Eine Skulptur aus Holz - Lega - DR Kongo (Ohne mindestpreis)






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Eine Holzskulptur der Lega-Kultur aus der Demokratischen Republik Kongo; Höhe 30 cm, Gewicht 390 g, Material Holz mit dunkelbrauner Patina und Kaolinauflage, Original/offiziell, Zustand fair, Provenienz Lega, Süd-Kivu, DR Kongo.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Eine Lega-Statue
Lega, Süd-Kivu, Demokratische Republik Kongo
Holz mit dunkelbrauner und kaolinverkrusteter Patina
Diese stehende Lega-Figur präsentiert eine stark konzentrierte Interpretation der menschlichen Gestalt. Die Skulptur wird durch den großen Kopf dominiert, während Rumpf und Gliedmaßen zu kompakten, fast durchgehenden Volumen reduziert wurden. Anstelle anatomischer Naturalität hat der Bildhauer das Gesicht und die frontale Präsenz der Figur betont.
Der Kopf ist verlängert und sanft gerundet, mit einer breiten Stirn, eingerahmt von einer durchgehenden erhabenen Kontur. Eine lange, schmale Nase zieht sich fast ununterbrochen vom Brauenniveau hinab. Die Augen sind besonders charakteristisch: tief zurückgesetzt, mandelförmige Formen mit schmalen, horizontalen Öffnungen, umgeben von deutlichen Resten einer blassen, vermutlich kaolinhaltigen Beschichtung. Der kleine Mund ist zurückhaltend und leicht asymmetrisch. Gemeinsam erzeugen diese Merkmale den introspektiven, zurückhaltenden Ausdruck, der häufig mit der Lega-Skulptur assoziiert wird.
Der Körper ist bemerkenswert verkürzt. Es besteht kaum Trennung zwischen Nacken, Schultern und Oberkörper, während die Arme entlang der Seiten herabfallen und visuell mit den Oberschenkeln verschmelzen. Die Hände sind nur schemenhaft angedeutet. Die Beine sind gebeugt und weiten sich dramatisch in Richtung der Füße, wodurch die vergleichsweise kleine Figur eine starke und stabile Basis erhält. Diese Kombination aus oversized Kopf und komprimiertem Körper lenkt die Aufmerksamkeit auf das Gesicht als primäre Sinnenträgerin.
Besonders bemerkenswert ist die Oberfläche. Bereiche in Dunkelbraun, poliertes Holz wechseln sich ab mit leichter verkrusteter Ablagerung, insbesondere um die Augen, die Stirn und Teile des Körpers. Unter den Lega könnten weiße Substanzen wie Kaolin Assoziationen mit Reinheit, dem Ahnenreich, moralischer Autorität und der Geisterwelt tragen. Die verbleibenden Ablagerungen tragen daher wesentlich zur visuellen und potenziell rituellen Beschaffenheit der Skulptur bei, auch wenn ihre genaue Zusammensetzung und ursprüngliche Anwendung aus dem Foto allein nicht feststellbar ist.
Die Lega bewohnen Waldgebiete im Osten der Demokratischen Republik Kongo, insbesondere Teile von Süd-Kivu und Maniema. Ihre künstlerischen Traditionen sind untrennbar mit Bwami verbunden, einer initiatorischen Vereinigung, die historisch das soziale, ethische und politische Leben strukturierte. Skulpturen, Masken und andere Objekte waren nicht nur Reproduktionen, sondern Elemente innerhalb eines komplexen Systems von Unterweisung, Initiation und moralischem Wissen.
Innerhalb von Bwami konnten anthropomorphe Figuren als visuelle Referenzen zu Sprichwörtern, vorbildlichen Individuen, begehrenswerten Eigenschaften oder Warnungen vor unangemessenem Verhalten fungieren. Ihre Bedeutung hing stark vom Kontext ab. Folglich kann eine Lega-Figur normalerweise nicht allein aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes eine einzige feste Bedeutung zugeordnet werden.
Die vorliegende Statuette zeigt mehrere Merkmale, die mit den Lega-Skulpturkonventionen vereinbar sind: der vergrößerte Kopf, die herz- oder ovale Gesichtsstruktur, die verlängerte Nase, spaltförmige Augen, zurückhalteter Mund und der umfangreiche Einsatz heller Oberflächenmaterialien. Besonders bemerkenswert ist die stark zurücktretende Behandlung der Augen. Anstatt einfach in die Gesichtsebene hineingehauen zu sein, befinden sie sich in erheblichen Kavitäten, deren blasse Ränder scharf mit dem dunkleren Holzkontrastieren.
