Eine Skulptur aus Holz - Losso - Togo (Ohne mindestpreis)






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Männliche Figur, Losso (Nawdba), Nord-Togo, Kara-Region, vermutlich Bezirk Doufelgou.
Informant: Karim Wassiou. Inklusive Stand
Aus dichtem Holz geschnitzt, zeichnet sich diese männliche Figur durch eine kompakte, kraftvolle Vorstellung des menschlichen Körpers und eine deutlich reduzierte anatomische Detailgenauigkeit aus. Zwei massive, leicht auseinandergesetzte Beine tragen einen gerundeten, fast kugelförmigen Oberkörper. Die verkürzten Arme ragen seitlich vom Körper ab, während die männlichen Genitalien deutlich ausgeprägt wiedergegeben sind. Der vergleichsweise große, runde Kopf ruht nahezu direkt auf den Schultern, mit praktisch keinem artikulierten Hals. Die Gesichtszüge sind auf wenige wesentliche Elemente reduziert: kleine eingesenkte Augen, eine kaum vorschussende Nase und ein kurzer, eingeritzter Mund. Feine lineare Einschnitte in den Wangen sowie zusätzliche Markierungen am Körper könnten Narbentechniken oder andere Formen der Körpermarkierung darstellen, deren genaue Bedeutung jedoch nicht mit Sicherheit bestimmt werden kann.
Besonders auffällig ist das Wechselspiel zwischen stark modellierten Volumen und einer extremen Ökonomie der Detailtreue. Kopf, Bauch, Brustkorb und Oberschenkel werden als substanzielle, fast autonome Massen konzipiert, die zu einer hoch konzentrierten skulpturalen Form vereinigt sind. Die unregelmäßige dunkelbraune Oberfläche mit Abnutzungs-, Verkrustungs- und Spuren längerer Handhabung oder Benutzung betont zusätzlich die skulpturale Präsenz der Figur.
Die traditionelle Zuordnung „Losso“ bedarf einer gewissen Einordnung. In enge ethnolinguistischem Sinn ist die Bezeichnung besonders mit den Nawdba bzw. Nawda verbunden, deren Hauptsiedlungsgebiet im Norden Togos liegt, in der heutigen Kara-Region und insbesondere im Bezirk Doufelgou. Bedeutende Nawdba-Gemeinschaften finden sich rund um Niamtougou sowie in den Gebieten Siou, Koka, Baga und Ténéga. Die Nawdba sprechen Nawdm, eine Gur-Sprache aus der Oti-Volta-Gruppe und eng verwandt, unter anderem mit Yom im nördlichen Benin.
Historisch gesehen wurde der Begriff „Losso“ jedoch nicht ausschließlich auf die Nawdba angewendet. Insbesondere während der Kolonialzeit diente er manchmal als Sammelbezeichnung für mehrere Bevölkerungsgruppen in Doufelgou und benachbarten Gebieten, darunter Lama- bzw. Lamba-sprached Gemeinschaften. Die Nawdba und Lamba sind dennoch sowohl sprachlich als auch ethnographisch verschieden. Die Lamba sprechen Lama, eine eigenständige Gur-Sprache, und ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich weiter nördlich und nordwestlich, insbesondere rund um Défalé, Kadjalla und Kanté in der heutigen Kéran-Provintz, sowie in angrenzenden Gebieten des nördlichen Benin.
Diese historische Überschneidung in der Terminologie hilft zu erklären, warum Skulpturen aus Nord-Togo in älteren Sammlungen und auf dem Kunstmarkt unterschiedlich als „Losso“, „Lamba“ oder „Losso-Lamba“ klassifiziert wurden. Fehlt eine Provenienz, die auf einen genauen Herkunftsort verweist, bleibt eine eindeutige ethnische Zuschreibung allein anhand stilistischer Kriterien problematisch. Für eine traditionell als Losso identifizierte Figur erscheint daher die Bezeichnung „Losso (Nawdba), Northern Togo“ angemessen, vorausgesetzt, dass „Losso“ als historisch etablierter, aber nicht vollständig präziser ethnografischer Begriff verstanden wird.
Ausgewählte Literatur: Jean-Claude Froelich, Notes sur les Naoudemba du Nord-Togo; Robert Cornevin, Histoire du Togo, Paris: Berger-Levrault, 1962; Bernard Lucien-Brun, Les migrations rurales des Kabyè et des Losso (Togo); siehe auch die einschlägigen ethnografischen Schriften von Leo Frobenius über die Bevölkerungen des Nord-Togos und sprachwissenschaftliche Studien zu Nawdm und Lama.
