17. – 18. Jahrhundert Bronze Sammlung von 175 Buttons (Ohne mindestpreis)






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Sammlung von ca. 175 Bronzenknöpfen aus dem 17. bis 18. Jahrhundert, guter Zustand, Durchmesser 7 bis 26 mm, erworben aus einer Privatsammlung.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Sammlung von 175 Bronzeknöpfen – 17. bis 18. Jahrhundert
Kultur / Zeitraum: 17. – 18. Jahrhundert
Datum / Zeitraum: 17. – 18. Jahrhundert
Material: Bronze
Maße: Durchmesser 7–26 mm
Zustand: Guter Zustand
Kein Versand außerhalb der Europäischen Union. Aufgrund komplexer Exportvorschriften im Zusammenhang mit Kulturgütern kann dieser Gegenstand nicht außerhalb der EU versendet werden. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Lieferadresse innerhalb der Europäischen Union liegt, bevor Sie ein Gebot abgeben.
Provenienzangaben:
Objektregistrierungs-ID: 873
Der aktuelle Eigentümer (S.N.J. S.) kaufte die Sammlung von 175 Knöpfen von R.H. G. in Dordrecht.
Der Vorbesitzer, R.H. G. aus Dordrecht (Niederlande), gab an, dass sich die Sammlung seit den 1990er-Jahren in seinem Besitz befand.
Laut dem Vorbesitzer befanden sich die Objekte zuvor in einer privaten Sammlung in den Niederlanden seit den 1990er-Jahren.
Weitere Informationen zur früheren Besitzgeschichte der Sammlung lagen dem Vorbesitzer nicht vor.
Hintergrundinformationen:
Diese umfangreiche Sammlung besteht aus ca. 175 Bronzeknöpfen unterschiedlicher Größen und Formen, die grob dem 17. und 18. Jahrhundert zugeordnet werden. Die Gruppe zeigt eine abwechslungsreiche Auswahl kleiner gegossener und verarbeiteter Kleidungsverschlüsse, deren Durchmesser etwa 7 bis 26 mm beträgt. Die meisten Knöpfe tragen rückseitig eine integrierte oder separat befestigte Öse bzw. Befestigungsschiene, was die charakteristische Methode veranschaulicht, mit der solche Knöpfe an Kleidung genäht wurden.
Knöpfe waren kleine Gegenstände, doch sie bildeten einen wichtigen Teil der europäischen Materialkultur in der Frühen Neuzeit. Ihre vorrangige Funktion war praktisch: Sie fassten Mäntel, Westen, Bündel und andere Kleidungsstücke zusammen. Zugleich waren Knöpfe sichtbare Bestandteile der Kleidung und konnten erheblich zum Erscheinungsbild eines Kleidungsstücks beitragen. Ihre Größe, das Material, die Anzahl und die Verzierung konnten modische Trends, Beruf und in bestimmten Kontexten die soziale Stellung des Trägers widerspiegeln.
Die Sammlung zeigt eine beträchtliche Variation in der Verarbeitung. Zahlreiche Beispiele besitzen flache oder sanft konvexe kreisförmige Flächen mit einer vorspringenden Öse oder Schiene auf der Rückseite, während andere stärker gewölbt, kugelförmig oder knopf-ähnlich im Profil sind. Die Aufnahme zeigt auch Unterschiede in Form und Abmessungen der Befestigungsringe. Solche Variation passt zu einer Sammlung, die aus Knöpfen verschiedener Kleidungsstücke, Daten und Herstellungs traditionsen zusammengetragen wurde und nicht aus einem einzigen passenden Satz besteht.
Viele Beispiele sind relativ schlicht und verlassen sich auf ihre kreisförmige oder konvexe Form statt auf aufwändige Verzierung. Andere scheinen Spuren geometrischer, linearer, gepunkteter oder modellierter Oberflächenverzierung zu bewahren. Diese Kombination aus schlichter und dekorierter Exemplare repräsentiert die enorme Vielfalt metallischer Knöpfe, die im 17. und 18. Jahrhundert zirkulierten. Einfache Knöpfe konnten als robuste Alltagsverschlüsse dienen, während sorgfältiger ausgeführte Exemplare ein zusätzliches dekoratives Element zu einem Kleidungsstück beitragen konnten.
