Perlmutt - Medaillon - Heiliger Georg mit dem Drachen






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Seltenes Perlmutt-Medaillon aus Jerusalem / Bethlehem – Heiliger Georg mit dem Drachen – um 1898–1900
Außergewöhnlich fein geschnitztes Perlmutt-Medaillon mit der Darstellung des heiligen Georg zu Pferd im Kampf mit dem Drachen, erworben um 1900 in Jerusalem. Durchmesser 6 cm, Gewicht 20 Gramm. Die runde Plakette ist in besonders detailreichem Relief gearbeitet. Der heilige Georg sitzt gerüstet auf seinem Pferd und stößt seine Lanze gegen den unter ihm liegenden Drachen. Die Darstellung ist ausgesprochen lebendig und plastisch. Besonders fein ausgearbeitet sind die Mähne und der Schweif des Pferdes, die Rüstung des Heiligen, der Drachenkörper sowie die ornamentale Gestaltung des Untergrundes und Randes.
Die hohe Qualität der Schnitzerei wird besonders deutlich, wenn man das Medaillon gegen das Licht hält. Eine der Fotografien zeigt das Stück im Gegenlicht: Das Perlmutt wird dabei transluzent und entwickelt warme cremefarbene, bernsteinfarbene und hellbraune Töne. Gleichzeitig tritt die unterschiedliche Tiefe der Schnitzerei besonders eindrucksvoll hervor.
Die Arbeit gehört zur traditionsreichen Jerusalemer beziehungsweise Bethlehemer Perlmutt-Schnitzkunst, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert einen besonders hohen handwerklichen Standard erreichte. In Bethlehem entstanden zahlreiche hochwertige christliche Andachts- und Pilgerobjekte aus Perlmutt, die auch in Jerusalem an Reisende und Pilger verkauft wurden.
Bemerkenswerte Familienprovenienz
Nach langjähriger Familienüberlieferung wurde das Medaillon in Jerusalem von einem Vorfahren aus Breslau erworben, der sich während der berühmten Palästinareise Kaiser Wilhelms II. im Jahr 1898 im Heiligen Land aufhielt. Wilhelm II. bereiste Palästina vom 25. Oktober bis 4. November 1898. Zu den Höhepunkten seiner Reise gehörte die Einweihung der deutschen Erlöserkirche in Jerusalem. Das Medaillon befindet sich seit dieser Zeit in der entsprechenden Familienüberlieferung.
Details
Darstellung: Heiliger Georg im Kampf mit dem Drachen
Material: geschnitztes Perlmutt
Herkunft: Jerusalem / Bethlehem, Heiliges Land
Datierung: spätes 19. Jahrhundert, wohl um 1898–1900
Technik: handgeschnitztes Relief
Stil: christliche Andachts- und Pilgerkunst
Provenienz: um 1900 in Jerusalem erworben; nach Familienüberlieferung von einem Reisenden, der sich zur Zeit der Palästinareise Kaiser Wilhelms II. 1898 im Heiligen Land befand
Ein besonders schönes und qualitätvolles Beispiel historischer Perlmutt-Schnitzkunst aus dem Heiligen Land, das feinste Handwerkskunst, christliche Ikonographie und eine außergewöhnliche historische Familienüberlieferung miteinander verbindet.
Bitte beachten Sie die zahlreichen Fotografien als wesentlichen Bestandteil der Beschreibung. Die Aufnahme mit dem warm braunen Erscheinungsbild wurde im natürlichen Tageslicht (Gegenlicht) angefertigt und zeigt sehr eindrucksvoll die natürliche Transluzenz und innere Struktur des Perlmutts.
Das Permutt stammt vermutlich nicht aus dem Roten Meer, sondern aus Übersee. Für die hochwertige Reliefschnitzerei des späten 19. Jahrhunderts ist besonders die große Südsee-Perlmuschel Pinctada maxima wichtig. Ihre Schale besitzt eine sehr dicke, weißliche Perlmuttschicht, die wesentlich tiefere und feinere Reliefschnitzereien erlaubte als viele ältere Rotmeer-Schalen. Historische Forschungen zur Bethlehemer Industrie zeigen, dass solche Schalen seit dem 19. Jahrhundert aus dem Südpazifik eingeführt wurden. Bethlehemer Kaufmannsfamilien gingen sogar selbst auf die Philippinen, um das Material näher an der Quelle einzukaufen.
Ein weiterer wichtiger Lieferraum war Australien. Besonders die großen Perlmuscheln aus Nordaustralien und der Region um Thursday Island / Queensland gelangten in diesen Handel. Pinctada maxima konnte rund 30 cm groß werden und lieferte entsprechend große und dicke Stücke für anspruchsvolle Schnitzarbeiten. Daneben ist auch Pinctada margaritifera, die Schwarzlippen-Perlmuschel des Indo-Pazifiks und Roten Meeres, archäologisch sehr gut nachgewiesen. Eine Untersuchung von mehr als 800 Muschelresten aus Palästina aus der Zeit 1840–1940 ergab, dass fast alle untersuchten Stücke dieser Art angehörten. Rohmaterial und auch Abfälle der europäischen Knopfindustrie gelangten über Jaffa nach Jerusalem und Bethlehem.
