Barometer - Holz, Metall, Glas - Barometer Vienna ca 1880





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Antikes Quecksilberbarometer auf Holzplatte mit Metall- und Glaselementen, ca. 1850–1900 im Antikstil, 93 cm hoch und 12 cm breit, Herkunft Österreich, funktionsunfähig.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Funktion nicht geprüft!
Antikes Quecksilber-Barometer auf Holzplatte – Schweizer Präzisions-Messinstrument mit Dopperskala „Pariser Zoll“ & „Millimeter“ von J. von Arx, Olten (ca. Ende 19. Jahrhundert / um 1900)
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um ein historisches Wandbarometer (Quecksilberbarometer), das als wissenschaftliches und präzisionstechnisches Tondokument/Sachzeugnis der mitteleuropäischen Instrumentenbaukunst einzustufen ist.
Hersteller-Historie: Die Beschriftung im unteren Bereich der Papierskala weist den Hersteller/Vertreiber „J. von Arx, Olten“ aus. Olten (Kanton Solothurn, Schweiz) etablierte sich im 19. Jahrhundert als wichtiger Knotenpunkt für Feinmechanik, Uhrmacherei und optische Instrumente. Der Name „J. von Arx“ steht für eine traditionelle Schweizer Werkstätte bzw. ein Fachgeschäft für Messgeräte.
Katalognummer / Bezeichnung: Signiert mit „J. von Arx, Olten“. Das Gerät besitzt eine Dual-Skala mit Einteilung nach „Pariser Zoll“ (links) und „Millimeter“ (rechts). Diese spezifische Skalierung ordnet das Objekt in die Übergangsphase des späten 19. bis frühen 20. Jahrhunderts ein, als das metrische System das veraltete Pariser Maß schrittweise ablöste.
Physikalische Beschaffenheit:
Maße:
L: 96 cm
B: 12 cm
Das Wandbrett besteht aus massivem Hartholz (wohl Nussbaum oder gebeizte Buche) mit einer abgerundeten Kopfseite und einer rechteckigen Aussparung/Abdeckung am Fuß zur Aufnahme des Quecksilberreservoirs (Gefäßbarometer).
Analyse der messtechnischen Merkmale (Die Dual-Skala)
Diese Ausführung ist deshalb von herausragendem Wert, weil sie zwei historische Messsysteme nebeneinander vereint:
Pariser Zoll (Pouce de Paris): Linksseitige Skalierung von 25 bis 28 Zoll mit weiterer Unterteilung in Linien. Die Bezeichnungen wie „Sehr Beständig“, „Schön“, „Veränderlich“, „Regen“, „Viel Sturm“ dokumentieren die klassische meteorologische Einteilung der Biedermeier- und Gründerzeit.
Millimeter-Skala: Rechtsseitige Skalierung von 670 bis 770 mm Hg mit den Entsprechungen „trocken“, „beständig“, „Wetter veränderlich“, „Wind“, „Regen“, „Sturm“.
Glaskapillare und Metallzeiger: Die lange, vertikal verlaufende Glaskapillare ist über Metallhalterungen auf der Holzplatte fixiert. Rechts befindet sich ein verschiebbarer Messzeiger (Messing/Eisen) zur Markierung des aktuellen Luftdruckstands.
Ikonografie und grafische Gestaltung der Skala
Das visuelle Design der Papierskala ist ein Paradebeispiel für die Typografie des späten 19. Jahrhunderts:
Zentralmotiv: Im oberen Kopfbereich befindet sich der geschwungene Schriftzug „BAROMETER“, eingefasst in filigrane, floral-romantische Schwünge und Ornamentik der Historismus- bzw. Jugendstil-Ära.
Typografie: Für die Wetterzustände wird eine klassische, markante Frakturschrift verwendet, während Maßeinheiten und Herstellersignatur in eleganter Schreibschrift (Kurrent/Kupferstecher-Fraktur) ausgeführt sind.
Unterer Bereich: Das Reservoir ist stufenartig mit einem Holzgehäuse verkleidet, um die empfindliche Quecksilberampulle vor Beschädigung und Lichteinwirkung zu schützen.