Bronze und verwandte Kupferlegierungen waren besonders geeignet für die Knopfherstellung. Das Metall war langlebig, ließ sich effizient gießen, nahm gravierte oder modellierte Verzierung gut auf und überstand wiederholte Handhabung deutlich besser als viele organische Materialien. Knöpfe konnten durch Gießen des Körpers in eine Form hergestellt werden, danach konnte die Oberfläche fein bearbeitet, poliert oder verziert werden. Abhängig von der Herstellungsweise konnte die Befestigungsöse als Teil des Knopfs geformt oder separat hinzugefügt werden.
Die erhaltenen Rückseiten sind besonders aufschlussreich, weil sie zeigen, wie diese Objekte funktionierten. Im Gegensatz zu modernen durchgebohrten Knöpfen, durch die der Faden direkt verläuft, waren viele Knöpfe der Frühen Neuzeit mit einer vorspringenden Öse oder Schleife versehen. Der Faden wurde durch diese Schiene geführt, wodurch die sichtbare Vorderseite ununterbrochen blieb. Diese Konstruktion war besonders für Metallknöpfe geeignet und ermöglichte eine sichere Befestigung an relativ schweren Stoffen.
Im 17. Jahrhundert begann die europäische Männergarderobe vermehrt Reihen von Knöpfen als auffällige Elemente von Mänteln, Westen und Strumpfhosen zu integrieren. Diese Entwicklung wurde insbesondere im späteren 17. und 18. Jahrhundert noch deutlicher, als lange Mäntel und Westen beträchtliche Knopfreihen tragen konnten. Nicht jeder sichtbare Knopf diente notwendigerweise einem aktiven Verschluss: Je nach Kleidungsstück und Mode konnten einige auch primär zur Symmetrie und Dekoration eingesetzt werden.
Die große Zahl der für zeitgenössische Kleidung benötigten Knöpfe führte zu spezialisierter Herstellung. Die Knopfherstellung wurde Teil eines organisierten Netzwerks aus Metallbearbeitung und kleidungsbezogenem Handwerk. Handwerker stellten Knöpfe in einer Vielzahl standardisierter und halbstandardisierter Formen her, während Händler fertige Produkte durch Städte, Märkte und regionale Handelsnetze vertrieben. Ihre Produktion gehört daher zur breiteren Entwicklung zunehmend spezialisierter Verbrauchsgüter in der Frühen Neuzeit Europas.
Die kleineren Exemplare in dieser Sammlung dienten ursprünglich leichten Kleidungsstücken oder Bereichen, in denen relativ unauffällige Verschlüsse erforderlich waren, während größere Knöpfe sich für schwerere Oberbekleidung eigneten. Die Größe allein lässt jedoch nicht sicher auf das ursprüngliche Kleidungsstück oder den Träger schließen. Ohne dokumentierte archäologische Kontexte oder identifizierbare Abzeichen sollten einzelne Exemplare nicht automatisch militärischer, ziviler oder spezieller Arbeitskleidung zugeordnet werden.
Metallknöpfe wurden zudem in der Militärgarderobe zunehmend wichtig. Im 17. Jahrhundert, und insbesondere im 18. Jahrhundert, entwickelten europäische Armeen zunehmend stärker regulierte Uniformen, in denen Knöpfe einen auffälligen Teil des Mantels und der Weste bildeten. Militärknöpfe konnten schließlich Rangnummern, Embleme oder andere identifizierende Zeichen tragen. Reine Knöpfe, die unverziert waren, wurden jedoch auch in der zivilen Kleidung umfangreich verwendet, sodass ein individuelles, unverziertes Exemplar allein aufgrund seines Materials oder seiner Konstruktion nicht automatisch als militarisch identifiziert werden kann.
Über formelle Kleidung hinaus waren Knöpfe allgegenwärtige Gegenstände des täglichen Lebens. Sie wurden angefasst, wann immer ein Kleidungsstück angezogen oder abgelegt wurde, und ihre wiederholte Benutzung konnte charakteristische Glättung und Abnutzung hervorrufen. Ein gebrochener Schaft konnte einen ansonsten intakten Knopf unbrauchbar machen, während ein langlebiger Knopf von einem abgetragenen Kleidungsstück entfernt und wiederverwendet werden konnte. Metallbeschläge hatten somit oft ein Leben, das über das ursprüngliche Kleidungsstück hinausging.
