Eine Bronzeskulptur - Zahnbelag - Benin - Nigeria

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Dimitri André
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Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.

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Bronzen Reliefplatte aus Nigeria in der beninischen Hofkultur, mit dem Titel 'A bronze sculpture', die einen Reiter zu Pferd zeigt, original/offiziell und in befriedigem Zustand.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Die vorliegende Reliefplatte zeigt einen kunstvoll geschmückten Reiter, der auf einem Pferd nach links zieht, und gehört zu einer außergewöhnlich seltenen ikonografischen Gruppe innerhalb der hofkantigen Bronzeguss-Tradition des Königreichs Benin. Während Reitendarstellungen in Form völlig dreidimensionaler Skulpturen in bedeutenden Museumssammlungen gut bekannt sind, scheint die Übertragung dieses Motivs in das Format einer Palastplatte deutlich seltener zu sein.

Von besonderer Bedeutung ist der Vergleich mit der Reliefplatte: Reiter im Weltmuseum Wien, Inventar-Nr. 64796. Das Wiener Exemplar gehörte zur Sammlung von Kapitän Wilhelm Albert Maschmann und kam 1899 ins Museum. Das Weltmuseum datiert es in das 16./17. Jahrhundert, benennt das Material als Messing und schreibt es einem unbekannten Meister der Bronzegießerzunft des Königreichs Benin zu. Die frühe Aufnahme der Wiener Platte liefert einen historisch dokumentierten Referenzpunkt für das Vorhandensein des Reiter-Themas im Korpus der Benin-Palastplatten.

Die Beziehung zwischen dem vorliegenden Werk und der Wiener Platte ist nicht nur bedeutsam, weil beide eine Reitersfigur darstellen, sondern weil sie die Anpassung eines hochunverwechselbaren skulpturalen Typs an das rechteckige architektonische Format der Palastplatte demonstrieren. Der Wiener Vergleich belegt somit, dass das Reitmotiv nicht auf die viel bekannteren freistehenden Skulpturen beschränkt war, sondern auch Teil des historischen Repertoires der Benin-Reliefgusskunst war – wenngleich offenbar nur sehr selten.

In der vorliegenden Platte wird die Beziehung zur Skulptur im Rund durch die außergewöhnliche Tiefenwirkung des Reliefs nochmals betont. Pferd und Reiter ragen deutlich aus dem dicht gearbeiteten Hintergrund hervor. Kopf und Hals des Pferdes, der Oberkörper und die Arme des Reiters sowie besonders seine beeindruckende Kopfbedeckung sind nahezu vollständig in Rundform modelliert. Die Seitenansicht demonstriert, wie stark die Figur von der Trägerplatte absteht. Die Arbeit nimmt so eine faszinierende Zwischenposition zwischen architektonischem Relief und eigenständiger Skulptur ein.

Der Reiter trägt eine aufwändige hohe Kopfbedeckung mit langen federartigen Elementen, umfangreiche Hals- und Körperornamente sowie Armreifen. Eine Hand kontrolliert die Zügel, während die gehobene Hand eine lange Waffe oder Lanze hält. Das Pferd selbst ist sorgfältig gestaltet und mit aufwendig gearbeiteter Baubeschläge versehen. Sowohl der hohe Status des Reiters als auch die visuelle Betonung des Pferdes kennzeichnen ein Bild, das sich mit Rang, Autorität und militärischer bzw. politischer Macht auseinandersetzt.

Der nächstgelegene breitere historische Kontext wird durch die berühmten freistehenden Benin-Reiter geliefert. Die genaue Identität dieser Figuren ist jedoch Gegenstand erheblicher wissenschaftlicher Debatten geblieben. Es wäre daher irreführend, dem Reiter der gegenwärtigen Platte einen endgültigen historischen Namen zuzuweisen.

