Eine Bronzeskulptur - Kulango - Ghana (Ohne mindestpreis)

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Dimitri André
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Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Die Gegenüberstellung der Kulango-Bronzefigur mit einer modern an Henry Moore erinnernden Skulptur zeigt, wie skulpturale Traditionen, geografisch, kulturell und zeitlich getrennt, zu bemerkenswert verwandten formalen Lösungen gelangen können. Beide Figuren lösen den menschlichen Körper aus naturalistischer Repräsentation und verdichten ihn zu einer elementaren skulpturalen Form. Kopf, Oberkörper, Arme und Beine bleiben ablesbar, doch die Anatomie wird der Plastizität, Linie, Proportion und Silhouette untergeordnet. Vor allem dieser ausgeprägte Grad der Abstraktion verbindet die beiden Werke.

In der Kulango-Figur wird der menschliche Körper in eine nahezu zeichenhafte Konfiguration verwandelt. Der verlängerte Rumpf, der nach vorne geneigte Kopf und die radikal vereinfachten Gliedmaßen verleihen der Skulptur eine konzentrierte, eigenständige Präsenz. Anatomische Details werden nicht dargestellt, sondern nur angedeutet. Was zählt, ist nicht die Repräsentation eines einzelnen Körpers, sondern seine skulpturale Essenz. Die Figur wirkt zugleich archaisch und auffallend modern: Ihre expressive Kraft ergibt sich aus Proportion, Silhouette, Spannung und dem Verhältnis einer kleinen Anzahl klar artikulierter Formen.

Hommage an Henry Moore, werfen Sie einen Blick auf das letzte Foto der Fotoserie.

Hier entsteht ein überzeugender Dialog mit Henry Moore. Moore näherte sich dem menschlichen Körper wiederholt nicht als feste anatomische Struktur, sondern als Ausgangspunkt für eine autonome Formensprache. Insbesondere seine sitzenden und liegenden Figuren werden oft zu skulpturalen Landschaften, in denen einzelne Partien zusammenfließen, sich öffnen oder in große, ruhige Volumen transformieren. Die Moore-inspirierte Figur folgt einem ähnlichen Prinzip. Kopf und Oberkörper bilden eine kompakte, fast geologische Masse, während die Arme in den Körper fließen und zusammen mit den Beinen eine architektonische Struktur schaffen. Die Öffnung im Zentrum ist ebenso wichtig wie das umliegende Material: Leerer Raum wird selbst zu einem aktiven Element der Skulptur.

In der Kulango-Figur ist die Beziehung zwischen Körper und Raum weniger ausdrücklich durch Öffnungen artikuliert, doch der negative Raum ist für seine Präsenz gleichermaßen wichtig. Die Abstände zwischen Armen und Rumpf, die Stellung der Beine und die Neigung des Kopfes erzeugen einen Rhythmus, in dem Masse und Leere interagieren. In der modernen Figur wird dieses Prinzip verstärkt und monumentalisiert. Der Körper wird zu einer Art skulpturaler Architektur.

Henry Moore setzte sich umfangreich mit nicht-europäischer und prähistorischer Skulptur auseinander und gehörte einer Generation europäischer Künstler an, für die solche Werke entscheidende Impulse gaben, über akademische Vorstellungen des menschlichen Körpers hinauszugehen. Die Gegenüberstellung ist daher weniger als Anspruch auf direkte formale Einflüsse zu verstehen, sondern als Dialog zwischen verschiedenen skulpturalen Traditionen. Sie erinnert uns auch daran, dass Abstraktion keineswegs eine Erfindung des europäischen Modernismus ist. Radikale Vereinfachung des Körpers, Konzentration auf elementare Volumen und die expressive Transformation menschlicher Proportionen gab es in afrikanischen Skulpturtraditionen lange vor dem Aufkommen moderner Abstraktion in Europa.

Genau hierin liegt die besondere Resonanz der Begegnung. Das, was Moore als eine absichtliche Abweichung vom europäischen Naturalismus erscheinen lässt, begegnet im Kulango-Bronze in einer eigenständigen künstlerischen Tradition und kulturellen Kontext. Dennoch nähern sich beide Werke dem menschlichen Körper nicht primär als etwas, das getreu reproduziert werden soll, sondern als grundlegendes skulpturales Motiv. Der Körper wird zum Träger von Rhythmus, Gewicht, Raum und Ausdruck. Trotz ihrer sehr unterschiedlichen Ursprünge treten die beiden Skulpturen so in einen auffälligen visuellen Dialog: eine Sprache der Reduktion, in der das Weglassen von Details die menschliche Präsenz nicht mindert, sondern intensiviert.

Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz erzeugt und beruhen auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.

Invt. Nr. MAZ21572

Der Verkäufer garantiert und kann nachweisen, dass das Objekt legal erworben wurde. Dem Verkäufer wurde von Catawiki mitgeteilt, dass er die gesetzlich und regulatorisch in seinem Wohnsitzland vorgeschriebenen Dokumente vorlegen muss. Der Verkäufer garantiert und ist berechtigt, dieses Objekt zu verkaufen/exportieren. Der Verkäufer wird dem Käufer alle bekannten Herkunftsinformationen zum Objekt mitteilen. Der Verkäufer stellt sicher, dass alle notwendigen Genehmigungen beantragt werden bzw. beantragt werden. Der Verkäufer wird den Käufer umgehend über etwaige Verzögerungen bei der Beschaffung solcher Genehmigungen informieren.