Die Unterschiede innerhalb dieser Sammlung veranschaulichen zudem die weitgehend ungleiche Natur der frühneuzeitlichen Herstellung. Obwohl Formen durch Guss wiederholt hergestellt werden konnten, blieb die Produktion abhängig von einzelnen Werkstätten, regionalen Traditionen und handwerklicher Fertigung. Geringe Unterschiede in Durchmesser, Dicke, Schaftkonstruktion und Oberflächenbehandlung können daher auch bei Knöpfen auftreten, die grob zeitlich ähnlich sind.
Kupferlegierungsknöpfe waren über europäische Handelsnetze weit verbreitet. Rohe Materialien, halbfertige Komponenten und fertige Kleidungszubehörteile zirkulierten zwischen Produktionszentren, Händlern, Schneidern und Konsumenten. Bis zum 18. Jahrhundert machte der wachsende regionale und internationale Handel relativ preisgünstige Fertigwaren für eine breite Gesellschaftsschicht zugänglich. Knöpfe sind daher nicht nur Belege für Kleidung, sondern auch für die Entwicklung von Produktion, Handel und Konsumkultur.
Die abwechslungsreiche Patinierung der Sammlung stimmt mit der Langzeitalterung kupferlegierter Objekte überein. Die Oberflächen variieren von Braun- bis Dunkelbrauntönen und grünlich angehauchten Tönen, wobei einzelne Stücke unterschiedliche Grade von Oxidation und Verkrustung zeigen. Diese Variationen können aus Unterschieden in der Legierungszusammensetzung, Herstellung, Nutzung und späteren Umweltbedingungen resultieren. Die Oberflächen und die Patina tragen zum historischen Charakter der Gruppe bei.
Sammlungen historischer Knöpfe sind besonders nützlich zur Untersuchung von Aspekten der Kleidung, die archäologisch oft schlecht erhalten sind. Textilien und Leder zersetzen sich oft im Boden, während Bronze und andere Kupferlegierungen möglicherweise lange erhalten bleiben, nachdem das Kleidungsstück selbst verschwunden ist. Knöpfe können daher greifbare Belege für Kleidungsherstellung, Mode, Handwerk und alltägliche persönliche Ausrüstung liefern.
Die breit angelegte Zuordnung 17.–18. Jahrhundert verortet diese Gruppe in eine Zeit bedeutender Veränderungen der europäischen Kleidung. Kleidung wurde zunehmend um Mäntel, Westen und andere Maßkleidungen strukturiert, während Knopfreihen sowohl praktische Verschlüsse als auch auffällige visuelle Merkmale entwickelten. Gleichzeitig machten spezialisierte Herstellung und wachsende Handelsnetze Metallzubehörteile für Kleidung in immer größerem Maßstab verfügbar.
Anstatt ein einzelnes einheitliches Set zu repräsentieren, bilden die ca. 175 Stücke eine vielfältige Studienkollektion, die Variationen in Größe, Profil, Befestigung und Verzierung über die frühneuzeitliche Bronze-Knopfherstellung hinweg illustriert. Ihr Wert als historische Objekte liegt genau in dieser Vielfalt: Zusammen zeigen sie, wie ein scheinbar bescheidenes, funktionales Objekt in zahlreichen Formen je nach Kleidungsstück, Mode, Werkstatt und beabsichtigter Nutzung existieren konnte.
Diese Knöpfe gehörten zur praktischen Materialkultur der Alltagsgarderobe. Ursprünglich an Kleidungsstücken befestigt, die längst verschwunden sind, überleben sie als langlebiger Beleg der Menschen, die solche Gegenstände im 17. und 18. Jahrhundert hergestellt, verkauft, angebracht und getragen haben. Als Sammlung bilden sie eine greifbare Verbindung zum frühneuzeitlichen europäischen Alltag und zu den wandelnden Traditionen von Kleidung, Handwerk und persönlichem Erscheinungsbild.
Sammlung von 175 Bronzeknöpfen – 17. bis 18. Jahrhundert
Kultur / Zeitraum: 17. – 18. Jahrhundert
Datum / Zeitraum: 17. – 18. Jahrhundert
Material: Bronze
Maße: Durchmesser 7–26 mm
Zustand: Guter Zustand
Kein Versand außerhalb der Europäischen Union. Aufgrund komplexer Exportvorschriften im Zusammenhang mit Kulturgütern kann dieser Gegenstand nicht außerhalb der EU versendet werden. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Lieferadresse innerhalb der Europäischen Union liegt, bevor Sie ein Gebot abgeben.