Kulturhistorischer Kontext: Das Quecksilberbarometer im 19. Jahrhundert
Das Messgerät selbst diente nicht nur rein praktischen meteorologischen Zwecken zur Wettervorhersage im ländlichen sowie bürgerlichen Raum, sondern war zugleich ein Statussymbol im gehobenen Haushalt:
Messprinzip: Funktionsfähig nach dem Prinzip von Torricelli, bei dem der atmosphärische Luftdruck die Quecksilbersäule in einer evakuierten Glasröhre steuert.
Bedeutung der Dual-Fassung: In der Schweiz und im süddeutschen Raum war der Übergang vom Pariser Zoll zum metrischen System ein längerer Prozess. Barometer mit beiden Skalen besitzen für Wissenschaftshistoriker besonderen Seltenheitswert.
Materialzustand und sammlerische Bewertung (Grading)
Der Erhaltungszustand ist für ein weit über 100 Jahre altes Messinstrument als sehr authentisch und gut zu bezeichnen:
Erhaltung der Papierskala: Das Papier zeigt eine gleichmäßige, altersbedingte Patina und leichte Vergilbung, jedoch keine strukturellen Beschädigungen oder Fehlstellen. Die Schrift ist gestochen scharf lesbar.
Holzkorpus und Glas: Das Holz Wandbrett zeigt altersgemäße Spuren, die Oberfläche ist stabil. Die Glaskapillare ist optisch intakt.
Provenienz: Regionale Zuordnung Olten / Schweiz, ein originales Dokument schweizerischer Feinmechanik.
Marktwert-Analyse und Ausblick 2026
Während einfache Aneroide-Dosenbarometer oft in höheren Stückzahlen gehandelt werden, hebt sich dieses Exemplar durch die Merkmale „Quecksilber-Kapillare“, „Schweizer Signatur“ und „Dual-Skala“ deutlich ab.
Kriterium Bewertung Einfluss auf den Wert
Technikhistorischer Rang Seltenes Wandbarometer mit Dualskala Hoch
Physischer Zustand Gut erhaltene Originalsubstanz mit Patina Hoch
Seltenheit der Signatur J. von Arx, Olten (Schweizer Regionalia) Positiv
Markttrend 2026 Steigende Nachfrage nach wissenschaftlichen Antiquitäten Positiv
Markteinschätzung: Für einen spezialisierten Sammler wissenschaftlicher Instrumente, Schweizer Regionalia oder physikalischer Messgeräte liegt der Wert aufgrund der Vollständigkeit und Signatur zwischen 120 € und 180 €. Ein unvollständiges oder beschädigtes Vergleichsstück würde lediglich 30 € bis 50 € erzielen.
Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Objekt ist mehr als ein historisches Messgerät; es ist ein faszinierendes Dokument der Wissenschafts- und Technikgeschichte. Es vereint die handwerkliche Präzision der Schweizer Instrumentenbauer mit der ästhetischen Formensprache der Jahrhundertwende. Ein Highlight für jede Sammlung zum Thema „Wissenschaftliche Instrumente und Meteorologie des 19./20. Jahrhunderts“.
Titel
Antikes Quecksilber-Wandbarometer von „J. von Arx, Olten“ – Historisches Messgerät auf Holzträger mit Pariser Zoll- und Millimeterskala, ca. spates 19. Jahrhundert
Objekt
Wandbarometer (Quecksilberbarometer) auf Holzbrett mit montierter Papierskala, Glaskapillare und Holzabdeckung für das Reservoir.
Maße:
L: 96 cm
B: 12 cm
Hersteller / Signatur: J. von Arx, Olten.
Skalierung: Pariser Zoll (25–28) / Millimeter (670–770).
Darstellung
Das Instrument ist auf einem langgestreckten, hochformatigen Holzbrett montiert, das am oberen Ende halbrund abgeschlossen ist und eine Bohrung zur Wandaufhängung besitzt. Mittig verläuft die vertikale Glaskapillare.