Eine einflussreiche Interpretation verbindet die Reiterfigur mit Oranmiyan, dem Prinzen von Ife, der eine fundamentale Stellung in der dynastischen Tradition Benins einnimmt und traditionell mit der Einführung von Pferden nach Benin assoziiert wird. Weitere Interpretationen sahen den Reiter als Herrscher Benins. Tunis schlug Oba Ehengbuda (ca. 1578–1608) vor, dargestellt in der Ausrüstung eines Oyo-Yoruba-Kavalleristen, während Karpinski einer von Paula Ben-Amos vertretenen Interpretation folgte, die den Typ mit Oranmiyan in Verbindung bringe. William Fagg hatte früher einen wichtigen Reiter als Bote aus einem nördlichen Emirat interpretiert. Joseph Nevadomsky schlug später den Attah von Idah, Herrscher der Igala, vor und argumentierte später für eine Verbindung mit Oba Esigie und dem historischen Gedächtnis des Benin-Idah-Konflikts. Die Diskussion des Britischen Museums über seinen bedeutenden freistehenden Reiter verzeichnet diese konkurrierenden Interpretationen und betont die vielfältigen und sich überschneidenden Bedeutungen des Reiterbildes in der Benin-Kunst am Hof.

Die Frage der Identifikation bleibt daher offen. Was mit größerer Zuversicht gesagt werden kann, ist, dass der Reiter ein starkes hofisches Bild von Königswesen, Eroberung, Prestige sowie politischer Autorität darstellt. Die gegenwärtige Platte ist besonders wichtig, weil sie diese gefeierte skulpturale Gattung in den architektonischen und historischen Kontext der Palastplatte überführt.

Die Oberflächengestaltung ist ebenso bemerkenswert. Der Hintergrund ist dicht gestanzt und von einem umfangreichen Muster stilisierter floraler oder Rosetten-Motive überzogen, was ein reich gegliedertes Feld schafft, vor dem der stark vorspringende Reiter positioniert ist. Von besonderem kunsthistorischem Interesse sind die gemusterten seitlichen Flansche, bei denen ein aufwändiges verflochtenes oder gewebtes Band-Muster deutlich sichtbar ist.

Diese Flanschmuster gewinnen im Lichte der herausragenden Arbeit von Kathryn Wysocki Gunsch besondere Bedeutung. Ihre systematische Studie der Benin-Platten gehört zu den wichtigsten jüngsten Beiträgen zum Verständnis des Korpus. Ausgehend von fast 850 erhaltenen Platten kombinierte Gunsch Ikonografie, historische Dokumentation, mündliche Überlieferungen und eine genaue Untersuchung der materiellen Eigenschaften der Objekte in einer ehrgeizigen Rekonstruktion von Werkstattgruppen und der möglichen ursprünglichen Anordnung der Platten im Palast. Ihre Veröffentlichung klassifiziert Platten speziell nach Flanschmuster-Kategorien und Untertypen, wodurch Merkmale, die bisher relativ wenig Beachtung fanden, eine wichtige Rolle beim Aufbau von Beziehungen innerhalb des Korpus erhalten. (Routledge)

Die Bedeutung von Gunsch’ Arbeit zeigt sich in ihrer Übernahme in aktuelle Museums-Katalogisierungen. Das British Museum ordnet Platten ausdrücklich ihren Flanschmuster-Gruppen zu, einschließlich der Gruppe des „doppelt gewebten Flanschmusters“, und verbindet einzelne Werke mit den Prozessionssäulen-Sets, die in ihrer Studie rekonstruiert wurden. Das auffällige verflochtene Muster auf den Flanschen der vorliegenden Platte verdient daher eine besonders sorgfältige Gegenüberstellung mit Gunsch’s Kategorien und mit der Flanschbehandlung des Reiters aus Wien.

