Statue der Mutterschaft - Baule - Elfenbeinküste






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Côte d'Ivoire
Baoulé
Holz und Schnur
Höhe: 550mm
Breite: 110mm
Tiefe: 140mm
Diese Skulptur aus Holz mit einer Höhe von 55 cm ist eine klassische und kraftvolle Darstellung der Mutterschaft, ursprünglich von der Baoulé‑Ethnie in Côte d'Ivoire. Sie zeigt eine weibliche Gestalt, die ihr Kind trägt – ein universelles Thema, das hier nach den ästhetischen und spirituellen Codes der Akan‑Kultur behandelt wird.
Hier ist die detaillierte Analyse ihrer Herkunft, stilistischen Kriterien und ihrer rituellen Verwendung.
1. Herkunft und Stilistische Merkmale
Das Baoulé‑Kunst zeichnet sich durch das Streben nach Harmonie, Symmetrie und feiner Detailarbeit aus. Diese Statue vereint die prestigeträchtigsten Merkmale dieses Stils:
Die Mutterschaft‑Iconographie: Die Frau trägt ein Kind, das auf ihrem Rücken festhält. Das Kind umarmt den Oberkörper der Mutter, seine kleinen Beine umfassen die Hüften mit einer großen Natürlichkeit.
Die Somitale Frisur: Der Kopf der Mutter wird von einer monumentalen und gestaffelten Kopfbedeckung oder Haarschmuck gekrönt, die in eine konische oder graphisch nach vorn gerichtete Form endet. Diese elaborierte Frisur drückt einen hohen sozialen Status, Adel und Würde aus.
Die Céloide Narben (Chéloïdes): Der Körper der Statue ist reich verziert mit traditionellen Relief-Narbentechniken (Chéloïdes). Man erkennt vertikale und horizontale Reihen im Gesicht (um Mund und Wangen), auf der Brust sowie eine sehr dichte geometrische Komposition am hervortretenden Bauch, der den Nabel umgibt. Bei den Baoulé sind diese Zeichen Symbole der Zivilisation, der idealen Schönheit und der kulturellen Zugehörigkeit.
Rituelle Elemente und Patina: Die Statue besitzt eine dunkle, stellenweise bröckelige Patina, die auf ihr Alter und rituelle Handhabungen hinweist. Zudem ist eine Schnur oder ein Naturfasserband um den Hals der Mutter gebunden, ein Zusatz, der oft mit Andachts- oder Schutzritualen verbunden ist.
2. Funktionale und rituelle Nutzung
In der Baoulé‑Gesellschaft erfüllt eine Mutterschaftsstatue dieser Größe bedeutende spirituelle und therapeutische Funktionen:
A. Kult der Fruchtbarkeit und des Schutzes
Die Darstellung einer Mutter mit ihrem Kind ist das ultimative Symbol für die Fortführung der Linie und das Leben.
Solche Statuen wurden häufig von Frauen oder Paaren in Auftrag gegeben, die mit Unfruchtbarkeitsproblemen konfrontiert waren oder den Verlust junger Kinder betrauert hatten.
Unter der Leitung eines Orakels (Wanzan) wurde die Statue zum Empfangsgefäß schützender Geister. Die Frau pflegte sie, wusch sie, salbte sie mit Öl oder Kaolin und brachte symbolische Opfergaben dar, um eine Schwangerschaft bis zur Geburt zu fördern und das Neugeborene vor unsichtbaren Kräften oder Krankheiten zu schützen.
B. Die Ehefrau der Jenseitswelt (Blolo Bla)
Obwohl das Mutterschaftsthema sehr spezifisch ist, kann diese Skulptur auch eine besonders ehrenvolle Form einer Blolo Bla (der Ehefrau der Geisterwelt) darstellen.
Wurde der Seher der Ansicht, dass die spirituelle Ehefrau eines Mannes davon abhalten müsse, eifersüchtig zu sein oder ein Ungleichgewicht im irdischen Leben des Individuums zu beseitigen, so wurde eine solche Statuette entsprechend geschaffen.
Die luxuriösen Details (komplexe Narben, hohe Frisur) dienen dazu, den Geist zu schmeicheln, damit er dem Haushalt Segen (Wohlstand, Gesundheit, Nachkommenschaft) gewährt.
Zusammenfassung
Dieses 55 cm große Baoulé‑Mutterschaftsobjekt ist ein wunderbares Beispiel westafrikanischer Ritualkunst. Durch das Gleichgewicht seiner Formen und die Fülle seiner Körpersymbole verkörpert es nicht nur das ästhetische Ideal der Akan‑Kultur, sondern auch die tiefen Hoffnungen auf Schutz, Fruchtbarkeit und die heilige Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der der Ahnen.
