Eine Skulptur aus Holz - Adan - Ghana (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
Käuferschutz auf Catawiki
Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen
Trustpilot 4.4 | 140908 Bewertungen
Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.
Eine holzene Adan/Aklama Kalao-Vogelstatuette aus Ghana, 24 cm hoch, 500 g, aus Holz geschnitzt mit Kaolinpigmenten, inklusive Ständer, in gutem Zustand, Original/offiziell.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Ein Paar Adan/Akama-Paare, Ghana, in Form von zwo Kalao-Vögeln mit Resten von Kaolin.
Die geschnitzten Vogelskulpturen, die mit dem Adan (manchmal auch geschrieben „Ada/Adangbe“) -Volk Ghanas in Verbindung gebracht werden, sind in Sammlerliteratur als „Aklama“-Figuren bekannt. Diese Artefakte zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus Holz (oft helles Hartholz) geschnitzt und mit natürlichen Pigmenten oder Kaolin versehen sind, die Formen oft stilisiert und in einigen Fällen klar vogelartig. Beispiele erscheinen in Auktionskatalogen beschrieben als „Ghana Adan Holz, Naturpigmente … in Form eines Vogels“. Eine Eintragung bemerkt außerdem, dass solche Figuren „verschiedene Gottheiten darstellen, die mit der Jagd verbunden sind“ und dass sie „von den Ewe des Adangbe/Ada-Sprache in Ghana verwendet werden“ und „Gegenstände des Voodoo-Kults“ in jener beschreibenden Tradition seien.
Kulturell werden die Aklama-Figuren als „Hilfsgeister“ oder Vermittler in rituellen Kontexten der Ewe/Dangme-Kulturzone interpretiert (zu der auch die Adan/Ada-Gemeinschaft gehört). Laut einer Quelle wurden die Figuren auf privaten Altären platziert, manchmal in einem Korb gruppiert und mit Tuch bedeckt, ähnlich in der Nutzung wie die Vinavi-Figuren unter den Ewe. Die Vogel-Symbolik kann mit Vorstellungen von Vermittlung, Jagd oder Ahnenmacht verknüpft sein, obwohl explizite ethnografische Details zur Nutzung durch die Adan-Gemeinschaft begrenzt bleiben.
Der Kalao-Vogel: Ritual, Erinnerung und das Wissen um Schutz
Der Kalao-Vogel, in der europäischen Zoologie als Hornvogel bekannt, nimmt in vielen westafrikanischen Kulturen eine Position ein, die weit über die eines reinen Tieres hinausgeht. Sein Erscheinungsbild – der schwere, gekrümmte Schnabel, der von einem helmähnlichen Scheitel gekrönt ist, der langsame, fast feierliche Flug, der durchdringende Ruf – macht ihn zu einer Figur, die dem Alltäglichen entrinnt. In den religiösen Weltanschauungen der südlichen ghanaischen Adan und Dangme ist der Kalao kein Wesen, das gejagt wird, sondern eines, das beobachtet wird. Er gehört zu jenen Tieren, die nicht einfach getötet werden, weil man ihnen zuhören muss.
In der Dangme-Denkweise wird die Welt nicht in eine sichtbare und eine unsichtbare Sphäre unterteilt, sondern ist durchlässig. Ahnen, natürliche Kräfte und die Lebenden existieren in einem dichten Netz von Beziehungen. Tiere können in diesem Rahmen als Träger von Botschaften, als Vermittler zwischen Temporalitäten erscheinen. Der Kalao gilt als Ahnen-Vogel: Sein Auftreten wird interpretiert, sein Ruf als Zeichen gelesen. Es ist ein Wesen der Übergänge – zwischen Himmel und Erde, Leben und Tod, Schutz und Gefahr.
Diese Bedeutung ergibt sich nicht nur aus mythologischen Erzählungen, sondern auch aus sorgfältigen Beobachtungen seines Verhaltens. Besonders auffällig ist das Brutverhalten des Kalao, das zu einem zentralen Punkt symbolischer Interpretation in vielen Kulturen geworden ist.
