Ein Bronzenarmband - Baule - Elfenbeinküste (Ohne mindestpreis)

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Dimitri André
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Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.

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Eine Bronzearmband der Baule aus der Bouaké-Region, Côte d’Ivoire, mit roterig-bräunlicher Patina, Gewicht 660 g, Höhe 12 cm, in fairer Verfassung und authentisch/original, als Baule-Metallkunst aus Zentralel Côte d’Ivoire.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Baule Bronzearmband
Gussbronze oder Messing mit rötlich-brauner Patina
Baule‑Volk, Bouaké‑Region, Elfenbeinküste

Dieses stattliche Baule-Armband aus der Bouaké‑Region ist ein beeindruckendes Beispiel für die hochentwickelte Tradition der Gussmetall-Schmuckkunst aus Zentral- Elfenbeinküste. Sein breiter, schwerer kreisförmiger Körper ist nahezu vollständig mit einem außerordentlich dichten dekorativen Programm bedeckt, das parallele Rillen, konzentrische Spiralen, verzierte Randverzierungen aus gedrehten Schnüren und geometrische Motive umfasst.

Besonders auffällig ist die markante geometrische Verzierung, die sich über die Außenseite des Armband erstreckt. Wahrscheinlich entstand sie durch das Wachsausschmelzverfahren. In diesem Prozess wurde die komplette Form, einschließlich der komplexen Oberflächenornamente, zunächst in Wachs modelliert und anschließend in Metall umgesetzt. Die bemerkenswerte Dichte und Regelmäßigkeit der Verzierung zeugen von erheblichem technischer Geschicklichkeit. Zugleich bewahren kleine Unregelmäßigkeiten den individuellen Charakter des ursprünglichen Wachsdrucks.

Solche großen Armbänder waren mehr als bloße Schmuckstücke. In der Baule-Gesellschaft konnte Schmuck aus Kupferlegierungen als sichtbarer Ausdruck von Wohlstand, sozialem Stand und persönlicher Auszeichnung fungieren. Die für ein Objekt dieser Größe benötigte Metallmenge repräsentierte bereits materiellen Wert, während die Komplexität der Gussverfahren dessen Prestige weiter steigerte.

Die regionale Zuordnung zu Bouaké ist bedeutend. Zentraler Teil der Elfenbeinküste bildete Teil eines größeren Netzwerks, das Baule-Gemeinschaften mit benachbarten, Akan-sprechenden Bevölkerungsgruppen sowie mit Langstreckengeschäftswegen verband, die Kupfer und Messing lieferten. Baule Metallhandwerker entwickelten einen besonders verfeinerten Wortschatz geometrischer Verzierung, der auch auf Ringen, Anhängern, Fußkettchen und anderen Prestigeobjekten zu finden ist.

Die Spirale ist in diesem Beispiel besonders ausgeprägt. Wiederholte kreisförmige und konzentrische Motive durchbrechen die horizontal umlaufenden Bänder des Armbands und schaffen einen komplexen visuellen Rhythmus. Die Kombination dieser geometrischen Muster ist Kennzeichen einer dekorativen Konzeption, bei der Ornament und Skulptur untrennbar miteinander verbunden sind.

Die rötlich-braune Oberfläche wird durch lokal begrenzte grüne Oxidation unterbrochen, charakteristisch für gealterte Kupferlegierungen. Abnutzung und Variation der Patina tragen zur Eindruck bei, dass das Armband eine lange Geschichte von Handhabung und Gebrauch hinter sich hat.

Mit seinen monumentalen Abmessungen, dem aufwendigen Wachsausschmelzverfahren und der ungewöhnlich reichen Kombination geometrischer Verzierung repräsentiert dieses Armband die anspruchsvollen Metallbearbeitungstraditionen der Baule-Region und demonstriert die Bedeutung persönlicher Schmückung als Ausdruck künstlerischer Gestaltung im zentralen Teil der Elfenbeinküste.

Ausgewählte Literatur

Vogel, Susan Mullin. Baule: African Art, Western Eyes. New Haven und London, 1997.

Holas, Bohumil. Arts de la Côte d’Ivoire. Paris, 1966.

Fisher, Angela. Africa Adorned. London, 1984.

Garrard, Timothy F. Gold of Africa: Jewellery and Ornaments from Ghana, Côte d’Ivoire, Mali and Senegal in the Collection of the Barbier-Mueller Museum. Munich, 1989.

Informant Ouro

Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz erzeugt und beruhen auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.

