Léon Lempereur (1891–1964) - Vase - tropfende Glasur - Steinzeug - ART DECO - Blütenpiekser






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Art Deco Pique-Fleurs Steinzeugvase von Léon Lempereur (1891–1964), Sars-Poteries, Frankreich, aus den 1920er–1930er Jahren, mit Dripping-Glasur, 12 cm hoch und 10 cm Durchmesser, in hervorragendem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Léon Lempereur Grès Flammé Pique-Fleurs – Sars-Poteries, Frankreich, 1920er–1930er Jahre
Eine seltene und hoch begehrte Pique-Fleurs (Blumenfangvase) des belgisch geborenen Keramikkünstlers Léon Lempereur (1891–1964), hergestellt in Sars-Poteries im Norden Frankreichs während der 1920er–1930er Jahre. Die Vase misst nur 12 cm in der Höhe und verbindet eine elegante skulpturale Silhouette mit einem ungewöhnlich durchbrochenen oberen Abschnitt, der dazu dient, einzelne Blumenstiele zu halten.
Das beeindruckenste Merkmal ist Lempereurs charakteristische, mehrlagige grès-Flammé-Glasur. Tiefes Kobalt- und Rauchblau, Olivgrün, Ocker, Goldbraun und silbergrau fließen ineinander, während sich unter der Oberfläche dezente Rosé- und Violettakzente zeigen. Lempereur war bekannt dafür, seine Glasuren mit Pinsel in sechs bis sieben aufeinanderfolgenden Schichten aufzutragen, um diese komplexen Effekte zu erzielen. Die unterschiedlichen Glasurzusammensetzungen reagierten während des Brandes und waren besonders empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen und der Atmosphäre im Ofen, was zu feinen Variationen führte, die jedes fertige Stück im Wesentlichen einzigartig machten.
Dieses Exemplar ist aus Sammlerperspektive besonders interessant, da es Lempereurs charakteristische experimentelle Glasur mit einer ungewöhnlich aufwändigen und technisch anspruchsvollen Form verbindet. Anstatt als herkömmliche Vase mit einem separaten herausnehmbaren Blumenfang-Insert oder Deckel konstruiert zu sein, wurde der durchbrochene obere Abschnitt als integraler Bestandteil des Gefäßes selbst geformt, wodurch ein einzelner, durchgehender Keramikkörper entstand. Die zahlreichen individuell geformten Öffnungen und die skulpturale konzentrische Struktur des oberen Teils verleihen dem Stück beträchtliche Komplexität. Diese Kombination aus ungewöhnlicher Bauweise, kompakter skulpturaler Form und Lempereurs charakteristischer mehrlagiger Glasur macht es zu einem besonders ansprechenden Beispiel seines künstlerischen Steinzeugs.
Der Boden ist individuell handgestochen mit „L. Lempereur / Sars Poteries“ versehen, ergänzt durch eine zusätzliche handschriftliche Werkstattnotiz oder Nummer. Dabei handelt es sich nicht um eine gedruckte oder geprägte Fabrikmarke, sondern um die eigenhändige Signatur des Töpfermeisters, was die individuelle Charakteristik des Stücks unterstreicht.
Lempereur und sein Werk sind in Fauconnier & Migeot, Sel et Feu (1995), S. 138, dokumentiert, wo mehrere Beispiele seiner handschriftlichen Signaturen abgebildet sind. Die dokumentierten Signaturen stimmen eng mit der Inschrift auf der Basis dieser Pique-Fleurs überein.
Über Léon Lempereur
Léon Lempereur (Bouffioulx 1891 – Sars-Poteries 1964) wurde in Bouffioulx, Belgien, geboren, einem der historischen Zentren der belgischen Steingutproduktion. Nach seiner Heirat ließ er sich 1913 in Acoz nieder und kehrte 1919 in die Bouffioulx-Region zurück, wo er in der Töpferei Grégoire-Bailleau in Châtelet arbeitete. In den 1920er-Jahren zog er nach Sars-Poteries im Norden Frankreichs, wo er sowohl Gebrauchs keramik als auch künstlerische Steinware produzierte. Besonders mit seinen unverwechselbaren grès-flammés assoziiert er wurde, gekennzeichnet durch komplexe, mehrlagige Glasuren und reichhaltig variierten Effekten, die beim Brennen entstehen. Sein Werk gehört zum keramischen Erbe von Sars-Poteries und ist in Fachliteratur zur Töpfertradition der Region dokumentiert.