Stilistisch ist die Figur deutlich voluminöser als die extrem schematischen, flachen oder Elfenbein- Lega-Figuren, die man häufig antrifft. Die schweren Beine und der breite Unterkörper verleihen ihr eine fast architektonische Qualität. Der Bildhauer bewahrt dennoch die charakteristische Lega-Ökonomie der Details: Einzelne Anatomie tritt hinter einer sofort erkennbaren visuellen Formel zurück.
Die unregelmäßige, geschichtete Patina unterscheidet das Werk zusätzlich. Abnutzungsstellen legen unterschiedliche Holztöne unter der dunkleren Oberfläche frei, während blasse Reste ungleichmäßig über Gesicht und Körper verteilt erhalten bleiben. Solche Variationen verleihen der Skulptur ein Gefühl von angesammelter Geschichte statt eines gleichmäßig fertigen Erscheinungsbildes.
Die Verbindung aus monumentalem Kopf, tief gerahmten Augen, kompaktem Körper und stark verwitterter Oberfläche verleiht dieser Statuette eine ungewöhnlich kraftvolle Präsenz. Ihre Abstraktion ist nicht bloß formal: Im breiteren Kontext der Lega- bildenden Kultur waren Reduktion und visuelle Klarheit besonders wirksame Mittel, um die menschliche Gestalt in einen Gegenstand zu verwandeln, der soziale und moralische Konzepte vermitteln kann.
Ausgewählte Literatur
Biebuyck, Daniel P. Lega Culture: Art, Initiation, and Moral Philosophy among a Central African People. Berkeley and Los Angeles, 1973.
Biebuyck, Daniel P. La sculpture des Lega. Paris, 1994.
Cameron, Elisabeth L. Art of the Lega. Los Angeles, UCLA Fowler Museum of Cultural History, 2001.
Biebuyck, Daniel P. and Nelly Van den Abbeele. The Power of Headdresses: A Cross-Cultural Study of Forms and Functions. Brussels, 1984.
Informant Eddy
Some of the information is generated by artificial intelligence and is based on published sources from the fields of ethnography, archaeology, and art history.
Inv. No. MAZ25336
Der Verkäufer stellt sich vor
Eine Lega-Statue
Lega, Süd-Kivu, Demokratische Republik Kongo
Holz mit dunkelbrauner und kaolinverkrusteter Patina
Diese stehende Lega-Figur präsentiert eine stark konzentrierte Interpretation der menschlichen Gestalt. Die Skulptur wird durch den großen Kopf dominiert, während Rumpf und Gliedmaßen zu kompakten, fast durchgehenden Volumen reduziert wurden. Anstelle anatomischer Naturalität hat der Bildhauer das Gesicht und die frontale Präsenz der Figur betont.
Der Kopf ist verlängert und sanft gerundet, mit einer breiten Stirn, eingerahmt von einer durchgehenden erhabenen Kontur. Eine lange, schmale Nase zieht sich fast ununterbrochen vom Brauenniveau hinab. Die Augen sind besonders charakteristisch: tief zurückgesetzt, mandelförmige Formen mit schmalen, horizontalen Öffnungen, umgeben von deutlichen Resten einer blassen, vermutlich kaolinhaltigen Beschichtung. Der kleine Mund ist zurückhaltend und leicht asymmetrisch. Gemeinsam erzeugen diese Merkmale den introspektiven, zurückhaltenden Ausdruck, der häufig mit der Lega-Skulptur assoziiert wird.
Der Körper ist bemerkenswert verkürzt. Es besteht kaum Trennung zwischen Nacken, Schultern und Oberkörper, während die Arme entlang der Seiten herabfallen und visuell mit den Oberschenkeln verschmelzen. Die Hände sind nur schemenhaft angedeutet. Die Beine sind gebeugt und weiten sich dramatisch in Richtung der Füße, wodurch die vergleichsweise kleine Figur eine starke und stabile Basis erhält. Diese Kombination aus oversized Kopf und komprimiertem Körper lenkt die Aufmerksamkeit auf das Gesicht als primäre Sinnenträgerin.
