Zeremonielle Maske - Yaure - Elfenbeinküste






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Holzzeremonialmaske Masque de cérémonie der Yaouré aus Côte d'Ivoire.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Côte d'Ivoire
Yaouré
Bois
Höhe: 420mm
Breite: 140mm
Tiefe: 125mm
1. Allgemeine Identifikation
Diese Holzmaske von 42 cm Länge lässt sich mit gutem Vertrauensgrad der künstlerischen Tradition der Yaouré (Yauré), dem Akan-Volk, zuordnen, das in der Bouaflé-, Sinfra- und Zuénoula-Region im Zentrum-westlichen Teil der Elfenbeinküste ansässig ist. Sie gehört zur Gruppe der anthropomorphen Masken mit zoomorphem Scheitel und zeigt in ihren Proportionen Eleganz, feine Schnitztechnik und eine Fülle dekorativer Motive, die die yaouré-Ästhetik widerspiegeln, entwickelt vom späten 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.
Diese Maske zeichnet sich durch einen großen, gebogenen Schnabel eines Vogels aus, der auf einem stark entwickelten Scheitel sitzt und mit einem idealisierten Frauengesicht verbunden ist. Diese Kombination gehört zu den elaboriertesten Varianten der yaouré-Statuen.
2. Ethnische Zuschreibung
2.1 Yaouré-Charakteristika
Mehrere stilistische Elemente sprechen für eine Yaouré-Zuschreibung:
Das Gesicht zeigt eine sehr regelmäßige ovale Form, eine stark gewölbte Stirn, mandelförmige, halb geschlossene Augen, eine lange, gerade Nase sowie einen kleinen, perfekt zentrierten Mund.
Der umlaufende Rand, verziert mit einer Abfolge gravierter Dreiecke, ist ein typisches Merkmal der yaouré-Werke.
Gekennzeichnet durch quadratische geometrische Narben vor den Ohren sind sie bei alten yaouré-Masken häufig zu beobachten.
Schließlich bildet das Vorhandensein eines großen Scheitels mit einem stilisierten Vogel eine gut dokumentierte Variante in der yaouré-Kunst.
2.2 Einflüsse der Baoulé
Wie viele yaouré-Masken zeigt dieses Exemplar einen starken Baoulé-Einfluss.
Die beiden Völker gehören zum weiten Akan-Kulturraum; ihre Bildhauer teilten über Jahrhunderte hinweg ähnliche ästhetische Kanones.
Das sehr ruhige Gesicht, dessen Volumen perfekt ausgewogen ist, erinnert direkt an manche Baoulé-Masken, behält aber die dekorativen Besonderheiten bei, die Yaouré eigen sind.
3. Beschreibung des Gesichts
3.1 Die Stirn
Die Stirn ist besonders hoch und glatt.
Bei den Yaouré repräsentiert dieser Teil des Gesichts:
• Weisheit;
• Intelligenz;
• Beherrschung der Emotionen;
• innere Noblesse.
Der leichte mittlere Höcker, verziert mit kleinen Plättchen, stärkt die Gesamt-Symmetrie.
3.2 Die Augen
Die Augen sind sehr fein, fast geschlossen.
Sie stellen keinen menschlichen Blick dar, sondern einen spirituellen Blick.
Sie symbolisieren:
• Meditation;
• Ruhe;
• Kommunikation mit den Ahnen;
• hellsichtige Wahrnehmung.
Die dicken Augenlider schaffen eine besonders sanfte Wirkung.
3.3 Die Nase
Die lange, gerade Nase bildet die zentrale Achse der Komposition.
Bei den Yaouré repräsentiert diese Vertikalität:
• Gleichgewicht;
• Stabilität;
• moralische Aufrichtigkeit.
3.4 Der Mund
Der Mund ist auf eine einfache horizontale Linie reduziert.
Er evoziert:
• Schweigen;
• Zurückhaltung;
• Beherrschung der Worte.
Nach akan-Tradition gilt maßvolles Sprechen als Zeichen von Weisheit.
4. Die Scarifikationen
4.1 Stirn-Scarifikationen
Eine vertikale Linie kleiner Plättchen durchzieht die Mitte der Stirn.
Dieses Motiv repräsentiert vermutlich eine alte rituelle Scarifikation.
Sie symbolisiert:
• Identität;
• Gruppenzugehörigkeit;
• ideale Schönheit.
4.2 Seitliche Scarifikationen
Die kleinen Drahtdiamanten, die vor den Ohren graviert sind, erinnern an die früheren Gesichtsscarifikationen bestimmter Akan-Gruppen.
