Knieende Frauenstatue – Yoruba-Tradition, Nigeria - Knieende Frauenstatue – Yoruba-Tradition, Nigeria - Yoruba - Nigeria (Ohne mindestpreis)

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

STATUE FÉMININE AGENOUILLÉE – TRADITION YORUBA, NIGERIA
HAUTEUR : 55 cm
LARGEUR : 21 cm
DIAMÈTRE : 59 cm

Bei den Yoruba, einem Volk, das hauptsächlich im Südwesten Nigerias sowie in bestimmten Regionen Benins und Togo ansässig ist, nimmt die Skulptur seit Jahrhunderten einen wichtigen Platz im religiösen, sozialen und politischen Ausdruck ein. Die yorubische Kunst zielt nicht nur auf die physische Darstellung eines Individuums ab: Sie kann auch Vorstellungen von Würde, Charakter, Respekt, Fruchtbarkeit und der Verbindung zur spirituellen Welt übersetzen.

Die Darstellung einer knienden Figur ist eine besonders bedeutungsvolle Haltung in der yorubischen Kultur. Sich niederzubeugen kann Respekt, Demut und das Grüßen gegenüber einer hochrangigen Person, einem Herrscher, einem Ältesten oder einer spirituellen Kraft ausdrücken. In der traditionellen Ikonografie taucht diese Haltung insbesondere in bestimmten weiblichen Figuren auf, die mit Kontexten von Hof, Heiligtum oder Opfergaben verbunden sind.

Die Frau nimmt außerdem eine symbolisch zentrale Stellung im yorubischen Denken ein. Mutterschaft und weibliche Macht sind mit der Kontinuität der Gemeinschaft und der Weitergabe des Lebens verbunden. Deshalb setzen einige weibliche Skulpturen bewusst Brust, Bauch oder Körperhaltung in Szene: Diese Merkmale können Fruchtbarkeit, Mutterschaft und schöpferische Kraft andeuten, ohne dass man jeder Skulptur automatisch diese Funktion zuschreiben könnte.

Besondere Aufmerksamkeit wird auch dem Kopf – orí – geschenkt. In der yorubischen Denkwelt geht der Orí über die bloße Anatomie hinaus: Er ist eng mit der tieferen Identität und dem persönlichen Schicksal verbunden. Diese Bedeutung erklärt teilweise die Vorherrschaft des Kopfes in vielen yorubischen Werken sowie die Sorgfalt, mit der Gesicht, Frisur und Körpermarkierungen gestaltet werden.

Die Scarifications und eingravierten Muster, die man an manchen Skulpturen findet, erinnern an Identitätszeichen, die früher in verschiedenen yorubischen Gemeinschaften getragen wurden. Sie tragen ebenso zur ästhetischen Sprache der Skulptur bei, genauso wie die aufwändigen Frisuren, die Schönheit, Identität und Status ausdrücken können.

Der traditionelle yorubische Spiritualismus baut auf einem komplexen Weltbild auf, in dem Olódùmarè, das Höchste Wesen, eine fundamentale Stellung innehat, neben den òrìṣà, göttlichen Kräften, die in verschiedenen Bereichen des Daseins wirken. Die Skulpturen konnten in bestimmten religiösen oder Gedenkkontexten verwendet werden, aber auch im Reich der Königsherrschaft und der Prestigesgesellschaften.

So gehört die kniende weibliche Figur zu einer langen künstlerischen Tradition, in der die Haltung selbst Sinnträger ist. Sie kann zugleich Respekt, Würde, Weiblichkeit, Transmission und Beziehung zum Heiligen hervorrufen.

Die vorliegende Skulptur fügt sich visuell in dieses Erbe ein: Ihre kniende Position, ihre starke Frontalisierung, ihre ausgearbeitete Frisur und der Schwerpunkt auf dem Gesicht verleihen ihr eine feierliche Präsenz. Ihre dunkle Patina, ihre Abnutzungsspuren und die sichtbaren Unregelmäßigkeiten der Oberfläche tragen voll und ganz zu ihrem Charakter bei und müssen unverändert belassen werden.

Ein Werk mit kraftvoller Präsenz, das die Reichhaltigkeit der Bildsprache der Skulptur und das symbolische Universum des Yoruba-Volkes bezeugt.

