DREI MEIJI-FRAUEN — DAS SHAMISEN, DAS NÄHKÄSTCHEN UND DAS BUCH - Japan - Meiji Periode (1868-1912)





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Originaler Holzschnitt aus der Meiji-Periode (Oban Tate-e), Chikanobu zugeschrieben, 1887, 36 × 24 cm, drei Meiji-Frauen dargestellt – Geisha mit Shamisen, Töchter eines großen Hauses mit Nähkasten und eine Reijô in westlicher Kleidung beim Lesen, Verlag Ōkura Magobei, guter Zustand mit Toning und leichten Falt-/Verschmutzungen.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Künstler: Zugeschrieben Yōshū (Toyohara) Chikanobu 楊洲周延 (1838–1912) — unsigniert; siehe Hinweise
Titel: Ohne Titel. Bekannt aus den drei Rollen-Kartuschen:
– Rechts: 藝妓 geigi — eine Geisha
– Mitte: 「〇家の姫」 — die Tochter eines großen Hauses
– Links: 令嬢 reijō — eine junge Dame
Motiv: Drei Typen Meiji-Frauenwürde, jeweils begleitet von einem Vers
Format: Ōban tate-e, ca. 36 × 24 cm
Technik: Nishiki-e (Vollfarbendruck in Holzschnitt) auf japanischem Papier
Datum: Meiji 20 (1887) — Druck 1. Mai, Veröffentlichung 21. Mai, gemäß dem Druckzeichen unten links
Verleger: Ōkura Magobei 大倉孫兵衛, Nihonbashi, Tokio — seine gourd-förmige Verlegerkartusche unten links
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Zustand
Klarer Abdruck mit sauberer, gut registrierter Farbe — die Indigo-Streifen, das Applíqué-Muster am Furisode und der bedruckte Baumwollstoff des Westernkleids wirken scharf. Die allgemeinen Tonungen des Papiers. Leichte Knicke und eine kleine Verunreinigung. Bitte die Bilder prüfen!
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Der Entwurf
Bis 1887 war die Frage, was eine Frau tragen sollte, in Tokio eine Frage danach, was Japan werden würde. Das Rokumeikan hatte seit vier Jahren geöffnet; die Kaiserin war im Vorjahr öffentlich in westlicher Tracht aufgetreten und hatte eine Richtlinie herausgegeben, andere Frauen zur Nachahmung zu ermuntern. Chikanobu — der am Ueno- und Hakodate-Schrein für die Shogunat gekämpft hatte, bevor er sich dem Pinsel zuwandte, und der den Rest seines Lebens damit verbrachte, die Welt zu zeichnen, die ihn besiegt hatte — wurde der bedeutende Chronist genau dieser Übergangsphase.
Hier setzt er drei Frauen vor einen leeren Boden und lässt ihren Besitz für sich sprechen. Rechts steht die Geisha, in einem gestreiften Indigo-Kimono, eine Hand stabilisiert den Hals ihres Shamisen: die Profi-Frau, deren Kunst die alte Kunst ist. Hinter und über ihr die Tochter eines großen Hauses, in einem spektakulären, mehrlagigen Kimono aus blassgrün, lavendel und Karminrot, wendet sich von einer offenen Nähschachtel ab, rote Stoffreste noch in ihren Händen — Handarbeiten, die Fähigkeit, die eine Mutter der Tochter beigebracht hat und ihrer eigenen beigebracht hatte. Und vor beiden sitzt eine Reijō in einem braunen Bustierkleid mit Rüschenkante und blauer Rock, glockenförmige Handschuhe, auf einem Westernstuhl, ein offenes Buch haltend.
Nichts wird verurteilt und nichts gefeiert. Die drei stehen einfach im gleichen Raum, und die Komposition lässt erkennen, dass die Frau in westlicher Kleidung diejenige ist, die liest — und dass sie sitzt, während die anderen beiden stehen. Drei Verse begleiten sie, je einer zu jeder Figur.