Besonders bemerkenswert ist die Oberfläche. Bereiche in Dunkelbraun, poliertes Holz wechseln sich ab mit leichter verkrusteter Ablagerung, insbesondere um die Augen, die Stirn und Teile des Körpers. Unter den Lega könnten weiße Substanzen wie Kaolin Assoziationen mit Reinheit, dem Ahnenreich, moralischer Autorität und der Geisterwelt tragen. Die verbleibenden Ablagerungen tragen daher wesentlich zur visuellen und potenziell rituellen Beschaffenheit der Skulptur bei, auch wenn ihre genaue Zusammensetzung und ursprüngliche Anwendung aus dem Foto allein nicht feststellbar ist.
Die Lega bewohnen Waldgebiete im Osten der Demokratischen Republik Kongo, insbesondere Teile von Süd-Kivu und Maniema. Ihre künstlerischen Traditionen sind untrennbar mit Bwami verbunden, einer initiatorischen Vereinigung, die historisch das soziale, ethische und politische Leben strukturierte. Skulpturen, Masken und andere Objekte waren nicht nur Reproduktionen, sondern Elemente innerhalb eines komplexen Systems von Unterweisung, Initiation und moralischem Wissen.
Innerhalb von Bwami konnten anthropomorphe Figuren als visuelle Referenzen zu Sprichwörtern, vorbildlichen Individuen, begehrenswerten Eigenschaften oder Warnungen vor unangemessenem Verhalten fungieren. Ihre Bedeutung hing stark vom Kontext ab. Folglich kann eine Lega-Figur normalerweise nicht allein aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes eine einzige feste Bedeutung zugeordnet werden.
Die vorliegende Statuette zeigt mehrere Merkmale, die mit den Lega-Skulpturkonventionen vereinbar sind: der vergrößerte Kopf, die herz- oder ovale Gesichtsstruktur, die verlängerte Nase, spaltförmige Augen, zurückhalteter Mund und der umfangreiche Einsatz heller Oberflächenmaterialien. Besonders bemerkenswert ist die stark zurücktretende Behandlung der Augen. Anstatt einfach in die Gesichtsebene hineingehauen zu sein, befinden sie sich in erheblichen Kavitäten, deren blasse Ränder scharf mit dem dunkleren Holzkontrastieren.
Stilistisch ist die Figur deutlich voluminöser als die extrem schematischen, flachen oder Elfenbein- Lega-Figuren, die man häufig antrifft. Die schweren Beine und der breite Unterkörper verleihen ihr eine fast architektonische Qualität. Der Bildhauer bewahrt dennoch die charakteristische Lega-Ökonomie der Details: Einzelne Anatomie tritt hinter einer sofort erkennbaren visuellen Formel zurück.
Die unregelmäßige, geschichtete Patina unterscheidet das Werk zusätzlich. Abnutzungsstellen legen unterschiedliche Holztöne unter der dunkleren Oberfläche frei, während blasse Reste ungleichmäßig über Gesicht und Körper verteilt erhalten bleiben. Solche Variationen verleihen der Skulptur ein Gefühl von angesammelter Geschichte statt eines gleichmäßig fertigen Erscheinungsbildes.
Die Verbindung aus monumentalem Kopf, tief gerahmten Augen, kompaktem Körper und stark verwitterter Oberfläche verleiht dieser Statuette eine ungewöhnlich kraftvolle Präsenz. Ihre Abstraktion ist nicht bloß formal: Im breiteren Kontext der Lega- bildenden Kultur waren Reduktion und visuelle Klarheit besonders wirksame Mittel, um die menschliche Gestalt in einen Gegenstand zu verwandeln, der soziale und moralische Konzepte vermitteln kann.
Ausgewählte Literatur
Biebuyck, Daniel P. Lega Culture: Art, Initiation, and Moral Philosophy among a Central African People. Berkeley and Los Angeles, 1973.
Biebuyck, Daniel P. La sculpture des Lega. Paris, 1994.
Cameron, Elisabeth L. Art of the Lega. Los Angeles, UCLA Fowler Museum of Cultural History, 2001.
Biebuyck, Daniel P. and Nelly Van den Abbeele. The Power of Headdresses: A Cross-Cultural Study of Forms and Functions. Brussels, 1984.
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- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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