Asien - .; J. B. Homann - Asiae Recentissima Delineatio - 1712






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Karte von Asien Asiae Recentissima Delineatio von Johann Baptist Homann, veröffentlicht in Nürnberg ca. 1715–1724, Kupferstich mit zeitgenössischer Handfärbung, Blatt 55 × 62 cm; Abzug 48,5 × 58 cm.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Technische Scheda
Subjekt / Titel: Asiae Recentissima Delineatio, qua Status et Imperia Totius Orientis una cum Orientalibus Indiis exhibentur
Autor / Kartograf: Johann Baptist Homann (1664–1724)
Graveur: nicht angegeben
Designer: Johann Baptist Homann
Verleger / Drucker: Johann Baptist Homann
Ort: Nürnberg
Epoche / Datum: ca. 1715–1724
Technik: kupferstichradierte Gravur auf Kupfer, ausgeführt im Aquaforté-Verfahren und mit Kalagraphie, mit alter Färbung
Untergrund: pergamentartiges Papier
Abmessungen: Blatt 55 × 62 cm; Gravurabdruck 48,5 × 58 cm
Beschriftungen: Titel und Verlagsangaben innerhalb eines Kartuschens unten links; geografischer Hinweis und kaiserliches Privileg oben rechts
Zusammenstellung: Kartenblatt auf einem einzigen Blatt, mit zentralem Verlagsfalz und weißem Rand
Beschreibung
Wichtige Weltkarte Asiens, hergestellt von Johann Baptist Homann, eine der bedeutendsten Darstellungen der deutschen Kartografieproduktion der frühen 1700er Jahre. Die Karte zeigt den asiatischen Kontinent von Anatolien und dem östlichen Mittelmeer bis Japan und den Inseln des westlichen Pazifik, einschließlich im Süden Teile der Arabischen Halbinsel, Indien, des indonesischen Archipels und der Küsten Nordaustraliens.
Die Abbildung fängt die geografischen Kenntnisse Europas der Zeit effektiv ein, indem sie vergleichsweise aktuelle Informationen mit noch unsicheren oder spekulativen Elementen kombiniert. Besonders bedeutsam sind die Konfiguration der Nordostsibirien, die noch annähernde Form Japans, das Vorhandensein der „Compagnie Land“ sowie die teilweise Abbildung von Neuguinea, Nieuw Holland und Carpentaria. Das Territorium ist in Königreiche, Imperien und Regionen durch schraffierte Flächen und aquarellierte Umrisse gegliedert, entsprechend der raffinierten Verlagserläuterung der Homann-Atlanten.
Unten links erscheint ein breites figürliches Kartusch, belebt durch Figuren, Tiere, Architekturen und Anspielungen auf Reichtümer, Handel und Kulturen des Ostens. Oben rechts befindet sich eine geografische Notiz zu den Quellen, die für die Darstellung Asiens verwendet wurden, begleitet von der Angabe des kaiserlichen Privilegs. Die Gravur, reich an Toponymen sowie topographischen und hydrographischen Details, bewahrt eine bemerkenswerte Balance zwischen dokumentarischer Funktion und dekorativem Ensembles.
Historisch-künstlerische Anmerkung
Johann Baptist Homann war einer der bedeutendsten deutschen Kartografen und Verleger des frühen 18. Jahrhunderts. Nachdem er in Nürnberg sein eigenes kartografisches Unternehmen 1702 gegründet hatte, gelang es ihm in wenigen Jahren, die Vorherrschaft niederländischer Verleger zu brechen, indem er aktualisierte Karten mit dichter geografischer Information, großen allegorischen Schildern und lebendiger Färbung anbot.
Die Karte Asiens erschien bereits im ersten Homann-Atlas von 1707 und wurde später in verschiedene Sammlungen seiner Werkstatt aufgenommen. Der heutige Zustand stammt aus der Zeit nach 1715, belegt durch die Bezeichnung als Kaiserl. Geograph und die Formulierung des Privilegs auf der Tafel. Damit stellt sie ein ausgereiftes Beispiel der Homann-Produktion dar, vor seinem Tod 1724 und vor der späteren Verlagsführung der Homannischen Erben.
Condition Report
Blatt in insgesamt ausgezeichnetem Zustand, mit centralem Verlagsfalz. Leichte Feuchtigkeitsflecken, geringe Manipulationsspuren und vereinzelt Oxidationen, überwiegend am Randbereich, zeittypisch. Der kupferstichprägnante Abdruck ist klar, deutlich und vollständig lesbar. Die alterfarbige Färbung gut erhalten, noch lebendig und territorial flächig sowie entlang der Grenzen verteilt. Ränder intakt. Weißer Rand, mit natürlicher Transparenz der Färbung und leichten Zeitspuren.
