Ein Bronzenarmband - Baule - Elfenbeinküste (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Eine Bronzearmband der Baule aus der Bouaké-Region, Côte d’Ivoire, mit roterig-bräunlicher Patina, Gewicht 660 g, Höhe 12 cm, in fairer Verfassung und authentisch/original, als Baule-Metallkunst aus Zentralel Côte d’Ivoire.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Baule Bronzearmband
Gussbronze oder Messing mit rötlich-brauner Patina
Baule‑Volk, Bouaké‑Region, Elfenbeinküste
Dieses stattliche Baule-Armband aus der Bouaké‑Region ist ein beeindruckendes Beispiel für die hochentwickelte Tradition der Gussmetall-Schmuckkunst aus Zentral- Elfenbeinküste. Sein breiter, schwerer kreisförmiger Körper ist nahezu vollständig mit einem außerordentlich dichten dekorativen Programm bedeckt, das parallele Rillen, konzentrische Spiralen, verzierte Randverzierungen aus gedrehten Schnüren und geometrische Motive umfasst.
Besonders auffällig ist die markante geometrische Verzierung, die sich über die Außenseite des Armband erstreckt. Wahrscheinlich entstand sie durch das Wachsausschmelzverfahren. In diesem Prozess wurde die komplette Form, einschließlich der komplexen Oberflächenornamente, zunächst in Wachs modelliert und anschließend in Metall umgesetzt. Die bemerkenswerte Dichte und Regelmäßigkeit der Verzierung zeugen von erheblichem technischer Geschicklichkeit. Zugleich bewahren kleine Unregelmäßigkeiten den individuellen Charakter des ursprünglichen Wachsdrucks.
Solche großen Armbänder waren mehr als bloße Schmuckstücke. In der Baule-Gesellschaft konnte Schmuck aus Kupferlegierungen als sichtbarer Ausdruck von Wohlstand, sozialem Stand und persönlicher Auszeichnung fungieren. Die für ein Objekt dieser Größe benötigte Metallmenge repräsentierte bereits materiellen Wert, während die Komplexität der Gussverfahren dessen Prestige weiter steigerte.
Die regionale Zuordnung zu Bouaké ist bedeutend. Zentraler Teil der Elfenbeinküste bildete Teil eines größeren Netzwerks, das Baule-Gemeinschaften mit benachbarten, Akan-sprechenden Bevölkerungsgruppen sowie mit Langstreckengeschäftswegen verband, die Kupfer und Messing lieferten. Baule Metallhandwerker entwickelten einen besonders verfeinerten Wortschatz geometrischer Verzierung, der auch auf Ringen, Anhängern, Fußkettchen und anderen Prestigeobjekten zu finden ist.
Die Spirale ist in diesem Beispiel besonders ausgeprägt. Wiederholte kreisförmige und konzentrische Motive durchbrechen die horizontal umlaufenden Bänder des Armbands und schaffen einen komplexen visuellen Rhythmus. Die Kombination dieser geometrischen Muster ist Kennzeichen einer dekorativen Konzeption, bei der Ornament und Skulptur untrennbar miteinander verbunden sind.
Die rötlich-braune Oberfläche wird durch lokal begrenzte grüne Oxidation unterbrochen, charakteristisch für gealterte Kupferlegierungen. Abnutzung und Variation der Patina tragen zur Eindruck bei, dass das Armband eine lange Geschichte von Handhabung und Gebrauch hinter sich hat.
Mit seinen monumentalen Abmessungen, dem aufwendigen Wachsausschmelzverfahren und der ungewöhnlich reichen Kombination geometrischer Verzierung repräsentiert dieses Armband die anspruchsvollen Metallbearbeitungstraditionen der Baule-Region und demonstriert die Bedeutung persönlicher Schmückung als Ausdruck künstlerischer Gestaltung im zentralen Teil der Elfenbeinküste.
Ausgewählte Literatur
Vogel, Susan Mullin. Baule: African Art, Western Eyes. New Haven und London, 1997.
Holas, Bohumil. Arts de la Côte d’Ivoire. Paris, 1966.
Fisher, Angela. Africa Adorned. London, 1984.
Garrard, Timothy F. Gold of Africa: Jewellery and Ornaments from Ghana, Côte d’Ivoire, Mali and Senegal in the Collection of the Barbier-Mueller Museum. Munich, 1989.
