Eine Terrakotta-Skulptur - Bankoni - Bamana - Mali (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Bamana Bankoni Terracotta – Reitstatue
Mopti-Region, Mali
Die Skulptur, modelliert in rötlich-brauner Tonerde, entfaltet sich als komplexe, beinahe architektonische Einheit aus Reiter und Tier. Eine hoch aufragende menschliche Gestalt erhebt sich über den kompakt, kräftig gebauten Pferdekörper. Aufgetragene Kanten, dekorative Formen und geformte Knoten bedecken Körper und Gliedmaßen, verleihen der Oberfläche eine fast vegetative Lebendigkeit. Das Tier zeichnet sich durch kräftige Beine, einen voluminösen Kopf und eine offene Schnauze aus. Verwitterung, Verkrustung und Brüche haben das ursprüngliche Modellieren teilweise verwischt, gleichzeitig aber eine fesselnde archäologische Präsenz geschaffen.
Stilistisch gehört die Skulptur zum Umfeld der mittelalterlichen Bankoni-Terrakotta aus Mali, deren Repertoire menschliche Figuren, Tiere und insbesondere monumentale Reiterdarstellungen umfasst. Vergleichbare Bankoni-Reiter werden auf das späte 14. und das frühe 15. Jahrhundert datiert. Ihre genaue rituelle Funktion bleibt jedoch Gegenstand der Forschung. Im westlichen Sahel verkörperte das Pferd mit dem Reiter weit mehr als bloße Fortbewegung: Es signalisierte militärische Macht, sozialen Rang und politische Autorität. Die Kavallerie spielte eine zentrale Rolle für die großen Reiche Ghana, Mali und Songhai.
Die Zuschreibung einer solchen archäologischen Bankoni-Terrakotta zur modernen Bamana sollte mit Vorsicht erfolgen: „Bankoni“ bezeichnet primär ein archäologisch- und kunsthistorisch orientiertes Stilkomplex, nicht eine definitive ethnische Herkunft.
Literatur (Auswahl):
Hélène Leloup: Terres cuites de la boucle du Niger et alentour. 1986.
Bernard de Grunne: Djenné-Jeno. 1000 ans de sculpture en terre cuite au Mali. 2014.
Alisa LaGamma (Hrsg.): Sahel: Art and Empires on the Shores of the Sahara. New York 2020.
Einiger der Informationen stammen von künstlicher Intelligenz und beruhen auf veröffentlichten Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. Nr. MAZ23296
Informant: Yoro
"Ich bin der Ansicht, dass der Import aller Kunstgegenstände aus Afrika—ob Kopien oder Originale—verboten werden sollte, um Afrika zu schützen." Zitat: Prof. Dr. Viola König, ehemalige Direktorin des Ethnologischen Museums Berlin, heute HUMBOLDTFORUM
Rechtlicher Rahmen
Nach der UNESCO-Konvention von 1970 in Verbindung mit dem Kulturgutschutz-Gesetz (KGSG) wird jeder Anspruch auf Rückgabe von Kulturgut drei Jahre nach dem Zeitpunkt verjährt, zu dem die zuständigen Behörden des Herkunftsstaates Kenntnis über den Verbleib des Objekts und die Identität dessen Besitzers erlangen.
Alle Bronze- und Terrakotta-Stücke, die angeboten wurden, sind seit 2001 öffentlich in der Wolfgang Jaenicke Gallery ausgestellt worden. Organisationen wie DIGITAL BENIN und akademische Einrichtungen wie die Technische Universität Berlin, die sich in den letzten sieben Jahren intensiv mit restitution-researches (Translocationsprojekt) befasst haben, sind sich unserer Arbeit bewusst, haben einen Großteil unserer Sammlung begutachtet und uns in unserer Niederlassung in Lomé, Togo, unter anderem besucht, um sich über den internationalen Kunsthandel vor Ort zu informieren. Darüber hinaus wurde die Nationale Kommission für Museen und Denkmäler (NCMM) in Abuja, Nigeria, über unsere Sammlung informiert. In der Vergangenheit gab es weder Rückgabeforderungen gegenüber Privatinstitutionen wie der Wolfgang Jaenicke Gallery noch andere Ansprüche.
Unsere Galerie begegnet diesen strukturellen Herausforderungen durch eine Politik maximaler Transparenz und Dokumentation. Sollten Fragen oder Unklarheiten auftreten, laden wir Sie ein, uns zu kontaktieren. Jedes Anliegen wird sorgfältig mit allen verfügbaren Mitteln geprüft.