Seltenes Perlmutt-Medaillon aus Jerusalem / Bethlehem – Heiliger Georg mit dem Drachen – um 1898–1900
Außergewöhnlich fein geschnitztes Perlmutt-Medaillon mit der Darstellung des heiligen Georg zu Pferd im Kampf mit dem Drachen, erworben um 1900 in Jerusalem. Durchmesser 6 cm, Gewicht 20 Gramm. Die runde Plakette ist in besonders detailreichem Relief gearbeitet. Der heilige Georg sitzt gerüstet auf seinem Pferd und stößt seine Lanze gegen den unter ihm liegenden Drachen. Die Darstellung ist ausgesprochen lebendig und plastisch. Besonders fein ausgearbeitet sind die Mähne und der Schweif des Pferdes, die Rüstung des Heiligen, der Drachenkörper sowie die ornamentale Gestaltung des Untergrundes und Randes.
Die hohe Qualität der Schnitzerei wird besonders deutlich, wenn man das Medaillon gegen das Licht hält. Eine der Fotografien zeigt das Stück im Gegenlicht: Das Perlmutt wird dabei transluzent und entwickelt warme cremefarbene, bernsteinfarbene und hellbraune Töne. Gleichzeitig tritt die unterschiedliche Tiefe der Schnitzerei besonders eindrucksvoll hervor.
Die Arbeit gehört zur traditionsreichen Jerusalemer beziehungsweise Bethlehemer Perlmutt-Schnitzkunst, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert einen besonders hohen handwerklichen Standard erreichte. In Bethlehem entstanden zahlreiche hochwertige christliche Andachts- und Pilgerobjekte aus Perlmutt, die auch in Jerusalem an Reisende und Pilger verkauft wurden.
Bemerkenswerte Familienprovenienz
Nach langjähriger Familienüberlieferung wurde das Medaillon in Jerusalem von einem Vorfahren aus Breslau erworben, der sich während der berühmten Palästinareise Kaiser Wilhelms II. im Jahr 1898 im Heiligen Land aufhielt. Wilhelm II. bereiste Palästina vom 25. Oktober bis 4. November 1898. Zu den Höhepunkten seiner Reise gehörte die Einweihung der deutschen Erlöserkirche in Jerusalem. Das Medaillon befindet sich seit dieser Zeit in der entsprechenden Familienüberlieferung.
Details
Darstellung: Heiliger Georg im Kampf mit dem Drachen
Material: geschnitztes Perlmutt
Herkunft: Jerusalem / Bethlehem, Heiliges Land
Datierung: spätes 19. Jahrhundert, wohl um 1898–1900
Technik: handgeschnitztes Relief
Stil: christliche Andachts- und Pilgerkunst
Provenienz: um 1900 in Jerusalem erworben; nach Familienüberlieferung von einem Reisenden, der sich zur Zeit der Palästinareise Kaiser Wilhelms II. 1898 im Heiligen Land befand
Ein besonders schönes und qualitätvolles Beispiel historischer Perlmutt-Schnitzkunst aus dem Heiligen Land, das feinste Handwerkskunst, christliche Ikonographie und eine außergewöhnliche historische Familienüberlieferung miteinander verbindet.
Bitte beachten Sie die zahlreichen Fotografien als wesentlichen Bestandteil der Beschreibung. Die Aufnahme mit dem warm braunen Erscheinungsbild wurde im natürlichen Tageslicht (Gegenlicht) angefertigt und zeigt sehr eindrucksvoll die natürliche Transluzenz und innere Struktur des Perlmutts.
Das Permutt stammt vermutlich nicht aus dem Roten Meer, sondern aus Übersee. Für die hochwertige Reliefschnitzerei des späten 19. Jahrhunderts ist besonders die große Südsee-Perlmuschel Pinctada maxima wichtig. Ihre Schale besitzt eine sehr dicke, weißliche Perlmuttschicht, die wesentlich tiefere und feinere Reliefschnitzereien erlaubte als viele ältere Rotmeer-Schalen. Historische Forschungen zur Bethlehemer Industrie zeigen, dass solche Schalen seit dem 19. Jahrhundert aus dem Südpazifik eingeführt wurden. Bethlehemer Kaufmannsfamilien gingen sogar selbst auf die Philippinen, um das Material näher an der Quelle einzukaufen.
Ein weiterer wichtiger Lieferraum war Australien. Besonders die großen Perlmuscheln aus Nordaustralien und der Region um Thursday Island / Queensland gelangten in diesen Handel. Pinctada maxima konnte rund 30 cm groß werden und lieferte entsprechend große und dicke Stücke für anspruchsvolle Schnitzarbeiten. Daneben ist auch Pinctada margaritifera, die Schwarzlippen-Perlmuschel des Indo-Pazifiks und Roten Meeres, archäologisch sehr gut nachgewiesen. Eine Untersuchung von mehr als 800 Muschelresten aus Palästina aus der Zeit 1840–1940 ergab, dass fast alle untersuchten Stücke dieser Art angehörten. Rohmaterial und auch Abfälle der europäischen Knopfindustrie gelangten über Jaffa nach Jerusalem und Bethlehem.
