwören.
Ausgänge der Regenzeit: Die Masken erscheinen paarweise (ein Männchen und ein Weibchen) zu Saat- oder Erntezeiten, während der Feste der Tyi Wara‑Gesellschaft. Die Tänzer, junge erfolgreiche Landwirte, verstecken ihr Gesicht hinter langen schwarzen Raphia‑Fasern, die am Wappen befestigt sind.
Die agrarische Choreografie: Nach vorn geneigt, gestützt auf zwei Stöcke, die die Vorderbeine des Tieres imitieren, ahmen die Tänzer die springenden Bewegungen des Antilopen und das Wühlen des Oryctérope nach, begleitet vom Gesang der Frauen. Diese magisch‑religiöse Vorstellung zielt darauf ab, den Eifer der Bauern zu steigern, die Jugend zur körperlichen Arbeit zu ermutigen und Regen sowie Fruchtbarkeit auf den Boden zu rufen.
3. Symbolische Bedeutung der Hybridisierung
Dieses horizontale Wappen ist eine Verdichtung ökologischer Metaphern, die in der Sahel‑Umgebung lebenswichtig sind:
Die Antilope verkörpert die Sonne, das männliche Element und das notwendige Feuer für das Pflanzenwachstum.
Der Oryctérope / Pangolin repräsentiert als grabende Tiere die Erde, die Bodenbearbeitung des Menschen und die Verbindung zur Unterwelt.
Der Krokodil (oder die geschwungenen Motive der Mähne) ist mit Wasser und Flüssen verbunden und symbolisiert den Regen, der für die Keimung notwendig ist.
Indem diese drei Reiche in einer einzigen Skulptur fusioniert werden, verdichtet das Volk der Bambara visuell die heilige Allianz der drei kosmologischen Elemente, die für das Leben unabdingbar sind: die Sonne, die Erde und das Wasser.
Dieses Wappen ist stark stilisiert, und diese Form könnte als Inspiration für die kubistischen Maler des späten 19. Jahrhunderts und des frühen 20. Jahrhunderts gedient haben.
Die Objekte werden mit Sendungsnummer versendet.
Lieferung nach Frankreich per Chronopost in 1 bis 2 Tagen. Lieferung in die Europäische Union per Chronopost International in 3 bis 5 Tagen. Lieferung per Colissimo International für den Rest Europas und für die ganze Welt.
We speak english.
Masken afrikanische Kunst Afrikanische Maskenkunst Kunst der afrikanischen Masken Kunst der afrikanischen Masken
Statue afrikanische Kunst Kunst der Statuen afrikanischer Kunst
Maske der Statue einer afrikanischen Galeriekunst
Der Verkäufer stellt sich vor
Mali
Bambara
Holz
Länge: 490 mm
Breite: 100 mm
Höhe: 210 mm
Maske / Wappenanteilbezeichnung "Tywara" afrikanisch aus dem Holz der Bambara‑Heimat Mali -
Dieses Wappenstück ist ein emblematisches rituelles Kunstwerk des Bambara‑Volkes (auch Bamana genannt), das überwiegend im Mali in der Sahelregion Westafrikas beheimatet ist. Dieses horizontal geschnitzte Stück ist ein Tanz‑Wappen des zoomorphen Werts namens Tyi Wara (oder Chiwara).
Es handelt sich exakt um eine seltene und faszinierende stilistische Variante: einen composite Tyi Wara, der Eigenschaften von Giraffennagern (Pangolin), einem Pangolin und einem Krokodil vereint.
1. Stilistische Merkmale und Zusammensetzung der Morphologie
Während die Regionen Bougouni oder Ségou berühmt sind für ihre vertikalen, schlanken Tyi Wara‑Antilopen, bevorzugen westliche und nördliche Bambara‑Regionen (insbesondere Kaarta oder Bélédougou) einen horizontaleren, massiveren und composite Ansatz. Die Fotografien heben dieses Genie der Hybridisierung hervor:
Der Körper des Pangolin / Oryctérope: Die Basis der Skulptur zeigt einen gedrungenen Vierbeiner, der auf gebeugten Beinen ruht und von einem kleinen erhobenen Schwanz gekrönt wird. Sein Körper ist vollständig von rhythmischen geometrischen Mustern (Dreiecke und Linienkreuze) graviert, die zugleich die schützenden Schuppen des Pangolins und die Grafik der bestellten Anbauflächen simulieren.
