Statue Bateba - Lobi - Mali

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Julien Gauthier
Experte
Von Julien Gauthier ausgewählt

Zehn Jahre Erfahrung auf dem Gebiet historischer Waffen und Rüstungen sowie afrikanischer Kunst.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Burkina-Faso
Lobi
Holz
Höhe: 385 mm
Breite: 285 mm
Tiefe: 90 mm
Gewicht: 960 g

Diese anthropomorphe Holzstatue stammt aus Westafrika. Durch ihre lineare formale Behandlung, ihre geometrischen Volumen und die einzigartige Struktur ihrer Standfläche fügt sie sich in die Kunst der Lobi (Volk am Rande von Burkina Faso, Ghana und dem Norden der Elfenbeinküste).

An Rüschendeckt Bateba, diese Skulptur ist nicht bloß dekorativ oder ein direkter Vorfahre, sondern ein intermediäres Wesen, das geschaffen wurde, um einen Buschgeist, den Thil (Plural Thila), zu verkörpern und zu materialisieren.

1. Morphologische und stilistische Entschlüsselung, die die Merkmale der Lobi-Skulptur hervorhebt:

Gesichtsbehandlung: Der Kopf ist voluminös, oval und glatt, an einem robusten zylindrischen Hals aufgehängt. Die Augen sind mandelförmig vertieft (im Relief „Kaffeemohn“), überragt von markierten Augenbrauen, hier durch dunkle Pigmentspuren betont. Die Nase ist breit und gerade, während der Mund klein und fleischig ist und Reste schwarzer Substanz (Opfermaterial oder Gebrauchspatine) bewahrt.
Eine heilige, komprimierte Anatomie: Die weibliche Figur weist konische, feste Brüste auf, die nach vorn ragen. Die Arme sind parallel zum Oberkörper geschnitzt, rigid und gerade, endend in vereinfachten Händen, die die Flanken umgarnen. Der Bauch ist leicht gewölbt und evoziert Linie und Fruchtbarkeit.
Der Standfuß in integrierter Basis: Das charakteristischste Element liegt im unteren Bereich. Die kurzen, massiven Beine sind gebeugt und scheinen in einer runden Monolith-Basis verankert zu sein. Eine Form eines Tuchs oder eines festen Gesäßblocks strukturiert die Verbindung zwischen dem unteren Rücken und den Oberschenkeln.
Zustand des Holzes und der Patina: Das Holz zeigt eine helle Patina, matt und trocken, durchzogen von natürlichen Rissspalten (insbesondere am Schädel und Rücken). Das ist das Ergebnis längerer Exposition an der Luft oder in Innenaltären, die den kontrastierenden Klimaten der savannenartigen Sub-Sahara ausgesetzt sind.

2. Ritualgebrauch: Bateba und der Familien-Altar
Bei den Lobi besitzt die Gesellschaft keine zentralen Führer; die soziale Ordnung und der Schutz werden durch die Thila-Geister gemäß den Vorgaben eines Weisen (Thildar) geregelt.

Die Verkörperung auf Bestellung: Der Bateba wird niemals zufällig geschnitzt. Wenn eine Person oder eine Familie eine Krise durchlebt (Krankheit, Unfruchtbarkeit, schlechte Ernte), identifiziert der Weiser, welcher Geist verlangt, dass ihm eine Statue errichtet wird. Der Bildhauer formt dann den Gegenstand so, dass er als „Körper“ oder Gefäß für diese Entität dient.

Der Wächter des Altars (Thilduu): Nach der Heiligung wurde die 38 cm hohe Statuette auf dem häuslichen Altar platziert, der sich im dunkelsten Raum des Hauses aus Lehm (Soukhala) befindet. Dort erhielt sie rituelle Opfergaben (Mil-Bier, Blut von Tieren, Breie), die direkt auf ihren Kopf oder an ihrer Basis abgelegt wurden, um ihre schützende Macht zu aktivieren.

3. Spirituelle Bedeutung: Ein aktiver Schild
Das Wort Bateba kann wörtlich mit „die dem Bösen entgegenwirkenden“ oder „die Stellvertreter“ übersetzt werden. Für die Lobi besitzen diese Statuen eine Form spirituellen Lebens:

Eine Wächterrolle: Die Statuette fungiert als metaphysischer Blitzableiter. Sie fängt Zauber ab, vertreibt nächtliche schlechte Geister und schützt die Bewohner des Hauses vor unsichtbaren Angriffen.

Eine Kommunikationsbrücke: Sie dient als direktes Medium, um Gebete und Opfergaben der Familie zum Geist des Thil zu übertragen, und gewährleistet das Gleichgewicht, Gesundheit und das Überleben der menschlichen Gemeinschaft gegenüber den unvorhersehbaren Kräften der Buschlandschaft.

