Nieupoort - Rituum ... Romanos - 1731






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Erste venezianische Ausgabe von Nieupoorts Rituum qui olim apud Romanos (1731), lateinisch, 498 Seiten, Broschur, mit sechs Tafeln und Tafeln außerhalb des Textes, in gutem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
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ERSTE AUSGABE – ROM IN ANTIKE ERKLÄRT DURCH RITEN, SITTEN UND MÜNZEN
Wichtiger siebenbändiger Kompendium der römischen Antike, lange Zeit als Klassiker für das Studium der Bräuche, Rituale und Institutionen des antiken Roms angesehen. Willem Hendrik Nieupoort ordnet mit klarem und knappen Methodik ein großes Stoffgebiet, das vor allem dazu dient, das Verständnis der klassischen Autoren zu erleichtern: Religion, Magistraturen, öffentliches Leben, Zeremonien, zivilistische Institutionen, Heer, Spektakel und alltägliche Praktiken. Diese venezianische Ausgabe von 1731 ist besonders interessant, weil sie auf dem Titelblatt erklärt, „prima veneta editio numismatibus illustrata“, das heißt erste venezianische Ausgabe, die durch numismatische Illustrationen bereichert ist. Der Band präsentiert eine Kalloggrafie-Frontispiz, eine Frontispiz in Rot und Schwarz, gravierte Friese und Initialen sowie sechs Tafeln, teils als Falttafeln. Ein repräsentatives Werk der großen europäischen Antiquarkultur zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert, in dem der Rückgriff auf Münzen und antike Bildnisse zu einem wesentlichen Instrument wird, um die römische Zivilisation wiederherzustellen.
WARUM MAN ES KAUFEN SOLLTE
PRIMA VENEZIANA – Erste venezianische Ausgabe, ausdrücklich als „numismatibus illustrata“ deklariert.
ROMA ANTICA – Klassischer Bestand über Rituale, Bräuche, Institutionen und Alltagsleben der Römer.
NUMISMATIK – Illustrationsapparat mit Münzen und 6 Tafeln, teils faltdurchgeführt.
ESEMPAR GENUINO – Alter Karton mit Schnürbändern, Kalloggrafisches Frontispiz und Frontispiz in Rot und Schwarz.
MARKTWERT
Werk von gutem antiquarischem Interesse durch die Verbindung klassischer Antike, Numismatik und Geschichte römischer Institutionen. Die erste venezianische illustrierte Ausgabe von 1731 ist ansprechender als gewöhnliche, rein textliche Nachdrucke. Unter Berücksichtigung der Tafeln, der alten Bindung und der beschriebenen Zustände, mit Wasserspuren und einigen Blütenflecken, aber insgesamt guter Erhaltung, empfohlener Preis: 400–500 €.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Bindung aus altem Karton mit Schnürungen und handschriftlichem Titel auf dem Rücken. Kalloggrafisches Frontispiz; Frontispiz in Rot und Schwarz mit gravierter Illustration; Initialen und Friese graviert. Vorhanden Wasserränder und einige physiologische Flecken, in manchen Bänden deutlicher; normale Alterszeichen. Einige Holzwurm-Lochstellen. Bei alten Büchern mit einer jahrhundertelangen Geschichte können einige Imperfektionen vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. Pp. (2); 14nn; 478; 2nn; (2).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Rituum qui olim apud Romanos.
Venetiis, apud Josephum Bettinelli, 1731.
Willem Hendrik Nieupoort.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Der Rituum qui olim apud Romanos obtinuerunt succincta explicatio gehört zur großen europäischen AntiquarsTradition, die im XVII. und XVIII. Jahrhundert bestrebt war, die römische Zivilisation systematisch durch literarische, epigraphische und numismatische Quellen wiederherzustellen. Das erklärte Ziel von Nieupoort ist eindeutig didaktisch: eine knappe, geordnete Erklärung der römischen Rituale und Bräuche „ad intelligentiam veterum auctorum“, also zur Erleichterung des Lesens klassischer Autoren.
