Ram, Plateelbakkerij - Henri van Lerven - Servierplatte - Töpferware, Glasur





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Material: glazed pottery
Herkunftsland: Niederlande
Periode: 20. Jahrhundert (1921 – 1969)
Zustand: In ausgezeichnetem Zustand, ohne Chips oder Restaurierungen.
Abmessungen:
Höhe: 9 cm – Durchmesser: 48,5 cm
Gewicht (ohne Verpackung): 1,34 kg
Beschreibung:
Eine außergewöhnlich große und eindrucksvolle runde Delft-Blau-Schale mit geschupfter Kante. Mit ihrer enormen Größe von stattlichen 48,5 cm ist dies ein absoluter Blickfang in jedem Interieur.
Dieses Schmuck- bzw. Zierporzellan ist vollständig handbemalt und wurde von der angesehenen N.V. Plateelbakkerij RAM aus Arnhem hergestellt. Dieses besondere Exemplar trägt das Monogramm des Mitbegründers und Plateelschilder Henri van Lerven (Den Haag, 28. Februar 1875 – Arnhem, 17. September 1954).
Das zentrale Landschaftsmotiv zeigt eine wunderschön detaillierte alt holländische Flusslandschaft mit charakteristischen Windmühlen, einem Bauernhaus und einem Segelschiff. Der aufgesetzte, kanalierte Rand ist reich verziert mit fein ausgearbeiteten, klassischen Blumen- und Blattmotiven.
Hersteller:
N.V. Plateelbakkerij RAM Arnhem
Plateelschilder: Henri van Lerven
Eigenschaften Rückseite:
Modellnummer & Signatur
Vollständig signiert mit dem bekannten Ramskopf, „Ram“, „Delfts Blauw“, „Made in Holland“, Modellnummer „218. A.“ und der Signatur des Mitbegründer und Plateelschilder Henri van Lerven („h.“).
- Die Ramskopf und Ram: Dies ist das charakteristische Logo und der Name der Plateelbakkerij RAM aus Arnhem.
- Delfts Blauw: Gibt den Dekorationsstil an. Die Schale ist handbemalt mit einer Unterglasurtechnik.
- Made in Holland: Die internationale Herkunftsangabe.
- 218.: Das ist die Modellnummer der Schale. Diese Nummer half der Fabrik zu bestimmen, welche Form oder Gussform verwendet werden musste.
- Der Buchstabe „A.“: Innerhalb des RAM-Coderingsystems steht der Großbuchstabe A für das Produktionsjahr 1922.
- Kleine Buchstabe h. (handgeschrieben – links): Dies ist das persönliche Monogramm von Henri van Lerven. Auf Zierporzellan, das er persönlich bemalte, ist das Initial immer per Hand unter dem Glasurstrich gemalt. Dies geschah in der Regel mit dünner, dunkelblauer oder schwarzer Farbe. Es ist als einfaches oder leicht elegantes kleines „h“ geschrieben, oft direkt gefolgt von einem Punkt (h.)
Henri van Lerven war dafür bekannt, dass er neben seiner Tätigkeit als Direktor auch selbst malte und eine große Liebe zu (Gelderner) Landschaften hatte.
Format:
48,5 cm Durchmesser
Dies ist eine sogenannte „Pronkschale“ oder „Wandschale“. Je größer das Objekt, desto seltener ist es, weil solche großen Stücke damals schwer fehlerfrei zu backen waren.
Zustand:
In perfektem Zustand, ohne Kratzer oder fehlende Stücke. Die Farben sind klar und die Glasur glänzt schön.
Ein einzigartiges und selten großes Sammlerstück für den Liebhaber historischen niederländischen Plateels.
Geschichte:
Plateelbakkerij Ram wurde mit Unterstützung mehrerer Direktoren niederländischer Museen und bedeutender Kunstler wie J. Th. Toorop, W. A. van Konijnenburg, Prof. Richard Roland Holst, Carel Adolph Lion Cachet, F. J. van Mansveld und H. van Lerven gegründet.