Wird sorgfältig verpackt, gut geschützt und versichert
Léon Lempereur Grès Flammé Pique-Fleurs – Sars-Poteries, Frankreich, 1920er–1930er Jahre
Eine seltene und hoch begehrte Pique-Fleurs (Blumenfangvase) des belgisch geborenen Keramikkünstlers Léon Lempereur (1891–1964), hergestellt in Sars-Poteries im Norden Frankreichs während der 1920er–1930er Jahre. Die Vase misst nur 12 cm in der Höhe und verbindet eine elegante skulpturale Silhouette mit einem ungewöhnlich durchbrochenen oberen Abschnitt, der dazu dient, einzelne Blumenstiele zu halten.
Das beeindruckenste Merkmal ist Lempereurs charakteristische, mehrlagige grès-Flammé-Glasur. Tiefes Kobalt- und Rauchblau, Olivgrün, Ocker, Goldbraun und silbergrau fließen ineinander, während sich unter der Oberfläche dezente Rosé- und Violettakzente zeigen. Lempereur war bekannt dafür, seine Glasuren mit Pinsel in sechs bis sieben aufeinanderfolgenden Schichten aufzutragen, um diese komplexen Effekte zu erzielen. Die unterschiedlichen Glasurzusammensetzungen reagierten während des Brandes und waren besonders empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen und der Atmosphäre im Ofen, was zu feinen Variationen führte, die jedes fertige Stück im Wesentlichen einzigartig machten.
Dieses Exemplar ist aus Sammlerperspektive besonders interessant, da es Lempereurs charakteristische experimentelle Glasur mit einer ungewöhnlich aufwändigen und technisch anspruchsvollen Form verbindet. Anstatt als herkömmliche Vase mit einem separaten herausnehmbaren Blumenfang-Insert oder Deckel konstruiert zu sein, wurde der durchbrochene obere Abschnitt als integraler Bestandteil des Gefäßes selbst geformt, wodurch ein einzelner, durchgehender Keramikkörper entstand. Die zahlreichen individuell geformten Öffnungen und die skulpturale konzentrische Struktur des oberen Teils verleihen dem Stück beträchtliche Komplexität. Diese Kombination aus ungewöhnlicher Bauweise, kompakter skulpturaler Form und Lempereurs charakteristischer mehrlagiger Glasur macht es zu einem besonders ansprechenden Beispiel seines künstlerischen Steinzeugs.
Der Boden ist individuell handgestochen mit „L. Lempereur / Sars Poteries“ versehen, ergänzt durch eine zusätzliche handschriftliche Werkstattnotiz oder Nummer. Dabei handelt es sich nicht um eine gedruckte oder geprägte Fabrikmarke, sondern um die eigenhändige Signatur des Töpfermeisters, was die individuelle Charakteristik des Stücks unterstreicht.
Lempereur und sein Werk sind in Fauconnier & Migeot, Sel et Feu (1995), S. 138, dokumentiert, wo mehrere Beispiele seiner handschriftlichen Signaturen abgebildet sind. Die dokumentierten Signaturen stimmen eng mit der Inschrift auf der Basis dieser Pique-Fleurs überein.
Über Léon Lempereur
Léon Lempereur (Bouffioulx 1891 – Sars-Poteries 1964) wurde in Bouffioulx, Belgien, geboren, einem der historischen Zentren der belgischen Steingutproduktion. Nach seiner Heirat ließ er sich 1913 in Acoz nieder und kehrte 1919 in die Bouffioulx-Region zurück, wo er in der Töpferei Grégoire-Bailleau in Châtelet arbeitete. In den 1920er-Jahren zog er nach Sars-Poteries im Norden Frankreichs, wo er sowohl Gebrauchs keramik als auch künstlerische Steinware produzierte. Besonders mit seinen unverwechselbaren grès-flammés assoziiert er wurde, gekennzeichnet durch komplexe, mehrlagige Glasuren und reichhaltig variierten Effekten, die beim Brennen entstehen. Sein Werk gehört zum keramischen Erbe von Sars-Poteries und ist in Fachliteratur zur Töpfertradition der Region dokumentiert.
Wird sorgfältig verpackt, gut geschützt und versichert
