Eine Skulptur aus Holz - Losso - Togo (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Losso männliche und weibliche Figuren
Holz mit dunkler Opferpatina
Losso (Naudemba)-Volk, Nordregion, Togo
Dieses seltene Paar Losso-Figuren repräsentiert die strenge BildhauertTradition der Naudemba (Losso) im Norden Togos. Mit bemerkenswerter Formökonomie geschnitzt, reduzieren sich die Figuren auf kraftvolle geometrische Volumen, die Beständigkeit und eine geistige Gegenwart betonen statt anatomischer Realismus. Ihre kompakten Proportionen, zylindrische Torso, vergrößerte Köpfe und gebeugte Beine erzeugen ein auffälliges Gefühl von Stabilität, charakteristisch für rituelle Skulptur aus dieser Region.
Die männlichen und weiblichen Figuren unterscheiden sich durch unauffällige anatomische Merkmale, doch beide zeigen identische Gesichtskonventionen: abgerundete hervorstehende Augen, eine breite Nase, ein kleiner geschlossener Mund und subtile Narbenmuster auf den Wangen. Ihre Oberflächen tragen eine tiefe, abgenutzte Patina, entstanden durch lang andauernde rituelle Handhabung, Libationen und wiederholte Anwendung von rituellen Substanzen über viele Jahre feierlicher Nutzung.
Unter den Losso waren solche Figuren mit häuslichen und Linienheiligtümern verbunden, wo sie als Vermittler zwischen den Lebenden und den Ahnen dienten. Sie verkörperten schützende geistige Kräfte, die zu Fruchtbarkeit, Wohlstand, Gesundheit und der Kontinuität der Familienlinie heraufbeschworen wurden. Opfergaben von Nahrung, Öl, Hirsebier und rituellen Materialien wurden regelmäßig vor ihnen dargebracht, wodurch allmählich die reiche rituelle Oberfläche entstand, die heute von ihrer langjährigen Andachtsgeschichte Zeugnis ablegt.
Die gepaarte Darstellung von männlicher und weiblicher Figur drückt das komplementäre Gleichgewicht aus, das grundlegend für viele Gur-sprachige Gesellschaften Nordtogos ist. Zusammen symbolisieren sie die Kontinuität der Abstammung, die Ahnenautorität und das harmonische Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen spirituellen Prinzipien. Ihre zurückhaltende formale Sprache spiegelt eine BildhauertTradition wider, in der expressive Kraft nicht aus aufwändiger Ornamentik, sondern aus ausgewogenen Proportionen, soliden Volumen und aufgeschichteter ritueller Gegenwart stammt.
Authentische Losso-Skulpturen sind in öffentlichen Sammlungen und auf dem Kunstmarkt vergleichsweise selten, da sie in relativ geringer Stückzahl für lokale rituelle Zwecke hergestellt wurden. Gut erhaltene, paarweise vorhandene Stücke, die eine unveränderte rituelle Patina bewahrt haben, sind besonders begehrt wegen ihrer Seltenheit und ihrer Bedeutung innerhalb des Korpus der nordtogolesischen Skulptur.
Ausgewählte Literatur
Roy, Christopher D. Art of the Upper Volta Rivers. Paris, 1987.
Fischer, Eberhard, und Hans Himmelheber. The Arts of Togo. Zürich, 1984.
Kerchache, Jacques, Paudrat, Jean-Louis, und Stéphan, Lucien. L'Art africain. Paris, 1988.
Ezra, Kate. Art of the Dogon: Selections from the Lester Wunderman Collection. New York, 1988. (Für vergleichende Diskussion der Gur-Schnitztraditionen.)
Ausgewählte regionnale Referenzen
Vergleichbare Losso- und benachbarte Gur-sprachige Skulpturen sind in den Sammlungen des Musée du quai Branly – Jacques Chirac (Paris), dem Rautenstrauch-Joest-Museum (Köln), dem Weltmuseum Wien und dem Museum der Kulturen Basel erhalten, die die charakteristischen skulpturalen Traditionen Nordtogos und angrenzenden Burkina Faso verdeutlichen.