Sie bezeugen:
• sozialen Status;
• familiäre Herkunft;
• kulturelle Identität.
5. Frisuren und Dekors
Mehrere mit gravierten Dreiecken verzierte Bänder erstrecken sich über den oberen Teil der Maske.
Diese übereinanderliegenden Register deuten wahrscheinlich auf eine elaborierte zeremonielle Frisur hin.
Sie drücken auch den yaouré-Geschmack für geometrische Rhythmen aus.
Der äußere Rand des Gesichts, bestehend aus einer regelmäßigen Abfolge von Dreiecken, betont zusätzlich die Symmetrie der Gesamtheit.
6. Der Scheitel
6.1 Sehr entwickelte Architektur
Der Scheitel erhebt sich deutlich über das Gesicht.
Er bildet eine Art großes Bogengeflecht, dessen Enden in zwei langen Spitzen nach oben zeigen.
Diese Architektur verleiht der Skulptur viel Eleganz.
6.2 Dynamische Komposition
Im Gegensatz zu rein dekorativen Scheiteln bildet dieser eine echte geschnitzte Szene.
Der Vogel scheint sich zart auf dem mittleren Teil abzusetzen, während er ein bemerkenswertes Gleichgewicht bewahrt.
Diese gestalterische Forschung zeugt von einem besonders erfahrenen Bildhauer.
7. Der Vogel
7.1 Identifikation
Das dargestellte Tier besitzt:
• einen sehr langen, gebogenen Schnabel;
• einen verlängerten Körper;
• feine Füße.
Es erinnert eher an einen stilisierten Kakapo als an einen klassischen Storch, auch wenn die Formen absichtlich symbolisch bleiben.
Bei den Yaouré nimmt der Kakapo eine wichtige Stellung im religiösen Imaginaire ein.
7.2 Symbolischer Wert
Der Vogel ist der Bote, der verbindet:
• Menschen;
• Ahnen;
• unsichtbare Mächte.
Weil er zwischen Erde und Himmel wandert, symbolisiert er auch den Übergang zwischen der sichtbaren Welt und der spirituellen Welt.
7.3 Der Schnabel
Der sehr lange Schnabel, der zum Stirn hin ausgerichtet ist, ist vermutlich kein bloß dekoratives Element.
Symbolisch konzentriert er spirituelle Kräfte auf den Scheitel des Kopfes – Ort des Denkens und der Weisheit.
8. Rituelle Funktion
8.1 Öffentliche Tänze
Diese Maske kam vor allem bei:
• großen Dorffesten;
• gemeinschaftlichen Zeremonien;
• saisonalen Freudenfeiern zum Einsatz.
Der Tänzer verkörperte dann eine schützende Überwesen-Präsenz.
8.2 Beerdigungen
Yaouré-Masken wurden auch bei Beerdigungen bedeutender Persönlichkeiten verwendet.
Sie ehrten den Verstorbenen und führten symbolisch seine Seele zu den Ahnen.
8.3 Soziale Zeremonien
Sie konnten auch bei:
• bestimmten Initiationen;
• Versöhnungszeremonien;
• Veranstaltungen zur Wiederherstellung des kollektiven Harmoniebefunds begleiten.
9. Symbolische Funktion
9.1 Die Inkarnation eines Geistes
Die Maske stellte niemals eine konkrete Person dar.
Einmal getragen, wurde sie temporär zur sichtbaren Inkarnation einer spirituellen Macht.
9.2 Schutz
Ihre Anwesenheit sollte:
• schädliche Einflüsse fernhalten;
• das Dorf schützen;
• Wohlstand sichern;
• den sozialen Zusammenhalt wahren.
9.3 Vermittlung
Der Tänzer sprach nicht mehr in seinem eigenen Namen.
Die Maske machte ihn zum Mittler zwischen:
• den Lebenden;
• den Ahnen;
• den schützenden Geistern.
10. Künstlerische Qualitäten
Dieses Exemplar weist mehrere bemerkenswerte Qualitäten auf.
10.1 Sehr ausgewogene Skulptur
Die Volumen sind gleichmäßig verteilt.
Das Gesicht bewahrt trotz der Kraft des Scheitels eine bemerkenswerte Sanftheit.
10.2 Hervorragene Symmetrie
Die Proportionen sind besonders harmonisch.
Die Mittellinie wird mit hoher Präzision eingehalten.