Gleichzeitig sollte der beträchtliche Wert von Gunschs kunsthistorischer Leistung von der unabhängigen wissenschaftlichen Authentizität eines einzelnen Objekts unterschieden werden. Ihre Methodik liefert einen außerordentlich ausgeprägten Rahmen für vergleichende Klassifikation, Werkstattbeziehungen und die Rekonstruktion des Plattenkorpus, doch kann solche kunsthistorische Beweise an sich nicht die wissenschaftliche Untersuchung ersetzen, wenn ein bislang unbeachtet gebliebenes Werk bewertet wird.

Angesichts der außergewöhnlichen Seltenheit des Reitmotivs in Plattenform empfehlen wir daher, dass der Erwerb des vorliegenden Werks durch eine seriöse Sammlung von einer umfassenden technischen und wissenschaftlichen Untersuchung begleitet wird. Wenn Originalmaterialien aus keramischen Gusskerne in geschützten Bereichen der Gussanlage überdauern, sollten Thermolumineszenz-Analysen des geeigneten Kernmaterials erwogen werden. Wichtig ist zu betonen, dass TL das Messing selbst nicht datiert; unter geeigneten Bedingungen kann es Hinweise auf das letzte Brennen keramischen Materials im Zusammenhang mit dem Gussprozess geben. Die Untersuchung der Legierung, der Guss-Technologie, Korrosionsprodukten, Oberfläche und etwaiger verbleibender Kernmaterialien würde wertvolle ergänzende Hinweise liefern.

Eine solche wissenschaftliche Untersuchung würde die Bedeutung von Gunsch’ Methodik nicht mindern, sondern sie ergänzen. Die Kombination aus kunsthistorischer Typologie, Flanschmuster-Analyse, ikonografischer Vergleich, Guss-Technologie und unabhängigen wissenschaftlichen Belegen würde eine außergewöhnlich starke Grundlage für die Beurteilung dieses bemerkenswerten Objekts bieten.

Die besondere Bedeutung der gegenwärtigen Platte liegt in der Verbindung mehrerer ungewöhnlicher Merkmale: der extreme Seltenheit des Reiter-Themas im Plattensorpus, die fast vollumfängliche dreidimensionale Modellierung von Pferd und Reiter, der reich gestanzte und ornamentierte Hintergrund sowie die markante verflochtene Flanschdekoration. Die historisch belegte Reiterplatte aus der ehemaligen Maschmann-Sammlung, heute Weltmuseum Wien, Inventar-Nr. 64796, bietet einen besonders wichtigen museumsspezifischen Vergleich und bestätigt die Präsenz dieses ungewöhnlichen ikonografischen Typs im historischen Korpus der Benin-Palastplatten.

Ausgewählte Literatur

Kathryn Wysocki Gunsch, The Benin Plaques: A 16th Century Imperial Monument, London und New York: Routledge, 2018. Besonders relevant sind die Abschnitte über Werkstattpraxis und architektonische Installation sowie Anhang 1–2 zu Flansch-Muster-Kategorien und Untertypen.

Paula Girshick Ben-Amos, The Art of Benin, London: British Museum Press, 1995.

Paula Ben-Amos, Art, Innovation, and Politics in Eighteenth-Century Benin, Bloomington: Indiana University Press, 1999.

William B. Fagg, Nigerian Images, London: Lund Humphries, 1963; spätere Auflage in der Bibliographie des British Museum, London: Lund Humphries, 1973.

William B. Fagg, Divine Kingship in Africa, London: British Museum Publications, 1978.

Felix von Luschan, Die Altertümer von Benin, 3 Bände, Berlin: Veröffentlichungen aus dem Museum für Völkerkunde, 1919.

Philip J. C. Dark, An Introduction to Benin Art and Technology, Oxford: Clarendon Press, 1973.

Joseph Nevadomsky, “The Benin Bronze Horseman as the Ata of Idah,” African Arts, Band 19, Nr. 4, August 1986, S. 40–47. )

Weltmuseum Wien, Reliefplatte: Reiter, Edo, Königreich Benin, 16./17. Jahrhundert, Messing, Inventar-Nr. 64796, Sammlung Wilhelm Albert Maschmann, Aufnahme 1899.