Einige der Informationen stammen aus künstlicher Intelligenz und basieren auf veröffentlichten Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. No. MAZ23831
Höhe: 37 cm / 39 cm
Gewicht: 1,7 kg / 1,7 kg
Der Verkäufer stellt sich vor
Losso männliche und weibliche Figuren
Holz mit dunkler Opferpatina
Losso (Naudemba)-Volk, Nordregion, Togo
Dieses seltene Paar Losso-Figuren repräsentiert die strenge BildhauertTradition der Naudemba (Losso) im Norden Togos. Mit bemerkenswerter Formökonomie geschnitzt, reduzieren sich die Figuren auf kraftvolle geometrische Volumen, die Beständigkeit und eine geistige Gegenwart betonen statt anatomischer Realismus. Ihre kompakten Proportionen, zylindrische Torso, vergrößerte Köpfe und gebeugte Beine erzeugen ein auffälliges Gefühl von Stabilität, charakteristisch für rituelle Skulptur aus dieser Region.
Die männlichen und weiblichen Figuren unterscheiden sich durch unauffällige anatomische Merkmale, doch beide zeigen identische Gesichtskonventionen: abgerundete hervorstehende Augen, eine breite Nase, ein kleiner geschlossener Mund und subtile Narbenmuster auf den Wangen. Ihre Oberflächen tragen eine tiefe, abgenutzte Patina, entstanden durch lang andauernde rituelle Handhabung, Libationen und wiederholte Anwendung von rituellen Substanzen über viele Jahre feierlicher Nutzung.
Unter den Losso waren solche Figuren mit häuslichen und Linienheiligtümern verbunden, wo sie als Vermittler zwischen den Lebenden und den Ahnen dienten. Sie verkörperten schützende geistige Kräfte, die zu Fruchtbarkeit, Wohlstand, Gesundheit und der Kontinuität der Familienlinie heraufbeschworen wurden. Opfergaben von Nahrung, Öl, Hirsebier und rituellen Materialien wurden regelmäßig vor ihnen dargebracht, wodurch allmählich die reiche rituelle Oberfläche entstand, die heute von ihrer langjährigen Andachtsgeschichte Zeugnis ablegt.
Die gepaarte Darstellung von männlicher und weiblicher Figur drückt das komplementäre Gleichgewicht aus, das grundlegend für viele Gur-sprachige Gesellschaften Nordtogos ist. Zusammen symbolisieren sie die Kontinuität der Abstammung, die Ahnenautorität und das harmonische Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen spirituellen Prinzipien. Ihre zurückhaltende formale Sprache spiegelt eine BildhauertTradition wider, in der expressive Kraft nicht aus aufwändiger Ornamentik, sondern aus ausgewogenen Proportionen, soliden Volumen und aufgeschichteter ritueller Gegenwart stammt.
Authentische Losso-Skulpturen sind in öffentlichen Sammlungen und auf dem Kunstmarkt vergleichsweise selten, da sie in relativ geringer Stückzahl für lokale rituelle Zwecke hergestellt wurden. Gut erhaltene, paarweise vorhandene Stücke, die eine unveränderte rituelle Patina bewahrt haben, sind besonders begehrt wegen ihrer Seltenheit und ihrer Bedeutung innerhalb des Korpus der nordtogolesischen Skulptur.
Ausgewählte Literatur
Roy, Christopher D. Art of the Upper Volta Rivers. Paris, 1987.
Fischer, Eberhard, und Hans Himmelheber. The Arts of Togo. Zürich, 1984.
Kerchache, Jacques, Paudrat, Jean-Louis, und Stéphan, Lucien. L'Art africain. Paris, 1988.
Ezra, Kate. Art of the Dogon: Selections from the Lester Wunderman Collection. New York, 1988. (Für vergleichende Diskussion der Gur-Schnitztraditionen.)
Ausgewählte regionnale Referenzen
Vergleichbare Losso- und benachbarte Gur-sprachige Skulpturen sind in den Sammlungen des Musée du quai Branly – Jacques Chirac (Paris), dem Rautenstrauch-Joest-Museum (Köln), dem Weltmuseum Wien und dem Museum der Kulturen Basel erhalten, die die charakteristischen skulpturalen Traditionen Nordtogos und angrenzenden Burkina Faso verdeutlichen.
Einige der Informationen stammen aus künstlicher Intelligenz und basieren auf veröffentlichten Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. No. MAZ23831
Höhe: 37 cm / 39 cm
Gewicht: 1,7 kg / 1,7 kg
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Details
Rechtliche Informationen des Verkäufers
- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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