Inv. Nr. MAZ24776

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
Übersetzt mit Google Übersetzer

Baule Bronzearmband
Gussbronze oder Messing mit rötlich-brauner Patina
Baule‑Volk, Bouaké‑Region, Elfenbeinküste

Dieses stattliche Baule-Armband aus der Bouaké‑Region ist ein beeindruckendes Beispiel für die hochentwickelte Tradition der Gussmetall-Schmuckkunst aus Zentral- Elfenbeinküste. Sein breiter, schwerer kreisförmiger Körper ist nahezu vollständig mit einem außerordentlich dichten dekorativen Programm bedeckt, das parallele Rillen, konzentrische Spiralen, verzierte Randverzierungen aus gedrehten Schnüren und geometrische Motive umfasst.

Besonders auffällig ist die markante geometrische Verzierung, die sich über die Außenseite des Armband erstreckt. Wahrscheinlich entstand sie durch das Wachsausschmelzverfahren. In diesem Prozess wurde die komplette Form, einschließlich der komplexen Oberflächenornamente, zunächst in Wachs modelliert und anschließend in Metall umgesetzt. Die bemerkenswerte Dichte und Regelmäßigkeit der Verzierung zeugen von erheblichem technischer Geschicklichkeit. Zugleich bewahren kleine Unregelmäßigkeiten den individuellen Charakter des ursprünglichen Wachsdrucks.

Solche großen Armbänder waren mehr als bloße Schmuckstücke. In der Baule-Gesellschaft konnte Schmuck aus Kupferlegierungen als sichtbarer Ausdruck von Wohlstand, sozialem Stand und persönlicher Auszeichnung fungieren. Die für ein Objekt dieser Größe benötigte Metallmenge repräsentierte bereits materiellen Wert, während die Komplexität der Gussverfahren dessen Prestige weiter steigerte.

Die regionale Zuordnung zu Bouaké ist bedeutend. Zentraler Teil der Elfenbeinküste bildete Teil eines größeren Netzwerks, das Baule-Gemeinschaften mit benachbarten, Akan-sprechenden Bevölkerungsgruppen sowie mit Langstreckengeschäftswegen verband, die Kupfer und Messing lieferten. Baule Metallhandwerker entwickelten einen besonders verfeinerten Wortschatz geometrischer Verzierung, der auch auf Ringen, Anhängern, Fußkettchen und anderen Prestigeobjekten zu finden ist.

Die Spirale ist in diesem Beispiel besonders ausgeprägt. Wiederholte kreisförmige und konzentrische Motive durchbrechen die horizontal umlaufenden Bänder des Armbands und schaffen einen komplexen visuellen Rhythmus. Die Kombination dieser geometrischen Muster ist Kennzeichen einer dekorativen Konzeption, bei der Ornament und Skulptur untrennbar miteinander verbunden sind.

Die rötlich-braune Oberfläche wird durch lokal begrenzte grüne Oxidation unterbrochen, charakteristisch für gealterte Kupferlegierungen. Abnutzung und Variation der Patina tragen zur Eindruck bei, dass das Armband eine lange Geschichte von Handhabung und Gebrauch hinter sich hat.

Mit seinen monumentalen Abmessungen, dem aufwendigen Wachsausschmelzverfahren und der ungewöhnlich reichen Kombination geometrischer Verzierung repräsentiert dieses Armband die anspruchsvollen Metallbearbeitungstraditionen der Baule-Region und demonstriert die Bedeutung persönlicher Schmückung als Ausdruck künstlerischer Gestaltung im zentralen Teil der Elfenbeinküste.

Ausgewählte Literatur

Vogel, Susan Mullin. Baule: African Art, Western Eyes. New Haven und London, 1997.

Holas, Bohumil. Arts de la Côte d’Ivoire. Paris, 1966.

Fisher, Angela. Africa Adorned. London, 1984.

Garrard, Timothy F. Gold of Africa: Jewellery and Ornaments from Ghana, Côte d’Ivoire, Mali and Senegal in the Collection of the Barbier-Mueller Museum. Munich, 1989.

Informant Ouro

Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz erzeugt und beruhen auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.

Inv. Nr. MAZ24776

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
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Details

Ethnie/ Kultur
Baule
Herkunftsland
Elfenbeinküste
Material
Bronze
Sold with stand
Nein
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A bronze bracelet
Höhe
12 cm
Gewicht
660 g
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
6671
Verkaufte Objekte
99,8 %
protop

Rechtliche Informationen des Verkäufers

Unternehmen:
Jaenicke Njoya GmbH
Repräsentant:
Wolfgang Jaenicke
Adresse:
Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY
Telefonnummer:
+493033951033
Email:
w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
USt-IdNr.:
DE241193499

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