Sviatlana Petushkova - Žolines - XIX






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Žolinės – XIX ist Teil einer fortlaufenden Fotoreihe, inspiriert von der Flora der Ostsee-Region und der visuellen Sprache botanischer Atlanten des neunzehnten Jahrhunderts. Anstatt Pflanzen als wissenschaftliche Exemplare zu dokumentieren, untersucht die Serie sie als lebendige Träger von Erinnerung, kultureller Identität und stiller Transformation.
Die Komposition vereint sorgfältig gesammelte Wildpflanzen zu einem zarten, fast skulpturalen Arrangement, das gegen einen tief schwarzen Hintergrund schwebt. Das Bild evoziert die Präzision historischer botanischer Darstellung und weicht zugleich von deren objektivem Zweck ab. Weiches Bewegungsmoment, subtile Unschärfe und geschichtete Transparenz vermitteln ein Gefühl von Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit und deuten darauf hin, dass sich die Natur niemals vollständig bewahren oder klassifizieren lässt.
Der Titel bezieht sich auf Žolinės, das traditionelle baltische Fest der Kräuter und die Mariä Himmelfahrt, wenn Sträuße aus wilden Blumen und Heilpflanzen gesammelt und gesegnet werden. Verwurzelt in sowohl heidnischen als auch christlichen Traditionen reflektiert das Ritual eine tiefe Beziehung zwischen Menschen, Landschaft und jahreszeitlichen Zyklen. Dieser kulturelle Bezug verwandelt die botanische Komposition in etwas, das über dokumentarische Darstellung hinausgeht — es wird zu einer stillen Meditation über Erinnerung, Zugehörigkeit und die unsichtbaren Verbindungen zwischen Mensch und Natur.
Gedruckt als großformatiger Archivpigmentdruck auf Fabriano-Baumwollpapier, betont das Werk taktile Tiefe und subtile Tonübergänge. Die reiche Oberflächenstruktur des Papiers erinnert an die materielle Gegenwart historischer botanischer Sammlungen, während der Fotografie zugleich ihr zeitgenössischer Charakter erhalten bleibt.
Balancierend zwischen wissenschaftlicher Beobachtung und poetischer Vorstellung lädt Žolinės – XIX die Betrachter ein, langsamer zu werden und die übersehene Schönheit gewöhnlicher Pflanzen zu betrachten. Das Werk ist zwischen Fotografie und botanischer Studie, zwischen Archiv und Ritual angesiedelt und bietet eine intime Reflexion über die Widerstandsfähigkeit der Natur und die Art und Weise, wie Landschaften kulturelle Erinnerung bewahren.
Žolinės – XIX ist Teil einer fortlaufenden Fotoreihe, inspiriert von der Flora der Ostsee-Region und der visuellen Sprache botanischer Atlanten des neunzehnten Jahrhunderts. Anstatt Pflanzen als wissenschaftliche Exemplare zu dokumentieren, untersucht die Serie sie als lebendige Träger von Erinnerung, kultureller Identität und stiller Transformation.
Die Komposition vereint sorgfältig gesammelte Wildpflanzen zu einem zarten, fast skulpturalen Arrangement, das gegen einen tief schwarzen Hintergrund schwebt. Das Bild evoziert die Präzision historischer botanischer Darstellung und weicht zugleich von deren objektivem Zweck ab. Weiches Bewegungsmoment, subtile Unschärfe und geschichtete Transparenz vermitteln ein Gefühl von Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit und deuten darauf hin, dass sich die Natur niemals vollständig bewahren oder klassifizieren lässt.
Der Titel bezieht sich auf Žolinės, das traditionelle baltische Fest der Kräuter und die Mariä Himmelfahrt, wenn Sträuße aus wilden Blumen und Heilpflanzen gesammelt und gesegnet werden. Verwurzelt in sowohl heidnischen als auch christlichen Traditionen reflektiert das Ritual eine tiefe Beziehung zwischen Menschen, Landschaft und jahreszeitlichen Zyklen. Dieser kulturelle Bezug verwandelt die botanische Komposition in etwas, das über dokumentarische Darstellung hinausgeht — es wird zu einer stillen Meditation über Erinnerung, Zugehörigkeit und die unsichtbaren Verbindungen zwischen Mensch und Natur.
Gedruckt als großformatiger Archivpigmentdruck auf Fabriano-Baumwollpapier, betont das Werk taktile Tiefe und subtile Tonübergänge. Die reiche Oberflächenstruktur des Papiers erinnert an die materielle Gegenwart historischer botanischer Sammlungen, während der Fotografie zugleich ihr zeitgenössischer Charakter erhalten bleibt.
Balancierend zwischen wissenschaftlicher Beobachtung und poetischer Vorstellung lädt Žolinės – XIX die Betrachter ein, langsamer zu werden und die übersehene Schönheit gewöhnlicher Pflanzen zu betrachten. Das Werk ist zwischen Fotografie und botanischer Studie, zwischen Archiv und Ritual angesiedelt und bietet eine intime Reflexion über die Widerstandsfähigkeit der Natur und die Art und Weise, wie Landschaften kulturelle Erinnerung bewahren.
