Karl Immermann - Die Papierfenster eines Eremiten - 1822-1822

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Simone Grunau
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Die Papierfenster eines Eremiten – Karl Immermann

Hamm: Schulz und Wundermann, 1822. Viii, 184, [1] Seiten. 19 cm x 11,5 cm. Zeitgenössischer roter Halblederband mit goldgerahmten, marmorierten Deckeln, golden verziertem und beschriftetem Rücken mit vier erhabenen Bünden sowie marmorierten Vorsatzblättern. Erste Ausgabe dieses seltenen und kulturell bedeutenden Debütromans des prominenten Biedermeier- und Romantikautors Karl Immermann (1796–1840). Die Papierfenster eines Eremiten („The Paper Windows of a Hermit“) dient als brillante Brücke zwischen dem späten deutschen Romanticismus und dem frühen sozialen Realismus. Präsentiert als gerahnte Erzählung “editoriert von Karl Immermann” (Herausgegeben von Karl Immermann) verwendet das Buch das populäre epistolare und Tagebuchformat der Zeit. Die Erzählung folgt den inneren Gedanken, emotionalen Kämpfen und philosophischen Beobachtungen eines zurückgezogen lebenden Intellektuellen (dem „Eremiten“). Durch diese fragmentarischen „Papierfenster“ reflektiert der Text das erstickende provinziellen Leben, die starren sozialen Konventionen des 19. Jahrhunderts in Deutschland und die tief verwurzelte psychologische Entfremdung der intellektuellen Klasse nach den Napoleonischen Kriegen. Diese spezifische Erstausgabe wird in der Literaturgeschichte hoch gelobt für ihre mutige, experimentelle Struktur – insbesondere mit einem absichtlich gestalteten typografischen Layout auf den Seiten 122 und 123. Vom Autor völlig leer gelassen, dienen diese Seiten als brillanter, satirischer Protest gegen die repressiven preußischen Pressezensur der Epoche. Anstatt sich dem Knife der Zensur zu beugen, lud Immermann den Leser offen ein, die staatlich erzwungene Stille mit eigener Vorstellungskraft zu füllen, wodurch dieses Werk zu einem grundlegenden Zeugnis in der Geschichte von Meinungsfreiheit und politischer Satire in der deutschen Literatur wird.

Etwas Abrieb, Stöße und Gebrauchsspuren am Einband und Rücken. Ex Libris-Aufkleber am vorderen Endpapier. Bleistiftmarkierungen auf der Recto des hinteren freien Endpapiers. Gelegentlich leichte Knicke der Ränder und Ecken sowie einige Löcher im oberen Rand. Mäßige Braunfärbung und Flecken im gesamten Band. Der Text ist klar lesbar und der Einband ist stabil. Insgesamt ein hübscher Band in sehr gutem Zustand.

Die Papierfenster eines Eremiten – Karl Immermann

Hamm: Schulz und Wundermann, 1822. Viii, 184, [1] Seiten. 19 cm x 11,5 cm. Zeitgenössischer roter Halblederband mit goldgerahmten, marmorierten Deckeln, golden verziertem und beschriftetem Rücken mit vier erhabenen Bünden sowie marmorierten Vorsatzblättern. Erste Ausgabe dieses seltenen und kulturell bedeutenden Debütromans des prominenten Biedermeier- und Romantikautors Karl Immermann (1796–1840). Die Papierfenster eines Eremiten („The Paper Windows of a Hermit“) dient als brillante Brücke zwischen dem späten deutschen Romanticismus und dem frühen sozialen Realismus. Präsentiert als gerahnte Erzählung “editoriert von Karl Immermann” (Herausgegeben von Karl Immermann) verwendet das Buch das populäre epistolare und Tagebuchformat der Zeit. Die Erzählung folgt den inneren Gedanken, emotionalen Kämpfen und philosophischen Beobachtungen eines zurückgezogen lebenden Intellektuellen (dem „Eremiten“). Durch diese fragmentarischen „Papierfenster“ reflektiert der Text das erstickende provinziellen Leben, die starren sozialen Konventionen des 19. Jahrhunderts in Deutschland und die tief verwurzelte psychologische Entfremdung der intellektuellen Klasse nach den Napoleonischen Kriegen. Diese spezifische Erstausgabe wird in der Literaturgeschichte hoch gelobt für ihre mutige, experimentelle Struktur – insbesondere mit einem absichtlich gestalteten typografischen Layout auf den Seiten 122 und 123. Vom Autor völlig leer gelassen, dienen diese Seiten als brillanter, satirischer Protest gegen die repressiven preußischen Pressezensur der Epoche. Anstatt sich dem Knife der Zensur zu beugen, lud Immermann den Leser offen ein, die staatlich erzwungene Stille mit eigener Vorstellungskraft zu füllen, wodurch dieses Werk zu einem grundlegenden Zeugnis in der Geschichte von Meinungsfreiheit und politischer Satire in der deutschen Literatur wird.

Etwas Abrieb, Stöße und Gebrauchsspuren am Einband und Rücken. Ex Libris-Aufkleber am vorderen Endpapier. Bleistiftmarkierungen auf der Recto des hinteren freien Endpapiers. Gelegentlich leichte Knicke der Ränder und Ecken sowie einige Löcher im oberen Rand. Mäßige Braunfärbung und Flecken im gesamten Band. Der Text ist klar lesbar und der Einband ist stabil. Insgesamt ein hübscher Band in sehr gutem Zustand.

Details

Anzahl der Bücher
1
Thema
Biographien und Memoiren, Literatur
Buchtitel
Die Papierfenster eines Eremiten
Autor/ Illustrator
Karl Immermann
Zustand
Sehr gut
Erscheinungsjahr (ältestes Objekt)
1822
Erscheinungsjahr (jüngstes Objekt)
1822
Höhe
19 cm
Auflage
Erstauflage
Breite
11,5 cm
Sprache
Deutsch
Originalsprache
Ja
Verlag
Hamm: Schulz und Wundermann
Bindung
Halbleder
Anzahl der Seiten
184
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
732
Verkaufte Objekte
100 %
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