Niederlande, Zeeland Wapenstuiver 1732 (Ohne mindestpreis)

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Eine sehr seltene, nicht beschriebene Jahres- und Prägevariante der Zeeuws Wappenstuiver zu zwei Stuivers, in Middelburg 1732/22 geprägt, Silber und nicht zertifiziert.

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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Wapenstuiver (2 stuivers) – Zeeland, Middelburg, 1732/22 – unbeschriebenes Jahres- und Stempelvariant

Republik der Sieben Vereinigten Niederlande – Zeeland, geprägt in Middelburg

Sehr selten – unbeschriebenes Jahres- und Stempelvariant

Ein besonderes und sehr seltenes Exemplar der Zeeuwischen Wappenstuiver zu zwei stuivers, geprägt in Middelburg 1732. Diese Münze vereint zwei bemerkenswerte Stempelmerkmale: die Jahreszahlenänderung 1732/22 und eine auffällige Korrektur bei der Wertangabe 2 – S auf der Rückseite.

Vorderseite: Rosette – Turm – Rosette / ZEELAND / LAN ● / DIA / 1732/22
Rückseite: gekröntes Wappen Zeeland, flankiert von 2 – S; bei der 2 Spuren eines zuvor spiegelverkehrt angebrachten Wertzeichens.

Die Vorderseite trägt ZEELANDIA, den lateinischen Namen für Zeeland, verteilt über mehrere Zeilen. Oben steht der Turm als Münzenturm der Zeeuws-Munze Middelburg, flankiert von Rosetten.

Besonders ist die Jahresvariante 1732/22. Im Jahreszahl sind deutliche Spuren einer früheren Stempelbearbeitung vorhanden. Diese spezifische Variante ist bislang in den gängigen Standardreferenzen nicht nachgewiesen und bildet thus ein interessantes Studienobjekt innerhalb der Zeeuws provinziellen Münzprägung.

Mindestens ebenso bemerkenswert ist die Rückseite. Neben dem gekrönten Zeeuwischen Wappen steht die Wertangabe 2 – S, für 2 stuivers. Bei der Ziffer 2 sind jedoch Spuren sichtbar von einer zuvor spiegelverkehrt angebrachten 2. Wahrscheinlich wurde die Ziffer während der Herstellung des Münzstempels anfänglich falsch orientiert angebracht und anschließend vom Stempelschnitzer korrigiert. Die darunter liegende, fehlerhaft angebrachte 2 blieb dabei teilweise sichtbar.

Dies ist ein reizvolles Beispiel des handwerklichen Charakters der Münzproduktion im achtzehnten Jahrhundert. Stempel wurden von Hand gefertigt, und solche Korrekturen können direkte Einblicke in den Arbeitsprozess des Stempelschnitzers geben. Die Kombination aus Jahreszahlenänderung und einer mutmaßlichen Stempelschnitzerkorrektur auf derselben Münze verleiht diesem Exemplar einen außergewöhnlich numismatischen Charakter.

Die doppelte Stuiver nimmt zudem eine interessante Stellung in der niederländischen Münz- und Sprachgeschichte ein. Der Begriff „Dubbeltje“ wurde bereits vor der Einführung des Dezimalsystems für eine Münze im Wert von zwei Stuivers verwendet. Als mit dem Münzgesetz von 1816 der Gulden in 100 Cent unterteilt wurde, entsprach der alte Stuiverwert 5 Cent. Zwei Stuivers entsprachen damit 10 Cent, woraufhin der vertraute Begriff Dubbeltje an diesem Wert bestehen blieb.

Auch andere historische Münzbenennungen überlebten lange. Das Viertel-Gulden wurde zur gängigen Bezeichnung für 25 Cent, und der Rijksdaalder für 2½ Gulden, während ältere Begriffe wie Duit, Oord und Schelling letztlich weitgehend aus dem täglichen Zahlungsverkehr verschwanden.

Diese Wappenstuiver ist damit ein besonderes Zeugnis der Zeeuws-Münzgeschichte. Die Kombination der unbeschriebenen Jahresvariant 1732/22, die spiegelverkehrt angebrachte und anschließend korrigierte 2 sowie die historische Bedeutung der doppelten Stuiver machen dieses Exemplar zu einer sehr seltenen und numismatisch interessanten Stempelvariante.

Vorläufig nicht in den gängigen Standardreferenzen beschrieben."

