Kasten - Exklusives Handschuhkästchen im Art-Déco-Intarsienstil – "Jane Avril" (Hommage an Toulouse-Lautrec)






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Ein französisches Art Déco-inlays Gehäuse für Handschuhe aus der Zeit um 1920–1930, Maße 9 × 11 × 32 cm.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Prächtiges und eindrucksvolles rechteckiges Schminkkassettchen aus antikem Art Déco-Zeitalter (ca. 1920–1930), historisch als Aufbewahrung für lange Abendhandschuhe oder feinen Schmuck vorgesehen. Das Artefakt stellt eine wunderbare Zeugenschaft des stilistischen Übergangsmomentums der Zwanziger dar, in dem die fließenden, geschwungenen Linien der Bänder des Art Nouveau mit dem starken Farbkontrast und der geometrischen Sinnlichkeit des Art Déco verschmelzen.
ATTRIBUZIONE E RILEVANZA STORICO-ARTISTICAInvenzione Grafica d'Autore: Das obere Paneel trägt ein kostbares figürliches Werk, das eine explicite und kultivierte Hommage an die legendäre Moulin-Rouge-Tänzerin Jane Avril darstellt, international durch Meister der Post-Impressionismus Henri de Toulouse-Lautrec verewigt. Der Schreiner hat das berühmte Modell der Pariser Plakate des späten 19. Jahrhunderts klug neu interpretiert und sich auf das kühnste und bekannteste Detail der Auftritte der Avril konzentriert: die ikonischen, extrem kontrastreichen langen schwarzen Strümpfe, die während der Can-Can‑Schritte gezeigt werden.
Eccellenza della Manifattura ad Intarsio: Unter technischen Gesichtspunkten zeigt das Werk bemerkenswerte Ebenholzarbeiten (zuordbar zu den feinen Werkstätten in der Umgebung von Sorrento oder Mitteleuropa). Der Körper der Ballerina ist mit sehr hellen Ahorn‑Mosaiksteinen gefertigt, um nackt wirkende Haut zu imitieren, deutlich im Kontrast zum dunklen, in Ton getönten Holz der Strümpfe.
Uso Sapiente delle Venature: Eine wahre Feinheit für Kenner liegt im reichen goldenen Drapieren: Die Holzfragmente wurden zugeschnitten und so aneinandergereiht, dass sie dem natürlichen Verlauf der Holzmaserung folgen (Flamm-Marquiert). Diese technische Vorrichtung erzeugt eine lebendige Dreidimensionalität, die die Bewegung des Gewebes bei wechselndem Licht simuliert. Die fisionomischen Details und anatomischen Konturen sind meisterhaft durch eine feine Heißprägung (Pirographie) und Tinte definiert.
NOTE DI COLLEZIONISMO E CURIOSITÀ STORICHEDas Geheimnis der Schwarzen Strümpfe und der Can-Can-Skandal: Die Wahl des Handwerkers, das Intarsio auf die langen schwarzen Strümpfe zu konzentrieren, ist kein Zufall. Im Paris der späten 19. Jahrhunderts wurde Jane Avril (spöttisch „La Mélinite“, also die Dynamit-Dynamaik) durch ihren wilden, gelenkigen Tanz zur absoluten Berühmtheit im Moulin Rouge, besonders weil sie sich – anders als andere Tänzerinnen – ausschließlich schwarze Strümpfe und Unterwäsche trug. Diese visuelle Extravaganz, die der Intarsiatore hier durch den Kontrast von dunklem Holz betont hat, entzückte das Publikum der damaligen Epoche und machte sie zu einer der meistfotografierten Frauen der Belle Époque.
Die geheime Muse des Genies: Jane Avril war nicht nur Tänzerin, sondern die intimste Muse und Beschützerin von Henri de Toulouse-Lautrec. Sie war es, die ihn verteidigte, als die Pariser Kritiker ihn als Ausgestoßenen betrachteten, und Lautrec revanchierte sich, indem er ihre ikonischen Beine in Werbeplakaten verewigte, die heute in den größten Museen der Welt zu finden sind, vom MoMA in New York bis zum Musée d’Orsay in Paris. Diese Schachtel repräsentiert den Übergang jener Pariser Avantgarde aus dem Papier in die Welt des Heim-Ebanistik der 20er Jahre.
L’Enigma delle "Linee di Fuoco": Die Gesichtszüge und die Frisur der Kurzhaar-Frau (typisch für die Mode der emanzipierten Frauen der 20er Jahre) zeigen feine schwarze Linien. Es handelt sich um eine im Atelier geläufige Technik, bekannt als Feuerbrandprägung/charakteristische "Bruciatura a fuoco". Der Handwerker benutzte millimetergenaue heiße Metallwerkzeuge, um das Holz zu brennen, ohne die Furnieroberfläche vollständig zu verbrennen: ein langwieriger und risikoreicher Prozess, bei dem schon ein Millimeter Fehler mit dem heißen Eisen das helle Ahornfurnier unumkehrbar verkohlen und die gesamte Deckplatte der Schachtel zerstören könnte.
CONDITION REPORT (Stato di Conservazione)L'oggetto si presenta in buone condizioni strutturali complessive, absolut intakt e completo delle sue cerniere metalliche originali dell'epoca. Die Oberfläche bewahrt eine prachtvolle Patina des Zeitgeists, niemals durch moderne Restaurierungen verändert. Als Element absolute Transparenz und Garantie der Echtheit für Sammler seien die physiologischen Spuren der Zeit vermerkt: leichte und eng begrenzte Risse durch natürliche Holzschwundung an der linken Schulter der Figur und am äußeren Holzboden, zusammen mit winzigen und marginalen Abnutzungen des umlaufenden Furniers. Diese Elemente schließen jegliche Art von jüngster Reproduktion aus und belegen die Originalität und Historizität des Stücks.
