KIYOTADA IV • Die Jungfrau am Dōjō-ji-Tempel • 1939 • Kabuki-Japanischer Holzschnitt • Ukiyoe - Japan - 20. Jahrhundert






Verfügt über einen Master in japanischer Kunstgeschichte und mehr als 10 Jahre Erfahrung.
95 € | ||
|---|---|---|
79 € | ||
4 € | ||
Käuferschutz auf Catawiki
Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen
Trustpilot 4.4 | 139133 Bewertungen
Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.
Original-Holzschnitt von Torii Kiyotada VII aus 1939 mit dem Titel KIYOTADA IV: The Maiden at Dōjō-ji Temple, Kabuki-Uk ukiyo-e, ca. 45 × 29 cm, in ausgezeichnetem Zustand, Privatsammlung.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
** eine der ganz wenigen onnagata / bijin Motive in einer ansonsten von Aragoto dominierten Kiyotada-Serie. Musume Dōjōji ist das eine am meisten gefeierte Tanz-Drama auf der Kabuki-Bühne, und die Deluxe- Drucklegung hier (erhabener Rand, Gaufrage, sichtbares Mikä im Rollen-Streifen) ist die Serie in voller Stärke. **
Künstler: Torii Kiyotada VII (鳥居清忠, 1875–1941) — siebte Generation Oberhaupt der Torii-Schule; geboren als Saitō Chōkichi (auch katalogisiert als Kiyotada IV)
Titel: Kyōganoko Musume Dōjōji (京鹿子娘道成寺) — „Die Jungfrau am Dōjō-ji-Tempel“
Rolle: Die Shirabyōshi-Tänzerin Hanako (白拍子花子) — in Wahrheit der rachsüchtige Geist von Kiyohime — dargestellt in der berühmten Hanagasa (Blumen-Hut) Sequenz
Serie: Aus Kötats late Deluxe-Gruppe Kabuki-Rollen-Porträts, veröffentlicht unter dem Druck der Gekikadō Zuihitsu (劇雅堂随筆) Prägung
Technik: Holzschnitt (Mokuhanga), Deluxe-Ausgabe — Blindprägung (Karazuri) im Rand und Unterlage, Gaufrage in den Textilien, feine Bokashi-Gradierung im Himmel
Datum: ca. 1939 (Gruppe 1938–1940)
Format: Großformat — ca. 44,5 × 29 cm (17½ × 11½ in.) auf dickem Deluxe-Washi
Signatur & Siegel: Signiert Kiyotada (清忠) im Kursive-Schriftzug im oberen rechten Kartuschenfeld, rotes Künstler-Siegel; Titelkartusche 京鹿子娘道成寺 oben links, mit angrenzendem Rollen-Streifen
------------------------------------
Druck & Farben: Frisch und klar, mit der Deluxe-Drucklegung in voller Wirkung — das tiefes Indigo-zu-Jade Bokashi des Untergrunds, das gesättigte Karmin der Blumen-Hüte, das klare schwarze Keyblock im Haar und in den Konturen, und das fein geschnitzte Sakura-Muster, das sich über den rosa Kimono verteilt. Der breite äußere Rand trägt ein blind-embossed geometrisches Schlüsselfräs-Muster, und der schmale Rollen-Streifen scheint einen Mikas-Grund zu tragen.
Papier: Dickes, hochwertiges Washi mit vollständigen Rändern. Leichte, gleichmäßige Vergilbung, die dem Alter entspricht und normal für einen Druck dieser Epoche ist.
------------------------------------
Die Szene — Die Tänzerin unter dem Blumen-Hut
Kiyotada arbeitet en bloc nah heran, und das gesamte Design dreht sich um einen einzigen Abwärtsblick. Hanako erscheint unter dem breiten karminroten Hanagasa, dessen Schnur unter ihr Kinn geknotet ist, ihr Kopf geneigt und ihre Augen gesenkt in dem ruhigen, leicht melancholischen Ausdruck des Kudoki — dem lyrischen Moment, in dem die Sehnsucht einer Frau durch die Choreografie hervortreten lässt. Ihre pinkfarbene Überrobe ist mit Kirschblüten übersät; dahinter und daneben drücken weitere Blumen-Hüte am rechten Rand hinein, die Masse der Hanagasa der bekanntesten Sequenz des Tanzes, während ein schwarzes Unterkleid mit bunten Rundeln den unteren linken Bereich verankert.
Die Torii-Schule malte Kabuki-Werbeposter seit drei Jahrhunderten, und das Erbe ist hier lesbar — der flache, gesättigte Untergrund, die selbstbewusste schwarze Zeichnung, die Bereitschaft, einen Kopf und eine Geste eine gesamte Seite tragen zu lassen. Doch während die Aragoto-Designs in dieser Gruppe schreien, ist dieses bewusst leise: ein Bijin-Skizzenporträt einer Onnagata am innersten Moment des Stücks, gedruckt mit denselben Deluxe-Mitteln.