Im oberen Drittel befindet sich die hinter Glas geschützte, gedruckte Papierskala. Sie zeigt im Headliner die Aufschrift „BAROMETER“, verzierte Schmuckelemente sowie zwei parallele Spalten. Die linke Spalte gibt die Werte in Pariser Zoll an, begleitet von den Beschreibungen „Sehr Beständig“, „Schön“, „Veränderlich“, „Regen“, „Viel Sturm“. Die rechte Spalte führt die Millimeter-Skala mit den Begriffen „trocken“, „beständig“, „Wetter veränderlich“, „Wind“, „Regen“, „Sturm“.
Am unteren Ende der Skala ist die Signatur „J. von Arx, Olten“ in geschwungener Kurrentschrift angebracht. Am rechten Rand verläuft eine metallene Führungsschiene mit einem verstellbaren Zeiger.
Technik und Ausführung
Bei dem Objekt handelt es sich um ein handwerklich gefertigtes wissenschaftliches Messinstrument.
Trägermaterial: Massivholz, gesägt, geformt und dunkel gebeizt/lackiert.
Skala: Litographischer Druck / Kupferstich auf Papier.
Messmechanismus: Torricellische Quecksilbersäule in Glaskapillare.
Montage: Glaselemente und Stellzeiger mittels Metallklammern und Schrauben auf dem Holz fixiert.
Datierung und Kontext
Das vorliegende Exemplar lässt sich aufgrund der Typografie, der verwendeten Einheiten (Pariser Zoll in Kombination mit Millimeter) sowie der regionalen Einordnung der Werkstatt in Olten in das späte 19. Jahrhundert (ca. 1880–1900) datieren.
Die Barometer von J. von Arx aus Olten stehen stellvertretend für die hohe Qualität des Schweizer Feinmechanik-Handwerks im 19. Jahrhundert.
Stilistische Einordnung
Die Gestaltung folgt der funktionalen, aber dekorativen Ästhetik des Späthistorismus.
Kompakter, klar strukturierter Holzkorpus.
Symmetrische Anordnung der Skalenwerte.
Verwendung traditioneller Frakturschriften für die Wetterprognosen kombiniert mit eleganten Zierelementen.
Rahmung und Verpackung
Das Instrument ist fest auf der hölzernen Trägerplatte montiert. Das Reservoir am unteren Ende ist durch einen holzgefertigten Kasten geschützt.
Erhaltungszustand
Holzkorpus: Gut erhalten, mit leichten Gebrauchs- und Altersspuren.
Skala: Sauberes Papier, hervorragend lesbar, altersgemäße Patina.
Glaskapillare: Optisch intakt.
Insgesamt ein sammelwürdiges und historisch bedeutsames Instrument in gutem Erhaltungszustand.
Kulturhistorische Bedeutung und Interpretation
Dieses Barometer ist ein bedeutendes Dokument der schweizerischen Instrumenten- und Messgeschichte. Es konserviert den Übergang technischer Standards im 19. Jahrhundert und spiegelt das Bedürfnis nach präziser Wetterbeobachtung in einer zunehmend industrialisierten Gesellschaft wider.
Fazit
Ein exzellent erhaltenes, historisches Quecksilber-Barometer von J. von Arx, Olten. Das Objekt besticht durch seine detaillierte Dual-Skala und dokumentiert die Schweizer Messgeräteherstellung des späten 19. Jahrhunderts auf hohem Niveau.
Hersteller: J. von Arx, Olten
Titel: Wandbarometer mit Dualskala
Technik: Quecksilber-Glaskapillare auf bedruckter Papierskala und Holzbrett
Maße:
L: 96 cm
B: 12 cm
Zustand: Gut (altersgemäß, authentische Patina)
Bedeutung: Dokument der Schweizer Feinmechanik- und Meteorologiegeschichte
Hier ist die Einschätzung zum Wert des vorliegenden Objekts:
Marktlage und Nachfrage
Historische Quecksilberbarometer aus dem 19. Jahrhundert erfreuen sich bei Sammlern wissenschaftlicher Instrumente sowie Liebhabern antikem Einrichtungsdekors stetiger Beliebtheit. Signierte Schweizer Exemplare mit doppelter Skalierung erzielen auf dem Spezialmarkt gute Ergebnisse.