Informant Ouro
Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz erzeugt und beruhen auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. Nr. MAZ24776
Der Verkäufer stellt sich vor
Baule Bronzearmband
Gussbronze oder Messing mit rötlich-brauner Patina
Baule‑Volk, Bouaké‑Region, Elfenbeinküste
Dieses stattliche Baule-Armband aus der Bouaké‑Region ist ein beeindruckendes Beispiel für die hochentwickelte Tradition der Gussmetall-Schmuckkunst aus Zentral- Elfenbeinküste. Sein breiter, schwerer kreisförmiger Körper ist nahezu vollständig mit einem außerordentlich dichten dekorativen Programm bedeckt, das parallele Rillen, konzentrische Spiralen, verzierte Randverzierungen aus gedrehten Schnüren und geometrische Motive umfasst.
Besonders auffällig ist die markante geometrische Verzierung, die sich über die Außenseite des Armband erstreckt. Wahrscheinlich entstand sie durch das Wachsausschmelzverfahren. In diesem Prozess wurde die komplette Form, einschließlich der komplexen Oberflächenornamente, zunächst in Wachs modelliert und anschließend in Metall umgesetzt. Die bemerkenswerte Dichte und Regelmäßigkeit der Verzierung zeugen von erheblichem technischer Geschicklichkeit. Zugleich bewahren kleine Unregelmäßigkeiten den individuellen Charakter des ursprünglichen Wachsdrucks.
Solche großen Armbänder waren mehr als bloße Schmuckstücke. In der Baule-Gesellschaft konnte Schmuck aus Kupferlegierungen als sichtbarer Ausdruck von Wohlstand, sozialem Stand und persönlicher Auszeichnung fungieren. Die für ein Objekt dieser Größe benötigte Metallmenge repräsentierte bereits materiellen Wert, während die Komplexität der Gussverfahren dessen Prestige weiter steigerte.
Die regionale Zuordnung zu Bouaké ist bedeutend. Zentraler Teil der Elfenbeinküste bildete Teil eines größeren Netzwerks, das Baule-Gemeinschaften mit benachbarten, Akan-sprechenden Bevölkerungsgruppen sowie mit Langstreckengeschäftswegen verband, die Kupfer und Messing lieferten. Baule Metallhandwerker entwickelten einen besonders verfeinerten Wortschatz geometrischer Verzierung, der auch auf Ringen, Anhängern, Fußkettchen und anderen Prestigeobjekten zu finden ist.
Die Spirale ist in diesem Beispiel besonders ausgeprägt. Wiederholte kreisförmige und konzentrische Motive durchbrechen die horizontal umlaufenden Bänder des Armbands und schaffen einen komplexen visuellen Rhythmus. Die Kombination dieser geometrischen Muster ist Kennzeichen einer dekorativen Konzeption, bei der Ornament und Skulptur untrennbar miteinander verbunden sind.
Die rötlich-braune Oberfläche wird durch lokal begrenzte grüne Oxidation unterbrochen, charakteristisch für gealterte Kupferlegierungen. Abnutzung und Variation der Patina tragen zur Eindruck bei, dass das Armband eine lange Geschichte von Handhabung und Gebrauch hinter sich hat.
Mit seinen monumentalen Abmessungen, dem aufwendigen Wachsausschmelzverfahren und der ungewöhnlich reichen Kombination geometrischer Verzierung repräsentiert dieses Armband die anspruchsvollen Metallbearbeitungstraditionen der Baule-Region und demonstriert die Bedeutung persönlicher Schmückung als Ausdruck künstlerischer Gestaltung im zentralen Teil der Elfenbeinküste.
Ausgewählte Literatur
Vogel, Susan Mullin. Baule: African Art, Western Eyes. New Haven und London, 1997.
Holas, Bohumil. Arts de la Côte d’Ivoire. Paris, 1966.
Fisher, Angela. Africa Adorned. London, 1984.
Garrard, Timothy F. Gold of Africa: Jewellery and Ornaments from Ghana, Côte d’Ivoire, Mali and Senegal in the Collection of the Barbier-Mueller Museum. Munich, 1989.
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Details
Rechtliche Informationen des Verkäufers
- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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