Provenienzangaben:
Objektregistrierungs-ID: 873
Der aktuelle Eigentümer (S.N.J. S.) kaufte die Sammlung von 175 Knöpfen von R.H. G. in Dordrecht.
Der Vorbesitzer, R.H. G. aus Dordrecht (Niederlande), gab an, dass sich die Sammlung seit den 1990er-Jahren in seinem Besitz befand.
Laut dem Vorbesitzer befanden sich die Objekte zuvor in einer privaten Sammlung in den Niederlanden seit den 1990er-Jahren.
Weitere Informationen zur früheren Besitzgeschichte der Sammlung lagen dem Vorbesitzer nicht vor.
Hintergrundinformationen:
Diese umfangreiche Sammlung besteht aus ca. 175 Bronzeknöpfen unterschiedlicher Größen und Formen, die grob dem 17. und 18. Jahrhundert zugeordnet werden. Die Gruppe zeigt eine abwechslungsreiche Auswahl kleiner gegossener und verarbeiteter Kleidungsverschlüsse, deren Durchmesser etwa 7 bis 26 mm beträgt. Die meisten Knöpfe tragen rückseitig eine integrierte oder separat befestigte Öse bzw. Befestigungsschiene, was die charakteristische Methode veranschaulicht, mit der solche Knöpfe an Kleidung genäht wurden.
Knöpfe waren kleine Gegenstände, doch sie bildeten einen wichtigen Teil der europäischen Materialkultur in der Frühen Neuzeit. Ihre vorrangige Funktion war praktisch: Sie fassten Mäntel, Westen, Bündel und andere Kleidungsstücke zusammen. Zugleich waren Knöpfe sichtbare Bestandteile der Kleidung und konnten erheblich zum Erscheinungsbild eines Kleidungsstücks beitragen. Ihre Größe, das Material, die Anzahl und die Verzierung konnten modische Trends, Beruf und in bestimmten Kontexten die soziale Stellung des Trägers widerspiegeln.
Die Sammlung zeigt eine beträchtliche Variation in der Verarbeitung. Zahlreiche Beispiele besitzen flache oder sanft konvexe kreisförmige Flächen mit einer vorspringenden Öse oder Schiene auf der Rückseite, während andere stärker gewölbt, kugelförmig oder knopf-ähnlich im Profil sind. Die Aufnahme zeigt auch Unterschiede in Form und Abmessungen der Befestigungsringe. Solche Variation passt zu einer Sammlung, die aus Knöpfen verschiedener Kleidungsstücke, Daten und Herstellungs traditionsen zusammengetragen wurde und nicht aus einem einzigen passenden Satz besteht.
Viele Beispiele sind relativ schlicht und verlassen sich auf ihre kreisförmige oder konvexe Form statt auf aufwändige Verzierung. Andere scheinen Spuren geometrischer, linearer, gepunkteter oder modellierter Oberflächenverzierung zu bewahren. Diese Kombination aus schlichter und dekorierter Exemplare repräsentiert die enorme Vielfalt metallischer Knöpfe, die im 17. und 18. Jahrhundert zirkulierten. Einfache Knöpfe konnten als robuste Alltagsverschlüsse dienen, während sorgfältiger ausgeführte Exemplare ein zusätzliches dekoratives Element zu einem Kleidungsstück beitragen konnten.
Bronze und verwandte Kupferlegierungen waren besonders geeignet für die Knopfherstellung. Das Metall war langlebig, ließ sich effizient gießen, nahm gravierte oder modellierte Verzierung gut auf und überstand wiederholte Handhabung deutlich besser als viele organische Materialien. Knöpfe konnten durch Gießen des Körpers in eine Form hergestellt werden, danach konnte die Oberfläche fein bearbeitet, poliert oder verziert werden. Abhängig von der Herstellungsweise konnte die Befestigungsöse als Teil des Knopfs geformt oder separat hinzugefügt werden.