Wertbestimmende Faktoren
Zustand (Grading): Das Instrument befindet sich in einem sehr ordentlichen Erhaltungszustand mit originaler Papierskala und intaktem Holzkorpus.
Hersteller & Herkunft: Die Signatur „J. von Arx, Olten“ verleiht dem Objekt eine klare regionale und historische Zuordnung.
Vollständigkeit: Holzabdeckung des Reservoirs sowie der verstellbare Metallzeiger sind vorhanden.
Schätzwerte (Stand 2026)
Zustand Geschätzter Marktwert
Sehr gut erhalten / Signiert & Vollständig 150 € bis 180 €
Hinweis: Aufgrund der Signatur und der guten Erhaltung der Skala befindet sich das Objekt im oberen Bereich der Schätzung.
Fazit zur Verwertung
Ein Verkauf über spezialisierte Auktionen für wissenschaftliche Instrumente, Antiquitäten-Plattformen oder an Sammler von Schweizer Handwerkskunst wird empfohlen.
Beachten Sie betreffend der Beurteilung der Maße vor allem die Fotos (habe die Maße oftmals mit Maßband fotografiert). Die Maße sind durch die elektronische Verarbeitung oftmals ungenau und manchmal falsch in der Beschreibung extrahiert - bitte erkundigen Sie sich vor dem Kauf nochmal, wenn Ihnen exakte Maße auf den Milimeter oder Zentimeter genau, sehr wichtig sind.
Die Beschreibung wurde mithilfe von elektronischen Mitteln gefertigt. Fehler und Irrtümer vorbehalten. Die Beschreibung dient als Hilfe zur Recherche und stellt keine Sicherheit einer Bewertung dar.
Beachten Sie ausschließlich die Fotos als maßgeblich relevante Grundlage für den vertraglichen Kauf und kaufen Sie nur wenn Sie anhand des Fotos eine persönliche Bewertung und Abwägung treffen können und ausreichend Expertise besitzen um es zu bewerten.
Beachten Sie, dass alle Angaben zur Zeitlichen Einordnung dieses Werkes nach bestem Wissen gemacht wurden, aber keine Garantie und Anspruch auf Richtigkeit und Exaktheit abgegeben werden kann.
Funktion nicht geprüft!
Antikes Quecksilber-Barometer auf Holzplatte – Schweizer Präzisions-Messinstrument mit Dopperskala „Pariser Zoll“ & „Millimeter“ von J. von Arx, Olten (ca. Ende 19. Jahrhundert / um 1900)
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um ein historisches Wandbarometer (Quecksilberbarometer), das als wissenschaftliches und präzisionstechnisches Tondokument/Sachzeugnis der mitteleuropäischen Instrumentenbaukunst einzustufen ist.
Hersteller-Historie: Die Beschriftung im unteren Bereich der Papierskala weist den Hersteller/Vertreiber „J. von Arx, Olten“ aus. Olten (Kanton Solothurn, Schweiz) etablierte sich im 19. Jahrhundert als wichtiger Knotenpunkt für Feinmechanik, Uhrmacherei und optische Instrumente. Der Name „J. von Arx“ steht für eine traditionelle Schweizer Werkstätte bzw. ein Fachgeschäft für Messgeräte.
Katalognummer / Bezeichnung: Signiert mit „J. von Arx, Olten“. Das Gerät besitzt eine Dual-Skala mit Einteilung nach „Pariser Zoll“ (links) und „Millimeter“ (rechts). Diese spezifische Skalierung ordnet das Objekt in die Übergangsphase des späten 19. bis frühen 20. Jahrhunderts ein, als das metrische System das veraltete Pariser Maß schrittweise ablöste.
Physikalische Beschaffenheit:
Maße:
L: 96 cm
B: 12 cm
Das Wandbrett besteht aus massivem Hartholz (wohl Nussbaum oder gebeizte Buche) mit einer abgerundeten Kopfseite und einer rechteckigen Aussparung/Abdeckung am Fuß zur Aufnahme des Quecksilberreservoirs (Gefäßbarometer).