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Lieferung innerhalb von Frankreich 1 bis 3 Tage, in ganz Europa 2 bis 5 Tage.
Der Verkäufer stellt sich vor
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Baoulé
Holz und Schnur
Höhe: 550mm
Breite: 110mm
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Diese Skulptur aus Holz mit einer Höhe von 55 cm ist eine klassische und kraftvolle Darstellung der Mutterschaft, ursprünglich von der Baoulé‑Ethnie in Côte d'Ivoire. Sie zeigt eine weibliche Gestalt, die ihr Kind trägt – ein universelles Thema, das hier nach den ästhetischen und spirituellen Codes der Akan‑Kultur behandelt wird.
Hier ist die detaillierte Analyse ihrer Herkunft, stilistischen Kriterien und ihrer rituellen Verwendung.
1. Herkunft und Stilistische Merkmale
Das Baoulé‑Kunst zeichnet sich durch das Streben nach Harmonie, Symmetrie und feiner Detailarbeit aus. Diese Statue vereint die prestigeträchtigsten Merkmale dieses Stils:
Die Mutterschaft‑Iconographie: Die Frau trägt ein Kind, das auf ihrem Rücken festhält. Das Kind umarmt den Oberkörper der Mutter, seine kleinen Beine umfassen die Hüften mit einer großen Natürlichkeit.
Die Somitale Frisur: Der Kopf der Mutter wird von einer monumentalen und gestaffelten Kopfbedeckung oder Haarschmuck gekrönt, die in eine konische oder graphisch nach vorn gerichtete Form endet. Diese elaborierte Frisur drückt einen hohen sozialen Status, Adel und Würde aus.
Die Céloide Narben (Chéloïdes): Der Körper der Statue ist reich verziert mit traditionellen Relief-Narbentechniken (Chéloïdes). Man erkennt vertikale und horizontale Reihen im Gesicht (um Mund und Wangen), auf der Brust sowie eine sehr dichte geometrische Komposition am hervortretenden Bauch, der den Nabel umgibt. Bei den Baoulé sind diese Zeichen Symbole der Zivilisation, der idealen Schönheit und der kulturellen Zugehörigkeit.
Rituelle Elemente und Patina: Die Statue besitzt eine dunkle, stellenweise bröckelige Patina, die auf ihr Alter und rituelle Handhabungen hinweist. Zudem ist eine Schnur oder ein Naturfasserband um den Hals der Mutter gebunden, ein Zusatz, der oft mit Andachts- oder Schutzritualen verbunden ist.
2. Funktionale und rituelle Nutzung
In der Baoulé‑Gesellschaft erfüllt eine Mutterschaftsstatue dieser Größe bedeutende spirituelle und therapeutische Funktionen:
A. Kult der Fruchtbarkeit und des Schutzes
Die Darstellung einer Mutter mit ihrem Kind ist das ultimative Symbol für die Fortführung der Linie und das Leben.
Solche Statuen wurden häufig von Frauen oder Paaren in Auftrag gegeben, die mit Unfruchtbarkeitsproblemen konfrontiert waren oder den Verlust junger Kinder betrauert hatten.
Unter der Leitung eines Orakels (Wanzan) wurde die Statue zum Empfangsgefäß schützender Geister. Die Frau pflegte sie, wusch sie, salbte sie mit Öl oder Kaolin und brachte symbolische Opfergaben dar, um eine Schwangerschaft bis zur Geburt zu fördern und das Neugeborene vor unsichtbaren Kräften oder Krankheiten zu schützen.
B. Die Ehefrau der Jenseitswelt (Blolo Bla)
Obwohl das Mutterschaftsthema sehr spezifisch ist, kann diese Skulptur auch eine besonders ehrenvolle Form einer Blolo Bla (der Ehefrau der Geisterwelt) darstellen.
Wurde der Seher der Ansicht, dass die spirituelle Ehefrau eines Mannes davon abhalten müsse, eifersüchtig zu sein oder ein Ungleichgewicht im irdischen Leben des Individuums zu beseitigen, so wurde eine solche Statuette entsprechend geschaffen.
Die luxuriösen Details (komplexe Narben, hohe Frisur) dienen dazu, den Geist zu schmeicheln, damit er dem Haushalt Segen (Wohlstand, Gesundheit, Nachkommenschaft) gewährt.
Zusammenfassung
Dieses 55 cm große Baoulé‑Mutterschaftsobjekt ist ein wunderbares Beispiel westafrikanischer Ritualkunst. Durch das Gleichgewicht seiner Formen und die Fülle seiner Körpersymbole verkörpert es nicht nur das ästhetische Ideal der Akan‑Kultur, sondern auch die tiefen Hoffnungen auf Schutz, Fruchtbarkeit und die heilige Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der der Ahnen.
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