Der Verkäufer stellt sich vor
Prächtiges und eindrucksvolles rechteckiges Schminkkassettchen aus antikem Art Déco-Zeitalter (ca. 1920–1930), historisch als Aufbewahrung für lange Abendhandschuhe oder feinen Schmuck vorgesehen. Das Artefakt stellt eine wunderbare Zeugenschaft des stilistischen Übergangsmomentums der Zwanziger dar, in dem die fließenden, geschwungenen Linien der Bänder des Art Nouveau mit dem starken Farbkontrast und der geometrischen Sinnlichkeit des Art Déco verschmelzen.
ATTRIBUZIONE E RILEVANZA STORICO-ARTISTICAInvenzione Grafica d'Autore: Das obere Paneel trägt ein kostbares figürliches Werk, das eine explicite und kultivierte Hommage an die legendäre Moulin-Rouge-Tänzerin Jane Avril darstellt, international durch Meister der Post-Impressionismus Henri de Toulouse-Lautrec verewigt. Der Schreiner hat das berühmte Modell der Pariser Plakate des späten 19. Jahrhunderts klug neu interpretiert und sich auf das kühnste und bekannteste Detail der Auftritte der Avril konzentriert: die ikonischen, extrem kontrastreichen langen schwarzen Strümpfe, die während der Can-Can‑Schritte gezeigt werden.
Eccellenza della Manifattura ad Intarsio: Unter technischen Gesichtspunkten zeigt das Werk bemerkenswerte Ebenholzarbeiten (zuordbar zu den feinen Werkstätten in der Umgebung von Sorrento oder Mitteleuropa). Der Körper der Ballerina ist mit sehr hellen Ahorn‑Mosaiksteinen gefertigt, um nackt wirkende Haut zu imitieren, deutlich im Kontrast zum dunklen, in Ton getönten Holz der Strümpfe.
Uso Sapiente delle Venature: Eine wahre Feinheit für Kenner liegt im reichen goldenen Drapieren: Die Holzfragmente wurden zugeschnitten und so aneinandergereiht, dass sie dem natürlichen Verlauf der Holzmaserung folgen (Flamm-Marquiert). Diese technische Vorrichtung erzeugt eine lebendige Dreidimensionalität, die die Bewegung des Gewebes bei wechselndem Licht simuliert. Die fisionomischen Details und anatomischen Konturen sind meisterhaft durch eine feine Heißprägung (Pirographie) und Tinte definiert.
NOTE DI COLLEZIONISMO E CURIOSITÀ STORICHEDas Geheimnis der Schwarzen Strümpfe und der Can-Can-Skandal: Die Wahl des Handwerkers, das Intarsio auf die langen schwarzen Strümpfe zu konzentrieren, ist kein Zufall. Im Paris der späten 19. Jahrhunderts wurde Jane Avril (spöttisch „La Mélinite“, also die Dynamit-Dynamaik) durch ihren wilden, gelenkigen Tanz zur absoluten Berühmtheit im Moulin Rouge, besonders weil sie sich – anders als andere Tänzerinnen – ausschließlich schwarze Strümpfe und Unterwäsche trug. Diese visuelle Extravaganz, die der Intarsiatore hier durch den Kontrast von dunklem Holz betont hat, entzückte das Publikum der damaligen Epoche und machte sie zu einer der meistfotografierten Frauen der Belle Époque.
Die geheime Muse des Genies: Jane Avril war nicht nur Tänzerin, sondern die intimste Muse und Beschützerin von Henri de Toulouse-Lautrec. Sie war es, die ihn verteidigte, als die Pariser Kritiker ihn als Ausgestoßenen betrachteten, und Lautrec revanchierte sich, indem er ihre ikonischen Beine in Werbeplakaten verewigte, die heute in den größten Museen der Welt zu finden sind, vom MoMA in New York bis zum Musée d’Orsay in Paris. Diese Schachtel repräsentiert den Übergang jener Pariser Avantgarde aus dem Papier in die Welt des Heim-Ebanistik der 20er Jahre.
L’Enigma delle "Linee di Fuoco": Die Gesichtszüge und die Frisur der Kurzhaar-Frau (typisch für die Mode der emanzipierten Frauen der 20er Jahre) zeigen feine schwarze Linien. Es handelt sich um eine im Atelier geläufige Technik, bekannt als Feuerbrandprägung/charakteristische "Bruciatura a fuoco". Der Handwerker benutzte millimetergenaue heiße Metallwerkzeuge, um das Holz zu brennen, ohne die Furnieroberfläche vollständig zu verbrennen: ein langwieriger und risikoreicher Prozess, bei dem schon ein Millimeter Fehler mit dem heißen Eisen das helle Ahornfurnier unumkehrbar verkohlen und die gesamte Deckplatte der Schachtel zerstören könnte.
CONDITION REPORT (Stato di Conservazione)L'oggetto si presenta in buone condizioni strutturali complessive, absolut intakt e completo delle sue cerniere metalliche originali dell'epoca. Die Oberfläche bewahrt eine prachtvolle Patina des Zeitgeists, niemals durch moderne Restaurierungen verändert. Als Element absolute Transparenz und Garantie der Echtheit für Sammler seien die physiologischen Spuren der Zeit vermerkt: leichte und eng begrenzte Risse durch natürliche Holzschwundung an der linken Schulter der Figur und am äußeren Holzboden, zusammen mit winzigen und marginalen Abnutzungen des umlaufenden Furniers. Diese Elemente schließen jegliche Art von jüngster Reproduktion aus und belegen die Originalität und Historizität des Stücks.