Der Verkäufer stellt sich vor
Bamana Bankoni Terracotta – Reitstatue
Mopti-Region, Mali
Die Skulptur, modelliert in rötlich-brauner Tonerde, entfaltet sich als komplexe, beinahe architektonische Einheit aus Reiter und Tier. Eine hoch aufragende menschliche Gestalt erhebt sich über den kompakt, kräftig gebauten Pferdekörper. Aufgetragene Kanten, dekorative Formen und geformte Knoten bedecken Körper und Gliedmaßen, verleihen der Oberfläche eine fast vegetative Lebendigkeit. Das Tier zeichnet sich durch kräftige Beine, einen voluminösen Kopf und eine offene Schnauze aus. Verwitterung, Verkrustung und Brüche haben das ursprüngliche Modellieren teilweise verwischt, gleichzeitig aber eine fesselnde archäologische Präsenz geschaffen.
Stilistisch gehört die Skulptur zum Umfeld der mittelalterlichen Bankoni-Terrakotta aus Mali, deren Repertoire menschliche Figuren, Tiere und insbesondere monumentale Reiterdarstellungen umfasst. Vergleichbare Bankoni-Reiter werden auf das späte 14. und das frühe 15. Jahrhundert datiert. Ihre genaue rituelle Funktion bleibt jedoch Gegenstand der Forschung. Im westlichen Sahel verkörperte das Pferd mit dem Reiter weit mehr als bloße Fortbewegung: Es signalisierte militärische Macht, sozialen Rang und politische Autorität. Die Kavallerie spielte eine zentrale Rolle für die großen Reiche Ghana, Mali und Songhai.
Die Zuschreibung einer solchen archäologischen Bankoni-Terrakotta zur modernen Bamana sollte mit Vorsicht erfolgen: „Bankoni“ bezeichnet primär ein archäologisch- und kunsthistorisch orientiertes Stilkomplex, nicht eine definitive ethnische Herkunft.
Literatur (Auswahl):
Hélène Leloup: Terres cuites de la boucle du Niger et alentour. 1986.
Bernard de Grunne: Djenné-Jeno. 1000 ans de sculpture en terre cuite au Mali. 2014.
Alisa LaGamma (Hrsg.): Sahel: Art and Empires on the Shores of the Sahara. New York 2020.
Einiger der Informationen stammen von künstlicher Intelligenz und beruhen auf veröffentlichten Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. Nr. MAZ23296
Informant: Yoro
"Ich bin der Ansicht, dass der Import aller Kunstgegenstände aus Afrika—ob Kopien oder Originale—verboten werden sollte, um Afrika zu schützen." Zitat: Prof. Dr. Viola König, ehemalige Direktorin des Ethnologischen Museums Berlin, heute HUMBOLDTFORUM
Rechtlicher Rahmen
Nach der UNESCO-Konvention von 1970 in Verbindung mit dem Kulturgutschutz-Gesetz (KGSG) wird jeder Anspruch auf Rückgabe von Kulturgut drei Jahre nach dem Zeitpunkt verjährt, zu dem die zuständigen Behörden des Herkunftsstaates Kenntnis über den Verbleib des Objekts und die Identität dessen Besitzers erlangen.
Alle Bronze- und Terrakotta-Stücke, die angeboten wurden, sind seit 2001 öffentlich in der Wolfgang Jaenicke Gallery ausgestellt worden. Organisationen wie DIGITAL BENIN und akademische Einrichtungen wie die Technische Universität Berlin, die sich in den letzten sieben Jahren intensiv mit restitution-researches (Translocationsprojekt) befasst haben, sind sich unserer Arbeit bewusst, haben einen Großteil unserer Sammlung begutachtet und uns in unserer Niederlassung in Lomé, Togo, unter anderem besucht, um sich über den internationalen Kunsthandel vor Ort zu informieren. Darüber hinaus wurde die Nationale Kommission für Museen und Denkmäler (NCMM) in Abuja, Nigeria, über unsere Sammlung informiert. In der Vergangenheit gab es weder Rückgabeforderungen gegenüber Privatinstitutionen wie der Wolfgang Jaenicke Gallery noch andere Ansprüche.
Unsere Galerie begegnet diesen strukturellen Herausforderungen durch eine Politik maximaler Transparenz und Dokumentation. Sollten Fragen oder Unklarheiten auftreten, laden wir Sie ein, uns zu kontaktieren. Jedes Anliegen wird sorgfältig mit allen verfügbaren Mitteln geprüft.
Der Verkäufer stellt sich vor
Details
Rechtliche Informationen des Verkäufers
- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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