British Museum, London, Collections Online, Benin Reiterfigur, Museumsnummer Af1944,04.13, mit umfangreicher Diskussion der von Fagg, Tunis, Karpinski, Ben-Amos und Nevadomsky vorgeschlagenen Interpretationen.

British Museum, London, Collections Online, Benin Palastplatten, insbesondere Einträge klassifiziert nach Kathryn Wysocki Gunschs Flansch-Muster-Gruppen und rekonstruierte Processional Pillar Sets.

Der Preis versteht sich ohne TL-Analyse, kann aber innerhalb von vier Wochen für 350,- Euro durchgeführt werden.

Einige der Informationen wurden durch künstliche Intelligenz generiert und beruhen auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.

Inventar Nr. MAZ22030

Der Verkäufer garantiert und kann nachweisen, dass das Objekt rechtmäßig erworben wurde. Dem Verkäufer wurde von Catawiki mitgeteilt, dass er die in seinem Wohnsitzland geltenden Gesetze und Vorschriften erforderliche Dokumentation vorlegen muss. Der Verkäufer garantiert und ist berechtigt, dieses Objekt zu verkaufen/exportieren. Der Verkäufer wird dem Käufer alle bekannten Provenienzinformationen über das Objekt mitteilen. Der Verkäufer sorgt dafür, dass alle notwendigen Genehmigungen vorhanden sind bzw. arrangiert werden. Der Verkäufer wird den Käufer umgehend über etwaige Verzögerungen bei der Beschaffung solcher Genehmigungen informieren.

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
Übersetzt mit Google Übersetzer

Die vorliegende Reliefplatte zeigt einen kunstvoll geschmückten Reiter, der auf einem Pferd nach links zieht, und gehört zu einer außergewöhnlich seltenen ikonografischen Gruppe innerhalb der hofkantigen Bronzeguss-Tradition des Königreichs Benin. Während Reitendarstellungen in Form völlig dreidimensionaler Skulpturen in bedeutenden Museumssammlungen gut bekannt sind, scheint die Übertragung dieses Motivs in das Format einer Palastplatte deutlich seltener zu sein.

Von besonderer Bedeutung ist der Vergleich mit der Reliefplatte: Reiter im Weltmuseum Wien, Inventar-Nr. 64796. Das Wiener Exemplar gehörte zur Sammlung von Kapitän Wilhelm Albert Maschmann und kam 1899 ins Museum. Das Weltmuseum datiert es in das 16./17. Jahrhundert, benennt das Material als Messing und schreibt es einem unbekannten Meister der Bronzegießerzunft des Königreichs Benin zu. Die frühe Aufnahme der Wiener Platte liefert einen historisch dokumentierten Referenzpunkt für das Vorhandensein des Reiter-Themas im Korpus der Benin-Palastplatten.

Die Beziehung zwischen dem vorliegenden Werk und der Wiener Platte ist nicht nur bedeutsam, weil beide eine Reitersfigur darstellen, sondern weil sie die Anpassung eines hochunverwechselbaren skulpturalen Typs an das rechteckige architektonische Format der Palastplatte demonstrieren. Der Wiener Vergleich belegt somit, dass das Reitmotiv nicht auf die viel bekannteren freistehenden Skulpturen beschränkt war, sondern auch Teil des historischen Repertoires der Benin-Reliefgusskunst war – wenngleich offenbar nur sehr selten.

In der vorliegenden Platte wird die Beziehung zur Skulptur im Rund durch die außergewöhnliche Tiefenwirkung des Reliefs nochmals betont. Pferd und Reiter ragen deutlich aus dem dicht gearbeiteten Hintergrund hervor. Kopf und Hals des Pferdes, der Oberkörper und die Arme des Reiters sowie besonders seine beeindruckende Kopfbedeckung sind nahezu vollständig in Rundform modelliert. Die Seitenansicht demonstriert, wie stark die Figur von der Trägerplatte absteht. Die Arbeit nimmt so eine faszinierende Zwischenposition zwischen architektonischem Relief und eigenständiger Skulptur ein.