Das Werk behandelt also nicht nur Religion und Zeremonien, sondern auch politische Strukturen, Magistraturen, zivilistische Institutionen, Heer, Privatsphäre und Formen römischer Geselligkeit. Dieses Handbuch war besonders nützlich für Lateinschüler, Juristen, Historiker und Antiquarinnen, weil es ermöglichte, Begriffe und Praktiken zu verstehen, die den klassischen Autoren als selbstverständlich galten.
Die Entscheidung, die Ausgabe mit Münzen zu illustrieren, ist besonders bedeutsam. Im achtzehnten Jahrhundert galt Numismatik zunehmend als primäre historische Quelle: Abbildungen, Inschriften, Symbole, Titel und monetäre Darstellungen konnten Daten aus den schriftlichen Quellen bestätigen oder klären. Die „prima Veneta editio numismatibus illustrata“ bezeugt daher eine redaktionelle und methodische Aktualisierung gegenüber früheren Utrecht-Ausgaben.
Das Werk positioniert sich im selben kulturellen Umfeld der großen Nachschlagewerke antiker Römer, die den Boden für eine systematischere Archäologie und Geschichte der Institutionen der modernen Zeit bereiteten.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Willem Hendrik Nieupoort, auch Guilielmus Henricus Nieupoort, wurde um 1670 in den Niederlanden geboren und starb um 1730. Er war Jurist, Historiker und Gelehrter antiker Wissenschaften, mit besonderem Augenmerk auf die römische Zivilisation. Er lehrte Alte Geschichte an der Universität Utrecht und erlangte especially Bekanntheit durch seine Lehrwerke zur Verständigung der klassischen Autoren.
Seine Methode bevorzugt Klarheit, Systematik und Knappheit. Anstatt eine durchgehende Erzählung der römischen Geschichte zu liefern, organisiert Nieupoort das Wissen nach Kategorien: Rituale, Ämter, Zeremonien, Bräuche und Institutionen. Diese Herangehensweise machte sein Werk besonders geeignet für den Unterricht und begünstigte eine lange Editionsgeschichte in Europa.
Sein Werk blieb jahrzehntelang ein Referenzbestand für Studierende und Gelehrte der römischen Antike und trug dazu bei, ein konkreteres Verständnis des institutionellen und des alltäglichen Lebens des antiken Rom zu verbreiten.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Der Traktat erfuhr eine beachtliche verlegerische Fortuna und erlebte mehrere Ausgaben, insbesondere in den Niederlanden. Das Frontispiz der venezianischen Ausgabe von 1731 erinnert ausdrücklich an drei vorhergehende Utrecht-Ausgaben: “Post tres Trajectenses prima Veneta editio”. Dieses Element ermöglicht es, den italienischen Druck in eine bereits etablierte Tradition einzubetten.
Die venezianische Ausgabe, herausgegeben von Giuseppe Bettinelli, zeichnet sich jedoch durch die Hinzufügung der numismatischen Illustrationen aus, ein im Titel direkt hervorgehobenes Element mit der Formulierung „numismatibus illustrata“. Die bildliche Ausstattung machte das Werk für die Gelehrten nützlicher und zugleich ansprechender im Verlagssinne.
Venedig, noch im frühen 18. Jahrhundert, war eines der wichtigsten Zentren Italiens für Import, Übersetzung und Neudrucke gelehrter Werke aus Nordafrika/Europa. Die Veröffentlichung von Nieupoort zeugt daher von der italienischen Verbreitung der niederländischen Antiquartradition und dem starken Interesse des gebildeten Publikums an der römischen Zivilisation.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
Willem Hendrik Nieupoort, Rituum qui olim apud Romanos obtinuerunt succincta explicatio, Venedig, Giuseppe Bettinelli, 1731.
Frühere Utrecht-Ausgaben von Nieupoorts Rituum apud Romanos.
Bibliographische Repertorien zu römischen Altertümern und zur klassischen Lehrbuchkunde des 18. Jahrhunderts.
Studien zur Numismatik als historische Quelle in der europäischen Gelehrsamkeit des XVIII. Jahrhunderts.