Technische Scheda
Subjekt / Titel: Asiae Recentissima Delineatio, qua Status et Imperia Totius Orientis una cum Orientalibus Indiis exhibentur
Autor / Kartograf: Johann Baptist Homann (1664–1724)
Graveur: nicht angegeben
Designer: Johann Baptist Homann
Verleger / Drucker: Johann Baptist Homann
Ort: Nürnberg
Epoche / Datum: ca. 1715–1724
Technik: kupferstichradierte Gravur auf Kupfer, ausgeführt im Aquaforté-Verfahren und mit Kalagraphie, mit alter Färbung
Untergrund: pergamentartiges Papier
Abmessungen: Blatt 55 × 62 cm; Gravurabdruck 48,5 × 58 cm
Beschriftungen: Titel und Verlagsangaben innerhalb eines Kartuschens unten links; geografischer Hinweis und kaiserliches Privileg oben rechts
Zusammenstellung: Kartenblatt auf einem einzigen Blatt, mit zentralem Verlagsfalz und weißem Rand
Beschreibung
Wichtige Weltkarte Asiens, hergestellt von Johann Baptist Homann, eine der bedeutendsten Darstellungen der deutschen Kartografieproduktion der frühen 1700er Jahre. Die Karte zeigt den asiatischen Kontinent von Anatolien und dem östlichen Mittelmeer bis Japan und den Inseln des westlichen Pazifik, einschließlich im Süden Teile der Arabischen Halbinsel, Indien, des indonesischen Archipels und der Küsten Nordaustraliens.
Die Abbildung fängt die geografischen Kenntnisse Europas der Zeit effektiv ein, indem sie vergleichsweise aktuelle Informationen mit noch unsicheren oder spekulativen Elementen kombiniert. Besonders bedeutsam sind die Konfiguration der Nordostsibirien, die noch annähernde Form Japans, das Vorhandensein der „Compagnie Land“ sowie die teilweise Abbildung von Neuguinea, Nieuw Holland und Carpentaria. Das Territorium ist in Königreiche, Imperien und Regionen durch schraffierte Flächen und aquarellierte Umrisse gegliedert, entsprechend der raffinierten Verlagserläuterung der Homann-Atlanten.
Unten links erscheint ein breites figürliches Kartusch, belebt durch Figuren, Tiere, Architekturen und Anspielungen auf Reichtümer, Handel und Kulturen des Ostens. Oben rechts befindet sich eine geografische Notiz zu den Quellen, die für die Darstellung Asiens verwendet wurden, begleitet von der Angabe des kaiserlichen Privilegs. Die Gravur, reich an Toponymen sowie topographischen und hydrographischen Details, bewahrt eine bemerkenswerte Balance zwischen dokumentarischer Funktion und dekorativem Ensembles.
Historisch-künstlerische Anmerkung
Johann Baptist Homann war einer der bedeutendsten deutschen Kartografen und Verleger des frühen 18. Jahrhunderts. Nachdem er in Nürnberg sein eigenes kartografisches Unternehmen 1702 gegründet hatte, gelang es ihm in wenigen Jahren, die Vorherrschaft niederländischer Verleger zu brechen, indem er aktualisierte Karten mit dichter geografischer Information, großen allegorischen Schildern und lebendiger Färbung anbot.
Die Karte Asiens erschien bereits im ersten Homann-Atlas von 1707 und wurde später in verschiedene Sammlungen seiner Werkstatt aufgenommen. Der heutige Zustand stammt aus der Zeit nach 1715, belegt durch die Bezeichnung als Kaiserl. Geograph und die Formulierung des Privilegs auf der Tafel. Damit stellt sie ein ausgereiftes Beispiel der Homann-Produktion dar, vor seinem Tod 1724 und vor der späteren Verlagsführung der Homannischen Erben.
Condition Report
Blatt in insgesamt ausgezeichnetem Zustand, mit centralem Verlagsfalz. Leichte Feuchtigkeitsflecken, geringe Manipulationsspuren und vereinzelt Oxidationen, überwiegend am Randbereich, zeittypisch. Der kupferstichprägnante Abdruck ist klar, deutlich und vollständig lesbar. Die alterfarbige Färbung gut erhalten, noch lebendig und territorial flächig sowie entlang der Grenzen verteilt. Ränder intakt. Weißer Rand, mit natürlicher Transparenz der Färbung und leichten Zeitspuren.
