Kaminuhr - Lorenz - Stahl - 1960-1970 - von Richard Sapper entworfen






Abschluss in Kunstgeschichte; über sechs Jahre Erfahrung als Antik- und Kunstsachverständige.
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Italienische Lorenz Static Tischuhr, von Richard Sapper entworfen, ca. 1960–1970, aus Stahl mit batteriebetriebener Mechanik, ohne Schlagwerk, 6,5 cm hoch, 6,5 cm breit, 9,5 cm tief, 1050 g schwer, in ausgezeichnetem gebrauchten Zustand mit leichten Gebrauchsspuren und Alterung, funktionsfähig, mit originaler Box.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Oberflächenleiste Static Richard Sapper Compasso d'oro 1960.
Wenn auf dem Zifferblatt der Uhr gleichzeitig die Bezeichnungen Lorenz, STATIC und ITALSIDER erscheinen, steht man vor einem Stück mit außergewöhnlichem historischem und sammlerischem Wert: eine offizielle Era‑Personalisierung.
Das bedeutet, dass Italsider die Uhr nicht hergestellt hat, sondern in den 1960er Jahren eine Charge Uhren direkt von Lorenz gekauft hat, um sie als hochwertige Firmenpräsente (ausschließlich für Vorstandsmitglieder, Großkunden oder hohe Amtsträger) zu verwenden. Die Marke Italsider wurde direkt von Lorenz während der Produktion der personalisierten Charge auf das Zifferblatt gedruckt. [1]
Geschätzter Marktwert
Eine Lorenz Static mit personalisiertem Italsider‑Zifferblatt, funktionsfähig und mit Originaletui, hat einen geschätzten Wert, der zwischen 900 € und 1.400 € liegt. [1]
Der Preis übersteigt den eines klassischen Static deutlich aus drei konkreten Gründen:
Seltene Variante: Die Varianten mit co‑brandierten historischen Zifferblättern (insbesondere mit italienischen Industriekonzernen wie Italsider oder Fiat) wurden in nur wenigen Exemplaren hergestellt, wodurch sie bei Design- und Corporate‑Heritage‑Sammlern stark begehrt sind.
Mit Etui: Im Modernariats‑Sammlungsbereich erhöht das Originaletui (meist ein Hartschalenetui in Imitationsleder oder Saffiano) die Bewertung um mehr als 150 €.
Funktionszustand: Viele Static aus der Epoche stehen still, weil alte Batterien Säure freigesetzt haben, die Kontakte beschädigt hat. Ein marchierendes Exemplar ist einen erheblichen Zusatzwert wert.
Tullio Bolletta, Gründer des Uhrenherstellers Lorenz, wandte sich 1959 an den deutschen Designer Richard Sapper, um an einem anspruchsvollen Projekt mitzuarbeiten. Lorenz wollte die Innenmechanismen der im Krieg für Torpedos gebauten Uhren in Tischuhren verwandeln. Nach vielen Versuchen verbarg Sapppers elegantes Design die sperrigen Mechanismen in einem zylindrischen Gehäuse mit abgeschnittenem Rand, damit es am Tisch platziert werden konnte, und fügte das Zifferblatt eines Jagdflugzeugs hinzu. Bekannt als Lorenz Static wurde Sapppers Entwurf 1960 mit dem Compasso d'Oro ausgezeichnet.
Der Erfolg: Vorgestellt im Jahr 1960, gewann er sofort den renommierten Compasso d'Oro und wurde zu einer Ikone des Funktionalismus, die auch im MoMA in New York ausgestellt ist.
In derselben historischen Periode begann Italsider (das staatliche Stahlriese‑Unternehmen mit Werken in Taranto, Bagnoli und Genova Cornigliano) eine kulturelle Revolution unter der Leitung von Eugenio Carmi, der von 1958 bis 1965 Kunstdirector des Unternehmens war. Ziel war es, die Fabrik zu humanisieren und Stahl zu nutzen, um Kultur zu schaffen.