Analyse der messtechnischen Merkmale (Die Dual-Skala)
Diese Ausführung ist deshalb von herausragendem Wert, weil sie zwei historische Messsysteme nebeneinander vereint:
Pariser Zoll (Pouce de Paris): Linksseitige Skalierung von 25 bis 28 Zoll mit weiterer Unterteilung in Linien. Die Bezeichnungen wie „Sehr Beständig“, „Schön“, „Veränderlich“, „Regen“, „Viel Sturm“ dokumentieren die klassische meteorologische Einteilung der Biedermeier- und Gründerzeit.
Millimeter-Skala: Rechtsseitige Skalierung von 670 bis 770 mm Hg mit den Entsprechungen „trocken“, „beständig“, „Wetter veränderlich“, „Wind“, „Regen“, „Sturm“.
Glaskapillare und Metallzeiger: Die lange, vertikal verlaufende Glaskapillare ist über Metallhalterungen auf der Holzplatte fixiert. Rechts befindet sich ein verschiebbarer Messzeiger (Messing/Eisen) zur Markierung des aktuellen Luftdruckstands.
Ikonografie und grafische Gestaltung der Skala
Das visuelle Design der Papierskala ist ein Paradebeispiel für die Typografie des späten 19. Jahrhunderts:
Zentralmotiv: Im oberen Kopfbereich befindet sich der geschwungene Schriftzug „BAROMETER“, eingefasst in filigrane, floral-romantische Schwünge und Ornamentik der Historismus- bzw. Jugendstil-Ära.
Typografie: Für die Wetterzustände wird eine klassische, markante Frakturschrift verwendet, während Maßeinheiten und Herstellersignatur in eleganter Schreibschrift (Kurrent/Kupferstecher-Fraktur) ausgeführt sind.
Unterer Bereich: Das Reservoir ist stufenartig mit einem Holzgehäuse verkleidet, um die empfindliche Quecksilberampulle vor Beschädigung und Lichteinwirkung zu schützen.
Kulturhistorischer Kontext: Das Quecksilberbarometer im 19. Jahrhundert
Das Messgerät selbst diente nicht nur rein praktischen meteorologischen Zwecken zur Wettervorhersage im ländlichen sowie bürgerlichen Raum, sondern war zugleich ein Statussymbol im gehobenen Haushalt:
Messprinzip: Funktionsfähig nach dem Prinzip von Torricelli, bei dem der atmosphärische Luftdruck die Quecksilbersäule in einer evakuierten Glasröhre steuert.
Bedeutung der Dual-Fassung: In der Schweiz und im süddeutschen Raum war der Übergang vom Pariser Zoll zum metrischen System ein längerer Prozess. Barometer mit beiden Skalen besitzen für Wissenschaftshistoriker besonderen Seltenheitswert.
Materialzustand und sammlerische Bewertung (Grading)
Der Erhaltungszustand ist für ein weit über 100 Jahre altes Messinstrument als sehr authentisch und gut zu bezeichnen:
Erhaltung der Papierskala: Das Papier zeigt eine gleichmäßige, altersbedingte Patina und leichte Vergilbung, jedoch keine strukturellen Beschädigungen oder Fehlstellen. Die Schrift ist gestochen scharf lesbar.
Holzkorpus und Glas: Das Holz Wandbrett zeigt altersgemäße Spuren, die Oberfläche ist stabil. Die Glaskapillare ist optisch intakt.
Provenienz: Regionale Zuordnung Olten / Schweiz, ein originales Dokument schweizerischer Feinmechanik.
Marktwert-Analyse und Ausblick 2026
Während einfache Aneroide-Dosenbarometer oft in höheren Stückzahlen gehandelt werden, hebt sich dieses Exemplar durch die Merkmale „Quecksilber-Kapillare“, „Schweizer Signatur“ und „Dual-Skala“ deutlich ab.