Leendert Anthonie Iseger arbeitete u. a. bei den Plateelbakkerijen Rozenburg, Brantjes und Haga und Plazuid. Er kannte Colenbrander aus seiner Zeit bei Rozenburg und Plazuid. Er war ein großer Bewunderer von Colenbrander und strebte zusammen mit anderen die Gründung einer neuen Fabrik an, speziell zur Herstellung der Colenbrander-Entwürfe. Er fand den Kunsthändler und Plateelschilder Henri van Lerven, den Bankier Charles Engelberts und die vermögende Bruder- und Schwester Visser bereit, das Geschäft zu finanzieren. Ziel des Unternehmens war formuliert als: „die Entwicklung einer neuen niederländischen Kunstaardekerwerbh industrie, gegründet auf die Prinzipien und Erfindungen von T.A.C. (Theodoor) Colenbrander (31. Oktober 1841 - 28. Mai 1930)“. Die Fabrik und das Atelier waren in einer kleinen Fabrik in der Schaapsdrift 62 in Arnhem eingerichtet.
Der Name Ram stammt vom Sternbild Ram und wurde von Theodoor Colenbrander entwickelt. Er dachte an das Funkeln des Sternbildes (übrigens wurde keines der drei Gründer unter dem Sternbild Ram geboren).
Der Künstler selbst, zu diesem Zeitpunkt bereits über achtzig Jahre alt, fertigte etwa sechszig verschiedene Formen an, mit mehr als siebenhundert Dekors. Seine Inspiration bildeten vor allem die Flora: Die Pflanzen- und Blumenformen wurden zu farbenfrohen, fast grotesken, organisch abstrakten Formen auf einem Cremeuntergrund reduziert.
Produktionsprozess und Vielfalt
Die Produktion des Colenbrander-Tabletts richtete sich vor allem an den reichen Liebhaber. Durch die kostbare handwerkliche Herstellung lag der Preispunkt sehr hoch.
Colenbrander zeichnete selbst die Muster auf einem Probestück von Biscuit und tönte danach die Formen mit wasserfarbiger Lackierung. Wim van Ham übernahm das Übertragen der Muster, mittels Stempeln auf den Modellen, die in der Fabrik von Plateelschilders mit Farbe ausgefüllt wurden. Anschließend wurden die Produkte erneut gebacken.
Das Colenbrander-Porzellan wurde mit Emaille gemalt, um deckend arbeiten zu können. Ein erster Anlass für die Trennung zwischen Colenbrander und Van Lerven war die Verwendung von Oxidfarbe, da diese in der Verarbeitung kostengünstiger war. Zwischen 1923 und 1924 kam diese billigere Farbe zum Einsatz, zunächst ohne Wissen des Künstlers. Nach heftigem Protest seinerseits wurde danach wieder auf die Verwendung von Emaillefarbe umgestellt.
Material: glazed pottery
Herkunftsland: Niederlande
Periode: 20. Jahrhundert (1921 – 1969)
Zustand: In ausgezeichnetem Zustand, ohne Chips oder Restaurierungen.
Abmessungen:
Höhe: 9 cm – Durchmesser: 48,5 cm
Gewicht (ohne Verpackung): 1,34 kg
Beschreibung:
Eine außergewöhnlich große und eindrucksvolle runde Delft-Blau-Schale mit geschupfter Kante. Mit ihrer enormen Größe von stattlichen 48,5 cm ist dies ein absoluter Blickfang in jedem Interieur.
Dieses Schmuck- bzw. Zierporzellan ist vollständig handbemalt und wurde von der angesehenen N.V. Plateelbakkerij RAM aus Arnhem hergestellt. Dieses besondere Exemplar trägt das Monogramm des Mitbegründers und Plateelschilder Henri van Lerven (Den Haag, 28. Februar 1875 – Arnhem, 17. September 1954).
Das zentrale Landschaftsmotiv zeigt eine wunderschön detaillierte alt holländische Flusslandschaft mit charakteristischen Windmühlen, einem Bauernhaus und einem Segelschiff. Der aufgesetzte, kanalierte Rand ist reich verziert mit fein ausgearbeiteten, klassischen Blumen- und Blattmotiven.
Hersteller:
N.V. Plateelbakkerij RAM Arnhem
Plateelschilder: Henri van Lerven
Eigenschaften Rückseite:
Modellnummer & Signatur
Vollständig signiert mit dem bekannten Ramskopf, „Ram“, „Delfts Blauw“, „Made in Holland“, Modellnummer „218. A.“ und der Signatur des Mitbegründer und Plateelschilder Henri van Lerven („h.“).
- Die Ramskopf und Ram: Dies ist das charakteristische Logo und der Name der Plateelbakkerij RAM aus Arnhem.
- Delfts Blauw: Gibt den Dekorationsstil an. Die Schale ist handbemalt mit einer Unterglasurtechnik.
- Made in Holland: Die internationale Herkunftsangabe.
- 218.: Das ist die Modellnummer der Schale. Diese Nummer half der Fabrik zu bestimmen, welche Form oder Gussform verwendet werden musste.