Der Reiter trägt eine aufwändige hohe Kopfbedeckung mit langen federartigen Elementen, umfangreiche Hals- und Körperornamente sowie Armreifen. Eine Hand kontrolliert die Zügel, während die gehobene Hand eine lange Waffe oder Lanze hält. Das Pferd selbst ist sorgfältig gestaltet und mit aufwendig gearbeiteter Baubeschläge versehen. Sowohl der hohe Status des Reiters als auch die visuelle Betonung des Pferdes kennzeichnen ein Bild, das sich mit Rang, Autorität und militärischer bzw. politischer Macht auseinandersetzt.

Der nächstgelegene breitere historische Kontext wird durch die berühmten freistehenden Benin-Reiter geliefert. Die genaue Identität dieser Figuren ist jedoch Gegenstand erheblicher wissenschaftlicher Debatten geblieben. Es wäre daher irreführend, dem Reiter der gegenwärtigen Platte einen endgültigen historischen Namen zuzuweisen.

Eine einflussreiche Interpretation verbindet die Reiterfigur mit Oranmiyan, dem Prinzen von Ife, der eine fundamentale Stellung in der dynastischen Tradition Benins einnimmt und traditionell mit der Einführung von Pferden nach Benin assoziiert wird. Weitere Interpretationen sahen den Reiter als Herrscher Benins. Tunis schlug Oba Ehengbuda (ca. 1578–1608) vor, dargestellt in der Ausrüstung eines Oyo-Yoruba-Kavalleristen, während Karpinski einer von Paula Ben-Amos vertretenen Interpretation folgte, die den Typ mit Oranmiyan in Verbindung bringe. William Fagg hatte früher einen wichtigen Reiter als Bote aus einem nördlichen Emirat interpretiert. Joseph Nevadomsky schlug später den Attah von Idah, Herrscher der Igala, vor und argumentierte später für eine Verbindung mit Oba Esigie und dem historischen Gedächtnis des Benin-Idah-Konflikts. Die Diskussion des Britischen Museums über seinen bedeutenden freistehenden Reiter verzeichnet diese konkurrierenden Interpretationen und betont die vielfältigen und sich überschneidenden Bedeutungen des Reiterbildes in der Benin-Kunst am Hof.

Die Frage der Identifikation bleibt daher offen. Was mit größerer Zuversicht gesagt werden kann, ist, dass der Reiter ein starkes hofisches Bild von Königswesen, Eroberung, Prestige sowie politischer Autorität darstellt. Die gegenwärtige Platte ist besonders wichtig, weil sie diese gefeierte skulpturale Gattung in den architektonischen und historischen Kontext der Palastplatte überführt.

Die Oberflächengestaltung ist ebenso bemerkenswert. Der Hintergrund ist dicht gestanzt und von einem umfangreichen Muster stilisierter floraler oder Rosetten-Motive überzogen, was ein reich gegliedertes Feld schafft, vor dem der stark vorspringende Reiter positioniert ist. Von besonderem kunsthistorischem Interesse sind die gemusterten seitlichen Flansche, bei denen ein aufwändiges verflochtenes oder gewebtes Band-Muster deutlich sichtbar ist.