STATUE FÉMININE AGENOUILLÉE – TRADITION YORUBA, NIGERIA
HAUTEUR : 55 cm
LARGEUR : 21 cm
DIAMÈTRE : 59 cm

Bei den Yoruba, einem Volk, das hauptsächlich im Südwesten Nigerias sowie in bestimmten Regionen Benins und Togo ansässig ist, nimmt die Skulptur seit Jahrhunderten einen wichtigen Platz im religiösen, sozialen und politischen Ausdruck ein. Die yorubische Kunst zielt nicht nur auf die physische Darstellung eines Individuums ab: Sie kann auch Vorstellungen von Würde, Charakter, Respekt, Fruchtbarkeit und der Verbindung zur spirituellen Welt übersetzen.

Die Darstellung einer knienden Figur ist eine besonders bedeutungsvolle Haltung in der yorubischen Kultur. Sich niederzubeugen kann Respekt, Demut und das Grüßen gegenüber einer hochrangigen Person, einem Herrscher, einem Ältesten oder einer spirituellen Kraft ausdrücken. In der traditionellen Ikonografie taucht diese Haltung insbesondere in bestimmten weiblichen Figuren auf, die mit Kontexten von Hof, Heiligtum oder Opfergaben verbunden sind.

Die Frau nimmt außerdem eine symbolisch zentrale Stellung im yorubischen Denken ein. Mutterschaft und weibliche Macht sind mit der Kontinuität der Gemeinschaft und der Weitergabe des Lebens verbunden. Deshalb setzen einige weibliche Skulpturen bewusst Brust, Bauch oder Körperhaltung in Szene: Diese Merkmale können Fruchtbarkeit, Mutterschaft und schöpferische Kraft andeuten, ohne dass man jeder Skulptur automatisch diese Funktion zuschreiben könnte.

Besondere Aufmerksamkeit wird auch dem Kopf – orí – geschenkt. In der yorubischen Denkwelt geht der Orí über die bloße Anatomie hinaus: Er ist eng mit der tieferen Identität und dem persönlichen Schicksal verbunden. Diese Bedeutung erklärt teilweise die Vorherrschaft des Kopfes in vielen yorubischen Werken sowie die Sorgfalt, mit der Gesicht, Frisur und Körpermarkierungen gestaltet werden.

Die Scarifications und eingravierten Muster, die man an manchen Skulpturen findet, erinnern an Identitätszeichen, die früher in verschiedenen yorubischen Gemeinschaften getragen wurden. Sie tragen ebenso zur ästhetischen Sprache der Skulptur bei, genauso wie die aufwändigen Frisuren, die Schönheit, Identität und Status ausdrücken können.

Der traditionelle yorubische Spiritualismus baut auf einem komplexen Weltbild auf, in dem Olódùmarè, das Höchste Wesen, eine fundamentale Stellung innehat, neben den òrìṣà, göttlichen Kräften, die in verschiedenen Bereichen des Daseins wirken. Die Skulpturen konnten in bestimmten religiösen oder Gedenkkontexten verwendet werden, aber auch im Reich der Königsherrschaft und der Prestigesgesellschaften.

So gehört die kniende weibliche Figur zu einer langen künstlerischen Tradition, in der die Haltung selbst Sinnträger ist. Sie kann zugleich Respekt, Würde, Weiblichkeit, Transmission und Beziehung zum Heiligen hervorrufen.

Die vorliegende Skulptur fügt sich visuell in dieses Erbe ein: Ihre kniende Position, ihre starke Frontalisierung, ihre ausgearbeitete Frisur und der Schwerpunkt auf dem Gesicht verleihen ihr eine feierliche Präsenz. Ihre dunkle Patina, ihre Abnutzungsspuren und die sichtbaren Unregelmäßigkeiten der Oberfläche tragen voll und ganz zu ihrem Charakter bei und müssen unverändert belassen werden.

Ein Werk mit kraftvoller Präsenz, das die Reichhaltigkeit der Bildsprache der Skulptur und das symbolische Universum des Yoruba-Volkes bezeugt.

Details

Einheimischer Name des Objekts
Kneeling female statue – Yoruba tradition, Nigeria
Anzahl der Artikel
1
Ethnie/ Kultur
Yoruba
Herkunftsland
Nigeria
Material
Holz
Zustand
exzellenter Zustand
Titel des Kunstwerks
Kneeling female statue – Yoruba tradition, Nigeria
Höhe
55 cm
Breite
21 cm
Gewicht
3 kg
Authentizität
Reproduktion/Nachbildung
FrankreichVerifiziert
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Verkaufte Objekte
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Privat

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