Eine Skulptur aus Holz - Lobi - Burkina Faso (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Eine stehende Lobi-Figur, aus Holz geschnitzt, mit beiden Armen diagonaleingehoben nach oben. Die Figur besitzt einen schlanken, elongated Körper, lange gerade Beine und einen relativ großen Kopf, der sich von den Schultern nach vorn vorstreckt. Die erhobenen Arme sind ungewöhnlich lang und laufen zu ihren Enden hin aus, was eine breite, offene Silhouette erzeugt. Von der Seite betrachtet ist der Körper bemerkenswert schmal und die Vorwärtsprojektion des Kopfes wird besonders deutlich. Incl stand.
Der verlängerte Kopf ist sorgfältig artikuliert. Eine ausgeprägte Augenbraue rahmt schmale, mandelförmige Augen; die Nase ragt deutlich aus dem Gesicht heraus, während der kleine Mund durch eine feine horizontale Einkerbung angedeutet ist. Das Kinn verjüngt sich nach unten. Die Gesichtsschnitzerei ist zurückgenommen, aber ausdrucksvoll, im Kontrast zur vereinfachten Behandlung des Rumpfes und der Gliedmaßen.
Die Oberfläche zeigt eine trockene, grau-braune und stark verwitterte Patina mit Spuren dunkler Färbung. Zahlreiche Abrasionen, kleine Verluste und Risse zeugen von erheblichem Alter und Nutzung. Besonders auffällig ist ein tiefer, länglicher Riss, der von der Krone über das Gesicht verläuft und sich in Richtung Hals fortsetzt. Die Arme und der Körper weisen likewise eine unregelmäßige, erodierte Oberfläche auf. Die Figur ist auf einer späteren rechteckigen Basis montiert.
Nach Informationen von Wolfgang Jaenicke gehört die Figur zur Lobi-Form, die allgemein als ti puo bezeichnet wird. Ihr markantestes Merkmal, das eindringliche Heben beider Arme, hat im Lobi-Kontext mehr als eine mögliche Bedeutung. Piet Meyer assoziierte derartige Figuren mit den bateba duntundara ti puo, Figuren, deren erhobene Arme eine schützende Funktion hatten und als Abwehr gegen bedrohliche übernatürliche Kräfte und Zauberei verstanden wurden.
Wolfgang Jaenicke verweist jedoch auf die Bedeutung des funerären Kontexts bei der Deutung dieser Geste. Während Lobi-Begräbniszeremonien ist eine vergleichbare Erhebung der Arme als rituelle Geste im Zusammenhang mit Tod und Trauer zu beobachten. Die Haltung sollte daher nicht notwendigerweise als eine ausschließliche ikonografische Kennzeichnung der schützenden ti puo-Kategorie verstanden werden. Die Beziehung zwischen der von lebenden Teilnehmern während der Begräbnistrosen gezeigten Geste und ihrer Übersetzung in die Skulptur bietet eine weitere mögliche Interpretationsstufe.
Demnach kann das vorliegende Werk als eine Lobi-Figur des Typus mit erhobenem Arm beschrieben werden, traditionell gemäß Piet Meyer als ti puo klassifiziert, während seine spezifische Geste zugleich auf Vorstellungen rund um Tod, Trauer und Schutz verweisen kann. Das Nebeneinander dieser Bedeutungen demonstriert die Schwierigkeit, einer Lobi-Skulptur ausschließlich anhand ihrer formalen Ikonografie eine feste Funktion zuzuordnen.
Informant: Wolfgang Jaenicke, Galerie Wolfgang Jaenicke.
Ausgewählte Literatur:
Piet Meyer, Kunst und Religion der Lobi, Museum Rietberg, Zürich, 1981.
Giovanni Franco Scanzi, L’art traditionnel Lobi, Bergamo, 1993.
Daniela Bognolo, Lobi, 2007.
Wolfgang Jaenicke, „Zu den ‘ti puo’ Figuren der Lobi“, Galerie Wolfgang Jaenicke.
Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz erzeugt und basieren auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. No. MAZ25470
Der Verkäufer stellt sich vor
Eine stehende Lobi-Figur, aus Holz geschnitzt, mit beiden Armen diagonaleingehoben nach oben. Die Figur besitzt einen schlanken, elongated Körper, lange gerade Beine und einen relativ großen Kopf, der sich von den Schultern nach vorn vorstreckt. Die erhobenen Arme sind ungewöhnlich lang und laufen zu ihren Enden hin aus, was eine breite, offene Silhouette erzeugt. Von der Seite betrachtet ist der Körper bemerkenswert schmal und die Vorwärtsprojektion des Kopfes wird besonders deutlich. Incl stand.
Der verlängerte Kopf ist sorgfältig artikuliert. Eine ausgeprägte Augenbraue rahmt schmale, mandelförmige Augen; die Nase ragt deutlich aus dem Gesicht heraus, während der kleine Mund durch eine feine horizontale Einkerbung angedeutet ist. Das Kinn verjüngt sich nach unten. Die Gesichtsschnitzerei ist zurückgenommen, aber ausdrucksvoll, im Kontrast zur vereinfachten Behandlung des Rumpfes und der Gliedmaßen.
Die Oberfläche zeigt eine trockene, grau-braune und stark verwitterte Patina mit Spuren dunkler Färbung. Zahlreiche Abrasionen, kleine Verluste und Risse zeugen von erheblichem Alter und Nutzung. Besonders auffällig ist ein tiefer, länglicher Riss, der von der Krone über das Gesicht verläuft und sich in Richtung Hals fortsetzt. Die Arme und der Körper weisen likewise eine unregelmäßige, erodierte Oberfläche auf. Die Figur ist auf einer späteren rechteckigen Basis montiert.
Nach Informationen von Wolfgang Jaenicke gehört die Figur zur Lobi-Form, die allgemein als ti puo bezeichnet wird. Ihr markantestes Merkmal, das eindringliche Heben beider Arme, hat im Lobi-Kontext mehr als eine mögliche Bedeutung. Piet Meyer assoziierte derartige Figuren mit den bateba duntundara ti puo, Figuren, deren erhobene Arme eine schützende Funktion hatten und als Abwehr gegen bedrohliche übernatürliche Kräfte und Zauberei verstanden wurden.
Wolfgang Jaenicke verweist jedoch auf die Bedeutung des funerären Kontexts bei der Deutung dieser Geste. Während Lobi-Begräbniszeremonien ist eine vergleichbare Erhebung der Arme als rituelle Geste im Zusammenhang mit Tod und Trauer zu beobachten. Die Haltung sollte daher nicht notwendigerweise als eine ausschließliche ikonografische Kennzeichnung der schützenden ti puo-Kategorie verstanden werden. Die Beziehung zwischen der von lebenden Teilnehmern während der Begräbnistrosen gezeigten Geste und ihrer Übersetzung in die Skulptur bietet eine weitere mögliche Interpretationsstufe.
Demnach kann das vorliegende Werk als eine Lobi-Figur des Typus mit erhobenem Arm beschrieben werden, traditionell gemäß Piet Meyer als ti puo klassifiziert, während seine spezifische Geste zugleich auf Vorstellungen rund um Tod, Trauer und Schutz verweisen kann. Das Nebeneinander dieser Bedeutungen demonstriert die Schwierigkeit, einer Lobi-Skulptur ausschließlich anhand ihrer formalen Ikonografie eine feste Funktion zuzuordnen.
Informant: Wolfgang Jaenicke, Galerie Wolfgang Jaenicke.
Ausgewählte Literatur:
Piet Meyer, Kunst und Religion der Lobi, Museum Rietberg, Zürich, 1981.
Giovanni Franco Scanzi, L’art traditionnel Lobi, Bergamo, 1993.
Daniela Bognolo, Lobi, 2007.
Wolfgang Jaenicke, „Zu den ‘ti puo’ Figuren der Lobi“, Galerie Wolfgang Jaenicke.
Einige der Informationen wurden von künstlicher Intelligenz erzeugt und basieren auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. No. MAZ25470
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Details
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- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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