Diese Flanschmuster gewinnen im Lichte der herausragenden Arbeit von Kathryn Wysocki Gunsch besondere Bedeutung. Ihre systematische Studie der Benin-Platten gehört zu den wichtigsten jüngsten Beiträgen zum Verständnis des Korpus. Ausgehend von fast 850 erhaltenen Platten kombinierte Gunsch Ikonografie, historische Dokumentation, mündliche Überlieferungen und eine genaue Untersuchung der materiellen Eigenschaften der Objekte in einer ehrgeizigen Rekonstruktion von Werkstattgruppen und der möglichen ursprünglichen Anordnung der Platten im Palast. Ihre Veröffentlichung klassifiziert Platten speziell nach Flanschmuster-Kategorien und Untertypen, wodurch Merkmale, die bisher relativ wenig Beachtung fanden, eine wichtige Rolle beim Aufbau von Beziehungen innerhalb des Korpus erhalten. (Routledge)

Die Bedeutung von Gunsch’ Arbeit zeigt sich in ihrer Übernahme in aktuelle Museums-Katalogisierungen. Das British Museum ordnet Platten ausdrücklich ihren Flanschmuster-Gruppen zu, einschließlich der Gruppe des „doppelt gewebten Flanschmusters“, und verbindet einzelne Werke mit den Prozessionssäulen-Sets, die in ihrer Studie rekonstruiert wurden. Das auffällige verflochtene Muster auf den Flanschen der vorliegenden Platte verdient daher eine besonders sorgfältige Gegenüberstellung mit Gunsch’s Kategorien und mit der Flanschbehandlung des Reiters aus Wien.

Gleichzeitig sollte der beträchtliche Wert von Gunschs kunsthistorischer Leistung von der unabhängigen wissenschaftlichen Authentizität eines einzelnen Objekts unterschieden werden. Ihre Methodik liefert einen außerordentlich ausgeprägten Rahmen für vergleichende Klassifikation, Werkstattbeziehungen und die Rekonstruktion des Plattenkorpus, doch kann solche kunsthistorische Beweise an sich nicht die wissenschaftliche Untersuchung ersetzen, wenn ein bislang unbeachtet gebliebenes Werk bewertet wird.

Angesichts der außergewöhnlichen Seltenheit des Reitmotivs in Plattenform empfehlen wir daher, dass der Erwerb des vorliegenden Werks durch eine seriöse Sammlung von einer umfassenden technischen und wissenschaftlichen Untersuchung begleitet wird. Wenn Originalmaterialien aus keramischen Gusskerne in geschützten Bereichen der Gussanlage überdauern, sollten Thermolumineszenz-Analysen des geeigneten Kernmaterials erwogen werden. Wichtig ist zu betonen, dass TL das Messing selbst nicht datiert; unter geeigneten Bedingungen kann es Hinweise auf das letzte Brennen keramischen Materials im Zusammenhang mit dem Gussprozess geben. Die Untersuchung der Legierung, der Guss-Technologie, Korrosionsprodukten, Oberfläche und etwaiger verbleibender Kernmaterialien würde wertvolle ergänzende Hinweise liefern.

Eine solche wissenschaftliche Untersuchung würde die Bedeutung von Gunsch’ Methodik nicht mindern, sondern sie ergänzen. Die Kombination aus kunsthistorischer Typologie, Flanschmuster-Analyse, ikonografischer Vergleich, Guss-Technologie und unabhängigen wissenschaftlichen Belegen würde eine außergewöhnlich starke Grundlage für die Beurteilung dieses bemerkenswerten Objekts bieten.

Die besondere Bedeutung der gegenwärtigen Platte liegt in der Verbindung mehrerer ungewöhnlicher Merkmale: der extreme Seltenheit des Reiter-Themas im Plattensorpus, die fast vollumfängliche dreidimensionale Modellierung von Pferd und Reiter, der reich gestanzte und ornamentierte Hintergrund sowie die markante verflochtene Flanschdekoration. Die historisch belegte Reiterplatte aus der ehemaligen Maschmann-Sammlung, heute Weltmuseum Wien, Inventar-Nr. 64796, bietet einen besonders wichtigen museumsspezifischen Vergleich und bestätigt die Präsenz dieses ungewöhnlichen ikonografischen Typs im historischen Korpus der Benin-Palastplatten.