Die Geheimsiegelung des Weibchens
Während der Brutzeit sucht das Weibchen eine Höhle im Baum, in die sie sich mit dem Männchen zurückzieht. Danach verschließt es den Eingang fast vollständig mit einer Mischung aus Schlamm, Fruchtpulver und Fäkalien und lässt lediglich einen schmalen Schlitz, durch den Nahrung hindurchgereicht werden kann. Wochen, manchmal Monate, bleibt das Weibchen eingeschlossen, legt Eier, zieht die Jungtiere auf und ist vollständig von der Versorgung des Männchens abhängig.
Aus naturwissenschaftlicher Sicht dient dies dem Schutz vor Fressfeinden, doch in ritualer Deutung wird es zu einem kraftvollen Bild. Das Verschließen ist kein Zeichen von Gefangenschaft, sondern von Vertrauen. Das Weibchen überlässt seine Freiheit, damit Leben gedeihen kann. Der Männchen übernimmt Verantwortung, indem es Nahrung bringt und die Grenze zwischen Innen und Außen aufrechterhält. Schutz entsteht nicht durch Gewalt, sondern durch Rückzug, Geduld und gegenseitige Verpflichtung.
In der symbolischen Lesart der Dangme wird dieses Verhalten mit menschlichen Übergängen verknüpft: Schwangerschaft, Initiation, Heilung, Tod. Der encloses Raum des Baumhohlraums entspricht dem rituellen Raum, in dem Transformation stattfindet. Eine vorübergehende Abwesenheit von der Welt ist eine Voraussetzung für Erneuerung. Das erklärt, warum der Kalao in Geschichten und rituellen Kontexten wiederholt mit Fruchtbarkeit, weiblicher Macht und sozialer Ordnung assoziiert wird.
Die Verschluss des Weibchens wird nicht als Unterwerfung interpretiert, sondern als Akt souveräner Selbstabgrenzung. Es verkörpert das Wissen, wann man sich aus der Welt zurückziehen muss, damit sie weiterexistieren kann.
Bilder, Objekte und Erinnerung
Diese Bedeutungen sind in die materielle Kultur eingedrungen. Schnitzereien mit Hornvogel-Schnäbeln, Maskenkämmen, rituellen Stäben oder Amuletten spiegeln die charakteristische Form des Vogels wider. Sie sind nicht dekorativ, sondern funktional: als schützende Objekte, als Zeichen von Autorität, als Erinnerungen an moralische Verpflichtungen. In oralen Traditionen dient der Kalao als warnendes Bild – ein Wesen, das beobachtet und erinnert.
Historisch lässt sich diese Symbolik weit zurückverfolgen und ist mit ähnlichen Interpretationen bei Akan, Senufo oder Dogon-Gruppen verbunden. Koloniale Interventionen, missionarische Aktivitäten und museale Aneignungen haben diese Wissenssysteme fragmentiert, doch sie sind nicht ausgelöscht. Sie halten sich in Ritualen, Erzählungen und in der sorgfältigen Art und Weise, mit der man dem Vogel begegnet.
Schlussfolgerung
Der Kalao-Vogel verkörpert Wissen, das aus enger Naturbeobachtung, sozialer Erfahrung und spiritueller Reflexion abgeleitet wird. Sein Brutverhalten lehrt, dass Schutz nicht in Sichtbarem liegt, sondern in bewussten Rückzug; dass Gemeinschaft Verantwortung impliziert; und dass Transformation Zeit braucht.
So wird der Kalao zu einer Figur der Erinnerung: ein lebendiges Archiv einer Welt, in der Menschen, Tiere und Ahnen nicht getrennt sind, sondern einander tragen.
Die Grundlage dieser Beschreibungen beruhigt sich auf Feldbeobachtungen und kulturellem Verständnis, auch wenn die Einzelgeschichten, die einst aus unmittelbaren Begegnungen hervorgingen, heute auf mehrere Geräte verstreut sind. Doch es gibt keinen Grund, um den Verlust zu trauern: Jede Geschichte, die entsteht, ist von Natur aus eklektisch flüchtig. Bei mir selbst ändert und verschiebt sich Erinnerung schneller als bei anderen, wodurch jeder Versuch der Rekontektur
Einige der Informationen stammen aus künstlicher Intelligenz und basieren auf veröffentlichten Quellen aus Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. No. MAZ10690
Höhe: 24 cm / 24 cm
Gewicht: 280 g / 220 g (incl. Stand)
Der Verkäufer stellt sich vor
Ein Paar Adan/Akama-Paare, Ghana, in Form von zwo Kalao-Vögeln mit Resten von Kaolin.