Die Uhr ist perfekt funktionsfähig, benötigt jedoch eine äußere Reinigung, da sie während dieser Anzeige stets im Lederetui aufbewahrt wurde; einziges "Manko" ist das Band der Hülle, das ersetzt werden sollte."
Oberflächenleiste Static Richard Sapper Compasso d'oro 1960.
Wenn auf dem Zifferblatt der Uhr gleichzeitig die Bezeichnungen Lorenz, STATIC und ITALSIDER erscheinen, steht man vor einem Stück mit außergewöhnlichem historischem und sammlerischem Wert: eine offizielle Era‑Personalisierung.
Das bedeutet, dass Italsider die Uhr nicht hergestellt hat, sondern in den 1960er Jahren eine Charge Uhren direkt von Lorenz gekauft hat, um sie als hochwertige Firmenpräsente (ausschließlich für Vorstandsmitglieder, Großkunden oder hohe Amtsträger) zu verwenden. Die Marke Italsider wurde direkt von Lorenz während der Produktion der personalisierten Charge auf das Zifferblatt gedruckt. [1]
Geschätzter Marktwert
Eine Lorenz Static mit personalisiertem Italsider‑Zifferblatt, funktionsfähig und mit Originaletui, hat einen geschätzten Wert, der zwischen 900 € und 1.400 € liegt. [1]
Der Preis übersteigt den eines klassischen Static deutlich aus drei konkreten Gründen:
Seltene Variante: Die Varianten mit co‑brandierten historischen Zifferblättern (insbesondere mit italienischen Industriekonzernen wie Italsider oder Fiat) wurden in nur wenigen Exemplaren hergestellt, wodurch sie bei Design- und Corporate‑Heritage‑Sammlern stark begehrt sind.
Mit Etui: Im Modernariats‑Sammlungsbereich erhöht das Originaletui (meist ein Hartschalenetui in Imitationsleder oder Saffiano) die Bewertung um mehr als 150 €.
Funktionszustand: Viele Static aus der Epoche stehen still, weil alte Batterien Säure freigesetzt haben, die Kontakte beschädigt hat. Ein marchierendes Exemplar ist einen erheblichen Zusatzwert wert.
Tullio Bolletta, Gründer des Uhrenherstellers Lorenz, wandte sich 1959 an den deutschen Designer Richard Sapper, um an einem anspruchsvollen Projekt mitzuarbeiten. Lorenz wollte die Innenmechanismen der im Krieg für Torpedos gebauten Uhren in Tischuhren verwandeln. Nach vielen Versuchen verbarg Sapppers elegantes Design die sperrigen Mechanismen in einem zylindrischen Gehäuse mit abgeschnittenem Rand, damit es am Tisch platziert werden konnte, und fügte das Zifferblatt eines Jagdflugzeugs hinzu. Bekannt als Lorenz Static wurde Sapppers Entwurf 1960 mit dem Compasso d'Oro ausgezeichnet.
Der Erfolg: Vorgestellt im Jahr 1960, gewann er sofort den renommierten Compasso d'Oro und wurde zu einer Ikone des Funktionalismus, die auch im MoMA in New York ausgestellt ist.
In derselben historischen Periode begann Italsider (das staatliche Stahlriese‑Unternehmen mit Werken in Taranto, Bagnoli und Genova Cornigliano) eine kulturelle Revolution unter der Leitung von Eugenio Carmi, der von 1958 bis 1965 Kunstdirector des Unternehmens war. Ziel war es, die Fabrik zu humanisieren und Stahl zu nutzen, um Kultur zu schaffen.
Die Uhr ist perfekt funktionsfähig, benötigt jedoch eine äußere Reinigung, da sie während dieser Anzeige stets im Lederetui aufbewahrt wurde; einziges "Manko" ist das Band der Hülle, das ersetzt werden sollte."