Ein Teil der Informationen wurde von künstlicher Intelligenz erzeugt und basiert auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inventarnummer: MAZ25717
Der Verkäufer stellt sich vor
Männliche Figur, Losso (Nawdba), Nord-Togo, Kara-Region, vermutlich Bezirk Doufelgou.
Informant: Karim Wassiou. Inklusive Stand
Aus dichtem Holz geschnitzt, zeichnet sich diese männliche Figur durch eine kompakte, kraftvolle Vorstellung des menschlichen Körpers und eine deutlich reduzierte anatomische Detailgenauigkeit aus. Zwei massive, leicht auseinandergesetzte Beine tragen einen gerundeten, fast kugelförmigen Oberkörper. Die verkürzten Arme ragen seitlich vom Körper ab, während die männlichen Genitalien deutlich ausgeprägt wiedergegeben sind. Der vergleichsweise große, runde Kopf ruht nahezu direkt auf den Schultern, mit praktisch keinem artikulierten Hals. Die Gesichtszüge sind auf wenige wesentliche Elemente reduziert: kleine eingesenkte Augen, eine kaum vorschussende Nase und ein kurzer, eingeritzter Mund. Feine lineare Einschnitte in den Wangen sowie zusätzliche Markierungen am Körper könnten Narbentechniken oder andere Formen der Körpermarkierung darstellen, deren genaue Bedeutung jedoch nicht mit Sicherheit bestimmt werden kann.
Besonders auffällig ist das Wechselspiel zwischen stark modellierten Volumen und einer extremen Ökonomie der Detailtreue. Kopf, Bauch, Brustkorb und Oberschenkel werden als substanzielle, fast autonome Massen konzipiert, die zu einer hoch konzentrierten skulpturalen Form vereinigt sind. Die unregelmäßige dunkelbraune Oberfläche mit Abnutzungs-, Verkrustungs- und Spuren längerer Handhabung oder Benutzung betont zusätzlich die skulpturale Präsenz der Figur.
Die traditionelle Zuordnung „Losso“ bedarf einer gewissen Einordnung. In enge ethnolinguistischem Sinn ist die Bezeichnung besonders mit den Nawdba bzw. Nawda verbunden, deren Hauptsiedlungsgebiet im Norden Togos liegt, in der heutigen Kara-Region und insbesondere im Bezirk Doufelgou. Bedeutende Nawdba-Gemeinschaften finden sich rund um Niamtougou sowie in den Gebieten Siou, Koka, Baga und Ténéga. Die Nawdba sprechen Nawdm, eine Gur-Sprache aus der Oti-Volta-Gruppe und eng verwandt, unter anderem mit Yom im nördlichen Benin.
Historisch gesehen wurde der Begriff „Losso“ jedoch nicht ausschließlich auf die Nawdba angewendet. Insbesondere während der Kolonialzeit diente er manchmal als Sammelbezeichnung für mehrere Bevölkerungsgruppen in Doufelgou und benachbarten Gebieten, darunter Lama- bzw. Lamba-sprached Gemeinschaften. Die Nawdba und Lamba sind dennoch sowohl sprachlich als auch ethnographisch verschieden. Die Lamba sprechen Lama, eine eigenständige Gur-Sprache, und ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich weiter nördlich und nordwestlich, insbesondere rund um Défalé, Kadjalla und Kanté in der heutigen Kéran-Provintz, sowie in angrenzenden Gebieten des nördlichen Benin.
Diese historische Überschneidung in der Terminologie hilft zu erklären, warum Skulpturen aus Nord-Togo in älteren Sammlungen und auf dem Kunstmarkt unterschiedlich als „Losso“, „Lamba“ oder „Losso-Lamba“ klassifiziert wurden. Fehlt eine Provenienz, die auf einen genauen Herkunftsort verweist, bleibt eine eindeutige ethnische Zuschreibung allein anhand stilistischer Kriterien problematisch. Für eine traditionell als Losso identifizierte Figur erscheint daher die Bezeichnung „Losso (Nawdba), Northern Togo“ angemessen, vorausgesetzt, dass „Losso“ als historisch etablierter, aber nicht vollständig präziser ethnografischer Begriff verstanden wird.
Ausgewählte Literatur: Jean-Claude Froelich, Notes sur les Naoudemba du Nord-Togo; Robert Cornevin, Histoire du Togo, Paris: Berger-Levrault, 1962; Bernard Lucien-Brun, Les migrations rurales des Kabyè et des Losso (Togo); siehe auch die einschlägigen ethnografischen Schriften von Leo Frobenius über die Bevölkerungen des Nord-Togos und sprachwissenschaftliche Studien zu Nawdm und Lama.
Ein Teil der Informationen wurde von künstlicher Intelligenz erzeugt und basiert auf veröffentlichten Quellen aus den Bereichen Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.
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- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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