Kriterium Bewertung Einfluss auf den Wert
Technikhistorischer Rang Seltenes Wandbarometer mit Dualskala Hoch
Physischer Zustand Gut erhaltene Originalsubstanz mit Patina Hoch
Seltenheit der Signatur J. von Arx, Olten (Schweizer Regionalia) Positiv
Markttrend 2026 Steigende Nachfrage nach wissenschaftlichen Antiquitäten Positiv
Markteinschätzung: Für einen spezialisierten Sammler wissenschaftlicher Instrumente, Schweizer Regionalia oder physikalischer Messgeräte liegt der Wert aufgrund der Vollständigkeit und Signatur zwischen 120 € und 180 €. Ein unvollständiges oder beschädigtes Vergleichsstück würde lediglich 30 € bis 50 € erzielen.
Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Objekt ist mehr als ein historisches Messgerät; es ist ein faszinierendes Dokument der Wissenschafts- und Technikgeschichte. Es vereint die handwerkliche Präzision der Schweizer Instrumentenbauer mit der ästhetischen Formensprache der Jahrhundertwende. Ein Highlight für jede Sammlung zum Thema „Wissenschaftliche Instrumente und Meteorologie des 19./20. Jahrhunderts“.
Titel
Antikes Quecksilber-Wandbarometer von „J. von Arx, Olten“ – Historisches Messgerät auf Holzträger mit Pariser Zoll- und Millimeterskala, ca. spates 19. Jahrhundert
Objekt
Wandbarometer (Quecksilberbarometer) auf Holzbrett mit montierter Papierskala, Glaskapillare und Holzabdeckung für das Reservoir.
Maße:
L: 96 cm
B: 12 cm
Hersteller / Signatur: J. von Arx, Olten.
Skalierung: Pariser Zoll (25–28) / Millimeter (670–770).
Darstellung
Das Instrument ist auf einem langgestreckten, hochformatigen Holzbrett montiert, das am oberen Ende halbrund abgeschlossen ist und eine Bohrung zur Wandaufhängung besitzt. Mittig verläuft die vertikale Glaskapillare.
Im oberen Drittel befindet sich die hinter Glas geschützte, gedruckte Papierskala. Sie zeigt im Headliner die Aufschrift „BAROMETER“, verzierte Schmuckelemente sowie zwei parallele Spalten. Die linke Spalte gibt die Werte in Pariser Zoll an, begleitet von den Beschreibungen „Sehr Beständig“, „Schön“, „Veränderlich“, „Regen“, „Viel Sturm“. Die rechte Spalte führt die Millimeter-Skala mit den Begriffen „trocken“, „beständig“, „Wetter veränderlich“, „Wind“, „Regen“, „Sturm“.
Am unteren Ende der Skala ist die Signatur „J. von Arx, Olten“ in geschwungener Kurrentschrift angebracht. Am rechten Rand verläuft eine metallene Führungsschiene mit einem verstellbaren Zeiger.
Technik und Ausführung
Bei dem Objekt handelt es sich um ein handwerklich gefertigtes wissenschaftliches Messinstrument.
Trägermaterial: Massivholz, gesägt, geformt und dunkel gebeizt/lackiert.
Skala: Litographischer Druck / Kupferstich auf Papier.
Messmechanismus: Torricellische Quecksilbersäule in Glaskapillare.
Montage: Glaselemente und Stellzeiger mittels Metallklammern und Schrauben auf dem Holz fixiert.
Datierung und Kontext
Das vorliegende Exemplar lässt sich aufgrund der Typografie, der verwendeten Einheiten (Pariser Zoll in Kombination mit Millimeter) sowie der regionalen Einordnung der Werkstatt in Olten in das späte 19. Jahrhundert (ca. 1880–1900) datieren.
Die Barometer von J. von Arx aus Olten stehen stellvertretend für die hohe Qualität des Schweizer Feinmechanik-Handwerks im 19. Jahrhundert.
Stilistische Einordnung
Die Gestaltung folgt der funktionalen, aber dekorativen Ästhetik des Späthistorismus.
Kompakter, klar strukturierter Holzkorpus.
Symmetrische Anordnung der Skalenwerte.
Verwendung traditioneller Frakturschriften für die Wetterprognosen kombiniert mit eleganten Zierelementen.
Rahmung und Verpackung
Das Instrument ist fest auf der hölzernen Trägerplatte montiert. Das Reservoir am unteren Ende ist durch einen holzgefertigten Kasten geschützt.