Die Sendungen gehen Montag bis Samstag mit Versicherung und Sendungsverfolgungsnummer.
Delivery between 1 to 3 days in France with Chronopost, 2 to 5 days across the European Union.
Delivery in the rest of Europe and worldwide with Colissimo International.

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Lobi
Holz
Höhe: 385 mm
Breite: 285 mm
Tiefe: 90 mm
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Diese anthropomorphe Holzstatue stammt aus Westafrika. Durch ihre lineare formale Behandlung, ihre geometrischen Volumen und die einzigartige Struktur ihrer Standfläche fügt sie sich in die Kunst der Lobi (Volk am Rande von Burkina Faso, Ghana und dem Norden der Elfenbeinküste).

An Rüschendeckt Bateba, diese Skulptur ist nicht bloß dekorativ oder ein direkter Vorfahre, sondern ein intermediäres Wesen, das geschaffen wurde, um einen Buschgeist, den Thil (Plural Thila), zu verkörpern und zu materialisieren.

1. Morphologische und stilistische Entschlüsselung, die die Merkmale der Lobi-Skulptur hervorhebt:

Gesichtsbehandlung: Der Kopf ist voluminös, oval und glatt, an einem robusten zylindrischen Hals aufgehängt. Die Augen sind mandelförmig vertieft (im Relief „Kaffeemohn“), überragt von markierten Augenbrauen, hier durch dunkle Pigmentspuren betont. Die Nase ist breit und gerade, während der Mund klein und fleischig ist und Reste schwarzer Substanz (Opfermaterial oder Gebrauchspatine) bewahrt.
Eine heilige, komprimierte Anatomie: Die weibliche Figur weist konische, feste Brüste auf, die nach vorn ragen. Die Arme sind parallel zum Oberkörper geschnitzt, rigid und gerade, endend in vereinfachten Händen, die die Flanken umgarnen. Der Bauch ist leicht gewölbt und evoziert Linie und Fruchtbarkeit.
Der Standfuß in integrierter Basis: Das charakteristischste Element liegt im unteren Bereich. Die kurzen, massiven Beine sind gebeugt und scheinen in einer runden Monolith-Basis verankert zu sein. Eine Form eines Tuchs oder eines festen Gesäßblocks strukturiert die Verbindung zwischen dem unteren Rücken und den Oberschenkeln.
Zustand des Holzes und der Patina: Das Holz zeigt eine helle Patina, matt und trocken, durchzogen von natürlichen Rissspalten (insbesondere am Schädel und Rücken). Das ist das Ergebnis längerer Exposition an der Luft oder in Innenaltären, die den kontrastierenden Klimaten der savannenartigen Sub-Sahara ausgesetzt sind.

2. Ritualgebrauch: Bateba und der Familien-Altar
Bei den Lobi besitzt die Gesellschaft keine zentralen Führer; die soziale Ordnung und der Schutz werden durch die Thila-Geister gemäß den Vorgaben eines Weisen (Thildar) geregelt.

Die Verkörperung auf Bestellung: Der Bateba wird niemals zufällig geschnitzt. Wenn eine Person oder eine Familie eine Krise durchlebt (Krankheit, Unfruchtbarkeit, schlechte Ernte), identifiziert der Weiser, welcher Geist verlangt, dass ihm eine Statue errichtet wird. Der Bildhauer formt dann den Gegenstand so, dass er als „Körper“ oder Gefäß für diese Entität dient.

Der Wächter des Altars (Thilduu): Nach der Heiligung wurde die 38 cm hohe Statuette auf dem häuslichen Altar platziert, der sich im dunkelsten Raum des Hauses aus Lehm (Soukhala) befindet. Dort erhielt sie rituelle Opfergaben (Mil-Bier, Blut von Tieren, Breie), die direkt auf ihren Kopf oder an ihrer Basis abgelegt wurden, um ihre schützende Macht zu aktivieren.

3. Spirituelle Bedeutung: Ein aktiver Schild
Das Wort Bateba kann wörtlich mit „die dem Bösen entgegenwirkenden“ oder „die Stellvertreter“ übersetzt werden. Für die Lobi besitzen diese Statuen eine Form spirituellen Lebens:

Eine Wächterrolle: Die Statuette fungiert als metaphysischer Blitzableiter. Sie fängt Zauber ab, vertreibt nächtliche schlechte Geister und schützt die Bewohner des Hauses vor unsichtbaren Angriffen.

Eine Kommunikationsbrücke: Sie dient als direktes Medium, um Gebete und Opfergaben der Familie zum Geist des Thil zu übertragen, und gewährleistet das Gleichgewicht, Gesundheit und das Überleben der menschlichen Gemeinschaft gegenüber den unvorhersehbaren Kräften der Buschlandschaft.

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Details

Einheimischer Name des Objekts
Statue Bateba
Ethnie/ Kultur
Lobi
Herkunftsland
Mali
Material
Holz
Sold with stand
Nein
Zustand
Guter Zustand
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