Hans Oud - J.J.P. Oud - Architekt 1890-1963 - 1984






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Erste Ausgabe 1984 auf Niederländisch zum Thema Architektur von Hans Oud, J.J.P. Oud - Architekt 1890-1963, 246 Seiten, Maße 30 x 21,5 cm, Zustand Sehr gut mit Schutzumschlag.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
J.J.P. Oud - Architekt 1890-1963 - Fakten und Erinnerungen geordnet
Inhalt siehe Fotos 5 und 6.
Ausgedehntes Bildmaterial ( siehe Fotos )
Ausgezeichneter Zustand.
Wird sorgfältig verpackt mit Tr&trace und Versicherung versandt.
Viel Erfolg beim Bieten!!
"Der Architekt Jacob Johannes Oud war mit 27 Jahren einer der Gründer der Strömung ‚De Stijl‘. Der Architekt J.J.P. Oud, der in Rotterdam wohnte und von 1918 bis 1954 arbeitete, wurde dadurch international bekannt.
J.J.P. Oud wurde 1890 in Purmerend in einem fortschrittlich liberalen Milieu geboren. Sein Bruder, der liberale Staatsmann P.J. Oud, sollte in Rotterdam Bürgermeister werden. Nach einer Zeichen- und Baukunst-Ausbildung in Amsterdam sammelte Oud Praxiserfahrung bei Cuypers und Th. Fischer in München.
De Stijl:
Im Jahr 1913, mit 23 Jahren, lässt sich J.J.P. Oud als Architekt in Leiden nieder. Oud kommt in Kontakt mit dem Maler Theo van Doesburg. Gemeinsam mit ihm und fünf weiteren gründen sie 1917 die Zeitschrift De Stijl. In De Stijl veröffentlicht Oud einige experimentelle Studien-Entwürfe.
Wohnungsbau Rotterdam:
1878 wurde Oud durch Vermittlung von Berlage Architekt bei der frisch gegründeten Wohnungsdienst Rotterdam, der unter der Leitung von Direktor August Plate stand. Oud bekam den Wohnungsbau unter seine Obhut. J.J.P. Oud zog selbst auch in Rotterdam ein, in die Schiedamsesingel 110A. Zwischen 1918 und 1927 realisierte er eine Reihe von Wohnbauprojekten für die Gemeinde Rotterdam. In Rotterdam herrscht zu dieser Zeit ein großer Zustrom von Arbeitern, die alle Wohnraum benötigen. Stadtteil-Erweiterungen in Spangen (1918–1920) und Tussendijken (1920–1921), wo Oud noch recht traditionell gestaltete Sozialwohnungen verwendete. Im Jahr 1922 distanzierte sich Oud von De Stijl, dennoch entwirft er 1923 die temporäre Directiekeet im ebenfalls temporären Witte Dorp (1923) in der Gestaltung von De Stijl. Auch das Café De Unie (1924) folgt ganz dem De Stijl-Ideal.
Internationale Bekanntheit:
1925 beschloss der Stadtrat von Rotterdam, auch im Süden einen Wohnkomplex für große Familien mit wenig Geld zu errichten. Der Entwurf von Oud für das neue Wohnviertel De Kiefhoek wurde erst 1928–1930 umgesetzt. J.J.P. Oud erhielt große Anerkennung für seinen Entwurf, sowohl national als auch international. Gegen Ende der zwanziger Jahre wird er zu einem der vier großen Architekten des Nieuwe Bouwen gezählt, zu dem auch Le Corbusier gehört. 1927 erhielt er eine Einladung, einen Wohnblock in einer Modellsiedlung für Het Nieuwe Bouwen in Stuttgart zu entwerfen. Auch Mart Stam leistete dazu einen Beitrag.
Depression:
J.J.P. Oud wird 1925 auch von C.H. van der Leeuw, dem Direktor der Van Nelle, kontaktiert, um die neue Van Nelle-Fabrik zu entwerfen. Er lehnt dieses Angebot jedoch ab, weil er sich das nicht zutraut. Die Periode 1926–1930 ist eine Tiefphase im Leben von J.J.P. Oud. Die Ursache ist unter anderem der geschlossene Wettbewerb für ein neues Börsengebäude an der Coolsingel. Das geschäftliche Entwurf wird von der Jury mit unter anderem Berlage und Witteveen nicht gewürdigt. Der Amsterdamer Architekt J.F. Staal gewinnt schließlich den Wettbewerb mit einem Entwurf, der dem Entwurf von Oud stark ähnelt. Dadurch bekommt Oud depressive Stimmungen.
Nachkriegswerk:
1933 verlässt Oud die Stadt Rotterdam und etabliert sich als freiberuflicher Architekt. Für die Bataafse Import Maatschappij, heute Shell, entwirkt er das Hauptquartier (1938) in Den Haag. Mit diesem Entwurf bricht er mit der Gestaltung des Neuen Bauens. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwirft er das Nationale Denkmal am Dam in Amsterdam und das Nationale Kriegsdenkmal auf dem Grebbeberg. Der Bruder von Oud, Pieter Oud, ist Bürgermeister von Rotterdam geworden (1938–1941 und 1945–1952). Um jeder Verdächtigung der Bevorzugung vorzubeugen, gönnt er seinem Bruder keinen Auftrag von Bedeutung. Unter anderem deshalb fühlte sich Oud in Rotterdam nach und nach missachtet, und 1953 zog er nach Wassenaar. Dennoch entwirft er im Nachkriegs-Rotterdam De Spaarbank (1957) an der Botersloot, das Esveha an der Delftsestraat und das Büro von De Utrecht (1961) an der Coolsingel.