Es ist ein schön gedrucktes Stück, das abseits seiner Argumentation steht: Das Musterwerk am Furisode ist außerordentlich fein, und der Kontrast zwischen dem flachen, dichten Indigo der Geishastraifen und dem fiddly bedruckten Baumwollstoff des Bustierkleids ist ein bewusster Handwerksakt, kein Unfall.
Der Verkäufer stellt sich vor
Künstler: Zugeschrieben Yōshū (Toyohara) Chikanobu 楊洲周延 (1838–1912) — unsigniert; siehe Hinweise
Titel: Ohne Titel. Bekannt aus den drei Rollen-Kartuschen:
– Rechts: 藝妓 geigi — eine Geisha
– Mitte: 「〇家の姫」 — die Tochter eines großen Hauses
– Links: 令嬢 reijō — eine junge Dame
Motiv: Drei Typen Meiji-Frauenwürde, jeweils begleitet von einem Vers
Format: Ōban tate-e, ca. 36 × 24 cm
Technik: Nishiki-e (Vollfarbendruck in Holzschnitt) auf japanischem Papier
Datum: Meiji 20 (1887) — Druck 1. Mai, Veröffentlichung 21. Mai, gemäß dem Druckzeichen unten links
Verleger: Ōkura Magobei 大倉孫兵衛, Nihonbashi, Tokio — seine gourd-förmige Verlegerkartusche unten links
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Zustand
Klarer Abdruck mit sauberer, gut registrierter Farbe — die Indigo-Streifen, das Applíqué-Muster am Furisode und der bedruckte Baumwollstoff des Westernkleids wirken scharf. Die allgemeinen Tonungen des Papiers. Leichte Knicke und eine kleine Verunreinigung. Bitte die Bilder prüfen!
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Der Entwurf
Bis 1887 war die Frage, was eine Frau tragen sollte, in Tokio eine Frage danach, was Japan werden würde. Das Rokumeikan hatte seit vier Jahren geöffnet; die Kaiserin war im Vorjahr öffentlich in westlicher Tracht aufgetreten und hatte eine Richtlinie herausgegeben, andere Frauen zur Nachahmung zu ermuntern. Chikanobu — der am Ueno- und Hakodate-Schrein für die Shogunat gekämpft hatte, bevor er sich dem Pinsel zuwandte, und der den Rest seines Lebens damit verbrachte, die Welt zu zeichnen, die ihn besiegt hatte — wurde der bedeutende Chronist genau dieser Übergangsphase.
Hier setzt er drei Frauen vor einen leeren Boden und lässt ihren Besitz für sich sprechen. Rechts steht die Geisha, in einem gestreiften Indigo-Kimono, eine Hand stabilisiert den Hals ihres Shamisen: die Profi-Frau, deren Kunst die alte Kunst ist. Hinter und über ihr die Tochter eines großen Hauses, in einem spektakulären, mehrlagigen Kimono aus blassgrün, lavendel und Karminrot, wendet sich von einer offenen Nähschachtel ab, rote Stoffreste noch in ihren Händen — Handarbeiten, die Fähigkeit, die eine Mutter der Tochter beigebracht hat und ihrer eigenen beigebracht hatte. Und vor beiden sitzt eine Reijō in einem braunen Bustierkleid mit Rüschenkante und blauer Rock, glockenförmige Handschuhe, auf einem Westernstuhl, ein offenes Buch haltend.
Nichts wird verurteilt und nichts gefeiert. Die drei stehen einfach im gleichen Raum, und die Komposition lässt erkennen, dass die Frau in westlicher Kleidung diejenige ist, die liest — und dass sie sitzt, während die anderen beiden stehen. Drei Verse begleiten sie, je einer zu jeder Figur.
Es ist ein schön gedrucktes Stück, das abseits seiner Argumentation steht: Das Musterwerk am Furisode ist außerordentlich fein, und der Kontrast zwischen dem flachen, dichten Indigo der Geishastraifen und dem fiddly bedruckten Baumwollstoff des Bustierkleids ist ein bewusster Handwerksakt, kein Unfall.