Historische Kataloge der venezianischen Produktion von Giuseppe Bettinelli und der antiquarischen Drucke des 18. Jahrhunderts.
Der Verkäufer stellt sich vor
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ERSTE AUSGABE – ROM IN ANTIKE ERKLÄRT DURCH RITEN, SITTEN UND MÜNZEN
Wichtiger siebenbändiger Kompendium der römischen Antike, lange Zeit als Klassiker für das Studium der Bräuche, Rituale und Institutionen des antiken Roms angesehen. Willem Hendrik Nieupoort ordnet mit klarem und knappen Methodik ein großes Stoffgebiet, das vor allem dazu dient, das Verständnis der klassischen Autoren zu erleichtern: Religion, Magistraturen, öffentliches Leben, Zeremonien, zivilistische Institutionen, Heer, Spektakel und alltägliche Praktiken. Diese venezianische Ausgabe von 1731 ist besonders interessant, weil sie auf dem Titelblatt erklärt, „prima veneta editio numismatibus illustrata“, das heißt erste venezianische Ausgabe, die durch numismatische Illustrationen bereichert ist. Der Band präsentiert eine Kalloggrafie-Frontispiz, eine Frontispiz in Rot und Schwarz, gravierte Friese und Initialen sowie sechs Tafeln, teils als Falttafeln. Ein repräsentatives Werk der großen europäischen Antiquarkultur zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert, in dem der Rückgriff auf Münzen und antike Bildnisse zu einem wesentlichen Instrument wird, um die römische Zivilisation wiederherzustellen.
WARUM MAN ES KAUFEN SOLLTE
PRIMA VENEZIANA – Erste venezianische Ausgabe, ausdrücklich als „numismatibus illustrata“ deklariert.
ROMA ANTICA – Klassischer Bestand über Rituale, Bräuche, Institutionen und Alltagsleben der Römer.
NUMISMATIK – Illustrationsapparat mit Münzen und 6 Tafeln, teils faltdurchgeführt.
ESEMPAR GENUINO – Alter Karton mit Schnürbändern, Kalloggrafisches Frontispiz und Frontispiz in Rot und Schwarz.
MARKTWERT
Werk von gutem antiquarischem Interesse durch die Verbindung klassischer Antike, Numismatik und Geschichte römischer Institutionen. Die erste venezianische illustrierte Ausgabe von 1731 ist ansprechender als gewöhnliche, rein textliche Nachdrucke. Unter Berücksichtigung der Tafeln, der alten Bindung und der beschriebenen Zustände, mit Wasserspuren und einigen Blütenflecken, aber insgesamt guter Erhaltung, empfohlener Preis: 400–500 €.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Bindung aus altem Karton mit Schnürungen und handschriftlichem Titel auf dem Rücken. Kalloggrafisches Frontispiz; Frontispiz in Rot und Schwarz mit gravierter Illustration; Initialen und Friese graviert. Vorhanden Wasserränder und einige physiologische Flecken, in manchen Bänden deutlicher; normale Alterszeichen. Einige Holzwurm-Lochstellen. Bei alten Büchern mit einer jahrhundertelangen Geschichte können einige Imperfektionen vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. Pp. (2); 14nn; 478; 2nn; (2).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Rituum qui olim apud Romanos.
Venetiis, apud Josephum Bettinelli, 1731.
Willem Hendrik Nieupoort.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Der Rituum qui olim apud Romanos obtinuerunt succincta explicatio gehört zur großen europäischen AntiquarsTradition, die im XVII. und XVIII. Jahrhundert bestrebt war, die römische Zivilisation systematisch durch literarische, epigraphische und numismatische Quellen wiederherzustellen. Das erklärte Ziel von Nieupoort ist eindeutig didaktisch: eine knappe, geordnete Erklärung der römischen Rituale und Bräuche „ad intelligentiam veterum auctorum“, also zur Erleichterung des Lesens klassischer Autoren.