---------------------------------------
Das Stück — Die Jungfrau, die Glocke und die Schlange
Kyōganoko Musume Dōjōji ist das älteste überlieferte Nō-abgeleitete Kabuki-Tanz-Drama und gilt allgemein als Höhepunkt der Dōjōji-mono-Tradition. Eine neue Glocke wird am Dōjō-ji-Tempel geweiht. Eine Shirabyōshi-Tänzerin namens Hanako kommt und bittet um Verehrung vor ihr; die Mönche verweigern dies — Frauen ist seit der Katastrophe des Tempels mit der Schlange verwehrt worden —, geben aber nach, wenn sie dafür tanzen darf. Es folgt fast eine Stunde Solo-Tanz, eine der großen Prüfungen im Leben eines Onnagata, der durch formale, an Nō angelehnte Passagen, das kokette Mari-tsuki Ballspiel, das Kudoki einer verliebten Frau und den massiven Blumen-Hut-Tanz führt, mit bis zu neun Kostümwechseln, die durch Hikinuki ausgeführt werden — dem Aufpeppen der Nähfäden auf der Bühne. Die Mönche fallen unter ihren Bann. Ihr Tanz wird wilder; sie versuchen zu stoppen, scheitern, und im Höhepunkt besteigt sie die Glocke und enthüllt sich als Schlangen-Geist von Kiyohime, der sie einst zerstört hatte, indem er den Priester Anchin, der ihre Liebe abgelehnt hatte, darin verbrennt. Zum ersten Mal in den 1750er-Jahren aufgeführt, ist es nie aus dem Repertoire verschwunden.
------------------------------------------------
Torii Kiyotada IV — Erbe der Maler der Kabuki-Bühne
Über mehr als drei Jahrhunderte nahm die Torii-Schule eine singular Rolle in der japanischen Kunst ein: Ihre Künstler waren die erblichen Maler der Kabuki-Werbeplakate und Theaterwerbung, die kühnen, auffälligen Plakate, die das Edo-Publikum in die Theaterhäuser zogen. Torii Kiyotada IV (1875–1941), geboren als Saitō Chōkichi, wurde das siebte Oberhaupt dieser Linie, von Kindheit an eingetaucht in die dramatischen Silhouetten und die kraftvolle Zeichnung der Bühne. Am bekanntesten ist er für seine Kabuki Jūhachiban-Designs der 1890er Jahre und später, gegen Lebensende, für auffällige Deluxe-Drucke wie diesen — Werke, die die Torii-Werbebanner-Ästhetik in eine moderne, sammelbare Form tragen. Er nahm Torii Kotondo (später Kiyotada V) auf und ausbildete ihn, den gefeierten Shin-hanga-Designer.
Der Verkäufer stellt sich vor
** eine der ganz wenigen onnagata / bijin Motive in einer ansonsten von Aragoto dominierten Kiyotada-Serie. Musume Dōjōji ist das eine am meisten gefeierte Tanz-Drama auf der Kabuki-Bühne, und die Deluxe- Drucklegung hier (erhabener Rand, Gaufrage, sichtbares Mikä im Rollen-Streifen) ist die Serie in voller Stärke. **
Künstler: Torii Kiyotada VII (鳥居清忠, 1875–1941) — siebte Generation Oberhaupt der Torii-Schule; geboren als Saitō Chōkichi (auch katalogisiert als Kiyotada IV)
Titel: Kyōganoko Musume Dōjōji (京鹿子娘道成寺) — „Die Jungfrau am Dōjō-ji-Tempel“
Rolle: Die Shirabyōshi-Tänzerin Hanako (白拍子花子) — in Wahrheit der rachsüchtige Geist von Kiyohime — dargestellt in der berühmten Hanagasa (Blumen-Hut) Sequenz
Serie: Aus Kötats late Deluxe-Gruppe Kabuki-Rollen-Porträts, veröffentlicht unter dem Druck der Gekikadō Zuihitsu (劇雅堂随筆) Prägung
Technik: Holzschnitt (Mokuhanga), Deluxe-Ausgabe — Blindprägung (Karazuri) im Rand und Unterlage, Gaufrage in den Textilien, feine Bokashi-Gradierung im Himmel
Datum: ca. 1939 (Gruppe 1938–1940)
Format: Großformat — ca. 44,5 × 29 cm (17½ × 11½ in.) auf dickem Deluxe-Washi
Signatur & Siegel: Signiert Kiyotada (清忠) im Kursive-Schriftzug im oberen rechten Kartuschenfeld, rotes Künstler-Siegel; Titelkartusche 京鹿子娘道成寺 oben links, mit angrenzendem Rollen-Streifen
------------------------------------
Druck & Farben: Frisch und klar, mit der Deluxe-Drucklegung in voller Wirkung — das tiefes Indigo-zu-Jade Bokashi des Untergrunds, das gesättigte Karmin der Blumen-Hüte, das klare schwarze Keyblock im Haar und in den Konturen, und das fein geschnitzte Sakura-Muster, das sich über den rosa Kimono verteilt. Der breite äußere Rand trägt ein blind-embossed geometrisches Schlüsselfräs-Muster, und der schmale Rollen-Streifen scheint einen Mikas-Grund zu tragen.