Die geschnitzten Vogelskulpturen, die mit dem Adan (manchmal auch geschrieben „Ada/Adangbe“) -Volk Ghanas in Verbindung gebracht werden, sind in Sammlerliteratur als „Aklama“-Figuren bekannt. Diese Artefakte zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus Holz (oft helles Hartholz) geschnitzt und mit natürlichen Pigmenten oder Kaolin versehen sind, die Formen oft stilisiert und in einigen Fällen klar vogelartig. Beispiele erscheinen in Auktionskatalogen beschrieben als „Ghana Adan Holz, Naturpigmente … in Form eines Vogels“. Eine Eintragung bemerkt außerdem, dass solche Figuren „verschiedene Gottheiten darstellen, die mit der Jagd verbunden sind“ und dass sie „von den Ewe des Adangbe/Ada-Sprache in Ghana verwendet werden“ und „Gegenstände des Voodoo-Kults“ in jener beschreibenden Tradition seien.
Kulturell werden die Aklama-Figuren als „Hilfsgeister“ oder Vermittler in rituellen Kontexten der Ewe/Dangme-Kulturzone interpretiert (zu der auch die Adan/Ada-Gemeinschaft gehört). Laut einer Quelle wurden die Figuren auf privaten Altären platziert, manchmal in einem Korb gruppiert und mit Tuch bedeckt, ähnlich in der Nutzung wie die Vinavi-Figuren unter den Ewe. Die Vogel-Symbolik kann mit Vorstellungen von Vermittlung, Jagd oder Ahnenmacht verknüpft sein, obwohl explizite ethnografische Details zur Nutzung durch die Adan-Gemeinschaft begrenzt bleiben.
Der Kalao-Vogel: Ritual, Erinnerung und das Wissen um Schutz
Der Kalao-Vogel, in der europäischen Zoologie als Hornvogel bekannt, nimmt in vielen westafrikanischen Kulturen eine Position ein, die weit über die eines reinen Tieres hinausgeht. Sein Erscheinungsbild – der schwere, gekrümmte Schnabel, der von einem helmähnlichen Scheitel gekrönt ist, der langsame, fast feierliche Flug, der durchdringende Ruf – macht ihn zu einer Figur, die dem Alltäglichen entrinnt. In den religiösen Weltanschauungen der südlichen ghanaischen Adan und Dangme ist der Kalao kein Wesen, das gejagt wird, sondern eines, das beobachtet wird. Er gehört zu jenen Tieren, die nicht einfach getötet werden, weil man ihnen zuhören muss.
In der Dangme-Denkweise wird die Welt nicht in eine sichtbare und eine unsichtbare Sphäre unterteilt, sondern ist durchlässig. Ahnen, natürliche Kräfte und die Lebenden existieren in einem dichten Netz von Beziehungen. Tiere können in diesem Rahmen als Träger von Botschaften, als Vermittler zwischen Temporalitäten erscheinen. Der Kalao gilt als Ahnen-Vogel: Sein Auftreten wird interpretiert, sein Ruf als Zeichen gelesen. Es ist ein Wesen der Übergänge – zwischen Himmel und Erde, Leben und Tod, Schutz und Gefahr.
Diese Bedeutung ergibt sich nicht nur aus mythologischen Erzählungen, sondern auch aus sorgfältigen Beobachtungen seines Verhaltens. Besonders auffällig ist das Brutverhalten des Kalao, das zu einem zentralen Punkt symbolischer Interpretation in vielen Kulturen geworden ist.
Die Geheimsiegelung des Weibchens
Während der Brutzeit sucht das Weibchen eine Höhle im Baum, in die sie sich mit dem Männchen zurückzieht. Danach verschließt es den Eingang fast vollständig mit einer Mischung aus Schlamm, Fruchtpulver und Fäkalien und lässt lediglich einen schmalen Schlitz, durch den Nahrung hindurchgereicht werden kann. Wochen, manchmal Monate, bleibt das Weibchen eingeschlossen, legt Eier, zieht die Jungtiere auf und ist vollständig von der Versorgung des Männchens abhängig.
