Eine Maske aus Holz. - Guro - Elfenbeinküste (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Guro-Maske, Gohitafla-Region, Elfenbeinküste
Die vorliegende Maske stammt aus der Gohitafla-Region im Zentrum der Elfenbeinküste, einem der wichtigsten Zentren der Guro-Schnitzkunst. Eberhard Fischer ordnet dieser Region eine besondere Bedeutung zu und betont, dass während der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts mehrere der feinsten Guro-Schnitzateliers dort gedeihten. In seiner wegweisenden Studie Guro. Masks identifiziert Fischer den sogenannten „Master of Gohitafla“, einen anonymen Bildhauer, der durch stilistische Vergleiche rekonstruiert wurde und dessen Werke zu den Meisterwerken der Guro-Kunst gehören. Masken, die diesem Atelier zugeschrieben werden, zeichnen sich durch verlängerte ovale Gesichter, hohe Stirnfronte, fein eingeritzte Scarification, schmale halbgeschlossene Augen und ein außerordentliches Gefühl für formale Ausgewogenheit aus, das den Guro-Ideal der weiblichen Schönheit verkörpert.
Das vorliegende Exemplar zeigt diese Merkmale mit bemerkenswerter Raffinesse. Das verlängerte Gesicht wird von einer hohen, glatt modellierten Stirn umrahmt, von schmalen mandelförmigen Augen und einem kleinen, leicht geöffneten Mund, der einen Ausdruck von Gelassenheit und Würde erzeugt. Feine eingeritzte Linienverzierung erstreckt sich über die Stirn, um die Augen herum und über die Wangen, und sorgt für einen subtilen grafischen Rhythmus, der charakteristisch für die feinsten Schnitzwerke aus Gohitafla ist. Die tiefe, schwarze, polierte Patina der Maske kontrastiert elegant mit der warmen rötlich-braunen Oberfläche der skulpturalen Aufbaukonstruktion.
Besonders bemerkenswert ist die auf der Maske angebrachte, aufwändig gestaltete Figur. Eine stehende Frau mit verlängertem Hals, sorgfältig modelliertem Oberkörper und anmutigen Proportionen fasst die Antilopenhörner, während sie ein Gefäß auf dem Kopf balanciert. Solche skulpturalen Aufbaukonstruktionen gehören zu den anspruchsvollsten Kompositionen der Guro-Schnitzkunst. Das Gefäß verweist höchstwahrscheinlich auf Fruchtbarkeit, Wohlstand und die wichtige soziale Rolle der Frauen, während die ruhige Haltung und die harmonischen Proportionen das Guro-Konzept von idealer Schönheit widerspiegeln.
Die hohen, filigran gearbeiteten Hörner erinnern an die eines Antilopen und verbinden die Maske mit der Ikonografie der Gu- und Zamble-Schützenmasken. Im Guro-Traditionskontext repräsentiert Gu die Verkörperung weiblicher Grazie und ist zusammen mit Zamble und Zauli Teil einer Trias, die während Festen, Bestattungen und wichtigen gemeinschaftlichen Zeremonien erscheint. Wie Susan Mullin Vogel betont hat, lassen sich Guro-Masken nicht ausschließlich als skulpturale Objekte verstehen; ihre volle Bedeutung entfaltet sich erst durch Aufführung, Musik, Tracht und Tanz, wobei die Skulptur zu einem Element eines größeren ästhetischen und sozialen Ereignisses wird.
Anita J. Glaze bemerkte ebenfalls, dass die idealisierten Gesichtszüge der Guro-Masken nicht nur physischen Schönheitsansprüchen entsprechen, sondern auch moralische Tugenden wie Gelassenheit, Würde und soziale Reife vermitteln. Anne-Marie Bouttiaux hat außerdem die Existenz unterschiedlicher regionaler Schnitztraditionen innerhalb des Guro-Gebiets nachgewiesen und Gohitafla als eines der bedeutendsten künstlerischen Zentren identifiziert. Die vorliegende Maske veranschaulicht diese Tradition durch ihre raffinierten Proportionen, elegante Oberflächenverzierung, hervorragende Patina und bemerkenswert anspruchsvolle skulpturale Aufbaukonstruktion. Zusammen verleihen diese Eigenschaften ihr einen festen Platz unter den höchsten Leistungen der klassischen Guro-Schnitzkunst und illustrieren, warum Eberhard Fischer die künstlerische Produktion von Gohitafla als einen der Höhepunkte der westafrikanischen Holzschnitzkunst betrachtet hat.
Literatur
Bouttiaux, Anne-Marie (Hrsg.). L’Art des Guro, Côte d’Ivoire. Tervuren: Musée royal de l’Afrique centrale.
Fischer, Eberhard. Guro. Masks. Zürich: Edition Patrick Frey, 2008.
Fischer, Eberhard & Homberger, Lorenz. Die Kunst der Guro / The Art of the Guro. Zürich: Museum Rietberg.
Glaze, Anita J. Art and Death in a Senufo Village. Bloomington: Indiana University Press, 1981.
Vogel, Susan Mullin. Baule: African Art, Western Eyes. New Haven: Yale University Press, 1997.