Oud starb 1963 in Wassenaar."
J.J.P. Oud - Architekt 1890-1963 - Fakten und Erinnerungen geordnet
Inhalt siehe Fotos 5 und 6.
Ausgedehntes Bildmaterial ( siehe Fotos )
Ausgezeichneter Zustand.
Wird sorgfältig verpackt mit Tr&trace und Versicherung versandt.
Viel Erfolg beim Bieten!!
"Der Architekt Jacob Johannes Oud war mit 27 Jahren einer der Gründer der Strömung ‚De Stijl‘. Der Architekt J.J.P. Oud, der in Rotterdam wohnte und von 1918 bis 1954 arbeitete, wurde dadurch international bekannt.
J.J.P. Oud wurde 1890 in Purmerend in einem fortschrittlich liberalen Milieu geboren. Sein Bruder, der liberale Staatsmann P.J. Oud, sollte in Rotterdam Bürgermeister werden. Nach einer Zeichen- und Baukunst-Ausbildung in Amsterdam sammelte Oud Praxiserfahrung bei Cuypers und Th. Fischer in München.
De Stijl:
Im Jahr 1913, mit 23 Jahren, lässt sich J.J.P. Oud als Architekt in Leiden nieder. Oud kommt in Kontakt mit dem Maler Theo van Doesburg. Gemeinsam mit ihm und fünf weiteren gründen sie 1917 die Zeitschrift De Stijl. In De Stijl veröffentlicht Oud einige experimentelle Studien-Entwürfe.
Wohnungsbau Rotterdam:
1878 wurde Oud durch Vermittlung von Berlage Architekt bei der frisch gegründeten Wohnungsdienst Rotterdam, der unter der Leitung von Direktor August Plate stand. Oud bekam den Wohnungsbau unter seine Obhut. J.J.P. Oud zog selbst auch in Rotterdam ein, in die Schiedamsesingel 110A. Zwischen 1918 und 1927 realisierte er eine Reihe von Wohnbauprojekten für die Gemeinde Rotterdam. In Rotterdam herrscht zu dieser Zeit ein großer Zustrom von Arbeitern, die alle Wohnraum benötigen. Stadtteil-Erweiterungen in Spangen (1918–1920) und Tussendijken (1920–1921), wo Oud noch recht traditionell gestaltete Sozialwohnungen verwendete. Im Jahr 1922 distanzierte sich Oud von De Stijl, dennoch entwirft er 1923 die temporäre Directiekeet im ebenfalls temporären Witte Dorp (1923) in der Gestaltung von De Stijl. Auch das Café De Unie (1924) folgt ganz dem De Stijl-Ideal.
Internationale Bekanntheit:
1925 beschloss der Stadtrat von Rotterdam, auch im Süden einen Wohnkomplex für große Familien mit wenig Geld zu errichten. Der Entwurf von Oud für das neue Wohnviertel De Kiefhoek wurde erst 1928–1930 umgesetzt. J.J.P. Oud erhielt große Anerkennung für seinen Entwurf, sowohl national als auch international. Gegen Ende der zwanziger Jahre wird er zu einem der vier großen Architekten des Nieuwe Bouwen gezählt, zu dem auch Le Corbusier gehört. 1927 erhielt er eine Einladung, einen Wohnblock in einer Modellsiedlung für Het Nieuwe Bouwen in Stuttgart zu entwerfen. Auch Mart Stam leistete dazu einen Beitrag.
Depression:
J.J.P. Oud wird 1925 auch von C.H. van der Leeuw, dem Direktor der Van Nelle, kontaktiert, um die neue Van Nelle-Fabrik zu entwerfen. Er lehnt dieses Angebot jedoch ab, weil er sich das nicht zutraut. Die Periode 1926–1930 ist eine Tiefphase im Leben von J.J.P. Oud. Die Ursache ist unter anderem der geschlossene Wettbewerb für ein neues Börsengebäude an der Coolsingel. Das geschäftliche Entwurf wird von der Jury mit unter anderem Berlage und Witteveen nicht gewürdigt. Der Amsterdamer Architekt J.F. Staal gewinnt schließlich den Wettbewerb mit einem Entwurf, der dem Entwurf von Oud stark ähnelt. Dadurch bekommt Oud depressive Stimmungen.
Nachkriegswerk:
1933 verlässt Oud die Stadt Rotterdam und etabliert sich als freiberuflicher Architekt. Für die Bataafse Import Maatschappij, heute Shell, entwirkt er das Hauptquartier (1938) in Den Haag. Mit diesem Entwurf bricht er mit der Gestaltung des Neuen Bauens. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwirft er das Nationale Denkmal am Dam in Amsterdam und das Nationale Kriegsdenkmal auf dem Grebbeberg. Der Bruder von Oud, Pieter Oud, ist Bürgermeister von Rotterdam geworden (1938–1941 und 1945–1952). Um jeder Verdächtigung der Bevorzugung vorzubeugen, gönnt er seinem Bruder keinen Auftrag von Bedeutung. Unter anderem deshalb fühlte sich Oud in Rotterdam nach und nach missachtet, und 1953 zog er nach Wassenaar. Dennoch entwirft er im Nachkriegs-Rotterdam De Spaarbank (1957) an der Botersloot, das Esveha an der Delftsestraat und das Büro von De Utrecht (1961) an der Coolsingel.
Oud starb 1963 in Wassenaar."