Ausgewählte Literatur

Kathryn Wysocki Gunsch, The Benin Plaques: A 16th Century Imperial Monument, London und New York: Routledge, 2018. Besonders relevant sind die Abschnitte über Werkstattpraxis und architektonische Installation sowie Anhang 1–2 zu Flansch-Muster-Kategorien und Untertypen.

Paula Girshick Ben-Amos, The Art of Benin, London: British Museum Press, 1995.

Paula Ben-Amos, Art, Innovation, and Politics in Eighteenth-Century Benin, Bloomington: Indiana University Press, 1999.

William B. Fagg, Nigerian Images, London: Lund Humphries, 1963; spätere Auflage in der Bibliographie des British Museum, London: Lund Humphries, 1973.

William B. Fagg, Divine Kingship in Africa, London: British Museum Publications, 1978.

Felix von Luschan, Die Altertümer von Benin, 3 Bände, Berlin: Veröffentlichungen aus dem Museum für Völkerkunde, 1919.

Philip J. C. Dark, An Introduction to Benin Art and Technology, Oxford: Clarendon Press, 1973.

Joseph Nevadomsky, “The Benin Bronze Horseman as the Ata of Idah,” African Arts, Band 19, Nr. 4, August 1986, S. 40–47. )

Weltmuseum Wien, Reliefplatte: Reiter, Edo, Königreich Benin, 16./17. Jahrhundert, Messing, Inventar-Nr. 64796, Sammlung Wilhelm Albert Maschmann, Aufnahme 1899.

British Museum, London, Collections Online, Benin Reiterfigur, Museumsnummer Af1944,04.13, mit umfangreicher Diskussion der von Fagg, Tunis, Karpinski, Ben-Amos und Nevadomsky vorgeschlagenen Interpretationen.

British Museum, London, Collections Online, Benin Palastplatten, insbesondere Einträge klassifiziert nach Kathryn Wysocki Gunschs Flansch-Muster-Gruppen und rekonstruierte Processional Pillar Sets.

Der Preis versteht sich ohne TL-Analyse, kann aber innerhalb von vier Wochen für 350,- Euro durchgeführt werden.

Einige der Informationen wurden durch künstliche Intelligenz generiert und beruhen auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.

Inventar Nr. MAZ22030

Der Verkäufer garantiert und kann nachweisen, dass das Objekt rechtmäßig erworben wurde. Dem Verkäufer wurde von Catawiki mitgeteilt, dass er die in seinem Wohnsitzland geltenden Gesetze und Vorschriften erforderliche Dokumentation vorlegen muss. Der Verkäufer garantiert und ist berechtigt, dieses Objekt zu verkaufen/exportieren. Der Verkäufer wird dem Käufer alle bekannten Provenienzinformationen über das Objekt mitteilen. Der Verkäufer sorgt dafür, dass alle notwendigen Genehmigungen vorhanden sind bzw. arrangiert werden. Der Verkäufer wird den Käufer umgehend über etwaige Verzögerungen bei der Beschaffung solcher Genehmigungen informieren.

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
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Details

Einheimischer Name des Objekts
Plaque
Ethnie/ Kultur
Benin
Herkunftsland
Nigeria
Material
Bronze
Sold with stand
Nein
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A bronze sculpture
Höhe
54 cm
Tiefe
42 cm
Gewicht
10,2 kg
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
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Verkaufte Objekte
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Rechtliche Informationen des Verkäufers

Unternehmen:
Jaenicke Njoya GmbH
Repräsentant:
Wolfgang Jaenicke
Adresse:
Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY
Telefonnummer:
+493033951033
Email:
w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
USt-IdNr.:
DE241193499

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Widerrufsbelehrung

  • Frist: 14 Tage sowie gemäß den hier angegebenen Bedingungen
  • Rücksendkosten: Käufer trägt die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Ware
  • Vollständige Widerrufsbelehrung

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