Wapenstuiver (2 stuivers) – Zeeland, Middelburg, 1732/22 – unbeschriebenes Jahres- und Stempelvariant

Republik der Sieben Vereinigten Niederlande – Zeeland, geprägt in Middelburg

Sehr selten – unbeschriebenes Jahres- und Stempelvariant

Ein besonderes und sehr seltenes Exemplar der Zeeuwischen Wappenstuiver zu zwei stuivers, geprägt in Middelburg 1732. Diese Münze vereint zwei bemerkenswerte Stempelmerkmale: die Jahreszahlenänderung 1732/22 und eine auffällige Korrektur bei der Wertangabe 2 – S auf der Rückseite.

Vorderseite: Rosette – Turm – Rosette / ZEELAND / LAN ● / DIA / 1732/22
Rückseite: gekröntes Wappen Zeeland, flankiert von 2 – S; bei der 2 Spuren eines zuvor spiegelverkehrt angebrachten Wertzeichens.

Die Vorderseite trägt ZEELANDIA, den lateinischen Namen für Zeeland, verteilt über mehrere Zeilen. Oben steht der Turm als Münzenturm der Zeeuws-Munze Middelburg, flankiert von Rosetten.

Besonders ist die Jahresvariante 1732/22. Im Jahreszahl sind deutliche Spuren einer früheren Stempelbearbeitung vorhanden. Diese spezifische Variante ist bislang in den gängigen Standardreferenzen nicht nachgewiesen und bildet thus ein interessantes Studienobjekt innerhalb der Zeeuws provinziellen Münzprägung.

Mindestens ebenso bemerkenswert ist die Rückseite. Neben dem gekrönten Zeeuwischen Wappen steht die Wertangabe 2 – S, für 2 stuivers. Bei der Ziffer 2 sind jedoch Spuren sichtbar von einer zuvor spiegelverkehrt angebrachten 2. Wahrscheinlich wurde die Ziffer während der Herstellung des Münzstempels anfänglich falsch orientiert angebracht und anschließend vom Stempelschnitzer korrigiert. Die darunter liegende, fehlerhaft angebrachte 2 blieb dabei teilweise sichtbar.

Dies ist ein reizvolles Beispiel des handwerklichen Charakters der Münzproduktion im achtzehnten Jahrhundert. Stempel wurden von Hand gefertigt, und solche Korrekturen können direkte Einblicke in den Arbeitsprozess des Stempelschnitzers geben. Die Kombination aus Jahreszahlenänderung und einer mutmaßlichen Stempelschnitzerkorrektur auf derselben Münze verleiht diesem Exemplar einen außergewöhnlich numismatischen Charakter.

Die doppelte Stuiver nimmt zudem eine interessante Stellung in der niederländischen Münz- und Sprachgeschichte ein. Der Begriff „Dubbeltje“ wurde bereits vor der Einführung des Dezimalsystems für eine Münze im Wert von zwei Stuivers verwendet. Als mit dem Münzgesetz von 1816 der Gulden in 100 Cent unterteilt wurde, entsprach der alte Stuiverwert 5 Cent. Zwei Stuivers entsprachen damit 10 Cent, woraufhin der vertraute Begriff Dubbeltje an diesem Wert bestehen blieb.

Auch andere historische Münzbenennungen überlebten lange. Das Viertel-Gulden wurde zur gängigen Bezeichnung für 25 Cent, und der Rijksdaalder für 2½ Gulden, während ältere Begriffe wie Duit, Oord und Schelling letztlich weitgehend aus dem täglichen Zahlungsverkehr verschwanden.

Diese Wappenstuiver ist damit ein besonderes Zeugnis der Zeeuws-Münzgeschichte. Die Kombination der unbeschriebenen Jahresvariant 1732/22, die spiegelverkehrt angebrachte und anschließend korrigierte 2 sowie die historische Bedeutung der doppelten Stuiver machen dieses Exemplar zu einer sehr seltenen und numismatisch interessanten Stempelvariante.

Vorläufig nicht in den gängigen Standardreferenzen beschrieben."

Details

Epoche
1400-1900
Region
Niederlande, Zeeland
Over 200 years old
Ja
Land/ Provinz
Niederlande
Jahr / Periode und Variation
1732
Nennwert
Wapenstuiver
Edelmetall
Silber
Zustand
Nicht zertifiziert
Verkauft von
NiederlandeVerifiziert
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