Aus naturwissenschaftlicher Sicht dient dies dem Schutz vor Fressfeinden, doch in ritualer Deutung wird es zu einem kraftvollen Bild. Das Verschließen ist kein Zeichen von Gefangenschaft, sondern von Vertrauen. Das Weibchen überlässt seine Freiheit, damit Leben gedeihen kann. Der Männchen übernimmt Verantwortung, indem es Nahrung bringt und die Grenze zwischen Innen und Außen aufrechterhält. Schutz entsteht nicht durch Gewalt, sondern durch Rückzug, Geduld und gegenseitige Verpflichtung.
In der symbolischen Lesart der Dangme wird dieses Verhalten mit menschlichen Übergängen verknüpft: Schwangerschaft, Initiation, Heilung, Tod. Der encloses Raum des Baumhohlraums entspricht dem rituellen Raum, in dem Transformation stattfindet. Eine vorübergehende Abwesenheit von der Welt ist eine Voraussetzung für Erneuerung. Das erklärt, warum der Kalao in Geschichten und rituellen Kontexten wiederholt mit Fruchtbarkeit, weiblicher Macht und sozialer Ordnung assoziiert wird.
Die Verschluss des Weibchens wird nicht als Unterwerfung interpretiert, sondern als Akt souveräner Selbstabgrenzung. Es verkörpert das Wissen, wann man sich aus der Welt zurückziehen muss, damit sie weiterexistieren kann.
Bilder, Objekte und Erinnerung
Diese Bedeutungen sind in die materielle Kultur eingedrungen. Schnitzereien mit Hornvogel-Schnäbeln, Maskenkämmen, rituellen Stäben oder Amuletten spiegeln die charakteristische Form des Vogels wider. Sie sind nicht dekorativ, sondern funktional: als schützende Objekte, als Zeichen von Autorität, als Erinnerungen an moralische Verpflichtungen. In oralen Traditionen dient der Kalao als warnendes Bild – ein Wesen, das beobachtet und erinnert.
Historisch lässt sich diese Symbolik weit zurückverfolgen und ist mit ähnlichen Interpretationen bei Akan, Senufo oder Dogon-Gruppen verbunden. Koloniale Interventionen, missionarische Aktivitäten und museale Aneignungen haben diese Wissenssysteme fragmentiert, doch sie sind nicht ausgelöscht. Sie halten sich in Ritualen, Erzählungen und in der sorgfältigen Art und Weise, mit der man dem Vogel begegnet.
Schlussfolgerung
Der Kalao-Vogel verkörpert Wissen, das aus enger Naturbeobachtung, sozialer Erfahrung und spiritueller Reflexion abgeleitet wird. Sein Brutverhalten lehrt, dass Schutz nicht in Sichtbarem liegt, sondern in bewussten Rückzug; dass Gemeinschaft Verantwortung impliziert; und dass Transformation Zeit braucht.
So wird der Kalao zu einer Figur der Erinnerung: ein lebendiges Archiv einer Welt, in der Menschen, Tiere und Ahnen nicht getrennt sind, sondern einander tragen.
Die Grundlage dieser Beschreibungen beruhigt sich auf Feldbeobachtungen und kulturellem Verständnis, auch wenn die Einzelgeschichten, die einst aus unmittelbaren Begegnungen hervorgingen, heute auf mehrere Geräte verstreut sind. Doch es gibt keinen Grund, um den Verlust zu trauern: Jede Geschichte, die entsteht, ist von Natur aus eklektisch flüchtig. Bei mir selbst ändert und verschiebt sich Erinnerung schneller als bei anderen, wodurch jeder Versuch der Rekontektur
Einige der Informationen stammen aus künstlicher Intelligenz und basieren auf veröffentlichten Quellen aus Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Inv. No. MAZ10690
Höhe: 24 cm / 24 cm
Gewicht: 280 g / 220 g (incl. Stand)
Der Verkäufer stellt sich vor
Details
Rechtliche Informationen des Verkäufers
- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
AGB
AGB des Verkäufers. Mit einem Gebot auf dieses Los akzeptieren Sie ebenfalls die AGB des Verkäufers.
Widerrufsbelehrung
- Frist: 14 Tage sowie gemäß den hier angegebenen Bedingungen
- Rücksendkosten: Käufer trägt die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Ware
- Vollständige Widerrufsbelehrung