Das Werk behandelt also nicht nur Religion und Zeremonien, sondern auch politische Strukturen, Magistraturen, zivilistische Institutionen, Heer, Privatsphäre und Formen römischer Geselligkeit. Dieses Handbuch war besonders nützlich für Lateinschüler, Juristen, Historiker und Antiquarinnen, weil es ermöglichte, Begriffe und Praktiken zu verstehen, die den klassischen Autoren als selbstverständlich galten.
Die Entscheidung, die Ausgabe mit Münzen zu illustrieren, ist besonders bedeutsam. Im achtzehnten Jahrhundert galt Numismatik zunehmend als primäre historische Quelle: Abbildungen, Inschriften, Symbole, Titel und monetäre Darstellungen konnten Daten aus den schriftlichen Quellen bestätigen oder klären. Die „prima Veneta editio numismatibus illustrata“ bezeugt daher eine redaktionelle und methodische Aktualisierung gegenüber früheren Utrecht-Ausgaben.
Das Werk positioniert sich im selben kulturellen Umfeld der großen Nachschlagewerke antiker Römer, die den Boden für eine systematischere Archäologie und Geschichte der Institutionen der modernen Zeit bereiteten.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Willem Hendrik Nieupoort, auch Guilielmus Henricus Nieupoort, wurde um 1670 in den Niederlanden geboren und starb um 1730. Er war Jurist, Historiker und Gelehrter antiker Wissenschaften, mit besonderem Augenmerk auf die römische Zivilisation. Er lehrte Alte Geschichte an der Universität Utrecht und erlangte especially Bekanntheit durch seine Lehrwerke zur Verständigung der klassischen Autoren.
Seine Methode bevorzugt Klarheit, Systematik und Knappheit. Anstatt eine durchgehende Erzählung der römischen Geschichte zu liefern, organisiert Nieupoort das Wissen nach Kategorien: Rituale, Ämter, Zeremonien, Bräuche und Institutionen. Diese Herangehensweise machte sein Werk besonders geeignet für den Unterricht und begünstigte eine lange Editionsgeschichte in Europa.
Sein Werk blieb jahrzehntelang ein Referenzbestand für Studierende und Gelehrte der römischen Antike und trug dazu bei, ein konkreteres Verständnis des institutionellen und des alltäglichen Lebens des antiken Rom zu verbreiten.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Der Traktat erfuhr eine beachtliche verlegerische Fortuna und erlebte mehrere Ausgaben, insbesondere in den Niederlanden. Das Frontispiz der venezianischen Ausgabe von 1731 erinnert ausdrücklich an drei vorhergehende Utrecht-Ausgaben: “Post tres Trajectenses prima Veneta editio”. Dieses Element ermöglicht es, den italienischen Druck in eine bereits etablierte Tradition einzubetten.
Die venezianische Ausgabe, herausgegeben von Giuseppe Bettinelli, zeichnet sich jedoch durch die Hinzufügung der numismatischen Illustrationen aus, ein im Titel direkt hervorgehobenes Element mit der Formulierung „numismatibus illustrata“. Die bildliche Ausstattung machte das Werk für die Gelehrten nützlicher und zugleich ansprechender im Verlagssinne.
Venedig, noch im frühen 18. Jahrhundert, war eines der wichtigsten Zentren Italiens für Import, Übersetzung und Neudrucke gelehrter Werke aus Nordafrika/Europa. Die Veröffentlichung von Nieupoort zeugt daher von der italienischen Verbreitung der niederländischen Antiquartradition und dem starken Interesse des gebildeten Publikums an der römischen Zivilisation.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
Willem Hendrik Nieupoort, Rituum qui olim apud Romanos obtinuerunt succincta explicatio, Venedig, Giuseppe Bettinelli, 1731.
Frühere Utrecht-Ausgaben von Nieupoorts Rituum apud Romanos.
Bibliographische Repertorien zu römischen Altertümern und zur klassischen Lehrbuchkunde des 18. Jahrhunderts.
Studien zur Numismatik als historische Quelle in der europäischen Gelehrsamkeit des XVIII. Jahrhunderts.
Historische Kataloge der venezianischen Produktion von Giuseppe Bettinelli und der antiquarischen Drucke des 18. Jahrhunderts.