- Der Buchstabe „A.“: Innerhalb des RAM-Coderingsystems steht der Großbuchstabe A für das Produktionsjahr 1922.
- Kleine Buchstabe h. (handgeschrieben – links): Dies ist das persönliche Monogramm von Henri van Lerven. Auf Zierporzellan, das er persönlich bemalte, ist das Initial immer per Hand unter dem Glasurstrich gemalt. Dies geschah in der Regel mit dünner, dunkelblauer oder schwarzer Farbe. Es ist als einfaches oder leicht elegantes kleines „h“ geschrieben, oft direkt gefolgt von einem Punkt (h.)
Henri van Lerven war dafür bekannt, dass er neben seiner Tätigkeit als Direktor auch selbst malte und eine große Liebe zu (Gelderner) Landschaften hatte.
Format:
48,5 cm Durchmesser
Dies ist eine sogenannte „Pronkschale“ oder „Wandschale“. Je größer das Objekt, desto seltener ist es, weil solche großen Stücke damals schwer fehlerfrei zu backen waren.
Zustand:
In perfektem Zustand, ohne Kratzer oder fehlende Stücke. Die Farben sind klar und die Glasur glänzt schön.
Ein einzigartiges und selten großes Sammlerstück für den Liebhaber historischen niederländischen Plateels.
Geschichte:
Plateelbakkerij Ram wurde mit Unterstützung mehrerer Direktoren niederländischer Museen und bedeutender Kunstler wie J. Th. Toorop, W. A. van Konijnenburg, Prof. Richard Roland Holst, Carel Adolph Lion Cachet, F. J. van Mansveld und H. van Lerven gegründet.
Leendert Anthonie Iseger arbeitete u. a. bei den Plateelbakkerijen Rozenburg, Brantjes und Haga und Plazuid. Er kannte Colenbrander aus seiner Zeit bei Rozenburg und Plazuid. Er war ein großer Bewunderer von Colenbrander und strebte zusammen mit anderen die Gründung einer neuen Fabrik an, speziell zur Herstellung der Colenbrander-Entwürfe. Er fand den Kunsthändler und Plateelschilder Henri van Lerven, den Bankier Charles Engelberts und die vermögende Bruder- und Schwester Visser bereit, das Geschäft zu finanzieren. Ziel des Unternehmens war formuliert als: „die Entwicklung einer neuen niederländischen Kunstaardekerwerbh industrie, gegründet auf die Prinzipien und Erfindungen von T.A.C. (Theodoor) Colenbrander (31. Oktober 1841 - 28. Mai 1930)“. Die Fabrik und das Atelier waren in einer kleinen Fabrik in der Schaapsdrift 62 in Arnhem eingerichtet.
Der Name Ram stammt vom Sternbild Ram und wurde von Theodoor Colenbrander entwickelt. Er dachte an das Funkeln des Sternbildes (übrigens wurde keines der drei Gründer unter dem Sternbild Ram geboren).
Der Künstler selbst, zu diesem Zeitpunkt bereits über achtzig Jahre alt, fertigte etwa sechszig verschiedene Formen an, mit mehr als siebenhundert Dekors. Seine Inspiration bildeten vor allem die Flora: Die Pflanzen- und Blumenformen wurden zu farbenfrohen, fast grotesken, organisch abstrakten Formen auf einem Cremeuntergrund reduziert.
Produktionsprozess und Vielfalt
Die Produktion des Colenbrander-Tabletts richtete sich vor allem an den reichen Liebhaber. Durch die kostbare handwerkliche Herstellung lag der Preispunkt sehr hoch.
Colenbrander zeichnete selbst die Muster auf einem Probestück von Biscuit und tönte danach die Formen mit wasserfarbiger Lackierung. Wim van Ham übernahm das Übertragen der Muster, mittels Stempeln auf den Modellen, die in der Fabrik von Plateelschilders mit Farbe ausgefüllt wurden. Anschließend wurden die Produkte erneut gebacken.
Das Colenbrander-Porzellan wurde mit Emaille gemalt, um deckend arbeiten zu können. Ein erster Anlass für die Trennung zwischen Colenbrander und Van Lerven war die Verwendung von Oxidfarbe, da diese in der Verarbeitung kostengünstiger war. Zwischen 1923 und 1924 kam diese billigere Farbe zum Einsatz, zunächst ohne Wissen des Künstlers. Nach heftigem Protest seinerseits wurde danach wieder auf die Verwendung von Emaillefarbe umgestellt.