Die erhaltenen Rückseiten sind besonders aufschlussreich, weil sie zeigen, wie diese Objekte funktionierten. Im Gegensatz zu modernen durchgebohrten Knöpfen, durch die der Faden direkt verläuft, waren viele Knöpfe der Frühen Neuzeit mit einer vorspringenden Öse oder Schleife versehen. Der Faden wurde durch diese Schiene geführt, wodurch die sichtbare Vorderseite ununterbrochen blieb. Diese Konstruktion war besonders für Metallknöpfe geeignet und ermöglichte eine sichere Befestigung an relativ schweren Stoffen.
Im 17. Jahrhundert begann die europäische Männergarderobe vermehrt Reihen von Knöpfen als auffällige Elemente von Mänteln, Westen und Strumpfhosen zu integrieren. Diese Entwicklung wurde insbesondere im späteren 17. und 18. Jahrhundert noch deutlicher, als lange Mäntel und Westen beträchtliche Knopfreihen tragen konnten. Nicht jeder sichtbare Knopf diente notwendigerweise einem aktiven Verschluss: Je nach Kleidungsstück und Mode konnten einige auch primär zur Symmetrie und Dekoration eingesetzt werden.
Die große Zahl der für zeitgenössische Kleidung benötigten Knöpfe führte zu spezialisierter Herstellung. Die Knopfherstellung wurde Teil eines organisierten Netzwerks aus Metallbearbeitung und kleidungsbezogenem Handwerk. Handwerker stellten Knöpfe in einer Vielzahl standardisierter und halbstandardisierter Formen her, während Händler fertige Produkte durch Städte, Märkte und regionale Handelsnetze vertrieben. Ihre Produktion gehört daher zur breiteren Entwicklung zunehmend spezialisierter Verbrauchsgüter in der Frühen Neuzeit Europas.
Die kleineren Exemplare in dieser Sammlung dienten ursprünglich leichten Kleidungsstücken oder Bereichen, in denen relativ unauffällige Verschlüsse erforderlich waren, während größere Knöpfe sich für schwerere Oberbekleidung eigneten. Die Größe allein lässt jedoch nicht sicher auf das ursprüngliche Kleidungsstück oder den Träger schließen. Ohne dokumentierte archäologische Kontexte oder identifizierbare Abzeichen sollten einzelne Exemplare nicht automatisch militärischer, ziviler oder spezieller Arbeitskleidung zugeordnet werden.
Metallknöpfe wurden zudem in der Militärgarderobe zunehmend wichtig. Im 17. Jahrhundert, und insbesondere im 18. Jahrhundert, entwickelten europäische Armeen zunehmend stärker regulierte Uniformen, in denen Knöpfe einen auffälligen Teil des Mantels und der Weste bildeten. Militärknöpfe konnten schließlich Rangnummern, Embleme oder andere identifizierende Zeichen tragen. Reine Knöpfe, die unverziert waren, wurden jedoch auch in der zivilen Kleidung umfangreich verwendet, sodass ein individuelles, unverziertes Exemplar allein aufgrund seines Materials oder seiner Konstruktion nicht automatisch als militarisch identifiziert werden kann.
Über formelle Kleidung hinaus waren Knöpfe allgegenwärtige Gegenstände des täglichen Lebens. Sie wurden angefasst, wann immer ein Kleidungsstück angezogen oder abgelegt wurde, und ihre wiederholte Benutzung konnte charakteristische Glättung und Abnutzung hervorrufen. Ein gebrochener Schaft konnte einen ansonsten intakten Knopf unbrauchbar machen, während ein langlebiger Knopf von einem abgetragenen Kleidungsstück entfernt und wiederverwendet werden konnte. Metallbeschläge hatten somit oft ein Leben, das über das ursprüngliche Kleidungsstück hinausging.
Die Unterschiede innerhalb dieser Sammlung veranschaulichen zudem die weitgehend ungleiche Natur der frühneuzeitlichen Herstellung. Obwohl Formen durch Guss wiederholt hergestellt werden konnten, blieb die Produktion abhängig von einzelnen Werkstätten, regionalen Traditionen und handwerklicher Fertigung. Geringe Unterschiede in Durchmesser, Dicke, Schaftkonstruktion und Oberflächenbehandlung können daher auch bei Knöpfen auftreten, die grob zeitlich ähnlich sind.