Papier: Dickes, hochwertiges Washi mit vollständigen Rändern. Leichte, gleichmäßige Vergilbung, die dem Alter entspricht und normal für einen Druck dieser Epoche ist.
------------------------------------
Die Szene — Die Tänzerin unter dem Blumen-Hut
Kiyotada arbeitet en bloc nah heran, und das gesamte Design dreht sich um einen einzigen Abwärtsblick. Hanako erscheint unter dem breiten karminroten Hanagasa, dessen Schnur unter ihr Kinn geknotet ist, ihr Kopf geneigt und ihre Augen gesenkt in dem ruhigen, leicht melancholischen Ausdruck des Kudoki — dem lyrischen Moment, in dem die Sehnsucht einer Frau durch die Choreografie hervortreten lässt. Ihre pinkfarbene Überrobe ist mit Kirschblüten übersät; dahinter und daneben drücken weitere Blumen-Hüte am rechten Rand hinein, die Masse der Hanagasa der bekanntesten Sequenz des Tanzes, während ein schwarzes Unterkleid mit bunten Rundeln den unteren linken Bereich verankert.
Die Torii-Schule malte Kabuki-Werbeposter seit drei Jahrhunderten, und das Erbe ist hier lesbar — der flache, gesättigte Untergrund, die selbstbewusste schwarze Zeichnung, die Bereitschaft, einen Kopf und eine Geste eine gesamte Seite tragen zu lassen. Doch während die Aragoto-Designs in dieser Gruppe schreien, ist dieses bewusst leise: ein Bijin-Skizzenporträt einer Onnagata am innersten Moment des Stücks, gedruckt mit denselben Deluxe-Mitteln.
---------------------------------------
Das Stück — Die Jungfrau, die Glocke und die Schlange
Kyōganoko Musume Dōjōji ist das älteste überlieferte Nō-abgeleitete Kabuki-Tanz-Drama und gilt allgemein als Höhepunkt der Dōjōji-mono-Tradition. Eine neue Glocke wird am Dōjō-ji-Tempel geweiht. Eine Shirabyōshi-Tänzerin namens Hanako kommt und bittet um Verehrung vor ihr; die Mönche verweigern dies — Frauen ist seit der Katastrophe des Tempels mit der Schlange verwehrt worden —, geben aber nach, wenn sie dafür tanzen darf. Es folgt fast eine Stunde Solo-Tanz, eine der großen Prüfungen im Leben eines Onnagata, der durch formale, an Nō angelehnte Passagen, das kokette Mari-tsuki Ballspiel, das Kudoki einer verliebten Frau und den massiven Blumen-Hut-Tanz führt, mit bis zu neun Kostümwechseln, die durch Hikinuki ausgeführt werden — dem Aufpeppen der Nähfäden auf der Bühne. Die Mönche fallen unter ihren Bann. Ihr Tanz wird wilder; sie versuchen zu stoppen, scheitern, und im Höhepunkt besteigt sie die Glocke und enthüllt sich als Schlangen-Geist von Kiyohime, der sie einst zerstört hatte, indem er den Priester Anchin, der ihre Liebe abgelehnt hatte, darin verbrennt. Zum ersten Mal in den 1750er-Jahren aufgeführt, ist es nie aus dem Repertoire verschwunden.
------------------------------------------------
Torii Kiyotada IV — Erbe der Maler der Kabuki-Bühne
Über mehr als drei Jahrhunderte nahm die Torii-Schule eine singular Rolle in der japanischen Kunst ein: Ihre Künstler waren die erblichen Maler der Kabuki-Werbeplakate und Theaterwerbung, die kühnen, auffälligen Plakate, die das Edo-Publikum in die Theaterhäuser zogen. Torii Kiyotada IV (1875–1941), geboren als Saitō Chōkichi, wurde das siebte Oberhaupt dieser Linie, von Kindheit an eingetaucht in die dramatischen Silhouetten und die kraftvolle Zeichnung der Bühne. Am bekanntesten ist er für seine Kabuki Jūhachiban-Designs der 1890er Jahre und später, gegen Lebensende, für auffällige Deluxe-Drucke wie diesen — Werke, die die Torii-Werbebanner-Ästhetik in eine moderne, sammelbare Form tragen. Er nahm Torii Kotondo (später Kiyotada V) auf und ausbildete ihn, den gefeierten Shin-hanga-Designer.