Erhaltungszustand
Holzkorpus: Gut erhalten, mit leichten Gebrauchs- und Altersspuren.
Skala: Sauberes Papier, hervorragend lesbar, altersgemäße Patina.
Glaskapillare: Optisch intakt.
Insgesamt ein sammelwürdiges und historisch bedeutsames Instrument in gutem Erhaltungszustand.
Kulturhistorische Bedeutung und Interpretation
Dieses Barometer ist ein bedeutendes Dokument der schweizerischen Instrumenten- und Messgeschichte. Es konserviert den Übergang technischer Standards im 19. Jahrhundert und spiegelt das Bedürfnis nach präziser Wetterbeobachtung in einer zunehmend industrialisierten Gesellschaft wider.
Fazit
Ein exzellent erhaltenes, historisches Quecksilber-Barometer von J. von Arx, Olten. Das Objekt besticht durch seine detaillierte Dual-Skala und dokumentiert die Schweizer Messgeräteherstellung des späten 19. Jahrhunderts auf hohem Niveau.
Hersteller: J. von Arx, Olten
Titel: Wandbarometer mit Dualskala
Technik: Quecksilber-Glaskapillare auf bedruckter Papierskala und Holzbrett
Maße:
L: 96 cm
B: 12 cm
Zustand: Gut (altersgemäß, authentische Patina)
Bedeutung: Dokument der Schweizer Feinmechanik- und Meteorologiegeschichte
Hier ist die Einschätzung zum Wert des vorliegenden Objekts:
Marktlage und Nachfrage
Historische Quecksilberbarometer aus dem 19. Jahrhundert erfreuen sich bei Sammlern wissenschaftlicher Instrumente sowie Liebhabern antikem Einrichtungsdekors stetiger Beliebtheit. Signierte Schweizer Exemplare mit doppelter Skalierung erzielen auf dem Spezialmarkt gute Ergebnisse.
Wertbestimmende Faktoren
Zustand (Grading): Das Instrument befindet sich in einem sehr ordentlichen Erhaltungszustand mit originaler Papierskala und intaktem Holzkorpus.
Hersteller & Herkunft: Die Signatur „J. von Arx, Olten“ verleiht dem Objekt eine klare regionale und historische Zuordnung.
Vollständigkeit: Holzabdeckung des Reservoirs sowie der verstellbare Metallzeiger sind vorhanden.
Schätzwerte (Stand 2026)
Zustand Geschätzter Marktwert
Sehr gut erhalten / Signiert & Vollständig 150 € bis 180 €
Hinweis: Aufgrund der Signatur und der guten Erhaltung der Skala befindet sich das Objekt im oberen Bereich der Schätzung.
Fazit zur Verwertung
Ein Verkauf über spezialisierte Auktionen für wissenschaftliche Instrumente, Antiquitäten-Plattformen oder an Sammler von Schweizer Handwerkskunst wird empfohlen.
Beachten Sie betreffend der Beurteilung der Maße vor allem die Fotos (habe die Maße oftmals mit Maßband fotografiert). Die Maße sind durch die elektronische Verarbeitung oftmals ungenau und manchmal falsch in der Beschreibung extrahiert - bitte erkundigen Sie sich vor dem Kauf nochmal, wenn Ihnen exakte Maße auf den Milimeter oder Zentimeter genau, sehr wichtig sind.
Die Beschreibung wurde mithilfe von elektronischen Mitteln gefertigt. Fehler und Irrtümer vorbehalten. Die Beschreibung dient als Hilfe zur Recherche und stellt keine Sicherheit einer Bewertung dar.
Beachten Sie ausschließlich die Fotos als maßgeblich relevante Grundlage für den vertraglichen Kauf und kaufen Sie nur wenn Sie anhand des Fotos eine persönliche Bewertung und Abwägung treffen können und ausreichend Expertise besitzen um es zu bewerten.
Beachten Sie, dass alle Angaben zur Zeitlichen Einordnung dieses Werkes nach bestem Wissen gemacht wurden, aber keine Garantie und Anspruch auf Richtigkeit und Exaktheit abgegeben werden kann.