Kupferlegierungsknöpfe waren über europäische Handelsnetze weit verbreitet. Rohe Materialien, halbfertige Komponenten und fertige Kleidungszubehörteile zirkulierten zwischen Produktionszentren, Händlern, Schneidern und Konsumenten. Bis zum 18. Jahrhundert machte der wachsende regionale und internationale Handel relativ preisgünstige Fertigwaren für eine breite Gesellschaftsschicht zugänglich. Knöpfe sind daher nicht nur Belege für Kleidung, sondern auch für die Entwicklung von Produktion, Handel und Konsumkultur.
Die abwechslungsreiche Patinierung der Sammlung stimmt mit der Langzeitalterung kupferlegierter Objekte überein. Die Oberflächen variieren von Braun- bis Dunkelbrauntönen und grünlich angehauchten Tönen, wobei einzelne Stücke unterschiedliche Grade von Oxidation und Verkrustung zeigen. Diese Variationen können aus Unterschieden in der Legierungszusammensetzung, Herstellung, Nutzung und späteren Umweltbedingungen resultieren. Die Oberflächen und die Patina tragen zum historischen Charakter der Gruppe bei.
Sammlungen historischer Knöpfe sind besonders nützlich zur Untersuchung von Aspekten der Kleidung, die archäologisch oft schlecht erhalten sind. Textilien und Leder zersetzen sich oft im Boden, während Bronze und andere Kupferlegierungen möglicherweise lange erhalten bleiben, nachdem das Kleidungsstück selbst verschwunden ist. Knöpfe können daher greifbare Belege für Kleidungsherstellung, Mode, Handwerk und alltägliche persönliche Ausrüstung liefern.
Die breit angelegte Zuordnung 17.–18. Jahrhundert verortet diese Gruppe in eine Zeit bedeutender Veränderungen der europäischen Kleidung. Kleidung wurde zunehmend um Mäntel, Westen und andere Maßkleidungen strukturiert, während Knopfreihen sowohl praktische Verschlüsse als auch auffällige visuelle Merkmale entwickelten. Gleichzeitig machten spezialisierte Herstellung und wachsende Handelsnetze Metallzubehörteile für Kleidung in immer größerem Maßstab verfügbar.
Anstatt ein einzelnes einheitliches Set zu repräsentieren, bilden die ca. 175 Stücke eine vielfältige Studienkollektion, die Variationen in Größe, Profil, Befestigung und Verzierung über die frühneuzeitliche Bronze-Knopfherstellung hinweg illustriert. Ihr Wert als historische Objekte liegt genau in dieser Vielfalt: Zusammen zeigen sie, wie ein scheinbar bescheidenes, funktionales Objekt in zahlreichen Formen je nach Kleidungsstück, Mode, Werkstatt und beabsichtigter Nutzung existieren konnte.
Diese Knöpfe gehörten zur praktischen Materialkultur der Alltagsgarderobe. Ursprünglich an Kleidungsstücken befestigt, die längst verschwunden sind, überleben sie als langlebiger Beleg der Menschen, die solche Gegenstände im 17. und 18. Jahrhundert hergestellt, verkauft, angebracht und getragen haben. Als Sammlung bilden sie eine greifbare Verbindung zum frühneuzeitlichen europäischen Alltag und zu den wandelnden Traditionen von Kleidung, Handwerk und persönlichem Erscheinungsbild.
Details
Disclaimer
Der Verkäufer wurde von Catawiki über die Anforderungen an die Dokumentation informiert und garantiert Folgendes: - Das Objekt wurde rechtmäßig erworben. - Der Verkäufer hat das Recht, das Objekt zu verkaufen und/oder zu exportieren (sofern zutreffend). - Der Verkäufer wird die erforderlichen Herkunftsinformationen bereitstellen und die notwendigen Dokumente sowie Genehmigungen bzw. Lizenzen besorgen (soweit zutreffend und gemäß den örtlichen Gesetzen geboten). - Der Verkäufer wird den Käufer über etwaige Verzögerungen bei der Erlangung von Genehmigungen bzw. Lizenzen informieren. Mit der Abgabe eines Gebots erkennen Sie an, dass je nach Ihrem Wohnsitzland Importdokumente erforderlich sein können und die Beschaffung von Genehmigungen bzw. Lizenzen zu Verzögerungen bei der Lieferung Ihres Objekts führen kann.
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