10.3 Ausgezeichnete technische Meisterschaft
Der Bildhauer hat erreicht:
• eine extrem gleichmäßige Politur;
• sauberste Linien;
• fließende Übergänge zwischen den verschiedenen Volumen.
Die Schnitzerei des Schnabels und der Augenlider zeugen von einer hervorragenden Beherrschung des Holzes.
11. Erhaltungszustand
Die Fotografien zeigen:
• eine alte, gleichmäßige braun-schwarze Patina;
• eine bedeutende Politur auf den Reliefs;
• Abnutzungsspuren, die auf wiederholte Handhabung hindeuten;
• einige kleine alte Absplitterungen am Scheitel und an der Oberseite des Vogels;
• die Füße des Vogels wurden wieder angeklebt;
• eine geringe Austrittsfuge oben in der Mitte des Rückens, bedingt durch natürliche Holztrocknung mit einer Metallklammer;
• ein Inneres mit Abnutzung.
Der Gesamtzustand wirkt zufriedenstellend.
13. Fazit
Diese Maske ist ein sehr schönes Beispiel der yaouré-Kunst der Elfenbeinküste. Sie vereint alle Merkmale, die in dieser Tradition gesucht werden: ein idealisiertes weibliches Gesicht mit harmonischen Proportionen, eine raffinierte geometrische Dekoration, fein ausgeführte Scarifikationen und ein spektakulärer Scheitel, der von einem Vogel mit langem Schnabel gekrönt wird – wahrscheinlich inspiriert vom Kakapo. Diese Ikonografie spiegelt die wesentliche Funktion der Maske als Vermittler zwischen Menschen und der unsichtbaren Welt wider. Speziell dazu bestimmt, die großen gemeinschaftlichen Zeremonien, Beerdigungen oder bestimmte rituelle Manifestationen zu begleiten, stellte sie eine schützende Präsenz dar, die das Gleichgewicht der Gemeinschaft zu sichern vermag. Die Qualität der Schnitzkunst, die Feinheit der Dekors und die alte Patina, die an diesem Exemplar zu beobachten ist, machen es zu einem repräsentativen Werk der klassischen Yaouré-Tradition und belegen das hohe Niveau, das die Werkstätten im Zentrum-West der Elfenbeinküste erreicht hatten.
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Der Verkäufer stellt sich vor
Côte d'Ivoire
Yaouré
Bois
Höhe: 420mm
Breite: 140mm
Tiefe: 125mm
1. Allgemeine Identifikation
Diese Holzmaske von 42 cm Länge lässt sich mit gutem Vertrauensgrad der künstlerischen Tradition der Yaouré (Yauré), dem Akan-Volk, zuordnen, das in der Bouaflé-, Sinfra- und Zuénoula-Region im Zentrum-westlichen Teil der Elfenbeinküste ansässig ist. Sie gehört zur Gruppe der anthropomorphen Masken mit zoomorphem Scheitel und zeigt in ihren Proportionen Eleganz, feine Schnitztechnik und eine Fülle dekorativer Motive, die die yaouré-Ästhetik widerspiegeln, entwickelt vom späten 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.
Diese Maske zeichnet sich durch einen großen, gebogenen Schnabel eines Vogels aus, der auf einem stark entwickelten Scheitel sitzt und mit einem idealisierten Frauengesicht verbunden ist. Diese Kombination gehört zu den elaboriertesten Varianten der yaouré-Statuen.
2. Ethnische Zuschreibung
2.1 Yaouré-Charakteristika
Mehrere stilistische Elemente sprechen für eine Yaouré-Zuschreibung:
Das Gesicht zeigt eine sehr regelmäßige ovale Form, eine stark gewölbte Stirn, mandelförmige, halb geschlossene Augen, eine lange, gerade Nase sowie einen kleinen, perfekt zentrierten Mund.
Der umlaufende Rand, verziert mit einer Abfolge gravierter Dreiecke, ist ein typisches Merkmal der yaouré-Werke.
Gekennzeichnet durch quadratische geometrische Narben vor den Ohren sind sie bei alten yaouré-Masken häufig zu beobachten.
Schließlich bildet das Vorhandensein eines großen Scheitels mit einem stilisierten Vogel eine gut dokumentierte Variante in der yaouré-Kunst.
2.2 Einflüsse der Baoulé
Wie viele yaouré-Masken zeigt dieses Exemplar einen starken Baoulé-Einfluss.
Die beiden Völker gehören zum weiten Akan-Kulturraum; ihre Bildhauer teilten über Jahrhunderte hinweg ähnliche ästhetische Kanones.