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
Übersetzt mit Google Übersetzer

Die Gegenüberstellung der Kulango-Bronzefigur mit einer modern an Henry Moore erinnernden Skulptur zeigt, wie skulpturale Traditionen, geografisch, kulturell und zeitlich getrennt, zu bemerkenswert verwandten formalen Lösungen gelangen können. Beide Figuren lösen den menschlichen Körper aus naturalistischer Repräsentation und verdichten ihn zu einer elementaren skulpturalen Form. Kopf, Oberkörper, Arme und Beine bleiben ablesbar, doch die Anatomie wird der Plastizität, Linie, Proportion und Silhouette untergeordnet. Vor allem dieser ausgeprägte Grad der Abstraktion verbindet die beiden Werke.

In der Kulango-Figur wird der menschliche Körper in eine nahezu zeichenhafte Konfiguration verwandelt. Der verlängerte Rumpf, der nach vorne geneigte Kopf und die radikal vereinfachten Gliedmaßen verleihen der Skulptur eine konzentrierte, eigenständige Präsenz. Anatomische Details werden nicht dargestellt, sondern nur angedeutet. Was zählt, ist nicht die Repräsentation eines einzelnen Körpers, sondern seine skulpturale Essenz. Die Figur wirkt zugleich archaisch und auffallend modern: Ihre expressive Kraft ergibt sich aus Proportion, Silhouette, Spannung und dem Verhältnis einer kleinen Anzahl klar artikulierter Formen.

Hommage an Henry Moore, werfen Sie einen Blick auf das letzte Foto der Fotoserie.

Hier entsteht ein überzeugender Dialog mit Henry Moore. Moore näherte sich dem menschlichen Körper wiederholt nicht als feste anatomische Struktur, sondern als Ausgangspunkt für eine autonome Formensprache. Insbesondere seine sitzenden und liegenden Figuren werden oft zu skulpturalen Landschaften, in denen einzelne Partien zusammenfließen, sich öffnen oder in große, ruhige Volumen transformieren. Die Moore-inspirierte Figur folgt einem ähnlichen Prinzip. Kopf und Oberkörper bilden eine kompakte, fast geologische Masse, während die Arme in den Körper fließen und zusammen mit den Beinen eine architektonische Struktur schaffen. Die Öffnung im Zentrum ist ebenso wichtig wie das umliegende Material: Leerer Raum wird selbst zu einem aktiven Element der Skulptur.

In der Kulango-Figur ist die Beziehung zwischen Körper und Raum weniger ausdrücklich durch Öffnungen artikuliert, doch der negative Raum ist für seine Präsenz gleichermaßen wichtig. Die Abstände zwischen Armen und Rumpf, die Stellung der Beine und die Neigung des Kopfes erzeugen einen Rhythmus, in dem Masse und Leere interagieren. In der modernen Figur wird dieses Prinzip verstärkt und monumentalisiert. Der Körper wird zu einer Art skulpturaler Architektur.

Henry Moore setzte sich umfangreich mit nicht-europäischer und prähistorischer Skulptur auseinander und gehörte einer Generation europäischer Künstler an, für die solche Werke entscheidende Impulse gaben, über akademische Vorstellungen des menschlichen Körpers hinauszugehen. Die Gegenüberstellung ist daher weniger als Anspruch auf direkte formale Einflüsse zu verstehen, sondern als Dialog zwischen verschiedenen skulpturalen Traditionen. Sie erinnert uns auch daran, dass Abstraktion keineswegs eine Erfindung des europäischen Modernismus ist. Radikale Vereinfachung des Körpers, Konzentration auf elementare Volumen und die expressive Transformation menschlicher Proportionen gab es in afrikanischen Skulpturtraditionen lange vor dem Aufkommen moderner Abstraktion in Europa.

Genau hierin liegt die besondere Resonanz der Begegnung. Das, was Moore als eine absichtliche Abweichung vom europäischen Naturalismus erscheinen lässt, begegnet im Kulango-Bronze in einer eigenständigen künstlerischen Tradition und kulturellen Kontext. Dennoch nähern sich beide Werke dem menschlichen Körper nicht primär als etwas, das getreu reproduziert werden soll, sondern als grundlegendes skulpturales Motiv. Der Körper wird zum Träger von Rhythmus, Gewicht, Raum und Ausdruck. Trotz ihrer sehr unterschiedlichen Ursprünge treten die beiden Skulpturen so in einen auffälligen visuellen Dialog: eine Sprache der Reduktion, in der das Weglassen von Details die menschliche Präsenz nicht mindert, sondern intensiviert.

Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz erzeugt und beruhen auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.

Invt. Nr. MAZ21572

Der Verkäufer garantiert und kann nachweisen, dass das Objekt legal erworben wurde. Dem Verkäufer wurde von Catawiki mitgeteilt, dass er die gesetzlich und regulatorisch in seinem Wohnsitzland vorgeschriebenen Dokumente vorlegen muss. Der Verkäufer garantiert und ist berechtigt, dieses Objekt zu verkaufen/exportieren. Der Verkäufer wird dem Käufer alle bekannten Herkunftsinformationen zum Objekt mitteilen. Der Verkäufer stellt sicher, dass alle notwendigen Genehmigungen beantragt werden bzw. beantragt werden. Der Verkäufer wird den Käufer umgehend über etwaige Verzögerungen bei der Beschaffung solcher Genehmigungen informieren.

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
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Details

Ethnie/ Kultur
Kulango
Herkunftsland
Ghana
Material
Bronze
Sold with stand
Nein
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A bronze sculpture
Höhe
23 cm
Gewicht
1,6 kg
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
6604
Verkaufte Objekte
99,43 %
protop

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Unternehmen:
Jaenicke Njoya GmbH
Repräsentant:
Wolfgang Jaenicke
Adresse:
Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
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Email:
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