Einige Informationen stammen von künstlicher Intelligenz und basieren auf veröffentlichten Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Informant: Bakari Bouaflé
Invt. No.: MAZ19599
Der Verkäufer stellt sich vor
Guro-Maske, Gohitafla-Region, Elfenbeinküste
Die vorliegende Maske stammt aus der Gohitafla-Region im Zentrum der Elfenbeinküste, einem der wichtigsten Zentren der Guro-Schnitzkunst. Eberhard Fischer ordnet dieser Region eine besondere Bedeutung zu und betont, dass während der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts mehrere der feinsten Guro-Schnitzateliers dort gedeihten. In seiner wegweisenden Studie Guro. Masks identifiziert Fischer den sogenannten „Master of Gohitafla“, einen anonymen Bildhauer, der durch stilistische Vergleiche rekonstruiert wurde und dessen Werke zu den Meisterwerken der Guro-Kunst gehören. Masken, die diesem Atelier zugeschrieben werden, zeichnen sich durch verlängerte ovale Gesichter, hohe Stirnfronte, fein eingeritzte Scarification, schmale halbgeschlossene Augen und ein außerordentliches Gefühl für formale Ausgewogenheit aus, das den Guro-Ideal der weiblichen Schönheit verkörpert.
Das vorliegende Exemplar zeigt diese Merkmale mit bemerkenswerter Raffinesse. Das verlängerte Gesicht wird von einer hohen, glatt modellierten Stirn umrahmt, von schmalen mandelförmigen Augen und einem kleinen, leicht geöffneten Mund, der einen Ausdruck von Gelassenheit und Würde erzeugt. Feine eingeritzte Linienverzierung erstreckt sich über die Stirn, um die Augen herum und über die Wangen, und sorgt für einen subtilen grafischen Rhythmus, der charakteristisch für die feinsten Schnitzwerke aus Gohitafla ist. Die tiefe, schwarze, polierte Patina der Maske kontrastiert elegant mit der warmen rötlich-braunen Oberfläche der skulpturalen Aufbaukonstruktion.
Besonders bemerkenswert ist die auf der Maske angebrachte, aufwändig gestaltete Figur. Eine stehende Frau mit verlängertem Hals, sorgfältig modelliertem Oberkörper und anmutigen Proportionen fasst die Antilopenhörner, während sie ein Gefäß auf dem Kopf balanciert. Solche skulpturalen Aufbaukonstruktionen gehören zu den anspruchsvollsten Kompositionen der Guro-Schnitzkunst. Das Gefäß verweist höchstwahrscheinlich auf Fruchtbarkeit, Wohlstand und die wichtige soziale Rolle der Frauen, während die ruhige Haltung und die harmonischen Proportionen das Guro-Konzept von idealer Schönheit widerspiegeln.
Die hohen, filigran gearbeiteten Hörner erinnern an die eines Antilopen und verbinden die Maske mit der Ikonografie der Gu- und Zamble-Schützenmasken. Im Guro-Traditionskontext repräsentiert Gu die Verkörperung weiblicher Grazie und ist zusammen mit Zamble und Zauli Teil einer Trias, die während Festen, Bestattungen und wichtigen gemeinschaftlichen Zeremonien erscheint. Wie Susan Mullin Vogel betont hat, lassen sich Guro-Masken nicht ausschließlich als skulpturale Objekte verstehen; ihre volle Bedeutung entfaltet sich erst durch Aufführung, Musik, Tracht und Tanz, wobei die Skulptur zu einem Element eines größeren ästhetischen und sozialen Ereignisses wird.
Anita J. Glaze bemerkte ebenfalls, dass die idealisierten Gesichtszüge der Guro-Masken nicht nur physischen Schönheitsansprüchen entsprechen, sondern auch moralische Tugenden wie Gelassenheit, Würde und soziale Reife vermitteln. Anne-Marie Bouttiaux hat außerdem die Existenz unterschiedlicher regionaler Schnitztraditionen innerhalb des Guro-Gebiets nachgewiesen und Gohitafla als eines der bedeutendsten künstlerischen Zentren identifiziert. Die vorliegende Maske veranschaulicht diese Tradition durch ihre raffinierten Proportionen, elegante Oberflächenverzierung, hervorragende Patina und bemerkenswert anspruchsvolle skulpturale Aufbaukonstruktion. Zusammen verleihen diese Eigenschaften ihr einen festen Platz unter den höchsten Leistungen der klassischen Guro-Schnitzkunst und illustrieren, warum Eberhard Fischer die künstlerische Produktion von Gohitafla als einen der Höhepunkte der westafrikanischen Holzschnitzkunst betrachtet hat.
Literatur
Bouttiaux, Anne-Marie (Hrsg.). L’Art des Guro, Côte d’Ivoire. Tervuren: Musée royal de l’Afrique centrale.
Fischer, Eberhard. Guro. Masks. Zürich: Edition Patrick Frey, 2008.
Fischer, Eberhard & Homberger, Lorenz. Die Kunst der Guro / The Art of the Guro. Zürich: Museum Rietberg.
Glaze, Anita J. Art and Death in a Senufo Village. Bloomington: Indiana University Press, 1981.
Vogel, Susan Mullin. Baule: African Art, Western Eyes. New Haven: Yale University Press, 1997.
Einige Informationen stammen von künstlicher Intelligenz und basieren auf veröffentlichten Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Informant: Bakari Bouaflé
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- Jaenicke Njoya GmbH
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- Wolfgang Jaenicke
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