Der Kopf und das Maul des Krokodils: Der lange vertikale Hals trägt einen monumentalen Kopf, der nach vorn projiziert. Das Maul ist riesig, linear geöffnet, und erinnert an ein Wasserechse oder einen Flussräuber, Symbol für Macht und Herrschaft über die Flusselemente.
Die horizontalen Geweihe der Antilope: Die Oberseite des Kopfes trägt spitze Ohren und kleine verdrehte Hörner. Von diesen Hörnern ziehen sich zwei immense fächerartige Fortsätze nach hinten, horizontal geschnitzt und nach oben an den Enden gebogen. Diese Doppelstruktur ist tief mit sich wiederholenden Chevron‑Mustern graviert, die die Mähne oder die Textur der Hörner des Oryctérope imitieren.
Die Patina und die Basis: Das Stück trägt eine gebrauchte, dunkle und matte Patina, die auf seine Handhabung hinweist. Die holzene rechteckige Basis integriert kleine diskrete Öffnungen, die es ursprünglich ermöglichten, es fest an einem Korbgeflecht‑Bonneten zu befestigen, das auf dem Kopf des Tänzers getragen wurde.
2. Rituelle Nutzung: Der agrarische Kult des Tyi Wara
Bei den Bambara bezeichnet der Tyi Wara sowohl eine mythische Entität, eine männliche Geheimgesellschaft und das Wappen selbst. Seine Funktion ist ausschließlich mit Erde, dem Überleben der Gemeinschaft und der Heiligung der landwirtschaftlichen Arbeit verbunden.
Der Mythos des "Raubtiers der Erde": Nach der Bamana‑Kosmologie war Tyi Wara ein Wesen, halb Mensch, halb Tier, geboren aus der Muttererde. Dank seiner mächtigen Krallen (inspiriert vom Oryctérope) und seinen Hörnern lehrte er die Menschen, die Erde zu wenden, Getreide zu säen und Millet zu kultivieren, wodurch das unfruchtbare Buschland in nährende Felder verwandelt wurde. Als die Menschen träge wurden und seine Wohltaten vergaßen, verschwand er unter der Erde. Die Initierten haben diese Wappen geschnitzt, um seine Erinnerung zu bewahren und seinen Geist heraufzubeschwören.
Ausgänge der Regenzeit: Die Masken erscheinen paarweise (ein Männchen und ein Weibchen) zu Saat- oder Erntezeiten, während der Feste der Tyi Wara‑Gesellschaft. Die Tänzer, junge erfolgreiche Landwirte, verstecken ihr Gesicht hinter langen schwarzen Raphia‑Fasern, die am Wappen befestigt sind.
Die agrarische Choreografie: Nach vorn geneigt, gestützt auf zwei Stöcke, die die Vorderbeine des Tieres imitieren, ahmen die Tänzer die springenden Bewegungen des Antilopen und das Wühlen des Oryctérope nach, begleitet vom Gesang der Frauen. Diese magisch‑religiöse Vorstellung zielt darauf ab, den Eifer der Bauern zu steigern, die Jugend zur körperlichen Arbeit zu ermutigen und Regen sowie Fruchtbarkeit auf den Boden zu rufen.
3. Symbolische Bedeutung der Hybridisierung
Dieses horizontale Wappen ist eine Verdichtung ökologischer Metaphern, die in der Sahel‑Umgebung lebenswichtig sind:
Die Antilope verkörpert die Sonne, das männliche Element und das notwendige Feuer für das Pflanzenwachstum.
Der Oryctérope / Pangolin repräsentiert als grabende Tiere die Erde, die Bodenbearbeitung des Menschen und die Verbindung zur Unterwelt.
Der Krokodil (oder die geschwungenen Motive der Mähne) ist mit Wasser und Flüssen verbunden und symbolisiert den Regen, der für die Keimung notwendig ist.
Indem diese drei Reiche in einer einzigen Skulptur fusioniert werden, verdichtet das Volk der Bambara visuell die heilige Allianz der drei kosmologischen Elemente, die für das Leben unabdingbar sind: die Sonne, die Erde und das Wasser.
Dieses Wappen ist stark stilisiert, und diese Form könnte als Inspiration für die kubistischen Maler des späten 19. Jahrhunderts und des frühen 20. Jahrhunderts gedient haben.
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