Das sehr ruhige Gesicht, dessen Volumen perfekt ausgewogen ist, erinnert direkt an manche Baoulé-Masken, behält aber die dekorativen Besonderheiten bei, die Yaouré eigen sind.
3. Beschreibung des Gesichts
3.1 Die Stirn
Die Stirn ist besonders hoch und glatt.
Bei den Yaouré repräsentiert dieser Teil des Gesichts:
• Weisheit;
• Intelligenz;
• Beherrschung der Emotionen;
• innere Noblesse.
Der leichte mittlere Höcker, verziert mit kleinen Plättchen, stärkt die Gesamt-Symmetrie.
3.2 Die Augen
Die Augen sind sehr fein, fast geschlossen.
Sie stellen keinen menschlichen Blick dar, sondern einen spirituellen Blick.
Sie symbolisieren:
• Meditation;
• Ruhe;
• Kommunikation mit den Ahnen;
• hellsichtige Wahrnehmung.
Die dicken Augenlider schaffen eine besonders sanfte Wirkung.
3.3 Die Nase
Die lange, gerade Nase bildet die zentrale Achse der Komposition.
Bei den Yaouré repräsentiert diese Vertikalität:
• Gleichgewicht;
• Stabilität;
• moralische Aufrichtigkeit.
3.4 Der Mund
Der Mund ist auf eine einfache horizontale Linie reduziert.
Er evoziert:
• Schweigen;
• Zurückhaltung;
• Beherrschung der Worte.
Nach akan-Tradition gilt maßvolles Sprechen als Zeichen von Weisheit.
4. Die Scarifikationen
4.1 Stirn-Scarifikationen
Eine vertikale Linie kleiner Plättchen durchzieht die Mitte der Stirn.
Dieses Motiv repräsentiert vermutlich eine alte rituelle Scarifikation.
Sie symbolisiert:
• Identität;
• Gruppenzugehörigkeit;
• ideale Schönheit.
4.2 Seitliche Scarifikationen
Die kleinen Drahtdiamanten, die vor den Ohren graviert sind, erinnern an die früheren Gesichtsscarifikationen bestimmter Akan-Gruppen.
Sie bezeugen:
• sozialen Status;
• familiäre Herkunft;
• kulturelle Identität.
5. Frisuren und Dekors
Mehrere mit gravierten Dreiecken verzierte Bänder erstrecken sich über den oberen Teil der Maske.
Diese übereinanderliegenden Register deuten wahrscheinlich auf eine elaborierte zeremonielle Frisur hin.
Sie drücken auch den yaouré-Geschmack für geometrische Rhythmen aus.
Der äußere Rand des Gesichts, bestehend aus einer regelmäßigen Abfolge von Dreiecken, betont zusätzlich die Symmetrie der Gesamtheit.
6. Der Scheitel
6.1 Sehr entwickelte Architektur
Der Scheitel erhebt sich deutlich über das Gesicht.
Er bildet eine Art großes Bogengeflecht, dessen Enden in zwei langen Spitzen nach oben zeigen.
Diese Architektur verleiht der Skulptur viel Eleganz.
6.2 Dynamische Komposition
Im Gegensatz zu rein dekorativen Scheiteln bildet dieser eine echte geschnitzte Szene.
Der Vogel scheint sich zart auf dem mittleren Teil abzusetzen, während er ein bemerkenswertes Gleichgewicht bewahrt.
Diese gestalterische Forschung zeugt von einem besonders erfahrenen Bildhauer.
7. Der Vogel
7.1 Identifikation
Das dargestellte Tier besitzt:
• einen sehr langen, gebogenen Schnabel;
• einen verlängerten Körper;
• feine Füße.
Es erinnert eher an einen stilisierten Kakapo als an einen klassischen Storch, auch wenn die Formen absichtlich symbolisch bleiben.
Bei den Yaouré nimmt der Kakapo eine wichtige Stellung im religiösen Imaginaire ein.
7.2 Symbolischer Wert
Der Vogel ist der Bote, der verbindet:
• Menschen;
• Ahnen;
• unsichtbare Mächte.
Weil er zwischen Erde und Himmel wandert, symbolisiert er auch den Übergang zwischen der sichtbaren Welt und der spirituellen Welt.
7.3 Der Schnabel
Der sehr lange Schnabel, der zum Stirn hin ausgerichtet ist, ist vermutlich kein bloß dekoratives Element.
Symbolisch konzentriert er spirituelle Kräfte auf den Scheitel des Kopfes – Ort des Denkens und der Weisheit.
8. Rituelle Funktion
8.1 Öffentliche Tänze
Diese Maske kam vor allem bei:
• großen Dorffesten;
• gemeinschaftlichen Zeremonien;
• saisonalen Freudenfeiern zum Einsatz.
Der Tänzer verkörperte dann eine schützende Überwesen-Präsenz.
8.2 Beerdigungen
Yaouré-Masken wurden auch bei Beerdigungen bedeutender Persönlichkeiten verwendet.
Sie ehrten den Verstorbenen und führten symbolisch seine Seele zu den Ahnen.
8.3 Soziale Zeremonien
Sie konnten auch bei:
• bestimmten Initiationen;
• Versöhnungszeremonien;
• Veranstaltungen zur Wiederherstellung des kollektiven Harmoniebefunds begleiten.
9. Symbolische Funktion
9.1 Die Inkarnation eines Geistes
Die Maske stellte niemals eine konkrete Person dar.
Einmal getragen, wurde sie temporär zur sichtbaren Inkarnation einer spirituellen Macht.
9.2 Schutz
Ihre Anwesenheit sollte:
• schädliche Einflüsse fernhalten;
• das Dorf schützen;
• Wohlstand sichern;
• den sozialen Zusammenhalt wahren.
9.3 Vermittlung
Der Tänzer sprach nicht mehr in seinem eigenen Namen.
Die Maske machte ihn zum Mittler zwischen:
• den Lebenden;
• den Ahnen;
• den schützenden Geistern.
10. Künstlerische Qualitäten
Dieses Exemplar weist mehrere bemerkenswerte Qualitäten auf.
10.1 Sehr ausgewogene Skulptur
Die Volumen sind gleichmäßig verteilt.
Das Gesicht bewahrt trotz der Kraft des Scheitels eine bemerkenswerte Sanftheit.
10.2 Hervorragene Symmetrie
Die Proportionen sind besonders harmonisch.
Die Mittellinie wird mit hoher Präzision eingehalten.
10.3 Ausgezeichnete technische Meisterschaft
Der Bildhauer hat erreicht:
• eine extrem gleichmäßige Politur;
• sauberste Linien;
• fließende Übergänge zwischen den verschiedenen Volumen.
Die Schnitzerei des Schnabels und der Augenlider zeugen von einer hervorragenden Beherrschung des Holzes.
11. Erhaltungszustand
Die Fotografien zeigen:
• eine alte, gleichmäßige braun-schwarze Patina;
• eine bedeutende Politur auf den Reliefs;
• Abnutzungsspuren, die auf wiederholte Handhabung hindeuten;
• einige kleine alte Absplitterungen am Scheitel und an der Oberseite des Vogels;
• die Füße des Vogels wurden wieder angeklebt;
• eine geringe Austrittsfuge oben in der Mitte des Rückens, bedingt durch natürliche Holztrocknung mit einer Metallklammer;
• ein Inneres mit Abnutzung.
Der Gesamtzustand wirkt zufriedenstellend.
13. Fazit
Diese Maske ist ein sehr schönes Beispiel der yaouré-Kunst der Elfenbeinküste. Sie vereint alle Merkmale, die in dieser Tradition gesucht werden: ein idealisiertes weibliches Gesicht mit harmonischen Proportionen, eine raffinierte geometrische Dekoration, fein ausgeführte Scarifikationen und ein spektakulärer Scheitel, der von einem Vogel mit langem Schnabel gekrönt wird – wahrscheinlich inspiriert vom Kakapo. Diese Ikonografie spiegelt die wesentliche Funktion der Maske als Vermittler zwischen Menschen und der unsichtbaren Welt wider. Speziell dazu bestimmt, die großen gemeinschaftlichen Zeremonien, Beerdigungen oder bestimmte rituelle Manifestationen zu begleiten, stellte sie eine schützende Präsenz dar, die das Gleichgewicht der Gemeinschaft zu sichern vermag. Die Qualität der Schnitzkunst, die Feinheit der Dekors und die alte Patina, die an diesem Exemplar zu beobachten ist, machen es zu einem repräsentativen Werk der klassischen Yaouré-Tradition und belegen das hohe Niveau, das die Werkstätten im Zentrum-West der Elfenbeinküste erreicht hatten.
Die Pakete werden von Montag bis Samstag versendet, mit Versicherung und Sendungsverfolgung.
Lieferung innerhalb von Frankreich in 1 bis 3 Tagen mit Chronopost, 2 bis 5 Tagen in der gesamten Europäischen Union.
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